WAS ERWARTE ICH VON KIRCHE..?

u.a. Diskussion der Idee eine Basisorganisation in der NAK

WAS ERWARTE ICH VON KIRCHE..?

Beitragvon maximin » 12.11.2006, 15:04

:) Lieben Freunde,
kürzlich wurde ich im Forum angeregt, über die Frage nachzudenken: „WAS ERWARTE ICH VON KIRCHE?“ Nun bin ich kein Textkünstler der BILD-Zeitungsredaktion. Die können scheinbar fast alles mit 6 Zeilen auf den Punkt bringen. Ich brauche Platz. Wahrscheinlich sogar sehr viel Platz für eine Auseinandersetzung mit dieser Frage. Wie bei mir üblich, habe ich zunächst gegliedert:

· Einleitung.
· Kirche - Was ist das?
· Kirche - Wer ist das?
· Kirche - Wie ist das?
· Kirche - Wozu?
· Schlussbetrachtung.

Einleitung:
Wir leben heutzutage ja glücklicherweise im fortschreitenden Medienzeitalter. Wenn uns etwa wichtige Wissensfragen bedrücken, kein Problem: Goggle, Wikipedia oder andere und angeblich immer besser werdende elektronische Nachschlagewerke wissen alles. Wirklich? Ist uns eigentlich bewusst, worauf wir uns, mehr oder weniger „gläubig“, einlassen, wenn wir unsere Antworten im „www“ suchen, weil uns selber keine eigenen Antworten einfallen, oder wir uns nicht getrauen, sie uns einfallen zu lassen?

Ich meine, die „www-s“ sind doch auch nur so schlau oder so doof, so objektiv oder so beeinflusst wie die, die sie mit „Wissen“ vollgestopft haben - oder? Mir welchen Tatsachen? Mit welchen Erkenntnissen? Mit welchen Erfahrungen? Mit welchen Schlussfolgerungen? Mit welchen - ups, - jetzt sträuben sich meine Tippfinger, diese Frage auszuschreiben: Mit welchen Wahrheiten? Wir wissen doch aus eigener Erfahrung ganz genau: Auch unser Heim-PC ist doof. Er kann nur das, was er schon weiß und auch nur dann, wenn wir ihn danach fragen, was wir ihm selbst vorher eingespeist haben und -in seinen endlosen Datenschleifen- später hoffentlich auch noch wiederfinden.

Ich will jetzt nicht abschweifen, nur so ein klitzekleines bisschen fällt mir zu unserer einleitenden Fragestellung eine ganz andere Frage ein: Wie bin „ich“ eigentlich selber programmiert? Fand das selbstbestimmt oder vielleicht doch überwiegend fremdbestimmt statt? Und bevor sich jetzt unendliche Gedankenkreise in Bewegung setzen, zurück zum Thema: WAS ERWARTE ICH VON KIRCHE?

Kirche-Was ist das?
Allgemeine Ansicht: Kirche (griechisch - Kyriake (ecclesia) = dem Herrn gehörig(e Versammlung):
1. das christliche Gotteshaus ist, nach kath. Kirchenrecht, ein durch Segnung bzw. Aussonderung (Konsekration) bzw. durch Weihe (Benediktion) dem öffentlichen Gottesdienst gewidmetes Gebäude.
2. Religionsgemeinschaft christlichen Glaubens sei eine, die mit ihrer geschichtlichen Institution die Identität des christlichen Glaubens zum Ausdruck bringt und um den Fortbestand der christlichen Religion bemüht ist. Soziologisch wird die Volkskirche von der Freikirche unterschieden.
Quelle: Brockhaus: http://www.gak-speyer.de/archive/religi ... ir_def.htm

Erstaunlich-nicht wahr? Ich frage ganz schlicht: „Kirche-Was ist das?“ und prompt bekomme ich Antworten präsentiert, die ich ja noch gar nicht erfragt hatte:
· eine christliche Versammlung;
· eine christliche Versammlung die dem Herrn gehört;
· ein geweihtes Versammlungsgebäude;
· eine geschichtliche Institution; usw., usw., usw.!

Verwirrend-nicht wahr!? Was habe ich „verbockt“? Habe ich falsch gefragt? Habe ich etwa bei der „falschen“ Adresse nachgefragt? Welche andere Adresse hätte ich fragen sollen?

Wenn ich die Bundesautobahn verlasse, Bundesstraßen und Kreisstraßen meide, dann lande ich schließlich auf Landstraßen. Und wenn ich dann noch besonders abenteuerlustig bin, dann bewege ich mich mit meinem Auto letztlich auf holprigen Feldwegen. Hoffentlich halten das meine Stoßdämpfer aus. Und nun passiert es: Kaum, dass ich die nächste Anhöhe erreiche, wächst mit jedem Zentimeter meiner Weiterfahrt etwas aus der Niederung heraus und in den Himmel hinein. Na was wohl? Irgendein Kirchturm.

