"Exklave" - Blankenese geht aufs Ganze

Beitragvon frinj » 12.06.2007, 08:41

Ich wette auch dagegen, hier wurden keine Apostel tätig, und Scharmützel zwischen mittlerer und unterer Ebene sind zwar lästig aber nicht dramatisch...
Froh zu sein bedarf es wenig ...
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Re: vertane Chance ...

Beitragvon Protestant » 12.06.2007, 08:45

tergram hat geschrieben:
Protestant hat geschrieben:Schade ist nur, dass der STAP hier das Heft der Handlungskompetenz nicht an sich gerissen hat.


Aber, aber, lieber Protestant,

was verlangst du denn alles vom Leiter der NAKI?

Agieren statt reagieren?
Mutig handeln?
Verantwortung für die Folgen des Handelns übernehmen?
Das Risiko "Fehler sind möglich" tragen?

...




Ja! :oops:

P.
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Beitragvon Michael » 12.06.2007, 08:50

Mein Gefühl sagt mir, dass der StAp hier gar nicht handeln konnte. Ich denke nicht, dass er die Möglichkeit hat, Gemeinden in einen anderen BAP-Bereich zu übertragen. Er ist halt nur ein "Frühstücksdirektor". Wenn, hätten sich in diesem Fall die BAP Klingler und Schumacher einigen müssen. Aber gerade letztenannter wir dsich nicht die Blöße geben zuzugeben, dass er versagt hat.

LG
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Beitragvon tergram » 12.06.2007, 08:54

Michael,

Herr Dr. Leber hätte beispielsweise einen 'runden Tisch' in Szene setzen können, er hätte ... (weitere Möglichkeiten bitte nach Belieben einfügen).

Er scheint die "Kohl-Methode" zu bevorzugen: Aussitzen.

Und so lange die Anvertrauten ihm das durchgehen lassen, ist es doch o.k., oder?
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Beitragvon organa » 12.06.2007, 08:58

tergram hat geschrieben:Michael,

Herr Dr. Leber hätte beispielsweise einen 'runden Tisch' in Szene setzen können, er hätte ... (weitere Möglichkeiten bitte nach Belieben einfügen).

Er scheint die "Kohl-Methode" zu bevorzugen: Aussitzen.

Und so lange die Anvertrauten ihm das durchgehen lassen, ist es doch o.k., oder?


tergram - mal eine unschöne Frage: Könnte es nicht auch sein, daß ein runder Tisch die "Blankeneser Bewegung" doch etwas zu sehr geadelt/aufgewertet hätte? Und daß man evtl. der Meinung war, auf gar keinen Fall zu konstruktiv reagieren zu dürfen, weil ja sonst... vielleicht... noch in weiteren Gemeinden....

Wo sollte im Übrigen plötzlich eine echte, ernstgemeinte Streit/Auseinandersetzungskultur herkommen? Vielleicht doch ein bißchen viel verlangt...
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nocmal ... vertane Chance ...

Beitragvon Protestant » 12.06.2007, 09:03

organa hat geschrieben:
tergram hat geschrieben:Michael,

Herr Dr. Leber hätte beispielsweise einen 'runden Tisch' in Szene setzen können, er hätte ... (weitere Möglichkeiten bitte nach Belieben einfügen).

Er scheint die "Kohl-Methode" zu bevorzugen: Aussitzen.

Und so lange die Anvertrauten ihm das durchgehen lassen, ist es doch o.k., oder?


tergram - mal eine unschöne Frage: Könnte es nicht auch sein, daß ein runder Tisch die "Blankeneser Bewegung" doch etwas zu sehr geadelt/aufgewertet hätte? Und daß man evtl. der Meinung war, auf gar keinen Fall zu konstruktiv reagieren zu dürfen, weil ja sonst... vielleicht... noch in weiteren Gemeinden....

Wo sollte im Übrigen plötzlich eine echte, ernstgemeinte Streit/Auseinandersetzungskultur herkommen? Vielleicht doch ein bißchen viel verlangt...



