STAP 07.01.07 Ilmenau

Gottesdienstberichte und Predigtkritik

Beitragvon tergram » 09.01.2007, 14:46

Lieber Protestant,

nun entspann dich wieder. Siehe, es gibt Schafe in anderen Schafställen, die noch hinzugeführt werden sollen. So. Da muss man sich halt mal etwas Mühe geben. :mrgreen:

Und wenn für den Aktivenstatus nur der 1 x jährliche GD-Besuch bestimmend ist, ist doch jedes Weihnachtsfest ein Fest der Freude. So soll es sein. :wink:

Ich sehe übrigens auch im Kreis der immer und gern als konservativ dargestellten Senioren *Gebetsmühle an* viele hellwache und kritische Geister. Die sind es nur aufgrund Erziehung/Prägung etc. nicht gewohnt, ihre kritische Haltung zu einzelnen Themen zu artikulieren. Das Internet ist ihnen zusätzlich häufig suspekt. Aber auch diese gehen gelegentlich auf Gastbesuche in andere Schafställe und zunehmend auch ohne schlechtes Gewissen am Opferkasten vorbei.

Du fragst, worum es dieser Kirche geht - ja worum denn? Ums überleben, längstens bis zum Tag des Herrn. Wie wir wissen, kann das aber dauern. Und bis dahin versucht man verzweifelt, zu halten, was nicht mehr zu halten ist.

Ich gebe die Frage von Cemper dieser Tage an mich gern an dich weiter: Was soll Dr. Leber tun?

Was tätest du an seiner Stelle? (Im Wahl-Fall hättest du übrigens meine Stimme) :lol:

Nun, lass hören. Wir wissen was wir glauben - dass die KL hier mitlesen lässt. :wink:
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Beitragvon Kontrabass » 09.01.2007, 15:38

organa hat geschrieben:Lieber Kontrabass,

Kontrabass hat geschrieben:
Ich kann nur aus der Warte meiner Gemeinde, meines Bezirkes sprechen/schreiben. Und da stelle ich folgendes fest: Vergreisung der Gemeinden, kaum noch Jugendliche, selbst das sogenannte "Mittelalter" ist bei weitem nicht mehr so präsent, wie noch vor Jahren.


hmm... diese Tendenz findet sich eigentlich (mehr oder weniger) bei allen Kirchen.

Und noch eine Zahl: Gegenüber der Osnabrück-Übertragung ging die GD-Teilnehmerzahl am Neujahrsmorgen (Übertragung aus Köln) um 12 % zurück (gilt jetzt aber nur für den Besuch in meiner Gemeinde !).


ist es nicht grundsätzlich so, daß die Besucherzahlen bei Übertragungs-GDs konstant zurückgehen? ich kenne auch persönlich einige Neuapostolische, die das nicht mehr so sehr interessiert....

Dass ein STAP die Kirche zusammenhalten soll, finde absolut korrekt und auch wichtig. Die Frage ist nur: WIE mache ich das ? Und da habe ich bei der derzeitigen Vorgehensweise der KL meine Zweifel. Gefallen tut mir das nicht, aber wenn man so exklusiv sein möchte - bitte ! Sollen sie doch machen.


Sehe ich das nun falsch, oder lässt sich auch in der Rückschau über einen längeren Zeitraum der neuap. Kirchengeschichte dieser Trend ausmachen:
In kritischen Phasen ein "Ruck" in die Exklusivität, "Einschwören" im Sinne von "Wir gegen den Rest der Welt"?

Ich bin nun nicht unbedingt eine Kennerin der neuap. Kirchengeschichte, aber wenn ich mir die "Botschaftszeit" so anschaue - was wäre eigentlich passiert, hätte es die Botschaft nicht gegeben? Gäbe es Nak heute noch? Kam sie nicht eigentlich gerade richtig?.... aber da lasse ich mich gerne von kompetenteren Leuten korrigieren.

Gegenfrage: Was SOLL Herr Leber denn machen?

Ich ahne natürlich, was sich die meisten hier wünschen - aber wäre dies auch das, was sich die Mehrheit wünscht?

Um es vorsichtig auszudrücken (bitte nicht belehrend verstehen):
Ich persönlich schätze an meiner Kirche (bei aller Kritik, die auch an ihr geübt werden kann und muß) vor allem den "freiheitlichen" Aspekt. Den der "Mündigkeit" und "Eigenverantwortung", wenn man so möchte.

Ich habe inzwischen aber auch gelernt, daß es eine ganze Menge Menschen gibt, die darauf gar keinen großen Wert legen, weil: "Freiheit" verpflichtet. Zu eigenen Gedanken, eigener Verantwortung undundund...

Und "Mündigkeit" - da landen wir sehr schnell bei Kant. "Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit" und so... ein schöner Gedanke. Und ich beobachte nicht selten, daß Menschen überhaupt nicht mündig werden wollen. Oft wollen sie einfach nur geführt werden.
"Bitte, denke für mich",
"Bitte handle für mich",
"Bitte entscheide für mich, was richtig ist und was falsch" usw..

Kann eine Kirche, die stark auf diesem "Führer-" bzw. "Führungsprinzip" gegründet ist, tatsächlich unbeschadet eine neue Richtung einschlagen? Nachdem sie ihre Mitglieder 100 Jahre lang in ein Denken hinein erzogen hat, das genau diese "Mündigkeit" nicht zulässt?

ich frage nur...

liebe Grüße
organa


Liebe organa,

wenn ich Ihren Beitrag richtig lese und deute, fragen Sie ständig nach, was die KL denn anders tun sollte. Darf ich mal eine Gegenfrage stellen ? Soll die KL so weitermachen wie bisher ? Ist das der Weisheit letzter Schluss ?

Mein lieber Freund, der pfälzische Protestant (liebe Grüsse :wink: ) hat doch eine einfache und für jeden nachvollziehbare Rechnung aufgemacht. Und dies bedeutet, dass wir (und damit meine ich meine Kirche) irgendwann, dafür aber in naher Zukunft, ins Nirvana verschwinden werden.

Und warum ? WEIL EINIGE HERREN IHRE HAUSAUFGABEN NICHT MACHEN !

Und was will diese Kirchenleitung eigentlich ? Ich höre immer was von Schärfungen (man traut sich ja noch nicht mal das Wort Veränderung in den Mund zu nehmen). Lehrschärfungen, Uster, etc. die nichts als heisse Luft sind. Da wird über Nahrungsaufnahme und Sexualleben philosophiert, als wenn mich das interessieren würde, was die Kirche über meine Ess- und Sexualgewohnheiten denkt. Da ist man grosszügig und erkennt die trinitätisch vollzogenen Taufen von anderen Kirchen an, redet davon in den Kreis der Ökumene aufgenommen zu werden und dann aber gleichzeitig vor zu grossem Einfluss von Protetantismus zu warnen. Bei allem Respekt, wer soll das denn noch verstehen !

Mein in diesem Beitrag etwas schärfere Schriftton richtet sich nicht gegen Sie, liebe organa. Aber so weitermachen wie bisher - na denn, gute Nacht.

Und wenn man glaubt, den Konservativen nach dem Mund reden zu müssen, wird das zur Folge haben, dass all diejenigen, die für Fortschritt, Entwicklung und Reformen stehen, sich irgendwann aus diesem Kreis verabschieden werden. Hat denn dann diese Kirche gewonnen, oder eigentlich viel verloren ?

fragt sich ein etwas angefressener

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Beitragvon exkantor » 09.01.2007, 15:50

Mein lieber Kontrabass,
angefressen ist aber noch sehr gemäßigt. Ich bin nur noch enttäuscht und wütend, da man sich häufig nur noch Worthülsen und laber, laber... anhören muß.

Es grüßt dich ein Ex-paulus.
"Dass nur die Neuapostolischen das(die Apostel) wahrnehmen, ist eigentlich ein Betriebsunfall, das soll ja gar nicht so sein. Die sollen in der Mitte der Kirche Christi stehen und nicht am Rande, wie es jetzt ist." (Dr. Reinhard Kiefer)
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Beitragvon organa » 09.01.2007, 15:52

Lieber Kontrabass,

zu besseren Verständlichkeit stelle ich mal einen Auszug einer PN ein, die ich an einen Forie schrieb:


---------------------------------------------
(...) Was macht aber eine Kirche, die ihre Existenz damit aufrecht erhält, daß sie ihren Mitgliedern vorgaukelt, nur sie seien....? was geschieht, wenn diese Exklusivität in Frage gestellt wird? Ich sehe keinen Ausweg. Sollte Herr Leber eines Tages einer göttlichen Offenbarung zur Korrektur folgen und sie aufrichtig wiedergeben und umsetzen - dann wäre die Nak in ihrem JETZIGEN Status und Umfang "gegessen", pardon.

ich muß nochmal klarmachen: ich selbst halte es natürlich für unglaubwürdig und unzulässig, Theologie und Lehre an Kirchenpolitik auszurichten. Nur - die Nak hat irgendwann damit begonnen. Und dann gab es auch noch diese Botschaft - genau zur rechten Zeit. Aus diesem Gebäude unbeschadet herauszukommen, ist m.E. nicht mehr möglich, es bleibt höchstens der große Schnitt: Komplettsanierung und Neuanfang mit einer "geschrumpften" Kirche. Oder weitermachen wie bisher und langsam ausbluten.

ich mag mich irren....
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Beitragvon Kontrabass » 09.01.2007, 15:54

exkantor hat geschrieben:Mein lieber Kontrabass,
angefressen ist aber noch sehr gemäßigt. Ich bin nur noch enttäuscht und wütend, da man sich häufig nur noch Worthülsen und laber, laber... anhören muß.

Es grüßt dich ein Ex-paulus.


Mein lieber Freund,

ich versuch mich ja auch noch am "Riehmen zu reissen." Aber wie lange das noch gut geht, kann ich Dir nicht sagen/schreiben. Bei mir dauert es auch nicht mehr lange, dann platze ich. Und bei meiner Körpergrösse und Gewicht gibt das viele, sehr viele hässliche Flecken.....

Trotzdem einen lieben Gruss nach Dortmund

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Beitragvon Kontrabass » 09.01.2007, 15:57

organa hat geschrieben:Lieber Kontrabass,

zu besseren Verständlichkeit stelle ich mal einen Auszug einer PN ein, die ich an einen Forie schrieb:


---------------------------------------------
(...) Was macht aber eine Kirche, die ihre Existenz damit aufrecht erhält, daß sie ihren Mitgliedern vorgaukelt, nur sie seien....? was geschieht, wenn diese Exklusivität in Frage gestellt wird? Ich sehe keinen Ausweg. Sollte Herr Leber eines Tages einer göttlichen Offenbarung zur Korrektur folgen und sie aufrichtig wiedergeben und umsetzen - dann wäre die Nak in ihrem JETZIGEN Status und Umfang "gegessen", pardon.

ich muß nochmal klarmachen: ich selbst halte es natürlich für unglaubwürdig und unzulässig, Theologie und Lehre an Kirchenpolitik auszurichten. Nur - die Nak hat irgendwann damit begonnen. Und dann gab es auch noch diese Botschaft - genau zur rechten Zeit. Aus diesem Gebäude unbeschadet herauszukommen, ist m.E. nicht mehr möglich, es bleibt höchstens der große Schnitt: Komplettsanierung und Neuanfang mit einer "geschrumpften" Kirche. Oder weitermachen wie bisher und langsam ausbluten.

ich mag mich irren....
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Liebe organa,

genau so ist es ! Komplett sanieren, Neuanfang machen, und damit wieder an Glaubwürdigkeit gewinnen. Potenzial ist noch vorhanden. Aber nicht mehr lange !

Liebe Grüsse
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Beitragvon organa » 09.01.2007, 16:04

Kontrabass hat geschrieben: genau so ist es ! Komplett sanieren, Neuanfang machen, und damit wieder an Glaubwürdigkeit gewinnen. Potenzial ist noch vorhanden. Aber nicht mehr lange !



Ja, das sehe ich auch so.
Und das ist konkret der Vorwurf, den ich - obwohl es mir wahrscheinlich nicht wirklich zusteht - Herrn Leber mache: Unaufrichtigkeit. Um nicht zu sagen: Unehrlichkeit, Unredlichkeit....

Ich halte ihn durchaus für helle genug, die beiden Alternativen zu sehen und durchaus zu erkennen, wo die Zukunft liegt, auch wenn das hiesse, sehr klein einen Neuanfang machen zu müssen.

Und hier liegt m.E. auch das Potential einer "kirchlichen Opposition" - wenn das Stammapostelamt schon den "GottundGeistverbundenen" Status hat, sollte es sich an selbigem Anspruch auch messen lassen. Von wegen "Klarheit und Wahrheit". Aber wie ein befreundeter Naki mir mal sagte: Alle Staps, die mal modernistisch anfingen, fielen letztlich um.
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unappetitlich ...

Beitragvon Protestant » 09.01.2007, 16:08

Kontrabass hat geschrieben:
Liebe organa,

wenn ich Ihren Beitrag richtig lese und deute, fragen Sie ständig nach, was die KL denn anders tun sollte. Darf ich mal eine Gegenfrage stellen ? Soll die KL so weitermachen wie bisher ? Ist das der Weisheit letzter Schluss ?

Mein lieber Freund, der pfälzische Protestant (liebe Grüsse :wink: ) hat doch eine einfache und für jeden nachvollziehbare Rechnung aufgemacht. Und dies bedeutet, dass wir (und damit meine ich meine Kirche) irgendwann, dafür aber in naher Zukunft, ins Nirvana verschwinden werden.

Und warum ? WEIL EINIGE HERREN IHRE HAUSAUFGABEN NICHT MACHEN !

Und was will diese Kirchenleitung eigentlich ? Ich höre immer was von Schärfungen (man traut sich ja noch nicht mal das Wort Veränderung in den Mund zu nehmen). Lehrschärfungen, Uster, etc. die nichts als heisse Luft sind. Da wird über Nahrungsaufnahme und Sexualleben philosophiert, als wenn mich das interessieren würde, was die Kirche über meine Ess- und Sexualgewohnheiten denkt. Da ist man grosszügig und erkennt die trinitätisch vollzogenen Taufen von anderen Kirchen an, redet davon in den Kreis der Ökumene aufgenommen zu werden und dann aber gleichzeitig vor zu grossem Einfluss von Protetantismus zu warnen. Bei allem Respekt, wer soll das denn noch verstehen !

Mein in diesem Beitrag etwas schärfere Schriftton richtet sich nicht gegen Sie, liebe organa. Aber so weitermachen wie bisher - na denn, gute Nacht.

Und wenn man glaubt, den Konservativen nach dem Mund reden zu müssen, wird das zur Folge haben, dass all diejenigen, die für Fortschritt, Entwicklung und Reformen stehen, sich irgendwann aus diesem Kreis verabschieden werden. Hat denn dann diese Kirche gewonnen, oder eigentlich viel verloren ?

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Sehr gut und sehr richtg, verehrte "Bassgeige".

Ich möchte nur ganz leise, wirklich ganz ganz leise noch daran erinnern, dass es nicht um Reformen geht, die unsere Kirche moderner werden oder erscheinen läßt, oder um Reformen um des reformierens Willen ...

... sondern dass es um ein kleines bischen mehr und "später" einmal um "vielmehr" ... EVANGELIUM JESU CHRISTI geht, welches in unserer Kirche GELEBT werden sollte; durch alle Ebenen und in allen Gruppierungen.

Das, was sich überwiegend in unserer Kirche "abspielt", genau eben in den Gemeinden die nach den neusten "Offenbarungen" eben "stammapostolisch" treue GK's "spielen", ist höchstens ein verwaschenes Abziehbild eines gelebten Evangeliums ... irgenwie ein "religiöser Rotarier-Club", der an Dekadenz kaum zu überbieten ist.

Und genau das macht dies Ganze so unappetitlich, mit Verlaub, da Gläubige mit echtem Tiefgang (auch AT's) weder ernstgenommen werden, noch in Gemeinden und Bezirken, geschweige denn in der Gesamtkirche in die Arbeit "ECHT und RECHT" mit eingebunden werden.

Daran ist m.E. sehr viel abzulesen, wie weit sich die NAK überhaupt auch nur als einen Teil des "Werkes Gottes" z.Zt. bezeichnen darf.


Gruß vom
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Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst Euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!

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Re: unappetitlich ...

Beitragvon organa » 09.01.2007, 16:19

Protestant
hat geschrieben:

... sondern dass es um ein kleines bischen mehr und "später" einmal um "vielmehr" ... EVANGELIUM JESU CHRISTI geht, welches in unserer Kirche GELEBT werden sollte; durch alle Ebenen und in allen Gruppierungen.


Lieber Protestant,

Sie sprechen ein gewaltiges Wort gelassen aus - darf ich dezent an Luther erinnern? Der wollte ursprünglich auch "nur", daß....

Rückbesinnung auf das Evangelium - das klingt so... friedlich, bescheiden.... :wink:

Letztendlich wird dies aber gegen den rigorosen Anspruch einer Kirchenleitung nicht mit allzu bescheidenen Mitteln möglich sein, oder?

Ich denke nach wie vor, daß viele der "Kritischen" zu naiv sind - Kirchenverwaltungen haben grundsätzlich einen starken Drang der Selbsterhaltung. Sie werden nicht ernsthaft über Veränderungen nachdenken, so lange man nur zart mit der Bibel wedelt und an "christliche Einsicht" appelliert... pardon.... :oops:

Um es ganz brutal zu sagen: Mit Gefrömmel allein wurde noch keine Kirche verändert. Die katholischen Basisbewegungen können ein Lied davon singen.
Entschuldigung.

lg
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"in die Karten spielen ..."

Beitragvon Protestant » 09.01.2007, 16:31

Werte organa,

ich weiß von was ich rede ... meist, zumeist ... :wink:

Natürlich geht es schon gar nicht mit "Gefrömmel". Es geht auch nicht nur mit Aktivität gleich welcher Art. Es muß einem auch die Entwicklung im gesamten, ja sogar in der Gesamtgesellschaft "in die Karten spielen".

... und so wie es aussieht, wird genau auch das passieren, da bin ich recht sicher. Das in aller Kürze erstmal, denn ich habe eigentlich wirklich keine Zeit im Moment ...

... und die, die ich nicht habe, verplemmpere ich auch noch im Forum ... meine Güte ... :wink:


Liebe Grüße vom neuapostolischen
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Re: "in die Karten spielen ..."

Beitragvon organa » 09.01.2007, 16:37

Protestant
hat geschrieben:
ich weiß von was ich rede ... meist, zumeist ... :wink:


Lieber Protestant,

ich hatte Sie nicht gemeint mit "Gefrömmel" der Kritischen.

Ich bin Mitglied dreier Synoden - und oft beobachte ich, daß eigentlich sehr innovative Menschen, kaum, daß sie "Kirchenboden" betreten, in einen "gottesdienstlichen Andachtston" verfallen, der wohl dem kirchlichen Ambiente geschuldet sein soll. Und oft verwechseln sie die Diskussion zu Sachfragen mit einer Predigt. Meist sind es Pfarrer... :wink: und ich habe schon für viel Freude gesorgt mit Bemerkungen wie:

"Predigten bitte nur auf der Kanzel. Hier sollte jetzt die Synode tagen...." :lol:

Sie waren nicht gemeint.

Liebe Grüße
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Beitragvon der mit dem Wolf tanzt » 09.01.2007, 16:54

der Buchrücken dieser Seiten hat ein paar Tropfen (Liter) Öl nötig, damit es beim Umschlagen der Seiten nicht mehr so sehr quietscht.

Öl ist wahrhaft notwendig,

d.m.d.W.t.
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Beitragvon Clemens » 09.01.2007, 17:46

Hallo zusammen,

Das hat jetzt nur indirekt mit dem Thread-Thema zu tun, aber es ging hier ja auch unter anderem ganz allgemein um das Thema "Gottesdienst".

Der geneigte Forum-Leser wird schon mitbekommen haben, dass ich eher zu katholischen Konfession neige... nichts desto trotz war ich am vergangenen Sonntag im hiesigen (evangelischen) Universitäts-Gottesienst. Es predigte Prof.Dr. Wilfried Härle, einer der bedeutendsten Systematiker Deutschlands und Mitglied der Ethik-Komission des Bundestages.
Härle predigt frei, dabei ungemein strukturiert, gleichzeitig aber auch sehr demütig, absolut christuszentriert und außerordentlich "geistvoll".

Ich war in den letzten Wochen in vielen Gds anderer Konfessionen und zu 98% begeistert. Natürlich gibt es da auch Licht und Schatten, aber dafür hatte ich dort nie das Gefühl, zu irgend etwas gezwungen , in irgendeiner Weise bevormundet oder manipuliert zu werden.

Es gibt also durchaus echte Alternativen zum Leberschen Allerlei.

Aber Achtung: Das Wirken in den anderen Kirchen ist bekanntlich nur eher selten geistbeseelt, es steht auch nicht in der innigsten Verbindung zum NAK-Apostolat und ist letztlich zum Scheitern verurteilt.

Wer das verkraften kann sollte sich vielleicht nach Alternativen zur NAK-exklusiven-Selbstbeweihräucherung vieler Gds umschauen.

(Im neuen Jahr mit "Normalo-Gruß", da der alte anscheinend nicht so ankam)

Liebe Grüße,
Clemens
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Beitragvon FLOTI » 09.01.2007, 18:09

Vancouver - Weihnachtsgottesdienst

Hallo zusammen,

dazu kann ich auch mal wieder etwas beitragen:
Am 1. Weihnachtsfeiertag war unser Bez.-Ap. Wendt in unserer Mitte - als er in den Jugendsaal kurz vor dem GD kam, war sein erster Satz "Ich wünsche euch frohe Weihnachten, ich bin aber nicht der Weihnachtsmann!" Dann folgte noch kurzer Smalltalk - bevor er weiterging sagte er noch mit Blick auf die vorne stehende Leinwand: "Und Ihr sitzt hier alle in der ersten Reihe, hier läuft das 1. Programm und umschalten geht nicht!" :cry:

Ich war so irritiert, dass ich nicht wusste, ob ich in dem GD noch etwas mitnehme oder ob ich lieber gleich gehen soll. Leider war mein Weihnachtserleben durch diesen GD auch entsprechend.

Liebe Grüße an alle - schön dass wir uns hier im Forum austauschen können :wink:
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