Halten sie mal in der Nähe von Altötting bei einem Bauern an, der gerade sein Feld pflügt und fragen sie den: „Was ist Kirche?“ Zweifellos wird ihnen der, wenn er missgestimmt ist, einen Vogel zeigen und sein Feld kopfschüttelnd weiterpflügen. Sollten sie allerdings auf einen frohgestimmt pflügenden Bauern treffen, wird der mit seinem ausgestreckten Arm zielgenau auf die Mitte seines Dorfes, auf den Kirchturm, zeigen. Alles klar...?

Kirche-Wer ist das?
Ich möchte jetzt niemanden unnötig langweilen. Nur eine klitzekleine Provokation vorab, zu der ich am Schluss noch etwas ausführen werden: „Kirche-das bin unter anderen auch ich!“ Doll was...?!
Geben wir uns aber, wenigstens vorerst, etwas seriöser und wenden wir uns erneut der bereits angeführten Internetauskunftsadresse zu, die vorgibt, etwas mit dem guten alten Brockhaus zu tun zu haben: http://www.gak-speyer.de/archive/religi ... ir_def.htm

Zitate über den Begriff Kirche. Zunächst aus Katholischer Sicht: „Nach kath. Lehre ist die Kirche die von Jesus Christus gestiftet und auf ihr als "Eckstein" gegründete Gemeinschaft der Heiligen (Ecclesia), "sichtbare Kirche" in ihrer Kirchenverfassung. Ihre Kennzeichen sind: Einheit, Heiligkeit, Allgemeinheit (Katholizität) und Apostolizität(vgl. Sukzession). Sie bewahrt mit Unfehlbarkeit die göttliche Offenbarung und ist für die Menschen der ordentliche . Weg zum Heil (Extra Ecclesiam nulla salus). Dieses eher statische Verständnis der Kirche ist neuerdings zunehmend der Frage gewichen, in welchem Verhältnis die in ihrem Eigenwert bejahte Tradition zum stiftenden Willen Jesu steht.“

Und was wird uns dazu von den protestantisch/evangelischen Programmierern übermittelt? „Nach evangelischer Auffassung waren in der Kirche zwei ihrem Ursprung nach verschiedenen Bereichen zu unterscheiden. Die "unsichtbare Kirche" als Gesamtheit der wahren Christen ("Gemeinschaft der Heiligen") und die "sichtbare Kirche" als Gemeinschaft der Getauften, die für die rechte Verkündigung des Wortes Gottes, die rechte Verwaltung der von Christus eingesetzten Sakramente und für Bruderhilfe aller Art Sorge trägt und vom allgemeinen Priestertum der Gläubigen getragen wird (keine Unterscheidung zwischen Klerus und Laien).“

Alles klar? Nö? Wieso nicht? Ach so, sie meinen, es gäbe ja noch einen ganzen Sack voll anderer christlicher Kirchen? Stimmt!. Welche hätten sie denn gerne näher erklärt? Verlange von mir bitte niemand eine abschließende Antwort auf die Frage, wer alles (christliche) Kirche ist und wer warum und vielleicht aus welchen Gründen wahrscheinlich doch eher nicht. Vielleicht hilft dazu die Teilnahme an dem einen oder anderen christlichen Internetforum oder vielleicht die gleichzeitige Teilnahme an ganz vielen dieser virtuellen Veranstaltungen weiter. Gute Reise....!

Kirche - Wie ist das?
Dazu sage ich nur drei Sätze: Gehen sie in irgendeine rein und fühlen sie hin, wie das ist. Wenn sie Kirche suchen, dann werden sie auch „nur“ Kirche finden. Sollten sie aber den lieben Gott selber suchen, dann fangen sie besser vorher zunächst bei sich selber an.

Kirche - Wozu das?
Wenn´s gut ausgeht, dann wird einem Kirche gut tun. Wenn´s schlecht ausgeht, dann nicht. Kirche ist für mich keine Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck. Zu welchem Zweck? - Welche Zwecke bevorzugen sie...?

Ein inzwischen längst vergessener Schweizer Staatsrechtler und Laientheologe betätigte sich bis über das Ende des 19ten Jahrhunderts hinaus u. a. auch als christlicher Schriftsteller. Dieser Mann hieß Carl Hilty und schrieb mehrere sehr kluge Bücher. Eines davon hat den Titel „Ein Freund Gottes“. Gibt’s inzwischen nur noch antiquarisch. Herausgegeben von Alo Münch, 1938 - Hinrichs Verlag Leipzig bzw. Huber & Co Verlag, Frauenfeld. In diesem Buch fand ich folgende interessante Aussage:

...[„Lassen Sie auch vorläufig sogar die Kirchen, wenn sie ihnen eher ein Hindernis als eine Förderung sind; wenden sie sich direkt zu Gott und Christus, wenn sie es besser können. Auf die kirchliche Zugehörigkeit kommt vorerst so viel nicht an. sondern dass sie zunächst aus der kalten, unfruchtbaren Atmosphäre eines kurzlebigen, bloß menschlichen Daseins zu entrinnen versuchen, das ohne einen höheren Gedanken und Zweck und ohne Erfahrungen einer höheren Lebensmöglichkeit nur ein armseliges und sogar widerwärtiges Gemisch von Egoismus und Sinnlichkeit ist und der Mühe und Sorge seines Erlebens gar nicht lohnt.

Nehmen sie auch die Unterschiede der Kirchen und Konfessionen nicht zu tragisch und wichtiger, als sie sind. Ich bezweifle meinerseits gar nicht, dass eine größere Übereinstimmung nicht bloß der Kirchenlehre, sondern sogar auch der äußeren Kircheneinrichtung dem Wesen des Christentums angemessener und förderlicher wäre als die bestehenden Spaltungen. Aber es bleibt doch fraglich, ob nicht wenigstens dermalen noch die verschiedenartigen Formen des Kultus den verschiedenen Völkern, und selbst Individualitäten und Kulturstufen in einem und demselben Werke, besser entsprechen, als eine bloß äußerlich hergestellte Einheit, die dann auch, historisch angesehen, da, wo sie bestand, keine besonders günstigen Resultate gezeigt hat.“]


Schlussbetrachtung
Ist es mir nun wenigstens einigermaßen gelungen, die Frage „WAS ERWARTE ICH VON KIRCHE?“ zu beantworten? Falls nicht, gebe ich folgendes zu bedenken:

In diesem wie auch in einigen Nachbarforen begegnen sich eine ganze Menge Leute aus der Neuapostolischen Kirche (NAK). Die einen haben die NAK enttäuscht verlassen. Andere wurden, mehr oder weniger sanft, hinauskomplimentiert. Wieder andere geben ihr Bestes, um diese Kirche von der Basis her zu verändern und schließlich sind da auch noch eine ganze Menge Leute, die ihre NAK, so wie sie ist, tapfer verteidigen.

Allen zusammen darf man abnehmen, dass sie redliche Erwartungen an „ihre“ Kirche hatten und zum Teil immer noch haben. Der eine diese, die andere jene. Manche Erwartungen sind oder erscheinen wenigstens realistisch, andere Erwartungen sind oder erscheinen unrealistisch zu sein.

Dr. Martin Luther soll am Ende eines Lebens etwa sinngemäß gesagt haben: Alles was wir abgeschafft haben, das werden sie wieder einführen und alles was wir eingeführt haben, dass werden sie wieder abschaffen.“ Resignation? Jüngste Entwicklungen in den verschiedenen Evangelischen Lebens- und Glaubenswelten deutet darauf hin, dass der große Reformator mit seinen Ahnungen gar nicht so falsch lag. Kirche im Wandel der Zeiten...

Wenn jemand, aus welchen Gründen auch immer, eine Kirche wie die NAK, verlässt, dann schleppt der eine ganze Menge mit: Erwartungen zum Beispiel. Hochgesteckte Erwartungen vor allem.

Menschen, denen von Kindesbeinen an jahrzehntelang gepredigt wurde, dass es nur einen einzigen Weg gibt, um ...., Pardon, der wird sehr wahrscheinlich sein Lebens so lange kaum froh werden, wenn er nicht irgend wann damit aufhört, nach einem anderen „einzig richtigen Weg“ zu suchen.

Einer, der wie kein anderer die Neuapostolische Kirche bis 1960 geführt und geprägt hat, Johann Gottfried Bischoff, lehrte so: „Es sind viele Menschen, die sich in ihrem christlichen Glauben auf das Verdienst des Herrn Jesus auf Golgatha berufen. Aber dieses Verdienst muss vermittelt werden.“ Es muss vermittelt werden....

Einer der so lehrte und alle die, die dieser Lehre kindlich gläubig, um nicht zu sagen, wie von dieser Kirche bis heute gefordert, blindgläubig nachfolgen, denen werden damit Erwartungen und Ansprüche an „Kirche“ eingeimpft, die letztlich keine Kirche dieser Welt erfüllen kann und mir dazu auch nicht befugt erscheint. In meiner Bibel, dem Neuen Testament, steht dieser Satz: „Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, der sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung, dass dies zu seiner Zeit gepredigt werde.“ ( 1. Timotheus 2, 5+6)

Im nachfolgenden Vers 7 schreibt derselbe Gesandte Jesu, Paulus, zwar auch: „Dazu bin ich eingesetzt als Prediger und Apostel-ich sage die Wahrheit und lüge nicht-, als Lehrer der Heiden im Glauben und in der Wahrheit.“, nur setzt dieser Gesandte sich damit eben nicht an die Stelle seines Senders. Er begnügt sich mit der ihm übertragenen Rolle eines gesandten Predigers und überlässt demütig die Hauptrolle dem, der ihn gesendet hat.

