Vortrag zum Jenseitsglauben

Gottesdienstberichte und Predigtkritik

Beitragvon Paul-Gerhardt-Fan » 04.03.2008, 08:13

Da ich beruflich auch andere Kirchen von innen kenne (zu Gottesdienstzeiten), sehe ich die NAK-Klamottenordnung nicht mehr als Normalfall an. Für einen Chor in einer Konzertsituation oder zu einem sonstigen besonderen Anlass ist ein einheitliches Bild oft wünschenswert. Aber hier habe ich schon gehört, das Menschen gerügt wurden, weil sie es wagten, zu Besprechungen oder Chorproben (!!!) nicht im Anzug zu erscheinen...
Paul-Gerhardt-Fan
 
Beiträge: 195
Registriert: 03.02.2008, 19:20
Wohnort: Frankfurt

Beitragvon chris » 04.03.2008, 08:18

Ja, das ist grass.

Mancher würde vermutlich zum Kirchenstreichen auch im schwarzen Anzug kommen.

Es ist erstaunlich, welche Unterschiede es gibt. Wie gesagt, bei uns wird "sogar" die Jeans während des Gottesdienstes bei Chorsängern geduldet, d.h. es wird auch nix gesagt.

LG
Christian
chris
 
Beiträge: 1388
Registriert: 17.04.2007, 05:45

Beitragvon Zwischenruf » 04.03.2008, 08:30

Bild
Auch und gerade in dem , was uns aufgrund unserer tiefsten Glaubensüberzeugung voneinander unterscheidet, müssen wir uns gegenseitig respektieren und lieben. (Papst Benedikt XVI.)
Benutzeravatar
Zwischenruf
 
Beiträge: 2042
Registriert: 27.12.2004, 12:12
Wohnort: Berlin

Beitragvon joas » 04.03.2008, 08:52

Hallo,

ich habe es erlebt, dass Kritik geübt wurde, wenn man ohne Krawatte zur Chorprobe kam.

Gruß joas
joas
 
Beiträge: 327
Registriert: 01.07.2002, 10:12
Wohnort: BB

Beitragvon chris » 04.03.2008, 09:50

Hilfe, das ist heftig...
Aber wann war dies? 1980? 1990?

Heftig.
chris
 
Beiträge: 1388
Registriert: 17.04.2007, 05:45

Beitragvon joas » 04.03.2008, 11:57

Hallo,

ca. 2003 !

Gruß joas
joas
 
Beiträge: 327
Registriert: 01.07.2002, 10:12
Wohnort: BB

Beitragvon Paul-Gerhardt-Fan » 04.03.2008, 12:14

Die Frage, die ich zu solchen Themen (wie z.B. auch Regelmäßigkeit Gottesdienstbesuch) immer stelle: woher kommt dies? Vergangenheit verstehen kann manchmal ganz hilfreich sein.
Paul-Gerhardt-Fan
 
Beiträge: 195
Registriert: 03.02.2008, 19:20
Wohnort: Frankfurt

Beitragvon heinrich » 04.03.2008, 13:14

Werter Heinrich, …….ich weiß nicht, wie jung Sie noch sind…..


Das verrate ich Ihnen gern, werter Christian.

Ich bin 54 Jahre alt :)

Herzliche Grüsse,
Heinrich
heinrich
 
Beiträge: 875
Registriert: 13.08.2007, 14:17
Wohnort: 279 m über dem Meer

Beitragvon 42 » 04.03.2008, 14:34

Ja, das ist grass.

Zwischenruf, er hat bestimmt zu viel geraucht.
Das ist wieder einer dieser Anglizismen wie "Vorlagen bitte auf die Glassplatte legen und den Startknopf drücken" und die Quartzuhr.
MherzlG, 42
(Nein, mein Name ist nicht "NoAvatar")

HABE EHRFURCHT VOR DEM ALTEN UND MUT DAS NEUE FRISCH ZU WAGEN
BLEIB TREU DER EIGENEN NATUR UND TREU DEN MENSCHEN DIE DU LIEBST.
(Grossherzog Ernst Ludwig, Darmstadt)
Benutzeravatar
42
 
Beiträge: 2331
Registriert: 01.05.2003, 10:12

Beitragvon Cleopatra » 05.03.2008, 13:07

Hallo zusammen,

noch was zum Thema:

Unter folgendem link fand ich eine Aussage, die mir schon vor 40 Jahren untergejubelt wurde und die anscheinend auch noch 2008 in dieser Form geläufig ist: Demnach sterben relativ junge NAK´ler, weil sie im Jenseits zur Mission gebraucht werden. Da werden kleine Kinder mitunter zu Halbweisen, weil Gott Vater oder Mutter unbedingt braucht und ohne menschliche Hilfe nichts tun kann. :twisted: Warum dann eigentlich noch die Entschlafenengottesdienste, wo von der Erde aus missioniert wird..........


klick

hieraus das Zitat:
(Für mich der blanke Hohn, aber sicher kein Trost für die Hinterbliebenen)


Es ist uns sicher schon aufgefallen, dass in vielen Ländern in den letzten Jahren manche Apostel oder Amtsträger bereits in jungen Jahren plötzlich und unerwartet in die Ewigkeit abberufen wurden. Dies lässt sich vielleicht damit erklären, dass sie drüben gebraucht werden und sich zu "ihrem Volk versammelt haben." Um ihnen Zeugnis zu geben von dem was sie gehört und gesehen haben.
Jedes Phänomen, das uns bewusst wird, ist stets eine Manifestation des Geistes. [Buddha Shakyamuni, Surangama Sutra, ca. 500 v. Chr.]
______________

"Du bist, was du denkst!"
______________

Namaste
Benutzeravatar
Cleopatra
 
Beiträge: 4513
Registriert: 14.07.2006, 12:03
Wohnort: am großen Fluß

Beitragvon chris » 05.03.2008, 13:17

Liebe Cleo,

doch, das ist für manche Trost. Das mag man schwer verstehen. Aber es gibt viele, die finden Kraft darin, dass das Schlimme, was ihnen gerade passiert, irgendwo für die eigene Seele oder für Gottes Erlösungswerk einen Sinn hat. Ich versteh das nicht ganz. Ich denke mir, Dinge passieren halt. Wir sind doch keine Schachfiguren Gottes. Dinge passieren, weil wir was tun, weil andere was tun - weil einfach 1 von 100 oder 1000 oder 10000 an einer Krankheit oder diesem oder jenem stirbt, dann triffts halt auch 1 von 100 oder 1000 oder 10000 NAKlern.
Aber - ich muss ganz ehrlich sagen: So falsch ich diese Sicht (es wird seinen Sinn haben) manchmal erachte (würde uns letztlich machtlos und willenlos machen; wir hätten keinen eigenen Willen) so sehr bewundere ich, wie viel Kraft solche Geschwister aus dem Gefühl, ihrem "Wissen": Es ist gut, es ist sinnvoll! erhalten.

Und ich frag mich: Soll, darf oder muss man seine Meinung dagegen stellen.

Mal ehrlich, als wir noch glaubten, der Weihnachtsmann oder das Christkind bringt die Geschenke, war Weihnachten doch schöner als dann, wo wir wussten: Es sind die Eltern.....Geschadet hatte der andere Glaube auch keinem.....Vielleicht muss man ähnlich anderen ihren Glauben einfach lassen....Solange sie damit glücklich sind und Kraft erhalten.

LG
Christian

P.S.: Wieso Entschlafenen-GD? Weil - so die NAK-Meinung wenn ich nicht irre - die Sündenvergebung und Taufe und Versiegelung an die irdischen Apostel gebunden ist. Gebraucht werden sie drüben zum "Einladen" und auf Jesus zu verweisen.....
chris
 
Beiträge: 1388
Registriert: 17.04.2007, 05:45

Beitragvon Cleopatra » 05.03.2008, 13:26

Hallo Chris,

als Betroffene (damals 7 Jahre alt) kann ich nur sagen, dass sich mir bei solchen Aussagen die Haare sträuben. Braucht ein kleines Kind seinen Vater oder Mutter etwa nicht? Ist Gott ohne diese Mutter oder Vater ohnmächtig?

Erst vor ein paar Tagen schrieb ich an anderer Stelle dazu folgendes:

(...) Mich erinnert das alles wieder an den viel zu frühen Tod meiner Mutter (ich war gerade mal 7 Jahre), als es hieß, sie würde halt von Gott im Jenseits gebraucht, um andere zum neuap. Glauben zu missionieren. Heute sage ich mir, dass dies ein komischer Gott sein muß, der auf Menschen angewiesen ist, um im Jenseits seine Schafe zu sammeln. In zweifacher Hinsicht sind solche kirchlichen Aussagen der totale Mist.

1. Wenn es doch die Entschlafenengottesdienste zur Missionierung gibt, warum braucht es dann viel zu früh verstorbene NAK-Mitglieder, um im Jenseits andere zu bekehren?

2. Diese Aussagen suggerieren mir doch auch, dass wenn meine Familie nicht neuap. gewesen wäre, meine Mutter hätte weiterleben können. Denn als kath. oder ev. Frau hätte er sie im Jenseits ja nicht gebrauchen können.(...)

LG, Cleo
Jedes Phänomen, das uns bewusst wird, ist stets eine Manifestation des Geistes. [Buddha Shakyamuni, Surangama Sutra, ca. 500 v. Chr.]
______________

"Du bist, was du denkst!"
______________

Namaste
Benutzeravatar
Cleopatra
 
Beiträge: 4513
Registriert: 14.07.2006, 12:03
Wohnort: am großen Fluß

Beitragvon chris » 05.03.2008, 14:45

Liebe Cleo,

natürlich braucht ein Kind seine Eltern - und ich denke mir, mehr als Gott.

Deine Schlüsse sind korrekt. Wobei ich auf 2. noch nicht gekommen wäre/bin. Aber es stimmt.

Es stimmt auch, das solche Aussagen in gewisser Weise sogar menschenverachtend sind, blanker Hohn. Aber so einfach funktioniert für viele die Welt. Wenn Du ein Problem hast, egal welches:

Betest Du auch genug/richtig?
Opferst Du richtig?

Und mal ehrlich - irgendwann ist immer ein Gebet "oberflächlich", wenn man halt in Eile ist. Da redet man ja auch mit den Menschen anders, also auch mit Gott...und dann kommt das schlechte Gewissen....etc.

Aber, und das erlebe ich gerade in meinem Umfeld. Es gibt welche, die trösten sich damit. Und auch damit: Er/Sie/Es wird drüben gebraucht.....Sie haben Trost darin.

Was ich nicht verstehe, manchmal den Kopf schüttle - aber ich beneide sie manchmal auch darum, weil ich mir denke: Ich wär jetzt am Ende und würde alles aufgeben.......

Ich hab meine Mutter auch relativ jung, im Vergleich zu Dir aber spät (17) verloren. Und, es schmerzt noch immer - obwohl es fast 20 Jahre her ist. Eine Mutter fehlt immer.


LG
Christian
chris
 
Beiträge: 1388
Registriert: 17.04.2007, 05:45

Beitragvon Cleopatra » 05.03.2008, 16:52

Lieber Chris,

du schreibst:

P.S.: Wieso Entschlafenen-GD? Weil - so die NAK-Meinung wenn ich nicht irre - die Sündenvergebung und Taufe und Versiegelung an die irdischen Apostel gebunden ist. Gebraucht werden sie drüben zum "Einladen" und auf Jesus zu verweisen.....

Ja, so würde die KL wohl argumentieren?! Sie, die viel zu früh gestorbenen Gläubigen und AT, werden also zum Einladen gebraucht. Aber auch das geschieht doch in allen Gebeten von der Erde aus, jeden Tag. Wir Lebende haben doch gelernt täglich zu bitten: "Herr, führe die unerlösten Seelen aus ihren Gefängnissen...". Generell wird doch für die Toten gebetet und sie werden damit/somit eingeladen.Manchmal sollen sich unerlöste Seelen ja auch schon bei lebenden Geschwistern gezeigt haben und um Hilfe gebeten haben. Im E-GD dann - wird nochmals gebetet und nun kommen die ganzen sakramentalen Handlungen............Daher immer noch meine Frage: Wozu braucht es die zu früh Verstorbenen, wenn das ganze Prozedere auch von der Erde aus machbar ist?

Mal ehrlich: Kann es nicht mitunter lebensgefährlich sein, wenn man neuap. ist? Vielleicht wird man im Jenseits gebraucht und muß lange vor der Zeit sterben. (Also viel zu jung)Wäre man da mal lieber Weltmensch geblieben und hätte noch etwas mehr Zeit mit der Familie verbracht. Klar sterben auch "Andersgläubige" manchmal viel zu früh, aber eben aus anderen Gründen. :roll: :roll: Hier wird suggeriert, dass sie nur deshalb so früh gestorben sind, weil sie von Gott zur Mission gebraucht werden.

Nochwas: Wozu wurden früher AT´s extra fürs Jenseits ordiniert??? Was haben die dort gemacht und wieso braucht es die heute nicht mehr?

Könnten dann nicht wenigstens die verstorbenen Apostel selbst taufen, versiegeln, die Sünden vergeben?Wieso ist das schon wieder an Lebende gebunden? Woher weiß die NAK das alles so genau? Außerdem hat`s da oben ja auch noch den lieben Gott, der auch was tun kann.........

Chris, ich will dich wirklich nicht mit diesen Fragen nerven :wink: (sind etwas ironisch), aber ich würde mir wünschen, dass mal über diese ganze Entschlafenen-(Irrlehre) nachgedacht wird.
Jedes Phänomen, das uns bewusst wird, ist stets eine Manifestation des Geistes. [Buddha Shakyamuni, Surangama Sutra, ca. 500 v. Chr.]
______________

"Du bist, was du denkst!"
______________

Namaste
Benutzeravatar
Cleopatra
 
Beiträge: 4513
Registriert: 14.07.2006, 12:03
Wohnort: am großen Fluß

VorherigeNächste

Zurück zu Erlebnisse



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron