STAP 07.01.07 Ilmenau

Gottesdienstberichte und Predigtkritik

Beitragvon Renders » 10.01.2007, 08:09

shalom
hat geschrieben:
...und noch etwas. Ich finde immer etwas Trost in der Vorstellung, dass das Wort als zweischneidiges Schwert zuerst den trifft, der es ausspricht. Unter diesem wenig oberflächlich und eher unbequem daherkommenden Aspekt (früher so am Altar des Herrn gepredigt) ist Ilmenau wahrlich nicht ohne :wink:, zumal wenn man fest in einer gefallenen Segenslinie steht und die Botschaft immer noch nicht kapiert hat.


Dies dachte ich auch beim ersten durchlesen - Mensch, das da sich aber die obere Etage mal ganz schön warm anziehen müsse, nähme sie es ernst mit dem immer proklamierten Besitzstand wahrhaftigen und heiligen Geistes.
Aber, werter shalom, dann kam die Wahrnehmung, dass das ja nun doch nicht mehr so sein kann - denn ansonsten hätte es dem Vortragenden beim Aussprechen schon die Stimme verschlagen müssen. ;)

Lieben Gruß
Renders
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Re: Sorry! Äh... Wie meinen?

Beitragvon organa » 10.01.2007, 09:11

Ludger
hat geschrieben:
Der Hinweis auf die Unverzichtbarkeit von Gemeinschaft - auch gar nicht so abwegig und berechtigt. Der Fehler, sich in Einsamkeit zurückzuziehen und zu glauben, so könne man Gott näher kommen, als in Gemeinschaft mit scheinbar so sehr daneben liegenden Mitchristen, ist ja fast so alt wie das Christentum selbst und immer wieder vorgekommen. Aber letztlich bedeutet er, sich einer wesentlichen christlichen Disziplin zu verweigern.


Ludger - das ist richtig.

Auf mich persönlich wirkt es allerdings ein bißchen unfreiwillig.... "satirisch", wenn solche (Auf)Forderungen ausgerechnet vom Präsidenten einer Kirche kommen, die genau dies jahrzehntelang propagiert und praktiziert hat: den Rückzug/die Isolation von der "Welt", von den "anderen" und den "sehr daneben liegenden Mitchristen" und Mitmenschen.

Die Vorstellung, man könne Gott nahe/näher kommen/sein, indem man den Kosmos der Kirchenmitglieder auf die neuapostolische "Welt" samst Exklusiv-Zubereitung auf ein Jenseits und der ausschliesslichen Seelenarbeit an eigenem Heil und Errettung reduziert, zieht sich doch durch den größten Zeitraum neuap. Kirchengeschichte.

Insofern schimpft hier - bildlich gesprochen - doch der Langohrenchef die anderen Langohren "Langohr"....

lg
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Beitragvon stephanowitsch » 10.01.2007, 10:43

Lieber Holytux,

Holytux hat geschrieben:
Jeder von uns hat einen Hauspriester, hat ei-
nen Segensträger. Suchen wir immer diese Verbindung, dann können wir nicht fal-
len, dann stehen wir fest, weil wir in der Segenslinie stehen. Amen.

(Suter)

Wenn mir nicht kotzübel wäre, könnte ich lachen!

:x


Das mit dieser "Segenslinie" ist mir gar nicht aufgefallen. Da hing ich wohl nicht so ganz am "Wort", denn Suter war für mich am Sonntag der Ober-Weghörer ;-) Segenslinie hatte für mich bis jetzt immer etwas mit NAK-Familienclans zu tun.....

Nun legt sich mir bei dieser Suter´schen Definition von Segenslinie unwillkürlich das Domino-Spiel auf den Geist: Alle Steine stehen "fest" aufrecht im richtigen engen Abstand mit etwas Freiraum nebeneinander...... irgendwo tippt irgendwer einen Dominostein an, und alle purzeln der Reihe nach um.
Was mir der Geist damit sagen will, weiß ich auch nicht.... ;-)

Liebe Grüsse

stephanowitsch
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Beitragvon Protestant » 10.01.2007, 10:53

Er sagt Ihnen, werter stephanowitsch, dass Sie hie und da einen Stein aus der Kette herausschießen müssen, so von der Seite ... oder "von oben" einfach herausnehmen ...

... dann fallen nur diejenigen um, die bis zu dieser Lücke hinter ihrem Vorangänger stehen ... :roll: :roll: :roll:

Was für ein geniales Bild :!: :roll: :?: :wink: :!:


meint mit lieben Grüßen der
Protestant
Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst Euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!

(Galater 5.1)
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Segenslinie

Beitragvon Andy » 10.01.2007, 10:58

Das ist eine schöne Segenslinie:

Christus der wahre Hohepriester (Hebräer 4, 14-16):

"Weil wir denn einen großen Hohenpriester haben, Jesus, den Sohn Gottes, der die Himmel durchschritten hat, so lasst uns festhalten an dem Bekenntnis. Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde. Darum lasst uns hinzutreten mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zu der Zeit, wenn wir Hilfe nötig haben.

Wie schön, daß wir einen direkten Draht haben dürfen und keines Menschen bedürfen, um diese Segenslinie aufrecht zu erhalten.

Liebe Grüße,
Andreas
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Re: Segenslinie

Beitragvon organa » 10.01.2007, 11:03

Andreas Winkler hat geschrieben: Wie schön, daß wir einen direkten Draht haben dürfen und keines Menschen bedürfen, um diese Segenslinie aufrecht zu erhalten.


Siehste, Andreas - und genau das möchte Herr Leber nicht haben. Das wäre nämlich

EVANGELISCH.... :mrgreen:
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Beitragvon Andy » 10.01.2007, 11:05

Oh. Ich dachte, das wäre biblisch. Sorry, ich wollte keinen Protestantismus schüren... :)
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Beitragvon gecko » 10.01.2007, 11:07

Holytux hat geschrieben:
Wenn mir nicht kotzübel wäre, könnte ich lachen!


lach trotzdem, lieber holytux - es macht die sache ertraeglicher - schau' mich an: :lol:

weil wir aber grad beim k... sind: wir umschreiben das folgendermassen: "brocken lachen" :wink:

gruesse gen osten
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Beitragvon organa » 10.01.2007, 11:07

Tust Du auch nicht - strenggenommen wäre der Begriff in heutiger Zeit eher abwertend zu verstehen:

In der Reformationszeit wurde der Begriff "evangelisch" als "evangeliumsgemäß" bewusst kirchenkritisch in einem Gegensatz zur katholischen Kirche angewandt. Im Selbstverständnis der Evangelischen ist ihre Glaubenslehre anders als die der römisch-katholischen Kirche aus dem Evangelium erwachsen.

Im Zuge der Konfessionalisierung wird die Bezeichnung "Evangelische Kirche" Oberbegriff für Lutherische wie Reformierte Kirchen. Für beide Gruppierungen wird der Begriff nach dem Westfälischen Frieden durch das Corpus Evangelicorum zu einem Verfassungsbegriff. Von Katholiken und Gegnern wird abwertend auch der Begriff Protestantische Kirche verwendet.

Quelle: wiki


:mrgreen:
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ENTSCHULDIGUNGSBEREITSCHAFT....

Beitragvon maximin » 10.01.2007, 11:23

:) Lieben Freunde,
bekanntermaßen enthalten neuapostolische Predigten sehr häufig indirekte Mitteilung und versteckte Botschaften. Das gilt ganz besonders für Stammapostelpredigten. Wer lange genug zuhören gelernt hat, der kann solche indirekten Mitteilungen bzw. versteckten Botschaften ausmachen.

Seit langem wird die NAK-Leitung gedrängt, sich für die Folgen der nicht in Erfüllung gegangenen Verheißung des ehemaligen Stammapostels J. G. Bischoff öffentlich zu entschuldigen. In einzelnen Bereichen der NAK ist das geschehen. Von der obersten Kirchenleitung (bisher) nicht.

Vielleicht enthält die nachfolgend wiedergegebene Predigtpassage ja einen versteckten Hinweis auf eine künftige stammapostiolische öffentliche Entschuldigung. Wer will das so genau wissen. Lassen wir also den Stammapostel Dr. Leber noch einmal zu Wort kommen wenn er ausführte:

"Wenn mal was in der Familie wäre und ich würde sagen: Meine Frau soll doch mal bitte zu mir kommen und um Verzeihung bitten, ich selbst habe das doch nicht nötig. Das wäre die Folge, wenn man sich selbst zu stark dünkt, wenn man meint, man wäre ja schon so weit. Das ist tödlich! Wir alle brauchen es, brauchen die Gnade. Wir alle wollen kritisch unseren Seelenzustand immer wieder durchleuchten. Wir alle wollen sehen, dass wir würdig werden und darum ringen, das Ziel des Glaubens zu erreichen. Darum, wer meint, er stehe, der mag zusehen, dass er nicht falle."Gruß vom Maximin :wink:
Der kleine Glaube hat denselben starken Heiland wie der große Glaube...
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Beitragvon Renders » 10.01.2007, 13:37

>> Ich habe den lieben Gott gebeten: Gib uns doch ein Wort, das wegweisend ist für dieses Jahr. Und was vielleicht noch deutlich macht, welcher Gefahr wir ausgesetzt sind, ganz besonders in dieser Zeit. Dann kam ich auf dieses Wort: "Darum, wer meint, er stehe, der mag zusehen, dass er nicht falle." <<

Es folgen etliche Beispiele. Es ist bemerkenswert, dass überwiegend Positionen von Abweichlern, Unbedarften oder Andersdenkenden benannt werden. Dabei heisst es doch: "wer steht ...". Ja, wer "steht" denn eigentlich?
Es wird angeführt, dass zum Segen und zur Vollendung eine konsequente Nachfolge in der bekannten "Segenslinie" nötig ist. Es stellt sich die Frage, was ist denn wenn dies so geschieht wie gewünscht? Führt das dann nicht gerade eben zu einer Haltung, die genau diesem proklamierten Standpunkt des "Stehens" entspricht und deshalb so gefährlich ist? (Stichwort Selbstüberschätzung - daher ist der KL der Griff an die eigene Nase hier besonders anzuempfehlen)

>> Wenn immer Fragen kommen, wenn immer Entscheidungen zu treffen sind, dann wollen wir uns auf die Grundlage besinnen - Jesus Christus, das ist der Grund! Und wollen dann dahin gehen, wo wir Aufschluss erhalten, wo wahrhaftig die Wahrheit zu finden ist. Dann geht dieses Wort hier so schön weiter. Da heißt es im nächsten Vers: "Hin zur Weisung und hin zur Offenbarung!" - Das möchte ich als ein Motto in unsere Herzen hineinlegen. - "Hin zur Weisung, hin zur Offenbarung". "Weisung und Offenbarung", das sind die beiden Elemente, die wir in jedem Gottesdienst finden. Da gibt es Weisung für unser Verhalten, da gibt es Weisung für das, was zukünftig zu tun ist. Da gibt es Ausrichtung, aber da gibt es auch Offenbarung Gottes. <<

Der interessante Aspekt, dass gerade diejenigen, welche meinen, alles "richtig" zu machen und deshalb das "Stehen" behalten , von diesem Jahres-Wort tangiert werden könnten, wird mit keiner Silbe erwähnt. Ganz im Gegenteil, es wird mit schlafwandlerischer Selbstsicherheit wieder einmal der rote Teppich herausgekramt und die Billéts zum Hochzeitssaal abgestempelt. Follow the white rabbit :mrgreen:

Enttäuschend ist die Tatsache, dass, nachdem auf gewisse "Gefahren" aufmerksam gemacht wurde, keinerlei konkrete Fixpunkte zu unserem Heiland und seiner frohen Botschaft gesetzt wurden. SCHADE!

Das teilweise unerträgliche, diskriminierende, ausgrenzende, unoffene, inhaltslose, verzerrende und herzlose Lehr- und Predigtaussagen es so manchem, der sein Herz eigentlich nur öffnen möchte, um Jesuliebe zu verspüren und Seelenheilung zu empfangen, unmöglich macht, mit ungetrübter und wahrer Freude an der vollen Gemeinschaft teilhaben zu können, wird anscheinend nicht zur Kenntnis oder billigend in Kauf genommen.

Eine Gemeinschaft, deren Führung darauf bedacht ist, Ängste, Sorgen und Probleme ihrer Mitglieder als Fehlverhalten zu diagnostizieren und jede sich bietende Gelegenheit benutzt, um Andersdenkende ins Abseits zu stellen und heftigst zu polarisieren, kann keine Zukunft im Reich Gottes haben.


Gruß
Renders
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Beitragvon FLOTI » 10.01.2007, 17:39

@Vancouver

Erwischt, lieber StAP, ich ärgere mich hin und wieder. Das letzte Mal über meinen Vorsteher, das hatte ich schon erwähnt. Ich werde daran arbeiten! Das habe ich auch schon gesagt!

Hallo!

Sie haben mir aus dem Herzen gesprochen, obwohl wir uns nicht kennen. Nicht nur im letzten Absatz, es betrifft die gesamte Antwort!!!!!

Vielen lieben Dank und herzliche Grüße
FLOTI
 
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Beitragvon Zwischenruf » 10.01.2007, 20:14

@kontrabass:

Mein lieber Freund, der pfälzische Protestant (liebe Grüsse ) hat doch eine einfache und für jeden nachvollziehbare Rechnung aufgemacht. Und dies bedeutet, dass wir (und damit meine ich meine Kirche) irgendwann, dafür aber in naher Zukunft, ins Nirvana verschwinden werden.


Ich befürchte, es wird so kommen. Siehe auch in diesem Zusammenhang mein Posting hier (etwas nach unter scrollen). Beim naktuell-Forum hat einer der Fories eine vielsagende Signatur:

"Wir sind vielleicht die letzte Generation, die noch dazu bereit ist, etwas zu verändern. Nach uns geht man einfach..... "

Dem ist nichts hinzuzufügen.

@Floti:

Du warst am 1. Weihnachtstag auch in meiner alten Heimatgemeinde (Lu). Ich ebenfalls. Wenn du Lust hast, schreib' mir mal ne PN.

@maximin:

Vielleicht enthält die nachfolgend wiedergegebene Predigtpassage ja einen versteckten Hinweis auf eine künftige stammapostolische öffentliche Entschuldigung.


Kann ich mir, ehrlich gesagt, nicht vorstellen. Ich glaube, hier interpretierst du zu viel hinein.

LG, Z.
Auch und gerade in dem , was uns aufgrund unserer tiefsten Glaubensüberzeugung voneinander unterscheidet, müssen wir uns gegenseitig respektieren und lieben. (Papst Benedikt XVI.)
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Beitragvon bundschuh » 10.01.2007, 20:43

gel.
Zuletzt geändert von bundschuh am 01.03.2007, 13:44, insgesamt 1-mal geändert.
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