Predigtvorbereitung 2009-05-31

Gottesdienstberichte und Predigtkritik

Predigtvorbereitung 2009-05-31

Beitragvon lg78 » 30.05.2009, 06:52

„Für mein Leben gern”
In Afrika haben die Schwarzen eine einfache Methode, kleine Affen zu fangen. Sie stellen am Waldrand Tonkrüge mit einem engen Rand auf, füllen Mandelkerne hinein und entfernen sich. Nun wittern die Affen ihre Lieblingsspeise, kommen heran und greifen gierig in den Krug, nehmen die Pfote voller Mandeln und bekommen die gefüllte Pfote nun nicht mehr aus dem Krug heraus. Sie brauchten die Mandeln nur loslassen, um ihre Freiheit und das Leben zu retten. Aber sie essen die süßen Mandeln nun mal „für ihr Leben gern”. Darum warten sie mit der gefüllten Pfote, bis die Schwarzen herbeikommen und die Affen gefangen nehmen.
Manchmal geht es uns Menschen auch so. Wir sind in gewisse Dinge so vernarrt, dass wir sie „für unser Leben gern” festhalten. Wir brauchten manche Dinge nur einfach loszulassen und würden unsere Freiheit und das Leben gewinnen.
An welcher Sünde oder Begierde, an welcher Torheit oder Nichtigkeit halten wir „für unser Leben gern” fest? Gott ruft uns zu: „Lass die Sünde los, und du gewinnst die Freiheit!” Jesus lädt uns ein: „Lass deine Sorge los, ich sorge für dich!” Paulus mahnt uns: „Lasst die irdischen und vergänglichen Reichtümer los, und ihr werdet den wahren Reichtum des Lebens erlangen!”
Ob wir klüger und weitsichtiger sind als die kleinen Affen in Afrika?

Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr recht frei.
Johannes 8,36

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Ansichten
Diogenes lebte als Philosoph ein einfaches Leben. Eines Abends saß er vor seiner Tonne und aß zum Abendbrot Linsen. Sein Philosophenkollege Aristippos, der am Hofe ein angenehmes Leben führte, weil er dem König nach dem Munde redete, sagte zu Diogenes:
„Wenn du lernen könntest, dem König gegenüber unterwürfig zu sein, müsstest du nicht solchen Abfall wie Linsen essen.”
Darauf entgegnete Diogenes: „Wenn du lernen könntest, mit Linsen auszukommen, brauchtest du nicht dem König zu schmeicheln!‚’

Ich habe gelernt. mir genügen zu lassen, wie ich's finde. Ich kann niedrig und kann hoch sein, mir ist alles und jedes vertraut!
Philipper 4,11f

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Frei im Begrenzten
Im Freien sind wir gar nicht frei, sondern bedrückt und belastet von der Sorge des Überlebens. Im begrenzten Raum sind wir geschützt und sicher, gut aufgehoben und geborgen. Eine Nacht im Freien, ein Leben ohne geschützten Raum, allein in der Wüste, das ist nicht die Freiheit, sondern die Preisgegebenheit des Lebens. Die Haut begrenzt unser Inneres, die Kleidung begrenzt unseren Leib, das Haus unser Ruhen, die Atmosphäre unser Leben. Wirklich frei sind wir nur in festen Umrissen und Räumen. Der freie Fall ist nicht frei, sondern besessen von der Angst, denn der Aufprall kommt. Nur wenn wir gehalten sind, sind wir frei. Nur in der Bindung der Liebe können wir uns frei entfalten, ohne abzustürzen und unterzugehen. Darum ist die Freiheit des Glaubens eine enge Bindung an Jesus. Nur in der kindlichen Abhängigkeit von seiner Liebe werden wir königlich unabhängig von allen anderen Mächten und Diktaten, Zwängen und Meinungen. Jesus hält mich fest, darum bin ich frei. Ich halte mich an Jesus fest, darum bin ich geborgen.

Meine Seele hängt an dir, und deine rechte Hand hält mich.
Psalm 63,9

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Das große Axel Kühner Textarchiv
Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

ALLES WIRD GUT!
lg78
 
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