Anonym?

Gottesdienstberichte und Predigtkritik

lieber anonym...?

Beitragvon maximin » 27.01.2005, 19:23

:) @ Alle,

Michl, ich schließe mich Deinen Ausführungen an :wink: !

Hinzufügen möchte ich allerings einen weiteren Aspekt. Seht, als ich im letzten Sommer aus der Neuapstolischen Kirche (NAK) ausgetreten war hatte ich zunächst keinerlei Bedenken mehr, zu meinen Personenangaben zu stehen und mit meinem Klarnamen zu unterschreiben.

Nach einiger Zeit ging mir jedoch auf, dass eine Offenlegung nicht nur mich selber betrifft, sondern auch Familienmitglieder, die der NAK angehören. So gesehen gilt es eben auch ganz andere Rücksichtnahmen zu bedenken...

Maxi :roll:
Der kleine Glaube hat denselben starken Heiland wie der große Glaube...
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Beitragvon Bert » 27.01.2005, 19:34

Michl,

wie Recht Du hast!

Solange es Menschen gibt, die Kritik nicht vertragen können, sondern zum Anlass nehmen, den Kritiker unsachgemäss zu attackieren, ihn zu belästigen oder gar zu bedrohen, solange werde ich hier anonym schreiben.

Bert
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Beitragvon der_ortsgeistliche » 27.01.2005, 20:02

Wer in der NAK groß geworden ist, weiß daß das gewünschte "Stillschweigen" bei AT in "Geheimniskrämerei" gewandelt wird. So nach dem Motto "...ich weiß über alles bescheid". Ich sage nur "Wichtigtuerei" !
Wer die so genannte "Leiter nach oben " kennt, weiß, das oft aus Feigheit dem Betroffenen gegenüber, Informationen einseitiger Natur über den "Buschfunk" mehr Glauben geschenkt wird als alles anderem. Und das bringt oft den größten Stress. Wer will denn schon? Offenheit haben die meißten von uns doch gar nicht gelernt. Es liegt also in der Natur von noch vielen Naki's, lieber anonym zu bleiben. Vorerst ! Aber das kann sich ja ändern.
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Beitragvon BMW » 27.01.2005, 21:36

Bevor ich hier angefangen habe zu schreiben, hatte ich auch diese Überlegung, ob ich mit meinem Namen oder mit einem Nick schreibe.
Aus mehreren Gründen ist es ein "Zwitter" geworden.

Es geht mir nicht darum, aus irgend einer Deckung heraus scharf zu schießen, oder das ich das offene Gespräch gegenüber meinen "Problemträgern" in der Kirche scheue.

Da ich mit sehr persönlichen Anliegen hier eingestiegen bin, und um so persönlicher man schreibt, um so gefährdeter ist man, oder anders gesagt, um so wichtiger ist der Schutz des Nicks.

Bei dieser Art des Schreibens sind auch immer direkte oder nahe Verwandschaft und/oder Freundschaft dabei. Diese gilt es auch zu schützen.

Allen die sich als vertrauenswürdig darstellen gebe ich gerne meine Anonymität auf.

Wenn ich an eine bestimmte Person denke, wahrscheinlich die gleiche, die Michael meint, dann sehe ich mich in dieser Vorgehensform bestätigt.

Peter Sgotzai hat neulich hier seine Telefonnummer eingestellt und wollte auch telefonisch weitere Auskünfte geben. Peter versorgt uns mit hervorragen Informationen zu der Kirchengeschichte, die ich gerne und oft auch auf seiner Internet-Seite lese, aber bevor ich ihn anrufe, würde ich ihm erstmal eine Mail schicken, ob ich anrufen darf.

Die meisten von uns würden das so oder so ähnlich machen. Aber nicht alle, und die möchte ich mit meinem Nick mir fernhalten.

Liebe Grüße aus Berlin

Jörg ( es ist mein wirklicher Vorname )
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Beitragvon peter » 28.01.2005, 07:50

Bert
hat geschrieben:
Michl,

wie Recht Du hast!

Solange es Menschen gibt, die Kritik nicht vertragen können, sondern zum Anlass nehmen, den Kritiker unsachgemäss zu attackieren, ihn zu belästigen oder gar zu bedrohen, solange werde ich hier anonym schreiben.

Bert


Lieber Bert,

wie Recht Du hast! :wink:

Das Eigenartige daran ist, das alle, egal welcher Seite sie sich outen, dieses Phänomen kennen, zumindestens, wenn sie deutliche Stellungen einnehmen.

Herzlichst

Peter

Es gibt genügend Leute hier, die verursacht durch PN's auch persönlichen Kontakt mit mir aufnehmen konnten und getan haben - alles eine Sache des Vertrauens. Doch Menschen, die drohen allen NAKI's die Scheiben einzuschmeissen (noch mit das Harmloseste) werden nicht erreichen, das ich hier Wohnort usw. preisgebe.
peter
 

Anonymität oder nicht?

Beitragvon weicher-stein » 23.03.2005, 11:51

Manchmal gibt es ganz simple Gründe, anonym bleiben zu wollen. Für einige ist es z.B. wichtig, einen geschlechtsneutralen Namen zu haben. Man(n?) wird anders wahrgenommen, und die Diskussionen sind - unabhängig von Eckdaten - einfach angenehmer, und oft sogar ernsthafter und tiefgreifender. Vielleicht sind sie sogar ehrlicher, denn es gibt ja keinen Grund, etwas zurückzuhalten, wenn man sich selbst nicht preisgeben muss.

Und wer weiß, vielleicht mischt sich hin und wieder ein König im Bettlergewand unter das Volk, um die Missstände in seinem Land zu erkennen...;-)
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Beitragvon Peter.SDG » 23.03.2005, 12:25

weicher-stein hat geschrieben:Und wer weiß, vielleicht mischt sich hin und wieder ein König im Bettlergewand unter das Volk, um die Missstände in seinem Land zu erkennen...


Na hoffentlich.
Aber so wie ich den König meines Landes einschätze, sieht er sich immer noch als Bettler - zumindest als "Bettler vor Gott" (Luther)... :D
Wenn wir gelernt hätten, richtig in unseren Herzen zu lesen, würden wir erkennen, dass wir in uns ein Verlangen tragen, das in dieser Welt nicht gestillt werden kann. Auf dieser Erde bleibt immer ein Rest an Enttäuschung.
(C.S. Lewis)
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Beitragvon Merlot » 23.03.2005, 13:21

Anonym schreiben nutz ja manchmal auch nix... wer einem kennt, erkennt einem sowieso *ähem* 8) und wer mich net kennt, kann mich genauso gut unter "Merlot" nicht kennen, wie unter meinem richtigen Namen... :twisted:
"I don't know half of you half as well as I should like, and I like less than half of you half as well as you deserve." (Bilbo Baggins)
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Beitragvon gecko » 02.11.2005, 22:44

@weicher-stein

grad seh ich, dass du dich im forum tummelst.
bist du womoeglich so ein koenig im bettlergewand?

gruesse vom gecko
wer kaempft, kann verlieren. wer nicht kaempft, hat schon verloren.

bertolt brecht
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Beitragvon Winnie » 03.11.2005, 06:59

:wink: Guten Morgen!
Ich schreibe nun von Anfang an offen und werde das auch so beibehalten, so ich denn überhaupt schreibe oder was sage. Es ist einfach meine Art sehr offen und ehrlich zu sein und das sollte man meiner Meinung auch, wenn man ein Buch über diese Dinge publiziert hat. Außerdem habe ich nichts zu verheimlichen.

Das heißt nicht, dass ich es nicht verstehe, wenn oder dass andere das anonym machen. Das muß sowieso jeder für sich entscheiden.

Manchmal ist es auch schwierig einfach nur ehrlich zu sein. Zum Beispiel, wenn Leute mich anonym beschimpfen (...) ist das nicht so nett. Glaubt Ihr mir das?

Liebe Grüße Euch allen, auch denen die zur letzt genannten Gruppe gehören. Laßt das einfach, es kostet doch nur Euer Geld und Eure Nerven, ich lege einfach auf und versuche, es aus meinem Gedächtnis zu streichen, genauso, wie ich unliebsame Nachrichten sofort lösche. :wink: Winni
Winnie
 

Beitragvon mondschein79 » 03.11.2005, 16:57

Hallo zusammen,

ich finde etwas Anonymität nicht schlecht.
Besonders für solche Fälle wie sie Winnie erlebt.
Soetwas finde ich unmöglich.
Ich für meinen Teil versuche so offen und ehrlich zu sein, wie es mir gelingt :? (manchmal ja auch nicht) :oops:
Offene Worte können erschrecken und vielleicht zu Anfang verunsichern. Am Ende aber schaffen sie aber eine klare Aussage.
Ich habe von meinem Vater als Kind immer gesagt bekommen: "Junge, rede nicht über Dinge über die du nichts weißt".
Also, wenn ich rede, dann will ich dieses offen und ehrlich tun, und dann ist es mir wurscht ob das andere als richtig ansehen. Es ist in dem Moment meine eigene subjektive Meinung von den Dingen und diese muß nicht immer die beste und richtige sein. Wenn sie falsch ist berichtige ich sie, genauso wie ich mich entschuldige wenn ich einen Fehler mache.Das habe ich auch immer mit meinem Geschwistern und ATs so gemacht. Sei es mein Vorsteher, BÄ, BI od. AP. egal, das mach ich auch so mit unserem Chor.
Jetzt könnte jemand sagen: Wieso hast du denn einen Nick? Antwort: Einfach aus Datenschutztechnischen Gründen und denen die auch Winnie belasten. Ich bekomme genug Post und Anrufe von Leuten die nicht unbedingt etwas gutes wollen :wink:
Gruß an alle
aus dem Norden
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