Predigtvorbereitung 2009-05-21

Gottesdienstberichte und Predigtkritik

Predigtvorbereitung 2009-05-21

Beitragvon lg78 » 18.05.2009, 19:21

Lukas 24,51 Himmelfahrt

Und es geschah, da er sie segnete, schied er von ihnen, (und fuhr auf gen Himmel).

Über der arabischen Wüste scheint der Himmel gar nicht so weit entfernt zu sein wie anderswo, denn die bis hinab zum Horizont sichtbar bleibenden Sterne erwecken den Eindruck, als ob sie die Erde berührten. Obwohl die Assyrer und Babylonier in der Astronomie vorzügliche Kenntnisse besaßen, hatten sie von den Abständen der Himmelskörper nur einen sehr vagen Begriff. Sie kannten die Sterne, ihre gegenseitige Stellung, ihre Bewegungen; konnten Kalender aufstellen, genaue Berechnungen machen und die Zeit messen; aber sie wußten sehr wenig von den Distanzen zwischen der Erde und den Sternen.
Dies geht aus ihrem Turmbau von Babel hervor und aus ihrer Absicht, in den Himmel zu steigen, um mit Gott zu kämpfen. Nach ihrer Meinung befand der Himmel sich nur anderthalb Meilen über unserer Erde und nur wenig oberhalb der Wolken. Auch ihr Begriff von der Erde war völlig verschieden von unsern heutigen Ansichten. Sie glaubten, der Himmel wölbe sich über die Erde, unter der es ein den Lebenden unbekanntes Gebiet gäbe. Die Toten würden daher auf- oder absteigen. Dergleichen Auffassungen bestehen auch heute noch bei den meisten semitischen Völkern des Nahen Ostens, welche die Sterne und den Mond für kleine Lampen halten, die zur Ausschmückung der Erde an den Himmel gehängt wurden.
Nachdem Jesus während Seines letzten Erscheinens in Bethanien zu den Jüngern und Nachfolgern gesprochen hatte, verschwand Er. Sie sahen Ihn zum Himmel aufsteigen. Wir können nicht nachprüfen, was eigentlich geschah, doch soviel wir wissen, glaubten die Juden, dass Propheten in den Himmel auffahren konnten. Mose und Elia hatten dies schon bewiesen. Daher bereitete es den frühesten Christen keinerlei Schwierigkeit, an eine Himmelfahrt ihres Meisters zu glauben. Dieses Aufsteigen war jedoch, wie ich früher schon erwähnt habe, rein geistiger Art. Jesus erhob sich mit dem geistigen Körper, mit dem Er aus dem Grabe auferstanden war, zum Himmel.
Im Aramäischen, wie auch im Hebräischen, gibt es für die Begriffe «Weltall» und «Himmel» nur ein einziges Wort. Die Abscheidung des Ausdrucks «Himmel» entstand erst später, als sich die Frage der Auferstehung stellte. Die Juden glaubten, im Universum (also über der Erde) gäbe es einen für die Rechtschaffenen bestimmten Ort, während die Bösen in einer Hölle (irgendwo unter der Erdoberfläche) geplagt und gequält würden. Im Himmel besteht kein Abstand, kein Norden, Süden, Osten oder Westen, denn dies sind erdbedingte Begriffe, die der Mensch für seinen eigenen Gebrauch erfunden hat. In der geistigen Sphäre kennt man sie jedoch nicht.
Jesus befand und befindet sich allezeit nahe bei Seinen Nachfolgern. Er ist ununterbrochen tätig, um das Ziel Seiner Sendung zu verwirklichen, wie Er es mit Seinen Worten angedeutet hat:

Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen (Mt. 18,20).

und Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende (Mt. 28,20).

Die Evangelien in Aramäischer Sicht, George M. Lamsa
Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

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Re: Predigtvorbereitung 2009-05-21

Beitragvon lg78 » 20.05.2009, 21:50

Ich wünsche allen ein gesegnetes Himmelfahrts-Fest!!!
Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

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