Werte organa,

... genau deswegen wurde ja WIEDER ein Chance vertan ...

... und ob man noch soviele bekommt ...?


P.
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Re: nocmal ... vertane Chance ...

Beitragvon organa » 12.06.2007, 09:08

Wo sollte im Übrigen plötzlich eine echte, ernstgemeinte Streit/Auseinandersetzungskultur herkommen? Vielleicht doch ein bißchen viel verlangt...


Protestant hat geschrieben:Werte organa,

... genau deswegen wurde ja WIEDER ein Chance vertan ...

... und ob man noch soviele bekommt ...?



Lieber Protestant,

das kommt darauf an, aus wessen Blickwinkel man die Sache betrachtet. Aus dem der KL hat man sicher keine Chance vertan, sondern - deus advertat! - Schlimmes verhütet. :?

Insofern haben die "Verantwortlichen" der Kirche doch so verkehrt nicht gehandelt, wenn es ihnen darum ging, Basisbewegung wenn nicht zu verhindern, doch wenigstens "einzustellen" und gleichzeitig deutliche Zeichen dafür zu setzen, was solchen Gemeinden blüht, die künftig...ja.
Zuletzt geändert von organa am 12.06.2007, 09:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon tergram » 12.06.2007, 09:08

organa,

das ist richtig. Aber trägt nicht jedes Handeln die Gefahr in sich, fehlerhaft zu sein, zu scheitern?

Die schlechteste Alternative ist meist, aus Furcht gar nicht zu handeln = Verantwortungsverweigerung.

Herr Dr. Leber ist kein kleines Würstchen ohne jede Erfahrung: Er hat sich freiwillig entschlossen, eine Kirche mit rd. 11 Millionen Mitgliedern zu leiten. Ausserdem ist er erwachsen, intelligent, gebildet und lebenserfahren. Da hängt die Latte höher.

Nochmals: Ja, auch ein "runder Tisch" hätte falsch sein können. Das nicht-handeln war aber auf jeden Fall falsch. Ich hätte mich ganz pragmatisch für das bessere Chancenverhältnis entschieden... :wink:
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Beitragvon organa » 12.06.2007, 09:16

tergram hat geschrieben:organa,

das ist richtig. Aber trägt nicht jedes Handeln die Gefahr in sich, fehlerhaft zu sein, zu scheitern?

Die schlechteste Alternative ist meist, aus Furcht gar nicht zu handeln = Verantwortungsverweigerung.

Herr Dr. Leber ist kein kleines Würstchen ohne jede Erfahrung: Er hat sich freiwillig entschlossen, eine Kirche mit rd. 11 Millionen Mitgliedern zu leiten. Ausserdem ist er erwachsen, intelligent, gebildet und lebenserfahren. Da hängt die Latte höher.

Nochmals: Ja, auch ein "runder Tisch" hätte falsch sein können. Das nicht-handeln war aber auf jeden Fall falsch. Ich hätte mich ganz pragmatisch für das bessere Chancenverhältnis entschieden... :wink:


Liebes - ich gebe Dir ja vollkommen recht.

Nur: WER wünscht denn letztlich den Austausch, WER möchte an Kirche bauen und evtl. positive Veränderungen bewirken? Ob die Verantwortlichen der NAK einen solchen Bedarf sehen? Ich glaube es - als Außenstehende - nicht.