Ein junger Mann beklagte sich bei einem erfahrenen älteren Geistlichen über den jämmerlichen Zustand seiner Kirche. Der und der Pfarrer hätte ihn bitter enttäuscht und dieser und jene andere Pastor auch. Am Ende seines Klageliedes brach aus diesem jungen Mann seine ganze wütende Enttäuschung heraus: „Das Thema Kirche ist für mich ein für allemal erledigt.“ „So“, antwortete ihm sein geistlicher Gesprächspartner, „dann hören sie doch endlich damit auf, ihren Glauben an Menschen zu hängen. Wenn ihnen die Sache mit Gott wirklich so wichtig ist wie sie sagen, dann bleiben sie nicht länger ein Pastorenknecht, sondern fangen sie damit an, Gott selber zu fragen.“

In allen Kirchenbetrieben geht es grundsätzlich um das „wir“. Eine möglichst harmonische religiöse Gemeinschaftsbeziehung. Da soll eine echte und glaubwürdige christliche Gemeinde wachsen, die dem einzelnen Individuum in seinen Wechselfällen des Lebens beisteht. Nun ist es jedoch leider so, dass man doch lieber schon jetzt in einem dauernden "Halleluja-Zustand" leben will, obwohl, uns der erst im Himmel zugesagt ist.

Im Verhältnis zu Gott geht es, jedenfalls nach meinem bisherigen Erekenntnisstand, stets um eine Zweierbeziehung: „Adam - wo bist du“ - oder -„Was willst du das ich dir tun soll?“

So betrachtet, kann ich meinen ziemlich frechen Satz von oben guten Gewissens rechtfertigen: „Kirche, das bin unter anderem auch ich.“ Dann selbst, wenn mich die gestellte Frage ehrlich, aufrichtig und gottesfürchtig bewegt: „Welchen Spielraum lässt mir (meine) Kirche, um mich an ihr zu beteiligen, statt mich mehr oder weniger versteckt zu bedrohen, zu bevormunden oder gar völlig zu entmündigen?
Liebe Grüße, landauf und landab, vom
Maximin :wink:
Zuletzt geändert von maximin am 13.11.2006, 15:30, insgesamt 3-mal geändert.
Der kleine Glaube hat denselben starken Heiland wie der große Glaube...
Benutzeravatar
maximin
 
Beiträge: 1869
Registriert: 01.01.2003, 11:12
Wohnort: Berlin

Beitragvon fireangel » 12.11.2006, 17:23

Kirche ist nur das/ein Gerüst. Von welcher "Firma" dieses Gerüst ist, spielt nur eine sekundäre Rolle.

Was hinter dem Gerüst entsteht ist der ganz persönliche Glaube.

Irgendwann wird das Gerüst entfernt, was dann steht und bleibt, ist mein persönlicher Glaube = der Tempel Gottes :!:


16 Wißt ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt. 17 Wenn jemand den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben, denn der Tempel Gottes ist heilig; der seid ihr.


1. Kor. 3 Vers 16+17 (Luth 1984)
fireangel
 

Beitragvon tergram » 12.11.2006, 18:06

Fragt man sich also: Braucht es ein Gerüst? Geht´s ohne?

Als Jesus seinen Jüngern den Auftrag erteilte ...in alle Welt... alle Völker, da sprach er nicht davon dass alle Welt und alle Völker sich in Gemeinschaft/en (=Kirche/n) zusammenfinden sollten. Das Gemeinschaftsgebot bezog sich nur auf seine Jünger.

Mein Erkenntnisstand per heute:
Kirche für den, der Kirche will und braucht. Kirche kann heilsförderlich sein. Achtung: Kirche ist nicht heilsnotwendig.

Aber wahrscheinlich habe ich das falsch verstanden. Hobbytheologen vor, bitte. :wink:
Benutzeravatar
tergram
 
Beiträge: 9124
Registriert: 12.12.2004, 18:21

Re: WAS ERWARTE ICH VON KIRCHE..?

Beitragvon Frettchen » 12.11.2006, 18:21

maximin
hat geschrieben:
Kirche-Wer ist das?
... „Kirche - das bin unter anderen auch ich!“
...


Hierzu fällt mir eine Geschichte ein:

Dem amerikanischen Pfarrer Herbert Wrigth wurde von seiner Gemeinde gesagt: Die Gemeinde ist tot. Sonntags predigte der Pfarrer vor leeren Bänken. Dann gab er eine Zeitungsanzeige mit schwarzem Rand auf:
"Mit dem Ausdruck des tiefsten Bedauerns und mit der Zustimmung seiner Gemeinde meldet der Pfarrer den Tod seiner Gemeinde. Trauerfeier am Sonntag um 11:00 Uhr. Die Bewohner des Dorfes sind herzlich eingeladen, an diesem letzten Akt ihrer Dorfkirche teilzunehmen."
Am Sonntag war die Kirche überfüllt. Gespannt sah alles auf den schlichten Eichensarg vor dem Altar. Der Pfarrer begann: "Sie halten die Gemeinde für tot. Ich bitte Sie um eine letzte Prüfung ihrer Ansicht. Gehen Sie an dem Sarg vorbei und sehen Sie den Toten an. Dann verlassen Sie die Kirche durch das Ostportal. Sollten Sie aber zur Einsicht kommen, die Gemeinde lasse sich noch einmal beleben, dann bitte ich Sie, wieder durch das Nordportal hereinzukommen."
Der Pfarrer öffnete langsam den Sarg. Die Gottesdienstbesucher fragten sich: Was wird wohl in dem Sarg liegen? Und: Was ist eigentlich die Kirche, die Gemeinde? Woraus besteht sie?
Einer nach dem anderen verließ die Kirche durch das Ostportal. Einer nach dem anderen kehrte durch das Nordportal zurück. Denn alle sahen im Sarg nicht die tote Gemeinde, sondern nur ihre Glieder - nämlich sich selbst im Spiegel.

Kirche, christliche Gemeinde, das sind wir! Wenn wir tot sind, dann ist die Gemeinde tot. Wenn wir lebendig sind, dann ist die Gemeinde lebendig.

Liebe Grüße in die Forumsrunde
vom Frettchen
Benutzeravatar
Frettchen
 
Beiträge: 498
Registriert: 13.07.2005, 11:51
Wohnort: im Süden

Beitragvon GG001 » 12.11.2006, 21:27

Welcher Herbert Wright (nicht Wrigth, nehme ich an) war es denn? Dieser hier?

Oder dieser Apostel ?

Na ja, das Internet ist (zu) gross, vielleicht hast Du naehere Angaben.
Fuehre, folge - oder geh' aus dem Weg!
Benutzeravatar
GG001
 
Beiträge: 802
Registriert: 13.03.2005, 17:11

Beitragvon maranatha » 12.11.2006, 23:05

Mein lieber Micha und andere,
WAS ERWARTE ICH VON KIRCHE? Interessante Fragestellung und was Kirche heute bedeutet hasst du ja ausreichend beantwortet. Vielmehr stellt sich aber doch zeitgemäß heute die Frage: „WAS ERWARTE ICH VON DER KIRCHE?“ und das ist in jeder Kirche der Fall! Wenn wir ehrlich sind, denken viele, ja wir selbst werden schon noch apostolisch/ evangelisch/ katholisch bleiben. Auf der anderen Seite gelingt uns es ja oft in der eigenen Familie nicht, bei den Kindern oder Enkeln den Glauben wach zu halten und dann sollen wir noch andere für den Glauben, für die Kirche gewinnen? Nein, das ist heute einfach nicht mehr drin (und IN) und nicht nur junge Leute fügen hinzu: „Die Kirche ist selbst daran schuld, dass sich viele von ihr abwenden. Sie ist viel zu Starr und festgelegt auf alte Verhaltensmuster und Strukturen .“ Und das ist nicht nur in der NAK so, wir sind gut beraten, wenn wir solche kritischen Stimmen nicht abwiegeln. Auch die haben uns etwas zu sagen, die der Kirche fern stehen. Unsere gesellschaftliche Entwicklung trägt das ihrige auch dazu bei, das an sich erst mal selbst denken, die Schnelllebigkeit und und und. Auf der anderen Seite leiden manche von ihnen bis heute an Wunden, die ihnen die Kirche und eine bisweilen Angstbesetzte Seelsorge zugefügt haben. Wer das Christsein wie eine schwere Last mit sich herumschleppt, wird kaum jemanden davon überzeugen können, dass das Evangelium befreiend wirkt. Wir müssen ohne Wenn und Aber eingestehen, dass die Kirche in unseren Breitengraden wenig Faszination ausübt. Der Betrieb Kirche läuft (noch), aber ohne Ausstrahlung!
Als meine älteste Tochter vor paar Jahren ihren Abschluss hatte an einer Katholischen Mädchenrealschule (so was ist eben nur noch Bayern möglich) in einer Bischofsstadt, der Abschluss wurde natürlich mit einem Gottesdienst in der Kirche gefeiert, was auch sehr ansprechend und schön gestaltet durch die Mädels selber war. Sargte doch dann noch der Pater zum Abschluss seiner Predigt, was mich sehr erschrak, wenn ihr mal in euren da sein wieder einmal zur Kirche kommt, ihr seid uns immer willkommen! Sollte das etwa heißen dass sich der Weg für viele zur Kirche, zu Gott trennen wird? Meine Tochter fragte ich vor kurzen, ob sie wüsste ob noch von damals aus ihrer Schule jemand in die Kirche geht? Ihre antwort: aus ihrer Klasse von damals, keiner!!!
Zitat: „Kirche, das bin unter anderem auch ich.“ Das stimmt auch!!! Ich bin als Christ Kirche aber das ist nicht die ganze Wahrheit. Zu dieser Wahrheit gehört auch die Institution Kirche, ob theologisch oder laienhaft geführt, bei allen betrachtet führt ein oder mehre Menschen die Kirche und der Grundsatz muss bei dem klar sein: „Erwartet nichts von Menschen, aber alles von Jesus“. Kirche muss aber auch einen Freiraum schaffen, wo wir in unserer Zeit auch Stille empfangen können. Sir Cemper hatte heute irgendwo geschrieben: „Ich bin zur Zeit so vollgepredigt ... ich brauche Stille. Ist dazu auch die Menschengeführte Kirche bereit? Ein Ort der Stille für die Seele zu sein? Wir kennen da nur sehr wenige Ausnahmen, nur z.B. Taizé.
Was können wir alle tun? Unsere Kirche verlassen? Brauchen wir überhaupt noch Kirche? Ich brauche die Kirche, weil ich auch die Gemeinschaft brauche! (Matthäus 18, 19 Wahrlich, ich sage euch auch: Wenn zwei unter euch eins werden auf Erden, worum sie bitten wollen, so soll es ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel. 20 Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.)
Was können wir dagegen tun? Diesen abwärts trennt? Uns sollte auch klar sein, die schärfsten Anfechtungen kommen von innen, nicht von außen. Darum kann die Erneuerung nur von innen ausgehen. Wenn uns Christus als das Licht der Welt wirklich einleuchtet, dann strahlen wir aus: Christenmenschen mit Ausstrahlung! Die Kirche hat ihren Auftrag! Das Evangelium einladend in und zur der Welt zu bringen! Und das Nahesein mit Gott ! Vor Jahren bzw. Jahrzehnten hatte ich ein ganz einfaches menschliches Problem und ging zu meinem Vorsteher – wie so Na-amtlich üblich – klagte ihm mein anliegen, er Fragte mich nur: hast du eigentlich das schon den lieben Gott selber mal gefragt? Der Vorsteher war dein Vater! Diese Frage begleitet mich bis heute und ich hoffe auch weiter hin!
Grüße nun auch landauf (sind ja immerhin über 550km)
maranatha

PS: Wozu noch Kirche? :arrow: http://www.fs-rewi.uni-bonn.de/ss/ss4a7.htm
Gott des Aufbruchs, sei mit mir unterwegs zu mir selbst, zu den Menschen, zu dir.
Benutzeravatar
maranatha
 
Beiträge: 2284
Registriert: 08.05.2005, 20:06

Re: WAS ERWARTE ICH VON KIRCHE..?

Beitragvon orig.gabi » 13.11.2006, 07:53

maximin
hat geschrieben:
...
In allen Kirchenbetrieben geht es grundsätzlich um das „wir“. Eine möglichst harmonische religiöse Gemeinschaftsbeziehung. Da soll eine echte und glaubwürdige christliche Gemeinde wachsen, die dem einzelnen Individuum in seinen Wechselfällen des Lebens beisteht.
Nun ist es jedoch leider so, dass man doch lieber schon jetzt in einem dauernden "Halleluja-Zustand" leben will, obwohl, uns der erst im Himmel zugesagt ist.
Im Verhältnis zu Gott geht es, jedenfalls nach meinem bisherigen Erekenntnisstand, stets um eine Zweierbeziehung: „Adam - wo bist du“ - oder -„Was willst du das ich dir tun soll?“




Lieber Micha,

damit hast Du für mich einen zentralen Punkt, der in
der Diskussion um die von Dir getellte Frage zum Thema "Erwartungen an Kirche" nicht aus den Augen verloren werden darf, getroffen.

Ja, was erwarte ich von Kirche? Darüber haben viele Menschen klare Vorstellungen. Aber das reicht nicht, man muss die Frage wohl erweitern und hinzufügen:
Was darf Kirche von mir erwarten?
Darüber herrscht dann schon eher Uneinigkeit, die Vorstellungen, ob Kirche überhaupt etwas verlangen darf, driften hier sehr auseinander.

Die einen möchten Kirche in erster Linie konsumieren, als festliche Kulisse an Weihnachten etwa, oder für ein persönliches Event mit nebulös- religiösem Hintergrund, der oftmals nicht einmal mehr in seiner ursprünglichen Bedeutung bekannt ist..
Man nutzt Kirche als Bühne für Selbstdarstellung, etwa wenn ein Täufling mit Rührung über das Taufbecken gehalten wird, ein Brautpaar feierlich vor den Altar tritt und "man sich" so Verwandten und Freunden ob dieser Zeremonien und der anschließenden festlichen Zusammenkunft einmal "richtig" präsentieren kann.Das eigentliche Sakrament verkommt zur unwichgsten Nebensache.
Es geht lediglich um die Frage, wann lohnt sich Kirche für mich?

Das erlebe ich vor allem in der evangelischen Gemeinschaft so.
Einer der Pfarrer in meiner Gemeinde ließ sich einmal am hl. Abend nach dem übervollen Familiengottesdienst am Nachmittag zu dem Ausspruch verleiten, am liebste würde er diese einmal im Jahr gesehenen Heidenchristen in den Hintern ...
Einigen wird er damit Unrecht gatan haben. :wink:

Aus der NAK kenne ich die andere Seite der Medaille.
Hier wurde von Seiten der Kirche oft und vehement ein stetiger Einsatz für die Kirche gefordert, hier stand die Frage, was jeder für die Kirche tun könne, im Vordergrund.Und zwar ganz selbstverständlich.
Als Gegenleistung wurde immerhin der "Segen des Herrn" versprochen, fast mit Garantieanspruch, und wenn der ausblieb, dann, tja, dann lag das meist allein in der Verantwortung des Gläubigen.
Natürlich haben sich die Zeiten auch hier geändert.
Mittlerweile beklagen etliche AT frustriert den
Anspruch vieler Glaubensgeschwister, die Kirche und damit sie, die AT, möge ihnen eine heilige Offenbarung, Glaubenserlebnisse und dazu den "natürlichen Segen" verschaffen.
Diese mittlerweile, wenn man den Klagen Glauben schenken darf, weitverbreitete, passive Konsumhaltung in Glaubensangelegenheiten, nervt ebenfalls und macht nevös.

Was also tun? Es geht wohl nur auf Dauer weiter mit Kirche, wo auch immer, wenn sich ein gesundes Gleichgewicht aus Ansprüchen an und einem gleichzeitigen Engagement der Gemeindemitglieder
für ihre Kirche entwickelte.Wenn tatsächlich lebendige Gemeinden, Gemeinschaften entstünden.

Solange dies nicht passiert und möglich ist, wäre es vielleicht ehrlicher, das heutige "Kirchensterben" nicht weiter zu beklagen.
Mit einer Kulissenkirche, die christliche Kultur lediglich hohl vorgaukeln kann, ist auf Dauer niemanden gedient.
Wer feierliche Sonderveranstaltungen braucht, sollte öfter in die große Oper oder ins Konzert gehen.Eine festliche Atmosphäre kann man auch dort finden - sogar an Weihnachten. :wink:

lgg
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe ist,
der bleibt in Gott und Gott in ihm.
1.Johannes, 4,16
Benutzeravatar
orig.gabi
 
Beiträge: 12647
Registriert: 01.07.2004, 10:12
Wohnort: Blauer Planet

BEGEGNUNG IN EINER ABGEWRACKTEN FABRIKHALLE...?

Beitragvon maximin » 13.11.2006, 08:58

:) Liebe o-Gabi,
freut mich, dass Du geantwortet hast. Kirche als familiengeschichtliche Höhepunkte...? Einer meiner Nachbarn geht regelmäßig in seine Moschee. Sie befindet sich in einer abgewrackten Fabrikhalle auf einem düsteren Berliner Hinterhof. Er hat mich wiederholt zum Tee sowie auch dazu eingeladen, ihn in seine Moschee zu begleiten. Soll ich?
Gruß vom Micha + + + :wink:
Der kleine Glaube hat denselben starken Heiland wie der große Glaube...
Benutzeravatar
maximin
 
Beiträge: 1869
Registriert: 01.01.2003, 11:12
Wohnort: Berlin

Beitragvon orig.gabi » 13.11.2006, 09:31

Michael,

sicher sollst Du.Musst ja nicht gleich zum Islam konvertieren. :D

Aber Scherz beiseite, ich halte solche interkulturellen und interreligiösen Begegnungen für sehr wichtig.Das Trennende verstehen und akzeptieren, das Verbindende erkennen und annehmen, damit trägt eine jede solche Begegnung schlußendlich zum Frieden bei.

Ich habe häufig Umgang mit Muslimen und eines meiner größten Aha- Erlebnisse für mich war die Erfahrung, dass traditionell wirkende Frauen mit Kopftuch sehr moderne Ansichten und ein großes Interesse an Bildung und Ausbildung für ihre Kinder haben können, perfekte Deutschkenntnisse und eine selbstbewusste Stellung dem Mann gegenüber eingeschlossen.Dass manche modern wirkende türkische Frau in Jeans und mit Dauerwelle dagegen genau das Gegenteil verkörpert.

Umgekehrt war eine türkische Frau meines Alters maßlos erstaunt, dass ich schon soooo lange verheiratet bin - mit demselben Mann.Und darüber, dass ich an Gott glaube.
Das passte nicht in ihr traditionelles Weltbild
über deutsche Frauen. 8)
Wir haben später oft darüber gelacht,von einander gelernt, es entwickelte sich ein schöner Umgang.

Also Micha, nur zu ... :wink:
Und berichte von Deinen Erfahrungen. :D

Liebe Grüße an Dich,

- Gabi-
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe ist,
der bleibt in Gott und Gott in ihm.
1.Johannes, 4,16
Benutzeravatar
orig.gabi
 
Beiträge: 12647
Registriert: 01.07.2004, 10:12
Wohnort: Blauer Planet

Re: WAS ERWARTE ICH VON KIRCHE..?

Beitragvon Cemper » 13.11.2006, 10:00

maximin hat geschrieben::) Lieben Freunde,
kürzlich wurde ich im Forum angeregt, über die Frage nachzudenken: „WAS ERWARTE ICH VON KIRCHE?“


Ich werde von diesem Forum oft zum Nachdenken über diese Frage angeregt:

WAS WÜRE DIE NEUAP. KIRCHE VON MIR ERWARTEN, WENN ICH MITGLIED DIESER KIRCHE WÄRE?

C. :wink:
Benutzeravatar
Cemper
 
Beiträge: 12420
Registriert: 01.02.2004, 11:12

Beitragvon orig.gabi » 13.11.2006, 10:01

Glauben, dienen, opfern.Was sonst? :wink:
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe ist,
der bleibt in Gott und Gott in ihm.
1.Johannes, 4,16
Benutzeravatar
orig.gabi
 
Beiträge: 12647
Registriert: 01.07.2004, 10:12
Wohnort: Blauer Planet

Beitragvon fireangel » 13.11.2006, 10:03

... und NACHFOLGE :!: :wink:
fireangel
 

Beitragvon fireangel » 13.11.2006, 10:24

An einem der ersten November-Samstage, ging ich in den frühen Abendstunden ein wenig spazieren. Auf einmal sah ich an einer Kirche merkwürdig flackerndes Licht. Als ich näher heran gekommen war, sah ich am Portal mehrere, von Kerzenlicht erhellte Laternen stehen.
Oh, dachte ich, findet hier eine Halloween-Party statt? Neugierig betrat ich das Innere der Kirche. Im Vorraum empfing mich zunächst Dunkelheit und ich hatte Mühe mich zu orientieren. Durch die geöffnete Tür zum Kirchenschiff drang ein matter Lichtschein. Ich betrat das Kirchenschiff. Schummriges Kerzenlicht empfing mich, Umrisse eines Altars zeichneten sich im Flackerlicht einiger Teelichter ab. Vor dem Altar konnte ich nach und nach skuriele Gegenstände ausmachen, Spielzeugautos, eine Bierflasche, Handschellen, ein Strick.

Ab und zu gingen einige der Anwesenden nach vorne und legten weitere Gegenstände ab...

Mir wurde immer gruseliger. Niemand sprach ein Wort, nur von irgendwoher ertönte leise Musik. Mich erinnerte das Ganze an eine Szene aus einem Gruselfilm. Alles wirkte auf mich düster und unheimlich. Nix Party. Ich stand auf und verliess diese Kirche.

Nur eine Geschichte?
Nein :arrow: http://www.nak-niederrhein.de/index.php ... 1&Itemid=2

Ich habe nur einmal versucht, mich in die Lage eines Menschen zu versetzen, der völlig unbedarft auf dieses Szenario trifft.
fireangel
 

Beitragvon Andy » 13.11.2006, 11:14

Ich habe mir gerade den Bericht angeschaut. Sorry, aber hier fällt mir nur ein Wort ein: Entschlafenenkult. Das ist unsäglich, traurig, erschreckend, wie man sich hier mit Toten beschäftigt. Der nächste Schritt wäre, die Toten zu rufen, daß man sich gleich in persönlichem Kontakt mit ihnen beschäftigen kann. Hier ist man der Grenze zum Okkultismus schon sehr nahe gekommen.

Traurige Grüsse,
Andreas
"Ich weiß, dass mein Erlöser lebt."
Andy
 
Beiträge: 465
Registriert: 28.11.2004, 14:31
Wohnort: Im Wald

Nächste

Zurück zu Offene Kirche



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste