Gottesdienst am 5./6.12.2007

Gottesdienst am 5./6.12.2007

Beitragvon DH » 28.11.2007, 14:01

Jak. 4,8:
Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch. Reinigt die Hände, ihr Sünder, und heiligt eure Herzen, ihr Wankelmütigen


Die Predigtvorbereitung geschieht nach Art des Brainstorming; d.h. jeder kann hier konstruktive Gedanken und Anregungen für die Predigt hinterlassen.

Eine Diskussion der einzelnen Ideen und Beiträge erfolgt unter REFLEXION.
Nur wer in der NAK ist, kann zu ihrer Veränderung beitragen.
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Re: Gottesdienst am 5./6.12.2007

Beitragvon Bedenkentraeger » 02.12.2007, 15:57

DH hat geschrieben:Jak. 4,8:
Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch. Reinigt die Hände, ihr Sünder, und heiligt eure Herzen, ihr Wankelmütigen


[...]


Dazu passen auch folgende Bibelstellen:

Jer 29,13 f.

Ps 145,18
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Beitragvon maranatha » 05.12.2007, 16:59

Jakobus 4,1-12

Sklavenmoral – oder doch (be-)frei(t)e Menschen?

Auch dieser Abschnitt lässt beim Lesen einen Eindruck zurück, der Luther dazu veranlasste, diesen Brief eine »stroherne Epistel« zu nennen. Wird da nicht gegen die Begierden gewettet, Freude am Leben als Feindschaft gegen Gott gewertet, Demut und Selbstzerknirschung gefordert? Klingt doch allzu sehr nach der »Sklavenmoral«, wie sie Nietzsche bei den Christen festzustellen gemeint hatte, und nach einem Leben als Trauerkloß, ebenfalls ganz im Sinne Nietzsches: »Die Christen müssten erlöster aussehen, wenn ich an ihren Gott glauben sollte«.
Doch die letzten Sätze lassen mich aufhorchen: Wie oft habe ich mich genau darüber schon geärgert, dass Christen sich über andere das Maul zerrissen und zu Gericht saßen. Als Christen müssen wir hier doch anders handeln. Wir haben es doch nicht mehr nötig, unsere eigenen Fehler beim anderen zu kritisieren. Jesus hat uns doch schon vergeben. Ebenso wenig müssen wir uns dadurch in ein besseres Licht stellen, dass wir andere in ein schlechteres Licht rücken, Jesus stellt uns dach in das beste – sein – Licht.
So beginne ich auch die vorhergehenden Sätze aus dieser Perspektive zu lesen. Ich entdecke, dass Jakobus auch hier den Finger auf wunde Punkte unter den Christen legt. Ich denke an Erbschaftsstreitigkeiten unter den ansonnten sehr fromm daher kommenden Menschen, oder an uralte Konflikte, die immer wieder hervorgekramt werden. Und mir fallen Punkte in meinem Leben ein, bei denen ich mich immer noch nicht Gott unterstellt habe. Einiges also, wo Christen »diese Welt« wichtiger ist als Gott und sie immer noch gefangen nimmt.
Wer sein Christsein ernst nimmt, kann darüber nur traurig sein. Der entdeckt neu, wie groß Gottes Liebe zu uns Menschen sein muss, und das er seine Gnade immer noch größer ist als unsere Fehler und unser Beharrungsvermögen in ihnen. Wer so bittet, der wird empfangen. Sklavenmoral? Nein, wir werden motiviert, die von Gott geschenkte Freiheit zu nutzen, weil er immer wieder eine neue Chance gibt.
DIRK ZIMMER

Herr, du bist Richter! Du nur kannst befreien, wenn du uns freisprichst, dann ist Freiheit da.

(aus: Mit der Bibel durch das Jahr – 2007 – Ökumenische Bibelauslegungen von Ulrich Fischer, Maria Jespen, Walter Klaiber, Axel Noak Paul-Werner Scheele u. Joachim Wanke – Kreuz Verlag u. Verlag Katholisches Bibelwerk – S.322 – für den 16.Nov.)
Gott des Aufbruchs, sei mit mir unterwegs zu mir selbst, zu den Menschen, zu dir.
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Beitragvon alexander rombach » 05.12.2007, 17:15

Naht euch zu Gott... oder naht euch zu..?
Zu Bewertungen, Lob und Ansehen durch Menschen? Zum „in – dabei sein“ oder halten wir uns an den, den wir nicht sehen und der doch mit uns ist?
Wie oft handeln wir in einer besonderen Art, weil wir uns Vorteile, Ansehen oder auch nur Ruhe errechnen.
Wo liegen unsere Maßstäbe - was liegt uns nahe/wer steht uns nahe - und was lösen wir durch unser Denken, Handeln und unsere Ausrichtung aus?
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Beitragvon ChristSein » 05.12.2007, 17:50

Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch. Reinigt die Hände, ihr Sünder, und heiligt eure Herzen, ihr Wankelmütigen.
Jak. 4,8


Ihr Lieben Alle,

morgen Kinder wirds was geben, morgen werden wir uns freun, denn morgen kommt der heilige Nikolaus in vielerei Gestalten mit Gaben und Geschenken zu unseren Kindern.
Nikolaus von Myra an dessen Geburtsort und in den Höhlenkirchen wo er predigte, durfte ich vor einigen Jahren einmal sein.
Zweihundert Jahre nach Christus lebte er in der heutigen Türkei in den ersten christlichen Gemeinden Kleinasiens.

Es wurde einmal die Frage gestellt, was man unter "Heiligen" versteht? Die Antwort darauf war folgende:
"Das sind solche, durch die, die Sonne Gottes, in der Dreieinigkeit hindurch scheint".

Nikolaus war solch ein "Heiliger" auf Erden, durch den die Sonne Gottes hindurch scheinte. Er nahte sich den Menschen und sie nahten sich ihm und gemeinsam lobten und priesen sie Gott und Jesus Christus.
Er verschenkte seinen Reichtum den Armen und war ein wunderbares Werkzeug in der Hand Gottes.

Nahen wir uns den Menschen und sind bei ihnen wie es Jesus unser Herr tat, so erkennen wir auch deren Nöte.
Lasst uns Werkzeuge in seiner Hand sein. Nahen wir uns so, dass, das Licht des göttlichen Adventes durch uns scheint, dann begegnen wir Gott durch Jesus in allen seinen Kindern.
Gott schuf uns alle nach seinem Ebenbilde, darum wenn wir uns den Menschen in Liebe nahen, so sehen wir durch unsere "geheiligten" Herzen hindurch, das Antlitz Gottes unseres Vaters.

Reinigen wir deshalb unsere Hände von menschlichen Vorurteilen. Sind wir nicht wankelmütig und folgen heutigen Fabeln und deren Erzählern nach.
Nahen wir uns zu dem einen Gott, dann naht er sich zu uns.
Was ihr einem meiner Geringsten getan habt, so sagte Jesus unser Herr, das habt ihr mir getan, und das gilt unverändert.
Nikolaus von Myra war ein lebendiges Beispiel dafür.

Liebe Grüße
ChristSein
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