STAP 07.01.07 Ilmenau

Gottesdienstberichte und Predigtkritik

...VON DEM LEBENDIGEN WASSER - UMSONST...

Beitragvon maximin » 09.01.2007, 18:29

Mein lieber Kaplan,
vor 2 Tagen hast Du kurz über die Predigt des StAp. in Imenau berichtet und heute den Predigttext nachgeliefert. Vielen Dank dafür. Gleichzeitig liegen nun auch einige Reaktionen darüber vor. Hier im Forum, in anderen Foren und mir auch einige persönlich übermittelte.

Nun ist es schon etwas anderes, ob man an einem solchen Gottesdienst life teilnimmt, die Hauptpredigt selbst miterlebt, oder, ob man die Hauptpredigt später und ohne die sonstigen gottesdienstlichen Abläufe nur nachlesen kann. Will so sagen: Da liest man nüchterner, wachsamer und hat die Chance, das alles mehrmals auf sich wirken zulassen.

Mitten in der Predigt, also im Zentrum der Botschaft, lese ich die Passage:

Und das ist das Gebot auch heute, dass wir die Nachfolge nicht versäumen wollen. Wer sich zu selbstsicher fühlt und meint, das nicht nötig zu haben, der kann schnell auf dem "Bauch" landen, darf ich das mal so sagen, wie wir das als Menschen im täglichen Leben tun. Das kann schief gehen. Nachfolge führt zum Himmel, Nachfolge macht würdig. Nachfolge macht uns bereit und Nachfolge ist immer ausgerichtet auf den Grund Jesus Christus. Das ist Grund und Ziel unserer Nachfolge!

Aber die Nachfolge ist auch immer verknüpft mit den Boten Gottes in dieser Zeit. Ganz konkret mit deinem Vorsteher, mit dem Bez. Ältesten, mit dem Apostel, mit dem Bischof, mit dem Stammapostel. Ja, ihr Lieben, da ist es manchmal schon etwas anderes. Da sieht man dann, das sind ja auch Menschen mit Fehlern und Schwächen. Nachfolge ist wichtig, ihr Lieben, nicht verzichtbar! Lasst uns Nachfolgen üben und nicht uns selbst überschätzen und meinen, das könnte man so großzügig heute sehen.

Es hat dem StAp. gefallen, in seine Predigt immer wieder den warnenden Satz einzuweben: "Wer meint, er stehe, mag zusehen, dass er nicht falle."

Nun, ich bin über diese Art der Nachfolge nicht nur gefallen, sondern sogar davon abgefallen. Jedenfalls nach neuapostolischer Sichtweise. Übrigens bin ich nach diesem Fall nicht im Schlafsessel paralysiert liegengeblieben und zu einem christlichen Einzelgänger mutiert. Keineswegs! Das Haus Gottes hat viele Wohnungen, in denen man auch selig werden kann und ebenso sichtbar gesegnet wird.

Und in diesem einen Punkt erlaube ich mir zu den Ausführungen des StAp. hier öffentlichen Widerspruch zu erheben wenn er ausführte:

„Es gibt manche, die meinen ohne den Segen Gottes auskommen zu können. Gut, niemand wird den Segen Gottes ablehnen, das wohl nicht. Aber etwas einsetzen, um den Segen Gottes zu haben, darum kämpfen, auch einmal darum zu ringen, ihr Lieben. Das mag nicht jeder einsehen, dass das nötig ist.“

Da, wo ich mich jetzt in den Armen Jesu geborgen weiß, Pardon, da bekomme ich den Segen unseres himmlischen Vaters geschenkt.
Maximin :roll:
Zuletzt geändert von maximin am 09.01.2007, 20:29, insgesamt 1-mal geändert.
Der kleine Glaube hat denselben starken Heiland wie der große Glaube...
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Beitragvon FLOTI » 09.01.2007, 18:31

organa
Ja, das sehe ich auch so.
Und das ist konkret der Vorwurf, den ich - obwohl es mir wahrscheinlich nicht wirklich zusteht - Herrn Leber mache: Unaufrichtigkeit. Um nicht zu sagen: Unehrlichkeit, Unredlichkeit....

Dem kann ich mich nur anschließen, das geht jedoch bis in die unterste "Schiene" - vertuschen, schönreden, Gras drüber wachsen lassen - von Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit reden die DL - wenn es aber "brenzlig" wird, erfährst "DU" überhaupt nichts!!!! :evil:
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Beitragvon GG001 » 09.01.2007, 19:55

Osnabrueck ist ja bekannt, aber Ilmenau hat sich anscheinend noch nicht in der Englisch sprechenden Welt herum gesprochen.
Fuehre, folge - oder geh' aus dem Weg!
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Re: unappetitlich ...

Beitragvon Kontrabass » 09.01.2007, 20:17

Sehr gut und sehr richtg, verehrte "Bassgeige".

Ich möchte nur ganz leise, wirklich ganz ganz leise noch daran erinnern, dass es nicht um Reformen geht, die unsere Kirche moderner werden oder erscheinen läßt, oder um Reformen um des reformierens Willen ...

... sondern dass es um ein kleines bischen mehr und "später" einmal um "vielmehr" ... EVANGELIUM JESU CHRISTI geht, welches in unserer Kirche GELEBT werden sollte; durch alle Ebenen und in allen Gruppierungen.

Das, was sich überwiegend in unserer Kirche "abspielt", genau eben in den Gemeinden die nach den neusten "Offenbarungen" eben "stammapostolisch" treue GK's "spielen", ist höchstens ein verwaschenes Abziehbild eines gelebten Evangeliums ... irgenwie ein "religiöser Rotarier-Club", der an Dekadenz kaum zu überbieten ist.

Und genau das macht dies Ganze so unappetitlich, mit Verlaub, da Gläubige mit echtem Tiefgang (auch AT's) weder ernstgenommen werden, noch in Gemeinden und Bezirken, geschweige denn in der Gesamtkirche in die Arbeit "ECHT und RECHT" mit eingebunden werden.

Daran ist m.E. sehr viel abzulesen, wie weit sich die NAK überhaupt auch nur als einen Teil des "Werkes Gottes" z.Zt. bezeichnen darf.


Gruß vom
Protestanten[/quote]


AMEN, lieber Freund !

Liebe Grüsse
Kontrabass
Toleranz ist eine Form der Nächstenliebe. Sie gibt dem anderen den Lebensraum, den es braucht, um ganz Mensch zu sein (Verfasser nicht bekannt)
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Beitragvon tergram » 09.01.2007, 21:01

Maximin schrieb: Da, wo ich mich jetzt in den Armen Jesu geborgen weiß, Pardon, da bekomme ich den Segen unseres himmlischen Vaters geschenkt.

Amen.
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Beitragvon Holytux » 09.01.2007, 21:17

shalom schrieb:

Welche Rolle hatte eigentlich Gap. Klingler bei der Ilmenauer Aufführung zu spielen?


Eine Statistenrolle!
(Vorbereitung E-Abendmahl)

Dafür glänzten die Co-Prediger mit solchen Weisheiten wie:

Es kann sein, dass wir den Anschein haben, wir wären
geistlich gesund und doch, geschieht es hier und da, dass Geschwister nicht mehr
kommen, weil die Wurzeln im Werk Gottes nicht tief genug waren. Man geht nicht
tief genug auf den Grund des Glaubens und man hat wenig Vertrauen zu Gott. Man
ist oberflächlich geworden. - Oberflächlich sein ist "bequem".


oder

Es kann sich niemand selbst segnen, Gott muss uns
durch seine Knechte segnen.

(Estrade)

oder

Jeder von uns hat einen Hauspriester, hat ei-
nen Segensträger. Suchen wir immer diese Verbindung, dann können wir nicht fal-
len, dann stehen wir fest, weil wir in der Segenslinie stehen. Amen.

(Suter)

Wenn mir nicht kotzübel wäre, könnte ich lachen!

:x
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Beitragvon Holytux » 09.01.2007, 21:21

...und hier das neue Logo für die künftigen Leitgedanken:


Bild

8)
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Beitragvon Vancouver » 10.01.2007, 00:42

Guten Abend,

hier einfach einmal ein paar ganz naive Gedanken, die mir beim Lesen der Predigt ganz spontan "auf den Geist gekommen" sind:


Meine herzlich geliebten Brüder und Schwestern hier in dieser Halle und an den Übertragungsstationen. Ich begrüße euch ganz herzlich zum Gottesdienst und wünsche einem jeden Einzelnen ein besonderes Erleben an seinem Altar und neu Frieden und Freude für die Seele. Die Sänger haben dazu schon den Weg bereitet, indem sie auf den "Grund" aufmerksam gemacht haben, der gelegt ist in Jesus Christus. Und es ist immer Mal wieder gut, sich auf den Grund, sich auf die Grundlage zu besinnen, sich deutlich zu machen, was der Kern ist. So habe ich dieses Lied der Sänger erlebt und so möge es auch in unseren Herzen nun stille sein. Möge alles Irdische zum Schweigen kommen und möge wieder neu der Grund, der Kern sichtbar sein. Jesus Christus, auf ihn bauen wir und das ist auch die Erwartung für die Zukunft. Wir freuen uns darauf, dass wir die Aussicht haben, die berechtigte Erwartung, der Herr kommt und er wird die Seinen als Braut zu sich nehmen.


Ok, schön, Einleitung.

So, die ersten Schritte im neuen Jahr sind getan. Und dann ist es schon so, dass zu Beginn des Jahres so ein eigentümliches Gefühl einen beschleicht. Man fühlt das so ein wenig als eine Spannung im Herzen, dass man nicht weiß, was bringt wohl dieses Jahr. Und da ist es immer schon so gewesen, dass die Menschen gefragt haben: Wie geht es in Zukunft weiter? Man hat alle Möglichkeiten auch ersonnen, was man machen kann, um dann ein wenig Einblick in die Zukunft zu haben. Schon zur Zeit des alten Bundes war das so. Da hat man manche Befragungen vorgenommen, manche Dinge, die dem Herrn nicht gefallen konnten. Man hat Götzen befragt und manche Möglichkeiten, die man so kennen gelernt hat aus den
umliegenden Völkern auch nützen wollen. Ich habe in diesen Tagen ein Wort gefunden, das die Situation ein bisschen beschreibt und was auch für uns in der heutigen Zeit etwas zu sagen hat.
In Jesaja 8 steht das, aus Vers 19 und Folgenden. Da sagt der Prophet: "Wenn sie aber zu euch sagen: Ihr müsst die Totengeister und Beschwörer befragen, die da flüstern und murmeln, so sprecht: Soll nicht ein Volk seinen Gott befragen?" Das ist sehr schön: "Soll nicht ein Volk seinen Gott befragen?" Der Prophet ist aufgestanden dagegen, dass man alle möglichen Formen der Befragung nun sich erdacht hat und von diesem oder jenem sich Aufschluss erhoffte. Dann hat er gesagt: Nun vergesst das mal alles: "Sollte nicht ein Volk seinen Gott befragen?" Dann geht es noch weiter: "Oder soll man für Lebendige die Toten befragen?" Nun, heute ist das vielleicht nicht mehr so eine aktuelle Gefahr, wer kommt auf die Idee, die Toten zu befragen? Das ist sicherlich nur so eine Einzelerscheinung in unseren Breiten. Aber dennoch bleibt die Frage: Wohin sollen wir gehen mit unseren Fragen?


Nein, lieber StAP, mit Okkultismus u. ä. habe ich nichts am Hut. Das kenne ich allenfalls aus einem James-Bond-Film. Ich lese nicht mal Horoskope. Warum vermutest Du bei mir so etwas abwegiges??? Sind die anderen hier alle Anhänger davon???

Dann möchte ich noch einmal hier diese Frage wiederholen: Soll nicht ein Volk seinen Gott befragen? - Ihr Lieben, das ist unsere Haltung am Anfang dieses Jahres und durch das Jahr hindurch. Wenn immer Fragen kommen, wenn immer Entscheidungen zu treffen sind, dann wollen wir uns auf die Grundlage besinnen – Jesus Christus, das ist der Grund! Und wollen dann dahin gehen, wo wir Aufschluss erhalten, wo wahrhaftig die Wahrheit zu finden ist. Dann geht dieses Wort hier so schön weiter. Da heißt es im nächsten Vers: "Hin zur Weisung und hin zur Offenbarung!" - Das möchte ich als ein Motto in unsere Herzen hineinlegen. - "Hin zur Weisung, hin zur Offenbarung". "Weisung und Offenbarung", das sind die beiden Elemente, die wir in jedem Gottesdienst finden. Da gibt es Weisung für unser Verhalten, da gibt es Weisung für das, was zukünftig zu tun ist. Da gibt es Ausrichtung, aber da gibt es auch Offenbarung Gottes. Der Herr in seiner Liebe, in seiner Kraft, in seiner Vollmacht ist gegenwärtig. Das sind die beiden Elemente des Gottesdienstes. "Weisung und Offenbarung Gottes"! Nun heißt es so schön als ein Motto: "Hin zur Weisung, hin zur Offenbarung"! Man kann also nicht irgendwo sich zu Hause in den Sessel legen oder darauf warten, dass irgendetwas vom Himmel kommt, sondern hingehen, dorthin, wo die Weisung zu finden ist, wo Offenbarung Gottes zu finden ist. Ja, ihr Lieben, ich denke, ihr stimmt mit mir überein: Wo ist das anders als im Gottesdienst? Hier kriegen wir die Weisung, hier ist Offenbarung Gottes. Und wenn immer Entscheidungen zu treffen sind und wenn immer Unklarheit da ist, wenn immer es dunkel wird - und ich kann euch nicht versprechen, dass das nicht der Fall sein wird - dann hin zur Weisung, hin zur Offenbarung. Und dann wird doch Licht offenbar sein! Dann wird wieder Klarheit in der Seele uns den Weg weisen, den wir gehen können und den wir gehen müssen, um dann auch bewahrt zu bleiben, um das Ziel des Glaubens zu erreichen. Also, ihr Lieben, nehmt das bitte mit. Ich will das auch gern tun: "Hin zur Weisung, hin zur Offenbarung". Immer, wenn es Fragen gibt und wenn Unklarheiten da sind, wenn der Lebensweg so ein bisschen im Nebel liegt, dann wollen wir uns daran erinnern: Die wahre Antwort gibt es nur beim Herrn und nicht bei irgendwelchen Götzen oder bei irgendwelchen Totenbeschwörern oder sonstigen Erscheinungen; die wahre Antwort gibt es nur beim Herrn! Dahin flüchten wir uns, hin zur Weisung, hin zur Offenbarung.


StAP, schon bist Du bei Deinem Lieblingsthema! Ich bin doch hier und die andern um mich herum doch auch!!! Warum sagt Du MIR das? Mein Vorsteher ist schon im Weihnachtsgottesdienst darauf herumgeritten; hast Du etwa ne Rundmail verschickt???

Nun, habe ich uns hier ein Wort vorgelesen, eben ein sehr bekanntes Wort, wo es heißt: "Darum, wer meint, er stehe, mag zusehen, dass er nicht falle." Ich habe den lieben Gott gebeten: Gib uns doch ein Wort, das wegweisend ist für dieses Jahr. Und was vielleicht noch deutlich macht, welcher Gefahr wir ausgesetzt sind, ganz besonders in dieser Zeit. Dann kam ich auf dieses Wort: "Darum, wer meint, er stehe, der mag zusehen, dass er nicht falle." In diesem Zusammenhang hat der Apostel Paulus hingewiesen auf das Volk Israel. Dieses Kapitel ist überschrieben: "Das warnende Beispiel Israels". Das erwählte Volk, das vom Herrn so geliebt wurde und so im Mittelpunkt des göttlichen Bemühens stand. Und doch, wie viele sind gefallen und viele haben eigentlich nicht den Zweck erfüllt, den der Herr so gewünscht hat und hinein gelegt hat. Also: "Das warnende Beispiel Israels". Und darin steht dieser Satz: "Darum, wer meint, er stehe, mag zusehen, dass er nicht falle". - Ich muss gestehen, ich habe das Wort manches Mal etwas falsch zitiert. Manchmal hat man so gesagt: "Na, wer steht, der muss zusehen, dass er nicht fällt." - Hier heißt es aber noch ein bisschen anders: "Darum, wer meint, er steht". Darum geht es. - "Wer meint, er steht!" Wer denkt: Ach, mir kann nichts passieren, er ist sicher, der muss aufpassen, dass er nicht fällt. Es geht also darum, dass man selbst sich in einer trügerischen Sicherheit wähnt, dass man sich selbst überschätzt und das ist - so bin ich überzeugt - eine ganz große Gefahr dieser Zeit. Und darum muss man so aufpassen in dieser so selbstsicheren Haltung, die man heute an den Tag legt, dass wir die nicht auch in unserem Glaubensleben so offenbaren. Dass wir meinen, es würde doch alles hervorragend laufen. Wir gehen doch in den Gottesdienst, es passiert doch sicher uns nichts, wir sind doch Eigentum des Höchsten. - "Darum, wer meint, er stehe, mag zusehen, dass er nicht falle."


Lieber StAP, ich bin nicht mit einem deratigen Ego gesegnet, daß ich mir dessen nicht bewuß wäre. Und ich bin auch schon des öfteren hingefallen und ganz unten gewesen. Ich denke, das gilt für die meisten hier. Sind hier wirklich so viele, die zeitlebens so unerschütterlich selbstsicher sind???

Wenn wir hineinsehen in die Heilige Schrift, da gibt es viele Beispiele, wo Menschen so "selbstsicher" waren, wo sie meinten, es würde doch eigentlich gut gehen; sie brauchten eigentlich nichts und wo sie schnell feststellen mussten, dass das ein Irrtum war, wo sie schnell hinweggefegt wurden. Ich fange mal an mit einigen Beispielen. Ich gehe schnell zurück auf Noah, auf den Bau der Arche. Die Zeitgenossen des Noah, die wähnten sich auch sicher und haben gemeint: Was kann denn wohl groß passieren? Wenn wirklich mal eine Flut kommt - ich male das mal so ein bisschen aus - dann kann man doch auf die Berge gehen, das kann doch nicht so schlimm werden, dass wir nachher unser Leben noch einbüßen; das hat doch kaum jemand für möglich erachtet. Sie fühlten sich so sicher, sie waren so selbstsicher. Das ist Überschätzung, ihr Lieben! - Ganz schnell war die Situation ganz anders. Da kam die Flut und nahm sie hinweg! Und von dieser selbstsicheren Haltung blieb nicht viel übrig. Nur der Noah, der so klug gehandelt hatte und die Arche gebaut hat, der blieb bewahrt. Jetzt übertrage ich das auf die Gegenwart und verstehe als Arche die Gemeinschaft. Da meint auch mancher heute: ja, das muss doch nicht so sein, dass man immer in die Gemeinschaft geht, dass man die Gemeinschaft auch nutzt für sich? Man kann doch auch so selig werden, man kann doch auch zu Hause beten, man kann doch auch die Verbindung zum Herrn so suchen? Und das sind ganz edle Menschen, das will ich nicht abstreiten, die das vielleicht so denken. Aber, ihr Lieben, es ist Selbsttäuschung, Selbstüberschätzung. Stammapostel Fehr hat öfter gesagt: Wir brauchen die Gemeinschaft, Einzelgänger erreichen das Ziel nicht! Das mag man im ersten Augenblick gar nicht so verstehen vielleicht in der Tiefe der Bedeutung. Und doch ist es so! Wir alle brauchen die Kraft der Gemeinschaft, wir alle brauchen den Altar! Und wer meint, es wäre nicht so ganz notwendig, man könnte auch noch ein bisschen großzügig sein, der möge sich dieses Wort hier vor Augen halten: "Wer meint, er stehe", der mag zusehen, - der wird schnell hinweggespült von den Geistern, von der Kraft der Geister dieser Zeit. Also, ihr Lieben, seien wir vorsichtig und nutzen wir das göttliche Angebot in der Gemeinschaft.


Lieber StAP, das sind „ganz edle“ Menschen und trotzdem voller Selbsttäuschung und Selbstüberschätzung??? Ist das nicht ein Widerspruch??? Und, lieber StAP, Du bist SCHON WIEDER bei Deinem Lieblingsthema!!!

Ich gehe einen Schritt weiter, da war Esau. Der hat sich auch überschätzt. Der hat auch gemeint: Na ja, das Erstgeburtsrecht, ist das wohl so notwendig? Man kann doch auch ohne das leben. Alle anderen Menschen leben doch auch so. Warum muss denn das wohl so sein? Er hat dann in einer entsprechenden Situation sein Erstgeburtsrecht aufgegeben, verkauft gegen ein Linsengericht, was er später sehr bereut hat. Aber er hat sich auch so stark gefühlt, hat sich überschätzt. Er hat gemeint, er steht so fest auf sicherem Grund. Er musste erleben, dass er nachher bitter bereut hat, was er getan hat. "Wer meint, er stehe, der mag zusehen, dass er nicht falle." Ich übertrage das auch auf die heutige Zeit. Es gibt manche, die meinen ohne den Segen Gottes auskommen zu können. Gut, niemand wird den Segen Gottes ablehnen, das wohl nicht. Aber etwas einsetzen, um den Segen Gottes zu haben, darum kämpfen, auch einmal darum zu ringen, ihr Lieben. Das mag nicht jeder einsehen, dass das nötig ist. Wer meint, er kann auf den Segen Gottes verzichten, der möge sehr aufpassen. Das kann bitter ausgehen! Wir brauchen den Segen Gottes. Es gibt eine Überschrift in der Heiligen Schrift: "An Gottes Segen ist alles gelegen". Ich betone dieses "alles". Da könnte man auch sagen: Es gibt auch Menschen, die ohne den Segen Gottes leben, denen es auch gut geht. Ihr Lieben, wer wirklich den Grund erkannt hat, den die Sänger besungen haben und wer diese Grundlage für sich in Anspruch nehmen will, der kämpft auch um den Segen Gottes, dem ist es wichtig, bedeutsam, den Segen Gottes immer wieder zu erleben.


Lieber StAP, ich WILL Gottes Segen, warum vermutest Du, daß ich den Segen nicht will??? Die anderen hier wollen doch alle auch den Segen, sonst wären sie doch wohl nicht hier, oder? Übrigens, gibt es den Segen ausschließlich im Gottesdienst? Man könnte Deine Rede so verstehen!

Goliath hat auch gemeint, er stehe fest. Der hat sich hingestellt und hat sich für unbezwingbar gehalten. Es kann ja mal jemand kommen und gegen mich kämpfen. Was hat er sich so sicher gefühlt? Und wie schnell ist es hinweggespült worden. Das ging ganz schnell. Ein Steinwurf mit der Schleuder, die David benutzte, war von dem Goliath nichts mehr übrig geblieben. So schnell kann aus der Überheblichkeit, die da und dort zu beobachten ist, eine ganz bittere Situation werden. Mögen wir nie in die Versuchung kommen, uns selbst so stark zu dünken, dass wir meinen: Och, wir haben Kraft genug, wir brauchen eigentlich nicht die Hilfe des Herrn. "Wir wollen zusehen", wie es hier heißt, "dass wir nicht fallen und uns nicht selbst überschätzen". Das waren so ein paar Beispiele aus dem alten Bund.


Lieber StAP, so stark wie Goliath habe ich mich noch nie gefühlt. Ich verstehe nicht, wie Du mich mit diesem Riesen vergleichen kannst...

Auch im Neuen Testament gibt es schöne Beispiele von der Selbstüberschätzung und übergroße Sicherheit. Wenn ich daran denke, wie der reiche Jüngling zum Herrn kam. Er hat sich eigentlich auch überschätzt. Er hat gemeint: "Was muss ich wohl tun, dass ich das ewige Leben ererbe?" Und seine ganze Rede klang danach, dass er sich doch sehr, sehr sicher fühlte. Als dann von den Geboten die Rede war, sagte er: "Das habe ich doch alles gehalten, das ist doch nichts Neues für mich." Vielleicht wartete er auf eine Bestätigung seiner Haltung? Als der Herr Jesus ihn dann weiter führen wollte und sagte: "Ja nun, verkaufe dann mal alles, was du hast und komm und folge mir nach." - Dann ging er von dannen. Er war nicht imstande, das zu tun. Meine Lieben, auch heute gibt es diese Erscheinung, dass man meint, wenn man ein anständiges Leben führt, wenn man sich bemüht, die Gebote zu halten, das sollte doch eigentlich genug sein? Ist das denn nicht ausreichend vor Gott? Kann da denn nicht auch der Segen Gottes darauf ruhen? Sicher, der Segen Gottes, den will ich niemandem absprechen. Aber der Herr Jesus hat gesagt: "Komm und folge mir nach." Eine weitere, eine darüber hinausführende Forderung. Und das ist das Gebot auch heute, dass wir die Nachfolge nicht versäumen wollen. Wer sich zu selbstsicher fühlt und meint, das nicht nötig zu haben, der kann schnell auf dem "Bauch" landen, darf ich das mal so sagen, wie wir das als Menschen im täglichen Leben tun. Das kann schief gehen. Nachfolge führt zum Himmel, Nachfolge macht würdig. Nachfolge macht uns bereit und Nachfolge ist immer ausgerichtet auf den Grund Jesus Christus. Das ist Grund und Ziel unserer Nachfolge! Aber die Nachfolge ist auch immer verknüpft mit den Boten Gottes in dieser Zeit. Ganz konkret mit deinem Vorsteher, mit dem Bez. Ältesten, mit dem Apostel, mit dem Bischof, mit dem Stammapostel. Ja, ihr Lieben, da ist es manchmal schon etwas anderes. Da sieht man dann, das sind ja auch Menschen mit Fehlern und Schwächen. Nachfolge ist wichtig, ihr Lieben, nicht verzichtbar! Lasst uns Nachfolgen üben und nicht uns selbst überschätzen und meinen, das könnte man so großzügig
heute sehen.


Lieber StAP, ich will nachfolgen, wenn das erforderlich ist, vor allem Jesus Christus. Nur, was bedeutet das HEUTE ganz konkret??? Beim Wandern kann ich damit was anfangen. Bei einer Stadtführung auch. Aber hier bei Dir? Du hast diesen Begriff in den Raum gestellt aber NICHT ERKLÄRT!! Ich weiß nicht, was er konkret bedeutet!!! Du kannst nicht einfach sagen „folge nach“ und erklärst nicht, was das heißt!!! Bei meinem Vorsteher, so muß ich zugeben, tue ich mich schwer. Soll ich ihm von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen nachfolgen??? Ich glaub', ich weiß wie ich das löse: Ich suche mir einen Vorsteher, dem ich gut nachfolgen kann. Ich hoffe, ich finde einen in dieser Gegend. Danke!

Der Pharisäer, von dem im Neuen Testament die Rede ist, der in den Tempel kam und sagte: "Gut, dass ich nicht bin wie der andere" und der auf den anderen herabsah den Zöllner und so seine eigenen Gedanken pflegte, der fühlte sich auch unendlich stark. Er hat sich selbst überschätzt. Der hatte es nicht nötig, um Gnade zu flehen. Ach was, er hat doch ein anständiges Leben geführt. Er fühlte sich so sicher. Meine Lieben, es mag auch heute eine Gefahr dieser Zeit sein, wo jeder so eine eigne Persönlichkeit ist, die herausgestellt wird. Das ist ja auch im täglichen Leben in Ordnung. Aber vor Gott wollen wir immer, immer und bewusst sein: Wir brauchen Gnade! Ohne Gnade ist alles nichts! Lasst uns doch nicht in eine trügerische Selbstüberschätzung fallen, dass wir meinen, damit so großzügig umgehen zu können. In der Offenbarung heißt es sehr deutlich von der Gemeinde Laodizea: "Du meinst, du wärst so reich, so satt und es wäre alles in Ordnung, dir würde nichts fehlen, nichts geschehen können. Aber du weißt nicht, wie arm du bist, jämmerlich, bloß." Dann wird der Rat erteilt: Gold zu kaufen und die Güter anzunehmen, die der Herr anbietet. Das ist eigentlich der Kern. Darum geht es auch heute, dass wir nicht nachlässig werden in unserem Glaubensleben und nicht uns diesem Zug dieser Zeit anschließen, wo man das alles so großzügig sieht. Wir brauchen den Herrn, wir brauchen die göttlichen Güter, wir brauchen das göttliche Angebot und wollen das immer ernst nehmen und darum ringen, ihr lieben Brüder und Schwestern. Also, das steckt alles hinter diesem Wort: "Darum, wer meint, er stehe, der mag zusehen, dass er nicht falle." - Ich habe das jetzt sehr weit ausgelegt, etwas weiter noch, als es der Apostel Paulus gesehen hat. Aber das ist so der Ernst in dieser Zeit.


Ja, lieber StAP, ich brauche Gnade, und die anderen hier auch, sonst wären wir alle nicht hier, bitte versteh‘ das doch. Gib mir von den göttlichen Gütern, von dem göttlichen Angebot. Hast Du mir in Deiner bisherigen Predigt schon davon gegeben? Oder meinst Du damit ausschließlich die Sündenvergebung und das Hl. Abendmahl? Wo ist die Substanz? Wo sind Trost und Ermunterung zum Weiterkämpfen? Du meinst hier die ganze Zeit, mich vom hohen Roß herunterholen zu müssen. StAP, haalooo, ich bin hier uuunteeeen!!! Sitzen hier alle um mich herum auf dem hohen Roß???

Und ich wiederhole noch einmal, was so die Kernpunkte sind aus diesen Beispielen, die ich gegeben habe. Dass man einmal meint, man brauche die Gemeinschaft nicht mehr so sehr. Ach ja, ob man da nun kommt oder nicht, das ist eigentlich nicht so von Belang. Ihr Lieben, wer meint zu stehen, mag zusehen, dass er nicht fällt! Dann meint vielleicht auch der eine oder andere, ohne den Segen Gottes auskommen zu können. Andere leben doch auch so. "An Gottes Segen ist alles gelegen." Dann überschätzt man sich vielleicht mit seiner eigenen Kraft, mit seinem Intellekt, mit seinen Erfahrungen so wie Goliath. Wir schnell kann das sein, dass man auf der Nase liegt. - Wir wollen auf die Kraft Gottes setzen! Es mag auch sein, dass man die Nachfolge nicht mehr so ganz ernst nehmen möchte und meint: Nun ja, man sieht die Dinge doch auch selbst ganz klar. Warum muss man sich an seine Segensträger halten? Ihr Lieben, nehmen wir bitte die Nachfolge sehr, sehr ernst. In der Nachfolge liegt Sicherheit, liegt Bewahrung, liegt besonderer Segen! Dann braucht man auch nie die Einstellung haben: Die Gnade ... , soviel sündigen wir ja auch nicht, sondern Gnade ist alles! Wir wollen dankbar sein für dieses göttliche Angebot und die Gnade Gottes immer wieder in Anspruch nehmen. Und das gilt uns allen ausnahmslos vom Diakon bis hin zum Stammapostel.


Ok, Zusammenfassung

Mir sagte kürzlich jemand: Ja, Sie, als Stammapostel haben es doch gut. Dass sie am Tag des Herrn dabei sind, das muss man wohl doch annehmen. Ihr lieben Brüder und Schwestern, das war eine sehr nette, liebe Meinung. Ich kann das verstehen, dass man das vielleicht so sieht, auch aus Ehrfurcht vor dem Amt. Aber wenn ich so denken würde, wisst ihr, was ich meine, was das wäre? Das wäre tödlich, tödlich für mich! Denn in dem Augenblick, wo man meint: Na ja, man hat ja den "Freifahrschein", man hat ja praktisch schon das Ziel erreicht. Wenn man das mal im Gedanken sich das so vorstellt, was würde man da tun? Ich würde mich doch auch nicht mehr selbst kritisch unter die Lupe nehmen, da würde man doch auch nachlässig sein in der Arbeit an sich selbst. Wenn mal was in der Familie wäre und ich würde sagen: Meine Frau soll doch mal bitte zu mir kommen und um Verzeihung bitten, ich selbst habe das doch nicht nötig. Das wäre die Folge, wenn man sich selbst zu stark dünkt, wenn man meint, man wäre ja schon so weit. Das ist tödlich! Wir alle brauchen es, brauchen die Gnade. Wir alle wollen kritisch unseren Seelenzustand immer wieder durchleuchten. Wir alle wollen sehen, dass wir würdig werden und darum ringen, das Ziel des Glaubens zu erreichen.


Schön für DICH, lieber StAP, daß Du Dich von Deinem Wort so schön angesprochen fühlst!

"Darum, wer meint, er stehe, der mag zusehen, dass er nicht falle." - Worin kann
man denn fallen? Nun, da gibt es eine ganze Palette: Der Sumpf der Sünde! Das ist die Zusammenfassung dessen, wo man hineinfallen kann. Aber, wenn ich so in diese Zeit hinein sehe, dann gibt es da besondere Dinge, in die man hineinfallen kann, besondere Haltungen. Da nenne ich als Erstes die Gleichgültigkeit. Lasst uns nicht hineinfallen in Gleichgültigkeit. Eine gleichgültige Haltung gegenüber Gott, die kann nie Früchte zeigen. So lasst uns nun mit ganzem Herzen bei der Sache stehen!


Nein, lieber StAP, ich bin nicht gleichgültig. Das ist nicht meine Art.

Das Zweite, was mir so in den Sinn kommt, was vielleicht hier und da eine Gefahr ist, das ist der Ärger. Lasst uns nie in den Ärger hineinfallen, dass dann der Ärger im Herzen so eine Kraft wird, das man eigentlich alles andere blockiert und nicht mehr empfänglich ist für die göttliche Gnade. Lasst uns darin nicht hinein fallen, sondern lasst uns immer sehen, dass wir dem Geist dieser Zeit wehren und auch nicht in den Ärger uns hinein ziehen lassen.


Erwischt, lieber StAP, ich ärgere mich hin und wieder. Das letzte Mal über meinen Vorsteher, das hatte ich schon erwähnt. Ich werde daran arbeiten! Das habe ich auch schon gesagt!

Also, ihr Lieben, versuchen wir weiterhin unseren Glauben in dieser Weise zu leben und darin das Unsere zu tun, dann können wir auch sicher sein, dass der Herr seinen Segen, sein Wohlgefallen darauf ruhen lässt. Es heißt hier weiter in dem nächsten Vers - ich will euch das nicht vorenthalten. -"Aber Gott ist treu, der euch nicht versuchen lässt über eure Kraft." Das ist doch ein tröstliches Wort. "Gott ist treu, der euch nicht versuchen lässt über eure Kraft, sondern macht, dass die Versuchung so ein Ende nimmt, dass ihr's ertragen könnt." (1. Korinther 10, Vers 13) Also, Versuchungen werden da sein. "Ärger" habe ich eben erwähnt, "Gleichgültigkeit und Oberflächlichkeit". Manches Mal ist es auch so, dass das Irdische zu sehr drängt. Ihr Lieben, ihr kennt das alle, Versuchungen sind da; das wird auch im neuen Jahr so sein. Aber der Herr ist treu, er wacht darüber. Was bedeutet das? Dass er uns nicht versuchen lässt über unsere Kraft oder über unser "Vermögen" wie es in einer anderen Übersetzung heißt, sondern er bewertet sehr wohl, was wir tragen können und was nicht. Das ist manchmal etwas schwierig, dieses Wort richtig zu verstehen. Manches Mal muss ich gestehen, habe ich so meine Mühe mit diesem Wort, denn es kommen manche Dinge auf mich zu, auf meinen Schreibtisch, wo Hilferufe der Geschwister offenbar sind, wo man aber auch tief sich beugt und bittet: Lieber Gott, muss das so sein? Da sind Geschwister am Rande ihrer Kraft, da geht es, - ich glaube - nicht mehr weiter, hilf du doch. Und doch - ich bin überzeugt - aus der Sicht der Ewigkeit werden wir bestätigen können: "Der Herr ist treu, der uns nicht versuchen lässt über unsere Kraft", sondern immer eine Grenze setzt. Das mag unsere Zuversicht, auch unsere Freude auch in der Zukunft sein: Wir halten uns zum Herrn. Möge bald der Tag kommen, an dem der Herr uns heimführt. Amen.


Schön, lieber StAP, wenigstens ein wenig Trost zum Abschluß Deiner Predigt.

V.
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Beitragvon alfa » 10.01.2007, 01:21

Solltest Du dem Stap persönlich schicken!

:mrgreen:
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Beitragvon SRN » 10.01.2007, 01:40

Hallo Vancover,
diesen Spagat wird dir der Stap wohl nicht im GD erklären können, denn dort wird das meiste nur 'OBERFLÄCHLICH' angerissen. Der Interpretation ist da immer viel Spielraum gegeben. In der NAK ist es dann doch so, das in den Familienbesuchen oder Mittwoch abend die Interpretation der Hardliner infiltriert wird. Aber, das du dich ärgerst ist doch i.O.
Jesus hat sich auch geärgert. Das sind doch Emotionen. Und die müssen raus. Ob sie berechtigt sind, kannst du dann doch selbst anhand der Bibel feststellen.
Danke für deinen sachlichen Beitrag. So sollte es hier im Forum eigentlich (fast)immer sein.
Ansonsten ist ein Teil meiner Meinung: In Illmenau wurde die Klientel der Nachfolger bedient. Immer in Ruhe wiegen, nur ein Gewissen machen, wenn es um die Abhängigkeit zur NAK geht. GD-Besuch und Opfer und treu zur NAK sein ist das wichtigste.
Ein Freund sagte, es war wieder sehr dogmatisch.
Unser Stap hat sich auf sicherem Feld bewegt, dort wo sich die meisten NAKIs wohlfühlen, weil seit Jahren wie mit einer Gehirnwäsche eingebrannt. Nur ein zaghafter Versuch, Bibelstellen im Kontext zu beleuchten. Nur bloß nicht den Satz verwenden, JESUS liebt dich.
Denn der ist ja schon von anderen Freikirchen besetzt (ja, da hat die NAK Pech gehabt, zu spät gekommen. Mit der Aussage fangen ja viele Gemeinschaften Schäfchen (er sagte ja im Interview, davon gibt es in Amerika wie Sand am Meer). Also ist wieder Abgrenzung angesagt.
Leider werden in unserer Kirche Leute durch die NAK-Linie richtig psychisch krank. Also kann auch ich nicht so einfach darüber hinweggehen und solche GD einfach abhaken. Und leider ist meine Gebetskraft auch nur begrenzt, um gegenzusteuern, damit Glaubensschiffe nicht im Watt landen. Aber es muss ja getan werden.
Deutlich wird aber immer wieder. Die alten Apostel wiesen sehr stark auf Ihren Sender hin, auf das Evangelium, auf die Ausrichtung auf Jesus und damit Gott. Und leider kann ich dieses in der NAK nur in Nebensätzen erkennen. Also doch gefangen im eigenen historischen Sumpf, nicht in der Lage, da herauszukommen. Die Analyse von Tergram (Margret??) neulich fand ich gut.
Also weiter vorwärts schauen, mit dem Evagelium im Rücken. Goliath ist schon lage tot, das Evangelium aber lebt. Und der heilige Geist wirkt immer noch da, wo Gott es will; das beruhigt ungemein.
Einen Satz muss ich aber noch loswerden: Von Liebe zu den Mitmenschen, von Ökumene, von der Endzeitarbeit Gottes war leider nichts zu hören, es ist wohl kein Thema bei der KL.
Das wiederum macht mich sehr traurig.
Gruß an alle und einen schönen warmen neuen Wintertag.
SRN
 

Beitragvon alfa » 10.01.2007, 01:49

Amèn


Danke für Deinen Beitrag :!:
alfa
 
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Beitragvon SRN » 10.01.2007, 02:02

Heute kann ich nicht schlafen,
weniger wegen dem Ill-GD, sondern wegen dessen Kosequenz.
Es werden viele alte Klischees bedient, scheinbar geht es wirklich nur noch ums finanzielle Überleben. Die Vorsteher trauen sich doch schon oftmals nicht mehr, in Hannover um geldliche Unterstützung nachzufragen.
Aber es ist schärfen angesagt. Und dieses wirkt sich nur so aus, das die NAK-Ideologie (denn als solches kann ich es nur noch betrachten, mit lebendigem Glauben hat das nicht mehr viel zu tun) zementiert wird. Wenn ich richtig liege, sagt das NT aber, das die Gläubigen von einer Wahrheit in die andere geführt werden, also Fortschritt da ist. Und was muss ich erkennen: SCHLINGERN, ZURÜCKRUDERN, KIRCHENTAKTIK, RÜCKSICHTNAHME AUF ALTE und erschreckenderweise auch Beschimpfungen derer, die eine gute NAK-Erziehung genossen haben und jetzt die Welt nicht mehr verstehen. Damit meine ich Bap Klinglers Aussagen, mit dem letzten Drittel der Vorsteher, die irgendwie nich mitziehen wollen.
Schon mal was von motivieren gehört!!!!
Aber in einem hierachischem System ist das halt ein Fremdwort.

Also ist für alle LERNEN angesagt.
Ich will gerne mitlernen. Obwohl mich die Senioren schon locken, aber da geh ich nicht hin. Viele sagen ja, die müssen noch aussterben. Aber das ist mir zu menschenverachtend. Aufklären fänd ich besser.
Aber da ist sie ja wieder, diese Angst der KL. Die Angst vor den Alten. Dabei stimmt das oftmals gar nicht. Angst muss man immer nur vor den konservativen Dogmatikern haben. Gut, da muss man halt mal ins Lehrbuch schaun, z.B. ins NT.
So, jetzt geh ich aber schlafen.
SRN
 

Sorry! Äh... Wie meinen?

Beitragvon Ludger » 10.01.2007, 04:17

Hallo Leute,

ich hab mir gerade den Gottesdienstbericht durchgelesen und kann eueren extremen Verriss nicht so ganz verstehen. Sicherlich - es sieht ein wenig nach Fehr'scher Aufzählungsmethode aus, und das "Wort vom Wort als Perpetuum Mobile" durfte auch wieder nicht fehlen - aber ganz wesentliche Kernaussagen halte ich für durchaus bemerkenswert.

SRN schrieb eben:
In Illmenau wurde die Klientel der Nachfolger bedient.


Dem stimme ich zu. Jedoch sehe ich Folgendes genau umgekehrt:
Immer in Ruhe wiegen, nur ein Gewissen machen, wenn es um die Abhängigkeit zur NAK geht. GD-Besuch und Opfer und treu zur NAK sein ist das wichtigste.


Nein. Es sind doch ganz klar Passagen in dem Gottesdienst, in welchen es dem Stammapostel darum geht, diejenigen aufzurütteln, die ihr Traditionschristentum neuapostolischer Ausprägung als "Highway to heaven" ansehen und sich in falscher Selbstgerechtigkeit und -sicherheit wähnen.

Man bedenke, wo der Gottesdienst gehalten worden ist, in der Gegend von Velten Hoffmann, der kurz vor seiner Inruhesetzung auf dem Berliner Jugendtag erzälte: "Nee, Probleme ham wa geene gehabt!" Wer weiß, wie viele scheinbar Problemlose in jener Gegend noch vor sich hinschlafen?

Der Hinweis auf die Unverzichtbarkeit von Gemeinschaft - auch gar nicht so abwegig und berechtigt. Der Fehler, sich in Einsamkeit zurückzuziehen und zu glauben, so könne man Gott näher kommen, als in Gemeinschaft mit scheinbar so sehr daneben liegenden Mitchristen, ist ja fast so alt wie das Christentum selbst und immer wieder vorgekommen. Aber letztlich bedeutet er, sich einer wesentlichen christlichen Disziplin zu verweigern.

Natürlich kann ich die Enttäuschung derer verstehen, die sowieso wach sind... Für die war wenig in dem Gottesdienst, was Kraft gab und Mut machte. Etwas einseitig, also.

Aber mit der Katastrophe von Osnabrück sehe ich so recht keinen Vergleich...

Ludger grüßt
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Beitragvon Tom » 10.01.2007, 04:58

:wink: Ich empfehle das Nachbarboard zu besuchen. Dort wird diese Thema. Gottesdienstbesuche Wochentags zur Zeit gut angesprochen.

Euer Tom aus Franken
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