Die Strukturen dieser Kirche, ihre Lehrinhalte, Dogmen, ihre Geschichte - sie weisen fast immer auf das Festhalten am status quo. Alles andere würde in das Konstrukt eine Labilität bringen, die möglicherweise dem "treuen Kern" der Kirche (also den Meisten) verdächtig wäre. Du kannst nicht beides haben: Heilsgewißheit bzw. Exklusivität UND Demokratie. Glaube ich....

was Herrn Leber betrifft: Er mag erwachsen und intelligent sein. Das beschirmt ihn aber nicht - ebenso wenig, wie andere ATs - vor Betriebsblindheit, dogmatischer Enge und strukturellen Zwängen.
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Beitragvon titus » 12.06.2007, 09:19

Olaf Wieland sagt übrigens nirgends, dass BAP Klingler von der Arche-Gemeinde sprach. Irgendwie scheinen aber Einige dies so verstanden zu haben.
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Beitragvon 42 » 12.06.2007, 09:19

tergram hat geschrieben:Er scheint die "Kohl-Methode" zu bevorzugen: Aussitzen.

Ersatzweise die Kurt-Georg-Kiesinger-Methode: ausklammern. Damals gab es eine Karikatur, in der er seiner Sekretaerin eine Schachtel entgegenhaelt und anklagend feststellt: "Die Aus-Klammern sind alle!"
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Re: nochmal ... vertane Chance ...

Beitragvon Protestant » 12.06.2007, 09:36

organa hat geschrieben:
Wo sollte im Übrigen plötzlich eine echte, ernstgemeinte Streit/Auseinandersetzungskultur herkommen? Vielleicht doch ein bißchen viel verlangt...


Protestant hat geschrieben:Werte organa,

... genau deswegen wurde ja WIEDER ein Chance vertan ...

... und ob man noch soviele bekommt ...?



Lieber Protestant,

das kommt darauf an, aus wessen Blickwinkel man die Sache betrachtet. Aus dem der KL hat man sicher keine Chance vertan, sondern - deus advertat! - Schlimmes verhütet. :?

Insofern haben die "Verantwortlichen" der Kirche doch so verkehrt nicht gehandelt, wenn es ihnen darum ging, Basisbewegung wenn nicht zu verhindern, doch wenigstens "einzustellen" und gleichzeitig deutliche Zeichen dafür zu setzen, was solchen Gemeinden blüht, die künftig...ja.



Gut, dann befinden wir uns aber "mitten in einem religiösen Verein" mit klaren Wirkungs- und Handlungsmechanismen, OHNE nur andeutungsweise menschen- und schon gar nicht individuumsbezogene Seelsorge, die eigentlich ein "herausragendes Markenzeichen" unserer Kirche sein sollte und von STAP Leber zu seinem "Amtszeitmotto" erklärt wurde.

Wäre es so, dann frage ich mich, wie ich die stammapostolische "Kampfansage" um Kritsche, Querdenker und Problematische, denn zu verstehen habe?

Die dann einzig mögliche Antwort darauf, möchte ich mir gar nicht geben. Würde diese öffentlich gemacht und alle aktiven Amtsträger in NAK-Deutschland entsprechend schriftlich zur Stellungnahme aufgefordert, würde sich ihre Zahl nach Rücklauf der Antwort, um ca. 40% reduzieren.

Ich sehe in mein Umfeld und ich höre die Gespräche, die geführt werden. Sich "auf den Deckel setzen" wird in absehbarer Zeit zur Explosion führen. Noch hätte die KL die Handlungsstränge in der Hand, wenn sie wahrhaftig und entschlossen VON SICH AUS aktiv werden würde.

... viele Chancen wird es allerdings nicht mehr geben!


Gruß vom
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Zuletzt geändert von Protestant am 12.06.2007, 09:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon alfa » 12.06.2007, 09:49

Cleopatra hat geschrieben:Hallo tergram,

um deine Frage auf der letzten Seite zu beantworten.: Soweit O. Wieland informiert wurde handelt es sich um diese Gemeinschaft:

http://www.arche-gemeinde.de/

LG, Cleo


Das ist genau die Gemeinde oder besser gesagt, deren Pastor, wodurch ich zum Glauben gekommen bin. :lol:

Wir waren auch schon mal dort zum Gottesdienst, mein Mann schon einige Male. Man kann wirklich spüren, daß hier eine Gemeinde Gottes ist, wo der HERR Seine Wirksamkeit entfaltet. :idea:

Die Predigten sind sehr fundiert und reichhaltig. Man kann echt was mit nach Hause nehmen und die Kraft vom HERRN wirkt weiter ins Leben...

Allerdings gab oder gibt es eine Sache, mit der ich bezügl. "Arche-Gemeinde" und "Pastor Wegert" nicht klarkomme. Dort wird rundweg abgelehnt, für Entschlafene zu beten, das würde sowieso keinen Sinn mehr machen. Wer einmal gestorben ist, den erwartet nur noch das Gericht. Es gibt dann keine Gnade mehr, nur noch Gerechtigkeit. Wer Jesus in seinem irdischen Leben nicht angenommen hat, der hat keinerlei Möglichkeit mehr, mit IHM die Ewigkeit zu verbringen.

Das ist nicht mein Glaube! Ich lehne "Sakramente" an Entschlafenen durch "lebende Medien" auch ab, aber ich glaube auch, solange der Heilsplan Gottes noch nicht abgeschlossen ist, solange, gibt es eine Chance, ob im irdischen Leben oder in der Ewigkeit.

Wir (VAG) beten einmal im Jahr für die unerlöst in die Ewigkeit gegangenen Menschen, am Ewigkeitssonntag (Totensonntag). Beim sonntäglichen Abendmahl denken wir an die, "die uns voraufgegangen sind".

Ansonsten kann man viel von der Arche-Gemeinde lernen. "Prüfet Alles und das Gute behaltet..." :idea:

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Beitragvon Cemper » 12.06.2007, 09:50

organa hat geschrieben:Die Strukturen dieser Kirche, ihre Lehrinhalte, Dogmen, ihre Geschichte - sie weisen fast immer auf das Festhalten am status quo. Alles andere würde in das Konstrukt eine Labilität bringen, die möglicherweise dem "treuen Kern" der Kirche (also den Meisten) verdächtig wäre. Du kannst nicht beides haben: Heilsgewißheit bzw. Exklusivität UND Demokratie. Glaube ich....

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organa -

ich sehe das auch so. Es stellt sich aber gleichwohl die Frage nach dem rechten Maß. "Heilsgewissheit" ist an das neuap. Apostelamt gebunden. Heißt das, dass alles "von oben nach unten" vorgegeben werden muss? Heißt das Ausschluss aller Diskussionen? Heißt das Ausschluss jeglicher Abstimmung? Man kriegt ja leider wenig mit - vielleicht sollte man mal zu einer Versammlung von Amtsträgern dieser Kirche gehen und sich einfach dazusetzen und auf Nachfrage sagen, dass man gern einmal teilnehmender Beobachter sein möchte. Vielleicht wird das zugelassen. Vielleicht wird man freundlich verabschiedet.

Ansonsten habe ich den Eindruck, dass die Prediger in der Neuap. Kirche vom normalen Laien-Gemeindepriester bis zum Kirchenpräsidenten Leber glauben, was sie sagen. Wenn eine persönliche Erfahrung erwähnt werden darf: Ich habe vor einigen Wochen gehört, wie ein Mann im Amt eines "Bezirksältesten" sagte, dass er zu seinem Apostel und zu den anderen Aposteln und den Bischöfen ein grenzenloses Vertrauen habe. Er sprach von blindem Vertrauen und Urvertrauen und von seinen dieses Vertrauen rechtfertigenden Erfahrungen. Dieser Mann leitet eine große Behörde.

Einige Tage später hatte ich in einer evang. Kirche in einem Trauungsgottesdienst die Organistin vertreten. Der Pastor - er war als Gast angereist - kam aus Sachsen. Wir sprachen hinterher kurz. Der Pastor sagte mir: "Na ja ... also ... ich jedenfalls ... ich kann unseren Bischof nicht so ernst nehmen. Der redet manchmal was daher ..."

Es ist alles so unterschiedlich.

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