"Ich will Andersgläubigen nicht weh tun"

Gottesdienstberichte und Predigtkritik

"Ich will Andersgläubigen nicht weh tun"

Beitragvon Bert » 30.06.2007, 14:14

Werte Freundinnen und Freunde,

den o.a. Satz soll Apostel Wosnitzka im Jugend-GD am 24.Juni 2007 in Bautzen in seiner Predigt geäussert haben. Über diesen GD berichtet die Internetseite der Gemeinde Pössnitz 'Junge Christen' ausführlich. U.a. ist dort zu lesen:

Der Apostel macht aber auch deutlich, dass neuapostolische Christen andersgläubigen Christen in diesen Fragen anders begegnen sollen als oftmals in der Vergangenheit geschehen:
„Wir können nicht jemandem gegenübertreten und behaupten, die Sündenvergebung habe nur durch Apostel der NAK Gültigkeit. Wir tun damit anderen Gläubigen weh und auch Unrecht an.“
„Wir können auch nicht Andersgläubigen gegenübertreten und behaupten, Heiliger Geist könne nur durch das Apostelamt gespendet werden. Auch damit tun wir anderen Menschen weh und Unrecht“.


Klare und deutliche Worte in Bautzen

Wirklich klare Worte - wie ich finde.

Immerhin ist der Apostel Mitglied der PG 'Ökumene', zu der auch Apostel Volker Kühnle gehört.

Zeigt sich hier ein Hoffnungsschimmer? Wird die NAK, d.h. ihre Leitung und ihre Apostel, sich künftig weiter oder vermehrt so äussern wie es Apostel W. in jenem JugendGD getan hat?

Es wäre wirklich zu wünschen.

LG
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Beitragvon GG001 » 30.06.2007, 15:02

BezAp Freund hat dies (oder so aehnlich) auch schon 2003 erklaert.
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Beitragvon Bert » 30.06.2007, 16:21

Lieber GG001,

ja, aber doch nicht so deutlich wie Ap. Wosnitzka, oder?

LG
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Beitragvon GG001 » 30.06.2007, 17:33

Wo hat er sich weniger deutlich ausgedrueckt? Ich glaube, ich uebersetze einmal, was er sagte:

"Ein Elitebewusstsein foerdern wir nicht. Unsere Lehre glauben wir, aber wir draengen sie nicht auf. Ich habe hier eigentlich geschrieben (schaut auf seine Notizen) "wir fallen bei unseren Gaesten nicht mit der Tuer ins Haus". Das tun wir nicht. Die Leute sagen ja gerne, dass wir einen Duenkel haben, und zwar weil die vielen Feinheiten unserer Lehre, die wir glauben, meistens die Dinge sind, mit denen wir die Leute ueberfallen. Ihr koennt doch nicht zu jemandem hingehen und ihm ins Gesicht sagen "Weisst Du, dass Dir noch nie die Suenden vergeben worden sind? Weisst Du, dass Du noch nicht mit dem Heiligen Geist versiegelt worden bist?" Natuerlich ist das wahr, aber so gewinnt man doch keine Seelen. So bekommt man keinen Fuss in die Tuer. Der Fuss muss unmerklich in die Tuer gestellt werden, und dann gewinnen wir ihre Herzen. Dann kommt auch der Moment, wo wir darueber reden, wie es sein sollte und was wir glauben."

Ein Unterschied besteht in der Begruendung von Freund und Apostel Wosnitzka: Ap. Wosnitzka stellt das Verletztsein in den Vordergrund und dass man anderen Unrecht tut (?). BezAp Freund weist auf den Erfolg hin ("so gewinnt man doch keine Seelen. ... Der Fuss muss unmerklich in die Tuer gestellt werden ..."). Wie bei einem Staubsaugervertreter.

"Eric" schreibt dazu, was andere aehnlich auch schreiben: Das wahre Evangelium muss man nicht verbergen oder Ausfluechte dafuer suchen. (...) Es geht nichts ueber einen kleinen Betrug, um eine ewige Freundschaft zu begruenden".
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Beitragvon tergram » 30.06.2007, 19:04

GG001 hat geschrieben: (Zitat Ap. Freund/USA:) Natuerlich ist das wahr, aber so gewinnt man doch keine Seelen.


GG001, das sehe ich aber differenziert:

Herr Wosnitzka sagt, dass der Glaube, anderen könnten die Sünden nicht vergeben werden, Unrecht sei.

Herr Freund sagte genau das Gegenteil - s.o., versteckt es aber hinter einem verbalen Trick. Klartext: Er lügt.

Wenn Herr Wosnitzka das so, genau so, gesagt hat, muss an Herrn Schumacher die dringende Aufforderung ergehen, die Diakone aus Blankenese wieder in ihre Ämter einzusetzen. Genau das haben die nämlich als ihre persönliche Überzeugung angegeben, was ihr "Amtsende" war.

Himmel, wer soll diese Kirche noch ernst nehmen? :shock:
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Beitragvon GG001 » 30.06.2007, 19:07

tergram hat geschrieben:GG001 hat Folgendes geschrieben:
Natuerlich ist das wahr, aber so gewinnt man doch keine Seelen.

GG001, das sehe ich aber differenziert: ...

Ja, ich habe das geschrieben. Es sind aber die Worte von BezAp Freund (uebersetzt). Das Zitat von BezAp Freund kann eigentlich nur dazu dienen, zwei meiner Interpretation nach unterschiedliche Motivationen zu erklaeren, warum die NAK Schwierigkeiten hat und haben wird, ihre Lehre zu artikulieren. Die Motivation von Ap. Wosnitzka ist meinem Verstaendnis zufolge freundlicher.

Die Parallele, die Du zu den Erklaerungen aus Blankenese ziehst, sehe ich auch.
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Beitragvon tergram » 30.06.2007, 19:12

Ja klar, sorry, habe "Zitat" eingefügt. :oops:
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Beitragvon Bert » 30.06.2007, 20:24

Liebe tergram,

danke, Du hast es erklärt.


Lieber GG001,

ich denke, ich muss nicht mehr antworten.

LG
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Beitragvon Pleitensoftworks » 30.06.2007, 20:59

Hallo!

Klare Worte:
Ich kann ganz ehrlich sagen - anders kenn ich Ap. Wosnitzka nicht! Und dies ist auch nicht erst ab dem Zeitpunkt so, seit dem er Mitglied der PG Ökumene ist.
Siehe hier: http://forum.glaubenskultur.de/viewtopic.php?t=2301

Das war auch Ap. Wosnitzka. Ich hab das nur damals nicht geschrieben, weils mir für die damalige Zeit schon fasst "zu heiß" war. ...von wegen in die Pfanne hauen und so.

Gruß Pleitensoftworks
Packt doch mein Banknachbar mitten im GD sein Pausenbrot aus! Vor Schreck ist mir die Kippe ins Bier gefallen. (nicht lachen - drüber nachdenken...)
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Beitragvon 42 » 30.06.2007, 21:33

Danke fuer den Hinweis, Pleitensoftworks. Das habe ich damals gar nicht gesehen.
MherzlG, 42
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(Grossherzog Ernst Ludwig, Darmstadt)
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