STAP in Dresden

Gottesdienstberichte und Predigtkritik

STAP in Dresden

Beitragvon Knut_Knutsen » 05.10.2009, 09:20

"Wir sahen, dass wir nichts sahen!"
Leider war bei uns die Technik ausgefallen, so dass wir die Übertragung nicht erleben konnten. Wer kann was berichten?
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Re: STAP in Dresden

Beitragvon schneefrau » 05.10.2009, 15:56

scheinen ja viele anwesend gewesen zu sein
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Re: STAP in Dresden

Beitragvon exi » 05.10.2009, 18:05

War wohl eine einzige Störung :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
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Re: STAP in Dresden

Beitragvon reh » 05.10.2009, 21:39

DANKBARKEIT lässt wachsam sein

umd wappnet gegen die Kräfte der Zerstörung!


Gefällt mir.
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Re: STAP in Dresden

Beitragvon Bert » 06.10.2009, 08:01

reh,
es gibt so viele Menschen auf dieser Erde, denen geht es so schlecht, die haben von daher keinen Antrieb zur Dankbarbeit. Wie wappnen diese sich gegen Kräfte der Zerstörung? :(
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Re: STAP in Dresden

Beitragvon Ruhrgebiet » 06.10.2009, 08:25

Beten Bert, beten... :shock:
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Re: STAP in Dresden

Beitragvon reh » 06.10.2009, 10:13

probiert es doch mal aus!

lieber Bert, ich habe bei "solchen Menschen" erstaunliches bemerkt, und kann auch aus eigenem Erleben bezeugen, dass die Dankbarkeit im eigenen herzen und dem des "zerstörers" gutes bewirkt
!
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Re: STAP in Dresden

Beitragvon Sonia » 06.10.2009, 10:37

DANKBARKEIT lässt wachsam sein
umd wappnet gegen die Kräfte der Zerstörung!


Könnte mir mal ein Interpretationsgeübter erklären, was das heißen soll?
Ich kenne den Spruches "Dankbarkeit ist das Gedächtnis des Herzens." Demnach könnte ich verstehen, wenn es hieße "Wachsamkeit lässt dankbar sein."
Und wie soll der zweite Teil funktionieren? Wenn ich mal "Wut" beispielhaft als Kraft der Zerstörung nehme, bin ich dann gegen Wut gefeit, wenn ich dankbar bin:?: Weil ich vielleicht weniger Zeit für Wut habe?
Das ist übrigens eine ernstgemeinte Frage.

LG Sonia
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Re: STAP in Dresden

Beitragvon Peter.SDG » 06.10.2009, 12:04

Liebe Sonia,

auf Anhieb würde ich den Satz so verstehen: Dankbarkeit erinnert den Menschen daran, dass er nicht aus sich selbst lebt, dass er sein Leben und alles was dazu gehört, nicht seiner eigenen Leistung zu verdanken hat, sondern dass er immer schon in einer Gemeinschaft lebt, von der er abhängig ist.
Ein Mensch, der sich dieser Abhängigkeiten bewusst ist, stellt keine zerstörerischen Ansprüche an seine Umgebung, weil er weiß, dass er nicht ohne sie leben kann; dadurch ist er auch sensibilisiert dafür, wachsam gegenüber solchen "Kräften" zu sein, die Menschen zu solchen zerstörerischen Ansprüchen treiben wollen.

Das fällt mir jetzt so auf die Schnelle dazu ein.

Liebe Grüße,
Peter
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Re: STAP in Dresden

Beitragvon Bert » 06.10.2009, 13:57

reh -

Dankbarkeit - Sie ist kein Gegenstand, der herumliegt und nur aufzuheben wäre, damit er eingesetzt werden könnte. SIe ist auch kein käufliche Ware, die jeder sich im Kaufhaus zulegen könnte, um sie einzusetzen. Nein, Dankbarkeit ist erst einmal Ausdruck sittlichen Anstands, einzusetzen dem gegenüber, der etwas Gutes, etwas Positives, Lebenserhaltendes oder Lebensförderndes an dem Menschen bewirkt hat. Im Weiteren ist Dankbarkeit selbstverständlich auch eine Herzenshaltung, die dem gegenüber zum Ausdruck kommt, dem man sehr verbunden ist und der in dieser Verbundenheit reichlich Gutes gegeben hat.
Dankbarkeit muß seinen Stellenwert in der Gesellschaft behalten, ohne Frage. Sie ist eine außerordentlich wichtige Tugend und hält zusammen zum Vorteil aller.

Aber weil die Dankbarkeit eben immer bezogen ist auf den Gegenüber, auf einen GEBER, kann sie nur da sein, wenn auch dieser Gegenüber, dieser Geber vorhanden und im beschriebenen Sinne tätig ist. Und da setze ich an, wenn ich sage, daß nicht jeder diese Dankbarkeit ausstrahlen kann, denn es gibt die Elenden, die Hungernden, die Obdachlosen, die, die morgens nicht wissen, ob sie abends noch leben werden, Menschen eben, die niemanden haben, die ihnen etwas Nennenswertes geben. Diese Menschen haben sich doch nicht selbst wegen fehlender Dankbarkeit in diese miserable Situation gebracht, wem gegenüber sollten sie denn dankbar sein?

Wer ist eigentlich Schuld an der Misere dieser Menschen? Wer ist Schuld daran, daß sie sich nicht angesprochen fühlen können, wenn die Kirche zur Dankbarkeit aufruft?

Ich frage: etwa Gott? Weil Gott ihnen vorenthält, was er dir oder mir zukommen läßt?

Ist die Kirche eigentlich nur für die Dankbaren da, für die Menschen, die Grund zur Dankbarkeit haben, weil sie alles, was vonnöten ist, bekommen und besitzen? Was predigt die Kirche denn den Menschen, die nichts haben außer ihr nacktes Leben und vielleicht einen unscheinbaren Krümel von der Erde, der dieses Leben möglicherweise noch ein paar Stunden, vielleicht noch einen Tag verlängert? Sollen sie nach unserer Meinung wie die ganz anders Versorgten auf Knien niederfallen und Gott danken für ein Leben auf dieser Erde, die permanent ein Abschied von ihr vorsieht, weil nichts zum wirklichen Leben da ist oder dazu vom Himmel fällt?

Es macht mich unheimlich nachdenklich, das Ganze. Es ist nämlich nicht mit 'hoppla einfach mal danken, weil der Kirchenleiter es predigt' getan ...


....
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Re: STAP in Dresden

Beitragvon Sonia » 06.10.2009, 14:48

Lieber Peter,
vielen Dank, damit kann ich was anfangen.
Meist ist es ja so, dass Sinnsprüche etwas auf den Punkt bringen (unabhängig davon, ob man damit einverstanden ist), während sich mir bei diesem kein Sinn mühelos erschloss.
Womit ich keinesfalls behaupten will, dass es schlecht ist, wenn man sich ein bisschen Mühe geben muss :wink:
Liebe Grüße
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Re: STAP in Dresden

Beitragvon Sonia » 06.10.2009, 15:42

Hallo Bert,
du hast vollkommen recht (wenn ich dich richtig verstehe), dass es frech und anmaßend ist, Dankbarkeit von Menschen einzufordern, denen es schlecht geht, statt ihnen nach dem Gebot der Nächstenliebe gefälligst zu helfen. Vor allem, wenn die Dankbarkeitsforderung die Hilfeleistung ersetzt.

Reichlich Untersuchungen belegen, dass die tatsächliche Lebenssituation kaum etwas mit der gefühlten Dankbarkeit (oder Lebenszufriedenheit, die meist der Untersuchungsgegenstand ist) zu tun hat. Der, dem es gut geht, ist eben nicht automatisch dankbarer als der, dem es schlecht geht. Umgekehrt ist es natürlich auch sinnlos, die arm-aber-glücklich-davon-können-wir-uns-alle-eine-Scheibe-Keule zu schwingen.

Ich finde es deshalb falsch, eine bestimmte Gruppe von Menschen zu definieren, die nicht dankbar sein "können", weil sie keinen Grund dazu haben. Wie du schreibst: "Menschen eben, die niemanden haben, die ihnen etwas Nennenswertes geben", die "sich nicht angesprochen fühlen können, wenn die Kirche zur Dankbarkeit aufruft".
Ob man dankbar ist (gefühlte Dankbarkeit, nicht das "sag-mal-schön-danke" als Gegenleistung für Wohltaten), hat erstaunlicherweise nichts damit zu tun, ob man Grund dazu hat.
Sicher ist Dankbarkeit eine Tugend, die man (bei sich selbst) kultivieren kann, aber anordnen oder absprechen, finde ich, kann man sie niemand.

Liebe Grüße
Sonia
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Re: STAP in Dresden

Beitragvon Peter.SDG » 06.10.2009, 15:46

Liebe Sonia,

vielleicht war die erwünschte Interpretation des Spruches durch den Kontext, in dem er fiel, auch allen Hörern sofort klar. Aber das ist angesichts der Infos, die wir da durch den Bericht haben, freilich schwer nachvollziehbar.

Lieber Bert,

ich frage mich in letzter Zeit häufiger, ob nicht ersten "Schuldigen" an dieser Misere, die Du beschreibst, die Menschen selbst sind; freilich meine ich damit in erster Linie nicht die, die nichts haben, denen es wirklich an fast allem fehlt, sondern ich meine diejenigen, die haben und nichts abgeben, bzw. die haben und nur noch mehr wollen (und das aus unterschiedlichen Gründen, nicht nur aus reiner Gier).
Nahrung und sonstige lebenswichtige Güter dürften doch eigentlich genug vorhanden sein in dieser Welt - oder? Zumindest scheint mir das so, wenn ich mir beispielsweise den unglaublich hohen Wasserverbrauch in Ländern wie Deutschland und im Vergleich dazu den Wassermangel bei einem Drittel der Menschheit anschaue...

Liebe Grüße,
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