Nachgedacht!

Gottesdienstberichte und Predigtkritik

Re: Nachgedacht!

Beitragvon countryute » 28.01.2011, 15:51

Ich weiß nicht ob es hier passt - sonst bitte verschieben liebe Admins. :wink:
Wir haben neulich ein Wimmelbildspiel gespielt, in welchem wir ein Labyrinth zu durchqueren hatten. Die Heldin musste einen Trank hinter einem Tor finden, der ihren Mann vom magischen Schlaf befreien soll (für interessierte Wimmelbildfans - Dream Chronicals 2). Dieses Tor konnte nur geöffnet werden indem man etwas auf verschlossenen Truhen holte. Mein Verlobter hat gesteuert und ich hab nur zugesehen. Dabei ist mir der Gedanke gekommen, dass es irgendwie mit unserem Erdenleben vergleichbar ist. Unsere Geburt ist der Eingang zum Labyrinth und wir haben keine Karte und probieren erstmal aus wie wir gehen können. Dabei trennt uns vielleicht nur ein Gang von den Truhen, die ich mal Dienen in jeglicher Form, Sündenvergebung und Gebet nenne. Bevor man die Truhen öffnen kann braucht man die Schlüssel, die man unterwegs findet. Sie heißen Glaube, Liebe und Hoffnung. Während wir durch das Labyrinth gehen finden wir vielleicht einen Schlüssel oder eine Truhe nicht und können sie nicht öffnen. Die Gläubigen haben die Karte, aber manchmal halten sie diese vielleicht falsch, verirren sich, übersehen einen Schlüssel oder so. Oder sie haben schon die Truhen geöffnet, können aber mit dem Inhalt nichts anfangen. Ob sie wirklich das Tor öffnen konnten und die Belohnung - das ewige Leben - erhalten stellt sich erst raus wenn sie / wenn wir vor Gott stehen und uns rechtfertigen müssen für unser Leben.
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Re: Nachgedacht!

Beitragvon Tatyana † » 28.01.2011, 16:01

Jeder Mensch hat doch eine unsterbliche Seele? Also kann das ewige Leben keine Belohnung für irgendwas sein. Und wieso "rechtfertigen vor Gott"? Ich dachte, dafür gibts die Sündenvergebung? Als ob Gott eine Rechtfertigung von uns nötig hätte...
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Re: Nachgedacht!

Beitragvon countryute » 28.01.2011, 16:18

Irgendwie hab ich mich wohl nicht richtig ausgedrückt. Mir fällt allerdings nichts Passenderes ein. Der Trank steht für das Leben ins Gottes unmittelbarer Nähe. Natürlich ist jeder unsterblich, nur wie nahe man bei Gott lebt hängt schon davon ab wie wir uns auf der Erde verhalten. Darüber wie wir hier handeln müssen wir auch Rechenschaft ablegen. Ist doch auch nur fair, oder? Also wenn ich immer meinem Nächsten gedient habe, nach den Geboten gelebt habe und immer danach getrachtet habe so zu leben wie Gott es von mir erwartet möchte ich eigentlich nicht in einen Topf mit Mördern, Betrügern, Dispoten usw. geworfen werden. Nur Gott kann darüber urteilen wie würdig wir sind.
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Re: Nachgedacht!

Beitragvon Sonia » 28.01.2011, 16:26

Countryute schreibt:
Also wenn ich immer meinem Nächsten gedient habe, nach den Geboten gelebt habe und immer danach getrachtet habe so zu leben wie Gott es von mir erwartet möchte ich eigentlich nicht in einen Topf mit Mördern, Betrügern, Dispoten usw. geworfen werden.


Hallo Ute,

wenn ich "eines Tages" direkt bei Gott sein darf, ist mir egal, wer noch im selben Topf ist...
Jedenfalls mache ich mir keine Gedanken, wer es womöglich nicht nicht verdient haben könnte, mit in meinem Topf zu sein.

Freundliche Grüße
Sonia
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Re: Nachgedacht!

Beitragvon countryute » 28.01.2011, 16:34

OK - es geht nur darum, ob wir selbst würdig sind und nicht um die anderen.
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Re: Nachgedacht!

Beitragvon Laura1 » 28.01.2011, 18:38

countryute hat geschrieben: nur wie nahe man bei Gott lebt hängt schon davon ab wie wir uns auf der Erde verhalten. Darüber wie wir hier handeln müssen wir auch Rechenschaft ablegen. Ist doch auch nur fair, oder? Also wenn ich immer meinem Nächsten gedient habe, nach den Geboten gelebt habe und immer danach getrachtet habe so zu leben wie Gott es von mir erwartet möchte ich eigentlich nicht in einen Topf mit Mördern, Betrügern, Dispoten usw. geworfen werden. Nur Gott kann darüber urteilen wie würdig wir sind.


Ich bin mir nicht sicher ob es richtig ist so zu denken. Das ist jetzt keine Kritik an Dir Ute, sondern allgemein gemeint.

Zum Beispiel: Der reiche Jüngling hat gegenüber Jesu betont, die zehn Gebote immer gehalten zu haben. Jesu sagte drauf zu ihm: Verkaufe was Du hast und komm und folge mir nach. Daraufhin ging der reiche Jüngling traurig von dannen. Warum er traurig davon ging, steht meines Wissen nicht geschrieben. Vielleicht war dieser Wunsch wirklich zu viel verlangt..., oder er war einfach nur enttäuscht, weil er erwartet hatte Jesu würde ihn gebührend für sein gutes handeln loben, ihm mehr Respekt zollen...

Dem guten handeln und wandeln des reichen Jünglings, steht der Schächer am Kreuz gegenüber. Ein ganz anderer Mann, ein Mörder, ein Räuber, kurz ein Schwerverbrecher. Er muss schon schimmes getan haben, sonst wäre er nicht gekreuzigt worden.
Der Tod am Kreuz war damals die höchste Strafe die es gab. Und war nur für besonders schwere Vergehen vorgesehen.
Dieser Schächer, der mit Jesu am Kreuz zum sterben hin, sagte zu Jesu: Herr gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst. Und was sagte Jesu zu ihm...? Er sagte: Heute noch wirst Du mit mir im Paradies sein.

Somit stehen die Chancen nicht schlecht mit Mördern, Betrügern, Dispoten usw. in einen Topf geworfen zu werden... :wink:

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Scheint die Inversion absurd und unglaubwürdig, ist die Wahrheit ganz nah.
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Re: Nachgedacht!

Beitragvon countryute » 28.01.2011, 18:44

Der Gedanke ist eine Erwägung wert. Wenn er dort ist, dann hat es seine Gründe. Ich bemühe mich jedenfalls selbst darum würdig zu sein. Ob ich es bin oder nicht werde ich erfahren wenn ich vor Gott stehe. Aber ich finde es toll, dass ihr euch darüber Gedanken macht und diskutiert, denn dafür ist dieses Forum doch da. :wink:
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Re: Nachgedacht!

Beitragvon reh » 28.01.2011, 18:52

Da bin ich der gleichen Meinung.
Und wer weiß schon die Hintergründe bei Mördern, Betrügern .....
Mit anderen Worten: Sünde und Schuld sind zweierlei und werden von Gott anders bewertet als von uns.

Und was solls, wenn ich bei der Bank mein Geld abhole, oder am Bankautomaten stehe, ist es mir total egal, ob Mörder. Betrüger, Sünder neben mir stehen, und ihr Geld vom gleichen Geldautomaten / Kassierer erhalten. Sicher werde ich mit ihnen auch im gleichen Supermarkt einkaufen oder im gleichen Restaurant essen.

Und im "Himmel" werde ich ganz sicher Gott vertrauen und mich seinen Entscheidungen unterordnen, denn mir wird er genauso GNÄDIG sein müssen.
Ich kann nur dankbar sein, dass bisher in solch große Sünden nicht fallen brauchte.
Gruß vom Reh

Bittet Gott mit Danken
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Re: Nachgedacht!

Beitragvon countryute » 28.01.2011, 18:57

Dann sind wir uns ja einig und deinen Vergleich finde ich sehr gut. :D
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Re: Nachgedacht!

Beitragvon Tatyana † » 29.01.2011, 08:03

Euch ist es egal, wenn ein Mörder mit euch zusammen am Geldautomaten steht oder hinter euch in der Schlange an der Kasse im Supermarkt :shock: . Müsst ihr gute Nerven haben :mrgreen: .
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Re: Nachgedacht!

Beitragvon Corinna » 29.01.2011, 08:16

Also hinter mir möchte ich einen Mörder auch nicht stehen haben.....
Ohne Vollpfosten hätten wir nichts zu lachen. Also nimm dir Zeit und danke dem nächsten Pfosten dafür.
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Re: Nachgedacht!

Beitragvon countryute » 29.01.2011, 08:52

Wenn er mir nichts tut kann es mir egal sein und wenn doch ist es unvermutet - warum also Angst haben?!
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Re: Nachgedacht!

Beitragvon Randnotiz » 29.01.2011, 14:17

Eben. Und wenn da einer steht, hat es der liebe Gott auch so gewollt.
Nur wer die Fakten kennt, kann sie verdrehen.

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Re: Nachgedacht!

Beitragvon johnnelsonjun » 29.01.2011, 14:33

Laura1 hat geschrieben:Zum Beispiel: Der reiche Jüngling hat gegenüber Jesu betont, die zehn Gebote immer gehalten zu haben. Jesu sagte drauf zu ihm: Verkaufe was Du hast und komm und folge mir nach. Daraufhin ging der reiche Jüngling traurig von dannen. Warum er traurig davon ging, steht meines Wissen nicht geschrieben. Vielleicht war dieser Wunsch wirklich zu viel verlangt..., oder er war einfach nur enttäuscht, weil er erwartet hatte Jesu würde ihn gebührend für sein gutes handeln loben, ihm mehr Respekt zollen...


@Laura,

Lukas 18, 22- 23: "Als aber Jesus dies hörte, sprach er zu ihm: Noch eines fehlt dir: verkaufe alles, was du hast, und verteile es an die Armen, und du wirst einen Schatz in den Himmeln haben, und komm, folge mir nach. Als er aber dies hörte, wurde er sehr betrübt, denn er war sehr reich. "

VG,
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