Ämterstunde/Ämterversammlung

Gottesdienstberichte und Predigtkritik

Ämterstunde/Ämterversammlung

Beitragvon Kaplan » 07.07.2004, 09:17

Angeregt durch Ned`s Beitrag zum Thema "Aldis Kassen..." interessiert mich, wie bei euch Ämterstunden, bzw. wenn es denn mal wieder etwas länger dauert, Ämterversammlungen ablaufen.<br><br>MONOLOG oder DIALOG ????<br><br>Vor einigen Jahren noch lief es bei uns so ab:<br><br>Ranghöchster AT spricht ein Gebet.<br>Dann Verlesung diverser Schriftstücke, z.B. Brief des BAP, Bericht des letzen STAP-GDs.<br>Dann Verlesen eines Bibeltextes mit anschließender Kurzpredigt des Ranghöchsten ATs.<br>Anschließend Mitteilung diverser organisatorischer Dinge (wann soll wieder Rasen gemäht werden, muß der Putzplan überarbeitet werden, wer bestellt eigentlich das fast aufgebrauchte Klopapier usw.)<br>Ranghöchster AT spricht ein Gebet.<br>Das wars!<br><br> <br>Heute läuft es bei uns so ab (auf Gemeinde-Ebene):<br><br>Es betet der AT, dem danach ist.<br>Bei mehreren geistlichen + organisatorischen Punkten gibt es eine schriftliche Tagesordnung. Das hat sich mittlerweile bewährt, zumal es die Zeit-Disziplin fördert!<br>Der weitere Verlauf der Ämterstunde ist ein offener Dialog, in dem alle ATs absolut gleichberechtigt sind (d.h. der Ranghöchste hat nicht die meiste Redezeit).<br>Von Zeit zu Zeit bereiten wir gemeinsam den nächsten GD vor.<br>Manchmal einfach Bibel aufschlagen, Text lesen und jeder sagt spontan seine Empfindungen + Gedanken dazu.<br>Es werden keinerlei Briefe/Berichte mehr verlesen, ggfs. als Kopie für häusliches Studium verteilt.<br>Am Schluß ist immer Gelegenheit, Fragen zu stellen, Vorschläge zur Verbesserung des Gemeindelebens zu machen usw.<br>Abschließend betet der AT, dem danach ist, ggfs. auch mehrere.<br><br>Wie ist es bei euch?? Immer noch wie früher oder kann man bei euch (wie bei uns) angstfrei und offen miteinander kommunizieren! <br><br>Ich bin gespannt auf eure Berichte und Vorschläge, die ÄVs gehaltvoller zu gestalten! :) :)<br><br>KAPLAN
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Beitragvon agape » 07.07.2004, 09:31

Lieber Kaplan:),<br><br>ich drängel mich mal nur so hier hin ;) und will mich für das Thema bedanken.<br>Ich dachte oft, dass das offene Gespräch unter den AT´s mit allen Konsequenzen, die mir wohl bewusst sind, in den Gemeinden wohl mehr positiv bewirken kann, als ein neu überarbeitetes Grundlagenwerk, dass schon mal zur einstweiligen Beruhigung in Aussicht gestellt wurde und auf das sich gefällig Hoffen und *abwarten* lässt.<br><br>Ganz liebe Grüße und :)allen Amtsträgern:) viel Freude, Offenheit, Courage und konstruktives Streiten um der geliebten Sache Willen,<br>agape
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Beitragvon Sonnenstrahl » 07.07.2004, 09:53

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Die ältesten und kürzesten Wörter - "Ja" und "Nein" - erfordern auch das stärkste Nachdenken (Pythagoras, griech. Philosoph und Mathematiker, 27.11.580 - 31.12.500 v. Chr.)
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Beitragvon Kaplan » 07.07.2004, 11:05

Sonnenstrahl<br><br>Gelegentliche Hinweise auf www.glaubenskultur.de finde ich klasse. Ich vermute, den Part übernimmst du bei euch ;) <br>Und wie ist die Resonanz? Neugierde? Ablehnung?<br><br>Nachtrag von meiner Seite: Wir hatten schon 2 ÄV zusammen mit den "Gehülfinnen" der ATs - im privaten Rahmen mit lecker Essen+Trinken...neben geistigen Getränken auch geistliche Gespräche - ein Versuchsbalon, der erst nicht so recht starten wollte, aber wir werden es wiederholen. Wir werden (hoffentlich bald) ohnehin die holde Weiblichkeit in den ÄVs haben, gell?? :D :D :D Ich werde nach wie vor dafür eintreten und dafür beten! :) :) :) <br><br>KAPLAN
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Beitragvon 42 » 07.07.2004, 12:32

(CM6: "Gib mir zu trinken"
<br><br>Da konnte man nur mit der alten Mappe entgegnen: "Heute, heute (geschlossen)" "Geschlossen" war die musikalische Anweisung fuer den Vortrag)
MherzlG, 42
(Nein, mein Name ist nicht "NoAvatar")

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Beitragvon Ned_Flanders » 07.07.2004, 21:19

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Ämterstunde/Ämterversammlung

Beitragvon namenlos » 08.07.2004, 03:17

Ämterstunde bei uns:<br><br>Gebet (am Anfang und Ende durch Vorsteher)<br>Dann wird die Vorsteherversammlung kurz wieder gegeben, d.h. das dortige Wort vorgelesen und die Kernpunkte vorgetragen. Meist Monolog. Manchmal werfen einige auch was ein - was positiv auf- und angenommen wird.<br>Manchmal gibts "Abhandlungen" vom BAP zu gewissen Themen, die dann "vorgelesen" (teilweise stichpunktartig und in eigenen Worten) werden, wieder durch den Vorsteher.<br>Dann werden organisatorische Dinge behandelt.<br><br>Offene Gespräche eher nicht möglich, da die meisten zu konservativ und gewisse Widersprüche nicht wahrnehmen (Wir sind alle, also auch Neugeborene, schon erwählt, ehe denn der Welt Grund gelegt war! steht im Gegensatz zur Botschaft.....da wird nicht hingekuckt, das wird übersehen, "Wir kennen niemandne mit dem Problem" etc.)<br><br>Dauer meist 1 Stunde - manchmal auch nur 45 Minuten, Manchmal auch (vor allem früher) bis zu maximal 2 Stunden - je nach dem.<br><br>Gruß<br>Christian
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Beitragvon Menschenkind » 08.07.2004, 04:38

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Ämterstunde/Ämterversammlung

Beitragvon Holytux » 08.07.2004, 06:38

Hallo Sascha! :)<br>
"Er wird allerdings überwiegend in der Missionsarbeit eingesetzt, damit er den Geschwistern mit seinen erzkonservativen Predigten nicht allzu sehr auf die Nerven geht und ist deshalb häufig nicht dabei.
<br><br>Hmmm, ich überlege gerade, ob es gut ist, solche "fotschrittlichen" Kräfte in die Mission zu senden. Irgendwann schlägt solches "Wirken" womöglich in`s eigene Umfeld zurück..., wenn dann erzkonservative Missionsländer entstanden sind...:( <br><br>Also, bei uns entwickeln sich die Ämterstunden allmählich in Richtung "Gesprächskreis". Offenheit, Ehrlichkeit sind spürbar und es gibt auch keine Tabus mehr. Z.B. St.Ap. GD Bad Blankenburg wurde sehr, sehr offen diskutiert. Anfänglich wirkte da mancher etwas erschrocken, aber hinterher waren alle wirklich glücklch, weil das Bemühen nach Wahrhaftigkeit einfach eine wohltuende Erscheinung ist, im Vergleich zum traditionellen dienstgradmäßigen "Abnicken" von Meinungen (Verordnete Seligkeit)...<br>Gut fände ich die von Kaplan erwähnte "Tagesordnung". Mal schauen... ;)<br>Ansonsten bin ich sehr dankbar, das unser Vorsteher kein "Diktator" ist. Das entwickelt sich momentan wirklich sehr gut. <br><br>Grüße in die Runde :)
"Man kann kein Vaterland haben, wenn man nicht auch mit seinen Spießbürgern und Nachtwächtern zu leben bereit ist."
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Beitragvon Ned_Flanders » 08.07.2004, 08:25

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Beitragvon Kaplan » 08.07.2004, 11:09

Mahlzeit Ned :cool: :cool: <br>Ich hoffe, die Sonne hat wieder Erbarmen mit Springfield...!?<br><br>Also bei uns sind immer nur 1 Handvoll ATs in den ca. alle 2 Monate stattfindenden Versammlungen - Du hast recht, da ist echte Kommunikation einfach leichter möglich. Wir haben auch keinen Betonkopf (kennste den Begriff?) in unserem Kreis, sodass auch bei neuen Vorschlägen und kniffligen Fragen keine Spaltung befürchtet werden muss. Wir haben es mittlerweile hinbekommen, trotz unterschiedlicher Meinungen und Auffassungen (was ich grundsätzlich gut finde) Gespräche in gegenseitiger Wertschätzung unter Berücksichtigung der Befindlichkeiten des Nächsten zu führen. Leider ist das (wie ich aus anderen Gemeinden höre) keineswegs eine Selbstverständlichkeit. Zitat eines AT einer größeren Gemeinde: Man gut, dass zu ÄVs keine Geschwister anwesend sind; wenn die mitkriegen würden, wie man hier miteinander umgeht, würde sie austreten... :mad: <br><br>Du fragtest nach dem Sinn der ÄVs: Weniger Organisation, mehr geistliche Themen erarbeiten. Wir trennen bei uns mittlerweile ÄVs. Entweder nur geistliches Thema oder nur Organisationsbesprechung. Ich finds gut, da ansonsten die wichtigen Dinge durch Klopapierbestellung, Putzplanüberarbeitung und Kirchen-Lüftungszeiten-Festlegung verwässert werden ;)!<br>Ein für mich wesentlicher Punkt ist die Pflege der Gemeinschaft und des Zusammenhaltes. Nur wenn die ATs sich in wesentlichen Punkten einig sind, wie möglichst alle Geschwister in der Gemeinde ihren Platz zum Wohlfühlen bekommen, wird sich in der Gemeinde etwas weiterentwickeln. Früher wurde vom Vorsteher angeordnet und dieses dann mehr oder weniger überzeugt von den ATs umgesetzt. Heute werden (bei uns) Änderungen in der Gemeinde gemeinsam besprochen, es wird ein Ergebnis erarbeitet, mit dem alle einverstanden sind und dann wird es umgesetzt. Nur so kann Gemeinschaft auch in Zukunft wirklich leben (anstatt nur zu funktionieren).<br><br>KAPLAN
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Beitragvon Sonnenstrahl » 08.07.2004, 11:50

Ned schrieb:<br>> Lieber Sonny<br>> Bei Euch würde ich mich auch wohlfühlen! Zumindest im Sommer !<br><br>Unsere Gehülfinnen :D heißen dich willkommen und sorgen auch für dich, nicht nur im Sommer mit einem kühlen Weizen.
Die ältesten und kürzesten Wörter - "Ja" und "Nein" - erfordern auch das stärkste Nachdenken (Pythagoras, griech. Philosoph und Mathematiker, 27.11.580 - 31.12.500 v. Chr.)
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Ämterstunde/Ämterversammlung

Beitragvon Julian » 03.11.2004, 16:11

Wenn ich diesen Begriff höre, gehen mir schon die Nackenhaare nach oben, Gänsehaut bildet sich, Aggresivität macht sich bemerkbar, Zornesröte steigt empor- und ich könnte schreien; Ich bin ein Star holt mich da raus.

Nein jetzt mal ernsthaft.

Ich habe mir eigentlich vorgenommen, dort nicht mehr hinzugehen. Für eine oberflächliche Stunde kann ich auch oben genannte schwachsinnige Doku oder was das sein soll schauen.

Ich gebe mal einen Kurzbericht von der letzten AT stunde wieder.
20.00 Uhr sollte Beginn sein,
Brüder wir wolle noch etwas warten, ob noch einer kommt.
20.15 es kommt aber keiner mehr , also Gebet
20.20 Feststellung das noch keine Vorsteherbesprechung war und kein spezielles Thema da sei. Verlesen eines Artikels aus UF über Zungen und was damit alles schlechtes angerichtet werden kann, verlesen eines Beitrages aus LG über Demut.
20.35 Alles geklärt, hat noch einer Fragen
- Schweigen ,ca. 3-4 min lang ( das kann manchmal lang sein-
20.40 eine Frage , die aber schnell behandelt ist,
kurz danach Frage eines Priesters , ob denn der Vorsteher ein Problem hätte,


Ich bekomme leichte Angstzustände , denn wenn diese Frage kommt , werden gleich wieder einmal die Diakone "zerfleischt"

Themen , wie es zieht , es ist schlecht gelüftet,es ist zu heiß, die Sonne blendet,es ist vor dem GD im Vorraum zu laut, es gibt leere Plätze - warum wird nicht aufgrückt- diese werden wohl anstehen.

Jetzt entwickel sich mein zum Eingang beschriebener Anfall, ganz langsam , aber er kommt. Es muß ja mind. eine ÄmterSTUNDE sein. Und die hatten wir ja noch nicht.

Und , genau so kommt es .
Lüftung, den einen Zieht es , und die Sonne hat auch schon mal geblendet, der Chef= Vorsteher meint er bekommt es ja nicht mit, aber es sei so.

Frage woher er es denn dann wisse?
Es wurde ihm berichtet.

Frage nach Lösung
Antwort , redet freundlich mit Jerusalem

und so geht das jetzt 45 min. Dummes Geschwätz in höchster Oberflächlichkeit mit dem Resultat einer gesteigerten Aggresivität und Frustration.

"Ihr Diakone , ihr seid die Freudenspender der Geschwister vor dem Dienst, Ihr dürft die nicht verärgern, Wir Priesterlichen Ämter dienen am Altar- da können wir uns mit solchen Problemen im Vorfeld nicht belasten und ärgern.
>> Was ist aber wenn ein Diakon, der vor dem Dienst zusammengestaucht wurde zum Mitdienen gerufen wird und dann in die Gesichter schaut, die ihm vorher gerade mal einen eingeschänkt haben- ist der nicht belastet,
>> Dann werfe diese Sorgen auf den Herrn und redet freundlich mit Jerusalem..

Jetzt hatte ich nur noch eine Bitte- so gegen 21.40 , Vorsteher entweder du machst jetzt Schluß oder ich gehe auch ohne Gebet nach Hause. Ich brauche dieses Zusammensein nicht, denn diese Stunden sollten dazu dienen:
... Stärke und lehre deine Brüder,

Demnächst ist wieder so eine Stunde angesetzt, ob ich dahin gehe , schaun wir mal.
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Beitragvon Randnotiz » 03.11.2004, 16:17

@ Julian:

Au weia... das ist ein Musterbeispiel eines negativen Zeitopfers, bei dem der Rauch direkt in`s Auge des nächstsitzenden Bruders zieht.
Nur wer die Fakten kennt, kann sie verdrehen.

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