Gottesdienst am 16.12.2007

Gottesdienst am 16.12.2007

Beitragvon DH » 28.11.2007, 14:03

2. Petr. 1, 4:
Durch sie sind uns die teuren und allergrößten Verheißungen geschenkt, damit ihr dadurch Anteil bekommt an der göttlichen Natur, die ihr entronnen seid der verderblichen Begierde in der Welt.


Die Predigtvorbereitung geschieht nach Art des Brainstorming; d.h. jeder kann hier konstruktive Gedanken und Anregungen für die Predigt hinterlassen.

Eine Diskussion der einzelnen Ideen und Beiträge erfolgt unter REFLEXION.
Nur wer in der NAK ist, kann zu ihrer Veränderung beitragen.
DH
 
Beiträge: 978
Registriert: 01.05.2003, 10:12

Beitragvon philippus » 10.12.2007, 20:15

Durch Ihn haben wir wertvolle unüberbietbare Zusagen erhalten: Wir sollen der Vernichtung entrinnen, der diese Welt durch ihre Leidenschaften verfallen ist und an der göttlichen Unsterblichkeit teilhaben,
(2.Petrus1,4 in der ‚GuteNachrichtBibel’)


Durch Ihn bezieht sich auf Christi Herrlichkeit und Kraft und betont, dass der Christ seine Teilhabe an der Natur Gottes diesen Eigenschaften Christi verdankt. So lehrt es auch Römer 6: Aufgrund dessen, was Christus ist und durch die Glaubensverbindung mit ihm genießt der Christ schon hier und heute die Möglichkeit eines Lebens, das befreit ist von der Knechtschaft der Sünde und das Jesus zunehmend ähnlicher wird.
Verheißungen: sie sind in 1.Petr.1,3-5;2.9 aufgezählt. Dadurch: wenn ihr nach ihnen lebt. Verderben ist der unaufhaltbare Zerfallsprozess, dem die sterbliche Kreatur unterworfen ist. Es kam in die Welt als eine unmittelbare Folge des Sündenfalls, der wiederum durch die Begierde des Menschen ausgelöst wurde. Die Aussage kann entweder so verstanden werden oder als Hinweis auf die unabwendbaren Folgen der Sünde in jeder Folgegeneration der Menschheit. In jedem Fall aber besteht der von Gott aufgezeigte Ausweg darin, dass man seine Verheißungen in Anspruch nimmt und dadurch an seiner göttlichen Natur teilhat; die diesem Satz zugrunde liegenden Gedanken lassen sich in Versen wie Joh.1,12; 1.Joh.3,2.3 nachweisen.
(zu 2.Petr.1,4 in ‚Der Kommentar zur Bibel von Gutrie/Motyer’)

*********************************************************************************

Wachstum in Glauben und Gewissheit

Petrus stellt sich selbst als Simon Petrus vor – als der Fischer, den Jesus dazu berief, sein Jünger und Apostel zu sein. Er scheint an Heidenchristen zu schreiben und ist voller Freude, dass Juden und Heiden nun in Christus vereint sind (1,1).
Petrus erinnert seine Leser an Gottes Verheißungen der Vergebung und das ewige Leben in Christus. Er möchte auch ihr Wachstum in der Heiligung, im gegenseitigen Verständnis, in der Gemeinschaft untereinander und im Dienst für andere fördern.
Gott hat uns alles geschenkt, was wir für ein christliches Leben brauchen (1,3). Aber wir müssen unseren Teil dazu beitragen, dass aus unserem Glauben, aus Güte, geistlicher Erkenntnis, Selbstbeherrschung, Ausdauer, Ehrfurcht vor Gott, gegenseitige Zuneigung und Liebe wächst (1,5-7). Diese Haltungen machen uns nicht vor Gott gerecht – das ist geschehen, als wir zum Glauben kamen – aber sie machen die Frucht unserer Beziehung zu ihm offenbar (1,8 ). Wir sollen unsere Berufung festmachen, Jesu zu folgen. Gott wird uns schließlich in sein herrliches, ewiges Reich holen (1,10.11).
Da Petrus seinen Tod vor Augen hat, möchte er sichergehen, dass seine Leser sich an seine Verkündigung erinnern (1,12-15). Es ist eine klare Lehre, die auf Tatsachen beruht, deren Augenzeuge er gewesen ist. Petrus war einer der drei Jünger, die Jesus als den Sohn Gottes in seiner himmlischen Herrlichkeit sahen, als er auf dem Berg verklärt wurde (Mk.9,1-8 ). Sie hörten die Stimme Gottes, wie der Vater den Sohn in Worten ehrte, in denen ein Krönungspsalm anklingt (Ps.2,7).
Christi Kommen wurde durch die Propheten vorhergesagt. Ihre Botschaft war wie ein Licht, das in der Dunkelheit scheint, oder wie der helle Morgenstern, der die Morgendämmerung ankündigt (1,19).
Die Propheten haben ihre Weissagungen nicht erfunden, sondern Gottes Geist hat sie ihnen eingegeben – sie glichen Segelschiffen, die auf den Wind reagieren (1,21).
(zu 2.Petr.1,4 in ‚Das grosse Buch zur Bibel von A.Knowles’)

*********************************************************************************

Die kostbaren und übergroßen Bilder der zukünftigen Herrlichkeit hat er uns vor die Seele gestellt, weil er will, dass ihr die vergebliche Gier nach Lust und überhaupt diese hinfällige Welt hinter euch lasst und an seinem göttlichen Wesen Anteil gewinnt
(2.Petr.1,4in der Version von Jörg Zink)

**********************************************************

Geschenkt ist den Christen, was zum Leben und zur Frömmigkeit, d.h. zu Gott wohlgefälligem Verhalten führt: die Erkenntnis Gottes und die apostolische Tradition. Diese hat – hier wird seltsam unpersönlich geredet – die göttliche Kraft Christi geschenkt, indem sie schon in dem irdischen Jesus als Herrlichkeit und göttliche Machterweisung hervortrat. In dieser Kraft hat Jesus seine Apostel berufen, durch sie auch die Verheißungen gegeben, die darauf zielen, dass die Glaubenden Anteil bekommen an der göttlichen Natur, d.h. teilhaben an der Seligkeit und Unvergänglichkeit göttlichen Wesens, nachdem sie der Vergänglichkeit der Welt entflohen sind, an die sie durch die Begierde gebunden waren.
(aus der ‚Stuttgarter Erklärungsbibel’ zu 2.Petr.1,4)

**********************************************************

So hat er uns die wertvollsten und größten Verheißungen gegeben. Wenn wir der vergänglichen Lust dieser Zeit entfliehen, sollen wir des göttlichen Wesens teilhaftig werden
(2.Petr.1,4 in der Brunsbibel)

Der Apostel schreibt einen inhaltsreichen Gruß an seine Brüder im Glauben, denen er durch ein besonderes Wort der Belehrung helfen möchte. Er erinnert an ein Doppeltes: 1. dass keiner sich selbst den lebendigen Glauben erwirbt: Glaube ist immer Geschenk. 2. dass der Glaube sich in einem rechten Leben auswirken muss: Glaube ist immer Tat. Wer Jesus recht kennen und lieben lernt, bekommt gerade dadurch die Kraft, sich von der Welt und ihrer falschen Lust zu lösen, sich auf die großen Verheißungen Gottes zu stützen und ein Leben der Nachfolge zu führen, ja noch mehr: die Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott zu erfahren.
(Kommentar von Bruns zu 2.Petr.1,1-4)

*********************************************************

Alles, was wir in Christus haben, ist Geschenk von oben, nicht Ergebnis unserer Verstandesbemühungen. Wir sind dazu berufen durch seine Herrlichkeit und Hoheit (1.Petr.2,9). Wir stehen damit unter den größten und wertvollsten Verheißungen für uns persönlich und für die Gemeinde. Diese Verheißungen stehen nicht in der Luft, sondern sind göttlich wirksam an allen, die zu Christus gehören, sie zielen auf die göttlichen Natur (Gal.5,22; Phil.3,21). Dieser werden wir nur solange teilhaftig sein, als wir in dem lebendigen Christus bleiben. Luther, der schärfste Feind des Missverständnisses, als ob wir über diese Eigenschaft verfügen könnten, sagt: „Was ist aber Gottes Natur? Es ist eine Wahrheit, Gerechtigkeit, Weisheit, ewiges Leben, Friede, Freude und Lust und was man gut nennen kann. Wer nun Gottes Natur teilhaftig wird, der bekommt das alles, dass er ewig lebt und ewigen Frieden, Lust und Freude hat und lauter, rein, gerecht und allmächtig ist wider Teufel, Sünde und Tod“.
(zu 2.Petr.1,4 in der ‚Lutherbibel erklärt’)

************************************************************

Der ganze Satz in der Interlinearübersetzung nach Dietzfelbinger:

Da alles uns seine göttliche Macht zum Leben und (zur) Frömmigkeit (Dienende) geschenkt hat durch die Erkenntnis des berufen Habenden uns durch eigene Herrlichkeit und Tugend, durch welche (Eigenschaften) die wertvollen und überaus großen Verheißungen und geschenkt worden sind, damit durch diese ihr werdet durch diese (der) göttlichen Natur teilhaftig, geflohen weg von dem in der Welt durch (die) Begierde (herrschenden) Verderben.
(2.Petr.1,3.4)

************************************************************

So hat uns Gott etwas wertvolles geschenkt, das Größte versprochen: Mit diesem Geschenk sollt ihr am göttlichen Wesen teilhaben. Darum sollt ihr euch von allem fernhalten, was euch durch die Gier dieser Welt Verderben bringt.
(2.Petr.1,4 in der ‚Bibel in gerechter Sprache’)
philippus
 
Beiträge: 2000
Registriert: 01.06.2004, 10:12
Wohnort: Marburg

Beitragvon ChristSein » 12.12.2007, 18:27

Durch sie sind uns die teuren und allergrößten Verheißungen geschenkt, damit ihr dadurch Anteil bekommt an der göttlichen Natur, die ihr entronnen seid der verderblichen Begierde in der Welt.
2. Petr. 1, 4

Ihr Lieben Alle,

wer kennt sie nicht die göttlichen Kräfte und Mächte. Wer nie sein Brot (geistig oder natürlich) mit Tränen aß, wer nie nachts weinend auf seinem Bette saß der kennt euch nicht ihr himmlischen Mächte.
Das ist die eine Seite.
Die andere sind die teuren Verheißungen, die durch das "teure" Opfer durch Jesus von Gott aus denen verheißen sind welcher der verderblichen Begierde entflohen sind.

Wenn ich von verderblicher Begierde rede möchte ich euch bitten auch zwischen den Zeilen zu lesen.
Wieviele Menschen kamen ins Verderben, weil sie einer verderblichen Begierde ausgesetzt waren.

Wie sieht die göttliche Natur aus. Gott ist kein Wesen aus Fleisch und Blut. Sicher schuf Gott unsere Natur durch seine Allmacht. Aber er blieb wer er war, göttliche Natur. Und das alles hat er denen verheißen die ihn lieben und das liegt in der Natur Gottes und keine verderbliche Begierde.

Gesegnete Gottesdienste
ChristSein
ChristSein zeigen in Wort und Tat.
Benutzeravatar
ChristSein
 
Beiträge: 1062
Registriert: 01.03.2005, 05:43
Wohnort: Süddeutschland

Beitragvon Friedensstifter » 15.12.2007, 19:55

philippus hat geschrieben:Durch Ihn haben wir wertvolle unüberbietbare Zusagen erhalten: Wir sollen der Vernichtung entrinnen, der diese Welt durch ihre Leidenschaften verfallen ist und an der göttlichen Unsterblichkeit teilhaben,
(2.Petrus1,4 in der ‚GuteNachrichtBibel’)


Mir ist beim Lesen der Gedanke gekommen, wie dankbar wir sein dürfen, dass Gott seinen Sohn gesandt hat. Eigentlich müsste dieser Adventssonntag ein grosser Dankgottesdienst sein. Wenn ich bedenke, dass Gott, für den Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft eins ist. ER also wusste, wie sich alles entwickelt, so ist meine Dankbarkeit noch grösser.
An Weihnachten feiern wir den Geburtstag Jesus Christus. Mache ich mir mal wieder bewusst, was das für mich persönlich heisst: Durch IHN ist mir die Möglichkeit gegeben, an der göttlichen Unsterblichkeit, an der göttlichen Liebe teilhaben zu können.
DANKE
lg - FS
Selig sind die Friedfertigen, denn sie werden Gottes Kinder heißen. (Matth. 5,9)
Benutzeravatar
Friedensstifter
 
Beiträge: 276
Registriert: 14.03.2006, 15:29
Wohnort: Schweiz

Beitragvon alexander rombach » 15.12.2007, 20:57

Durch Ihn haben wir wertvolle unüberbietbare Zusagen erhalten: Wir sollen der Vernichtung entrinnen, der diese Welt durch ihre Leidenschaften verfallen ist und an der göttlichen Unsterblichkeit teilhaben,
(2.Petrus1,4 in der ‚GuteNachrichtBibel’)

Jesus Christus hat den Glaubenden eine provozierende Zusage gegeben: Er verspricht ewiges Leben bei Gott. Durch die Auferstehung hat sich Gott zu dieser Zusage Jesu bekannt. Die Glaubenden sollen sich auf Jesu verlassen können, denn Gott steht mit seiner Macht und seinem Willen dafür ein.

Diese Zusage erhebt den Menschen nun weit über die weltlichen Erfahrungen hinaus. Worin liegt aber der Reiz der „weltlichen Leidenschaften“?
Ich denke an die Versuchungen Jesu Christi und sehe einige weltlichen Leidenschaften
– in dem Wunsch nach der Herrschaft über andere Menschen
– darin, dass ich meine Persönlichkeit (und die anderer Menschen) nur über materielle Dinge bewerte
– dass ich mein Leben nach dem Ansehen, dass ich bei anderen habe, gestalte.

Unsere Hoffnung ist auch, dass die Kraft Jesu Christi so groß ist, dass sie schlussendlich allen Menschen zur Teilnahme an der göttlichen Unsterblichkeit verhilft.
alexander rombach
 
Beiträge: 586
Registriert: 29.05.2006, 15:07


Zurück zu Predigtvorbereitung 2007



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste