Gestern bin ich "fremd gegangen" ... und es war so

Gottesdienstberichte und Predigtkritik

Gestern bin ich "fremd gegangen" ... und es war so

Beitragvon duke35hb » 21.08.2006, 09:13

Hallo zusammen,

ich hatte gestern einen wunderschönen Sonntag ... und ich möchte euch gerne daran teilhaben lassen und erspare mir auch jegliche Wichtung und Bewertung. Vielleicht kann aber der Eine oder die Andere etwas davon mitnehmen. Also:

In meiner NAK Heimatgemeinde fiel gestern auf Grund einer direkt vor dem Kirchengebäude statt findenden Veranstaltung der GD aus. Der Priester hatte uns am Mittwoch mit den Worten verabschiedet, jeder könne am Sonntag hingehen, wohin er wolle. Hab ich gemacht: ich hab mir meine Freundin (auch NAK) geschnappt und bin, nach vorheriger Internet-Recherche, in einen evangelischen Gottesdienst gegangen. Wie wohl 99% aller linientreuen Traditions-NAKler hatte ich bisher noch nicht viel Erfahrung mit protestantischen Gottesdiensten. Ich hatte bis dato zwar schon einige Hochzeiten in evangelischen und katholischen Kirchen auf der Orgel begleitet, aber einen „normalen“ GD einfach so in der Kirchenbank hatte ich dort noch nicht erlebt. Wohl aber hatte ich genau die Vorurteile, die wohl jeder von uns kennt: da gibt es keine Herzenswärme, da wird alles nur abgelesen, da existiert kein Gemeindeleben, da gibt es kein "lebendiges Wort vom Altar", da ist es kalt und düster, da ist alles anonym, etc, etc....

Alles Schauermärchen, wie ich gestern erfahren durfte ....

Erlebt habe ich gestern einen Gottesdienst, durchdrungen von Liebe und absoluter Gottesnähe. Selten hab ich den heiligen Geist so gespürt, wie gestern. Mir liefen den halben Gottesdienst die Tränen die Wangen herab, spätestens beim gemeinsamen Singen von „Lobe den Herren ...“ war es mit meiner Fassung (fast) vorbei. Die Pastorin (sie wirkte auf mich mit ihren langen, blonden Haaren, ihrer warmen, singenden Stimme und dem feinen Lächeln wie ein Engel – zumal seitlich auf sie herabfallende Sonnenstrahlen es besonders gut mit ihr meinten :wink: ) predigte auf eine Art, die ich in vielen, vielen Gottesdiensten „meiner“ Kirche vermissen musste: durchdacht, fundiert, allumfassend, nicht ausgrenzend und absolut herzlich.

Thema war die Episode aus dem Markus-Evangelium, wo einer der Schriftgelehrten Jesus nach dem höchsten Gebot befragte:

28Und es trat zu ihm einer von den Schriftgelehrten, der ihnen zugehört hatte, wie sie miteinander stritten. Und als er sah, daß er ihnen gut geantwortet hatte, fragte er ihn: Welches ist das höchste Gebot von allen? 29Jesus aber antwortete ihm: Das höchste Gebot ist das: «Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein, 30und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und von allen deinen Kräften» 31Das andre ist dies: «Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst». Es ist kein anderes Gebot größer als diese. 32aUnd der Schriftgelehrte sprach zu ihm: Meister, du hast wahrhaftig recht geredet! Er ist nur einer, und ist kein anderer außer ihm; 33und ihn lieben von ganzem Herzen, von ganzem Gemüt und von allen Kräften, und seinen Nächsten lieben wie sich selbst, bdas ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer. 34Als Jesus aber sah, daß er verständig antwortete, sprach er zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und niemand wagte mehr, ihn zu fragen.

Die Predigt spann einen weiten Bogen von der Liebe zueinander bis hin zur Liebe zu Gott und seiner Liebe zu uns. Sie sprach auch von Eifersucht und davon, wie sehr sich die Kirche gegenüber dem jüdischen Volk über Jahrhunderte schuldig gemacht hat, weil sie „eifersüchtig“ war, nicht das auserwählte Volk gewesen zu sein, und „eifersüchtig“ darauf war, dass Jesus als Jude geboren und als Jude gestorben ist ... Bei diesem Gedanken über die „Eifersucht der Kirche“ wanderten meine Gedanken kurz zur NAK ... aber das war auch das einzige Mal. Ich will auch gar nicht groß ausbreiten, in welche Richtung meine Gedanken da gingen. Macht euch euer eigenes Bild!

Als am Ende des Gottesdienstes die Pastorin die Arme ausbreitete und der Gemeinde den Segensgruß übermittelte, fühlte ich ein heiliges Beben ganz tief drinnen. Zum Ausklang spielte die Orgel einen ruhigen Satz aus einer Orgelsonate von Mendelssohn und ich saß wie benommen in der Bank ...

Meine Freundin und ich, wir waren auf jeden Fall den ganzen Tag noch wie beseelt. Wir hatten noch viele gute Gespräche, immer wieder kamen wir auf dieses Erlebnis zurück. Abends konnte ich nach langer Zeit endlich mal wieder Gott für diesen Segenstag danken. Mit tiefer, ehrlicher Empfindung. So, genau so müsste es jeden Sonntag sein!

Natürlich ist mir bewusst, das ich gestern wohl einen Sahne-Bonbon "erwischt" habe, auch in der evangelischen Kirche wird es Predigten geben, die mich nicht erreichen würden. Aber trotzdem, es war ein Erlebnis der besonderen Art, welches mir Kraft für viele kommende NAK-Gottesdienste gegeben hat, so paradox das klingen mag ...

Wir haben gestern übrigens beschlossen, künftig einmal im Monat einen GD ausserhalb der NAK zu besuchen. Muss halt jemand anderes dirigieren und orgelspielen ... mein innerer Friede ist mir wichtiger als reine Pflichterfüllung.

Tschüss aus dem Norden!
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Re: Gestern bin ich "fremd gegangen" ... und es wa

Beitragvon organa » 21.08.2006, 09:20

Lieber duke35hb,

hier noch eine kleine Ergänzung von mir:

Der gestrige Sonntag (10. n. Trinitatis) heißt im ev. Kirchenjahr auch der "Israel-Sonntag". Predigtthema ist an diesem Tag üblicherweise das Verhältnis der Juden und Christen zueinander.
Ich weiß nicht, ob es ihn auch in der Nak gibt, hier mal ein Link:

http://www.gkempka.de/Fachliches/CJD/Israelso.htm

herzlich
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Beitragvon agape » 21.08.2006, 09:38

Als am Ende des Gottesdienstes die Pastorin die Arme ausbreitete und der Gemeinde den Segensgruß übermittelte, fühlte ich ein heiliges Beben ganz tief drinnen. Zum Ausklang spielte die Orgel einen ruhigen Satz aus einer Orgelsonate von Mendelssohn und ich saß wie benommen in der Bank ...


Ja, ja, ja.

Wer nicht segnen kann, wer seine Hände nie segnend über jemanden erheben kann, dem fehlt etwas ganz Wesentliches.
Das kommt nur ganz tief von innen. Fast automatisch möchte man sagen.

Lieben Gruß in die HB,
agape
"2020 wird die NAK eine kleine fundamentalistische Bewegung sein."

Gerrit Sepers, Mai 2007
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ich wollte gestern fremdgehen

Beitragvon gecko » 21.08.2006, 09:45

hallo duke35hb,

bei mir ist es beim vorsatz geblieben.

ich muss allerdings etwas ausholen: seit einigen monaten besuche ich in unregelmaesseigen abstaenden die altkatholische kirche in karlsruhe ... nach anfaenglicher gewoehnungsbeduerftigkeit (es ist halt doch -fast- alles anders als in nakGottesdiensten) hab' ich mich aber doch recht wohl gefuehlt ... besonders die predigt, die angenehm durchdacht, tiefgruendig, einpraegsam ... und nicht zu lang :wink: war ... und mit der ich mich auch gerne noch weiter beschaeftigt hab ...

... jetzt zur eigentlichen geschichte: im september moechte ich beim badenMarathon mitlaufen und hab mir vorgenommen an den drei vorbereitungslaeufen mitzumachen ... der erste war gestern ... um 9:30

... aber ich wollte auch gerne in den gottesdienst gehen ... und da hab ich im internet geschaut wo in der naehe ein altkatholischer gottesdienst in der naehe (und am nachmittag) stattfindet ...

... und bin in landau (pfalz) fuendig geworden ...

wir waren recht frueh in landau, sind noch durch die stadt gebummelt, haben einen milchkaffee im cafe am markt um die ecke -in der nachmittagssonne- genossen ... und sind dann kurz vor 18:00 in die kleine katharinenkapelle ruebergangen ... und wollten ganz anonym den gottesdienst besuchen ...

doch wir haben kurz entschlossen den rueckweg angetreten ... haben so getan, also waeren wir "rein zufaellig" durch die offene kirchentuer gekommen:

zwei mitglieder (die einzigen bisher anwesenden) haben in der rechten ecke der kirche 5-6 stuehle im halbkreis aufgestellt ... und ich hoerte sie sagen "das wird wohl reichen" ... und dann haben wir uns doch nicht getraut ... sooo familiaer haben wir's uns doch nicht vorgestellt ...

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Beitragvon Ceci » 22.08.2006, 08:40

Lieber gecko,

trau dich ruhig :wink: , in der kath. Kirche ist mir das auch öfter mal passiert, dass z.B. bei einer späten Messe , Frühmesse etc. nur 2, 3 Leute da waren. (War nat. anfangs befremdlich und ich habe mich ziemlich nach hinten gesetzt, deshalb kann ich dein Unbehagen da verstehen.)
Zumindest guckte keiner einen als Neuankömmling an und so verging dies Gefühl nach einiger Zeit.

lieben Gruss
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Beitragvon gecko » 22.08.2006, 08:55

Ceci
hat geschrieben:
Lieber gecko,

trau dich ruhig :wink: , in der kath. Kirche ist mir das auch öfter mal passiert, dass z.B. bei einer späten Messe , Frühmesse etc. nur 2, 3 Leute da waren. (War nat. anfangs befremdlich und ich habe mich ziemlich nach hinten gesetzt, deshalb kann ich dein Unbehagen da verstehen.)
Zumindest guckte keiner einen als Neuankömmling an und so verging dies Gefühl nach einiger Zeit.

lieben Gruss
Ceci


hallo ceci,

setz Dich mal in einem stuhlkreis nach hinten :wink:

mal sehn, vielleicht probier' ich's nochmal :idea:

lieber gruss zurueck
gecko
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Beitragvon Ceci » 22.08.2006, 09:01

Lieber gecko,

okay, das mit dem Stuhlkreis habe ich wohl (beim vielen Lesen der Threads im Forum ...so viele Buchstaben und Sätze... :wink:) nicht richtig gelesen bzw. überlesen,sorry- stelle ich mir auch schwierig vor :)

Ceci
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Beitragvon ChristSein » 22.08.2006, 09:57

Ihr Lieben Alle,

"gestern bin ich fremd gegangen",so lautet der Thread. duke35hb hat den Begriff richtigerweise in Anführungszeichen gesetzt.
Können wir in der Form fremd gehen? Ich denke nicht.
Paulus spricht sehr oft vom Prüfen. Zum Beispiel schrieb er an die Thessalonicher: "Prüfet alles und das Gute behaltet", ähnlich an die Gläubigen zu Ephesus: "Prüfet, was da sei wohlgefällig dem Herrn".

Ich freue mich für Euch, dass Eure Prüfung und Erfahrung eine gute Wahl war.

Es wäre schön wenn solches öfters und beiderseits geschehen würde und könnte. Jesus spricht "lernet von mir". Und je breiter und vielfältiger ein solches lernen ist, je kleiner und unbedeutender werden die menschlichen Vorurteile.

Vielleicht ist es zunächst etwas fremdes beim Kommen und doch so wie ihr es erlebt habt etwas bekanntes und schönes beim Gehen.

Es ist wünschenswert, wenn "Fremdgeher" in der NAK dasselbe so unbedrängt erleben dürfen.

Liebe Grüsse
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Beitragvon duke35hb » 23.08.2006, 11:12

@ChristSein

... nicht ohne Grund hatte ich diese Überschrift gewählt, denn tatsächlich beschlich mich so ein derartiges Gefühl, als ich die "fremde" Kirche am Sonntag betrat. Das hat sicherlich etwas mit Gewohnheit und meiner Erziehung zu tun, ist aber bei genauerer Betrachtung völliger Unsinn.

Ich bin mir sicher, das viele Probleme, die mit den Inhalten (sowohl den fehlenden und als auch den existierenden) innerhalb der NAK tun haben, viel leichter zu bewältigen wären, wenn alle braven NAK-Kirchgänger mal einsehen würden, das uns keiner was wegnehmen will und wir im Gegenzug von allen anderen viel lernen können. Der STAP geht da ja eigentlich auch mit seinen Aussagen mit gutem Beispiel voran. Ich bin mir nur nicht sicher, ob diese seine Aussagen Ernst gemeint sind, oder populistische Ziele verfolgen.

Wie auch immer, ich für meinen Teil hab das Gefühl, gerade am Anfang einer spannenden Reise zu stehen. Und das nach 35 Jahren NAK-Zugehörigkeit. Fast schon lustig, diese Feststellung.

Passt ganz gut dazu: am Sonntag war hinter dem Altar ein selbstgemaltes Plakat mit der Aufschrift "Abenteuer Religion" angebracht. Fand ich sehr bezeichnend für meine derzeitigen Empfindungen ...
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Beitragvon ChristSein » 23.08.2006, 16:34

Lieber duke35hb,

ich finde es immer wieder schön, fast so wie Urlaub. Etwas gespannt auf das Neue und in den meisten Fällen nie enttäuscht.
Dabei ganz einfach die Seele baumeln lassen, sieht manches gelassener und vielleicht das eine oder andere Gesicht wieder.

Insgesamt eine runde Sache, die sich jedes doch ab und zu mal ruhig gönnen sollte.

Liebe Grüsse
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Re: Gestern bin ich "fremd gegangen" ... und es wa

Beitragvon Ruhrgebiet » 23.08.2006, 16:54

duke35hb hat geschrieben:Natürlich ist mir bewusst, das ich gestern wohl einen Sahne-Bonbon "erwischt" habe, auch in der evangelischen Kirche wird es Predigten geben, die mich nicht erreichen würden. Aber trotzdem, es war ein Erlebnis der besonderen Art, welches mir Kraft für viele kommende NAK-Gottesdienste gegeben hat, so paradox das klingen mag ...



Lieber duke35hb,

das klingt nicht paradox. Auch ich gehe des öfteren in andere Gottesdienste um gaaaaanz tief durchzuatmen und um den NAK Mief aus meinem geistigen Körper zu bekommen. Manchmal muss die Seele durchgelüftet werden...

Liebe Grüße

RG 8)
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Beitragvon Merlot » 23.08.2006, 17:27

Lieber duke (du fährst nicht zufällig ne KTM? :wink: )

Herzlichen Glückwunsch zu diesem *Gotterleben*!

Je nach dem, wie NAK-verseucht man ist, dauert es eine Weile, bis man innerlich überhaupt *zulassen* kann, dass Gott einem auch mal außerhalb der NAK begegnet...

Begegnungen mit Gott außerhalb des NAK-Kontexts *zulassen* und als solche *wahrnehmen*.

Darum geht es, um nichts anderes.

Du schreibst "Natürlich ist mir bewusst, das ich gestern wohl einen Sahne-Bonbon "erwischt" habe, auch in der evangelischen Kirche wird es Predigten geben, die mich nicht erreichen würden."

Wieso muss man gleich wieder in solchen Kategorien denken? Wieso muss denn dieser schöne GD gleich als Ausnahme herabgewürdigt werden?
Weil man sich als NAKi des "Fremdgehens" schämt? Weil man sich schämt, wenn man sich mal bewusst macht, wie viel Verachtung man für andere Christen, "Nicht-Gotteskinder", in sich trägt, ohne es zu realisieren? Frei nach dem Motto "was der NAKi nicht kennt, frisst er gleich"? 8)
Oder weil man in der NAK ja leider eingeimpft bekam, DASS man gefälligst in JEDEM Gd. selig zu werden HAT Bild und dass man sich andernfalls schwer grämen und *überprüfen* muss?

Eijeijei...

Gott ist Dir vollumfänglich und seligmachend in einer anderen Kirche als Deiner gewohnten begegnet, ist das nicht einfach eine tolle *Offenbarung*?

Nimm das mit als ein warmes Licht, und wenn es Dich in der NAK mal wieder ankääst, dann denke einfach dran, dass Gott Dir auch außerhalb begegnet, wenn Du es nur zulässt.

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Beitragvon Cleopatra » 23.08.2006, 17:50

Es ist schon schlimm, wenn man diese *Verachtung" der anderen Christen, so ins Herz gelegt bekam. Ich empfand es auch immer so. Ihnen wurde das Christsein einfach abgesprochen. Man lehrte uns, daß diese Menschen umsonst in ihre Kirchen gehen. (Wenn sie überhaupt gehen) Dort würde weder Gott zu finden sein, noch hätte Sündenvergebung und Abendmahl irgend einen Nutzen. Und überhaupt: Alles wird vom Pfarrer nur abgelesen...........

Nein! So ist es nicht. Man muß sich schon selbst überzeugen und ich finde es positv, wenn es immer mehr Geschwister gibt, die sich ein eigenes Bild machen wollen. Ich durfte schon Hochzeiten in anderen Kirchen erleben. Traumhaft schön und nur auf das Paar abgestimmt. Die Zeremonie wesentlich feierlicher, als ich es in der NAK erlebe.

LG, Cleopatra
Jedes Phänomen, das uns bewusst wird, ist stets eine Manifestation des Geistes. [Buddha Shakyamuni, Surangama Sutra, ca. 500 v. Chr.]
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"Du bist, was du denkst!"
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Namaste
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Beitragvon manfredok » 23.08.2006, 19:41

Cleoprata schreibt:

Es ist schon schlimm, wenn man diese *Verachtung" der anderen Christen, so ins Herz gelegt bekam. Ich empfand es auch immer so. Ihnen wurde das Christsein einfach abgesprochen. Man lehrte uns, daß diese Menschen umsonst in ihre Kirchen gehen. (Wenn sie überhaupt gehen) Dort würde weder Gott zu finden sein, noch hätte Sündenvergebung und Abendmahl irgend einen Nutzen.


Auf naktuell habe ich folgenden Beitrag gefunden:

Bezieht sich auf ein Interview das GK mit P. Johannig und Stammapotel Leber geführt hat.

Nun scheint aber die NAK offensichtlich den Begriff "Gotteskind" eher etwas in den Hintergrund rücken zu wollen. Dies bestätigt sich auch durch das Interview vom STAP mit gk, wo davon die Rede ist, den Begriff "Gotteskind" durch die Formulierung "Glied am Leib Christi" zu ersetzen:

PJ: "Gotteskind" ist ein sehr kampfbetonter Begriff geworden. "Glied am Leib
Christ" ist theologischer und biblischer.
gk: Um das noch einmal auf den Punkt zu bringen: Sie können ausschließen,
dass es außerhalb der Neuapostolischen Kirche Wasser- und Geistgetaufte
gibt?
Leber: Ja, nach unserem Verständnis. Was nicht ausschließt, dass es
Ausnahmen gibt, die am Tag des Herrn dabei sind und angenommen werden.

Hier kommt eindeutig zum Ausdruck, das den anderen immer noch die Gotteskindschaft ab gesprochen wird und darauf dieses zu Glauben, habe ich einfach keine Lust mehr.

Meine Partnerin und ich haben uns vorgenommen ,auch NAK "fremd" zu gehen.

Der Blick über den Tellerrand ist sehr wichtig.

Besonders um die NAK Normalkost besser verdauen zu können. Was dieser Blick für uns ,über den Tellerrand zu Blicken ,bringen wird,werden wir dann sehen.
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