Nachgedacht!

Gottesdienstberichte und Predigtkritik

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Beitragvon maranatha » 07.05.2006, 20:05

Stillstand!?!

Es war wieder so ein Tag, voller Hektik, von einem Termin zum anderen. Endlich ging’s nach Hause, aber abends wieder ein Termin. In der Ortschaft wo ich wohne gibt es zwei Möglichkeiten mein Zuhause zu erreichen, die eine ist die neue Umgehungsstrasse, aber es dauert länger auf ihr und sie ist weiter. Die andere führt durch die Ortschaft durch, ist kürzer und man ist auch schneller am Ziel, aber auf dieser Strecke ist auch eine Bahnübergang, einer Hauptstrecke der Bahn und wehe die Schranken gehen herunter dann ist absoluter Stillstand. Ich nahm an diesem Tage diese Strecke in der Hoffnung dass die Schranken oben bleiben, vor mir fuhr ein vom Bild her bekannter Mercedes-Fahrer, natürlich mit Hut. Was heißt fuhr, er schlich, überholen war wegen des Gegenverkehrs nicht möglich und da waren sie schon zu sehen die Schranken, die offen waren, wir kamen immer näher. Doch dann ging das rote Licht an, der Mercedes-Fahrer gab auf einmal Gas und erreichte das „rettende Ufer“, vor mir senkten sich die Schranken, ich hatte eine Mords Wut, aber was in diesen Augenblick ausgesprochen habe schreibe ich lieber nicht. Nun stand ich da, kein vor kein zurück, verordneter Stillstand, Motor ausstellen und warten. Einiges vom Alltag ging mir durch Kopf, was man nicht richtig gemacht hat, was man besser hätte machen können und eigentlich für den Stillstand dankbar zu sein, Gott dafür zu danken, sich zeit zu nehmen, wenn auch verordnet. Man braucht auch diese Auszeit, um zu erkennen es ist für mich eine Insel mit "Ihm" im Alltag eine Verbindung aufzubauen und sein eignes ich für einen Moment beiseite zu stellen. Dankbar für Stillstand! So musste ich drei Züge abwarten ehe sich die Schranken öffneten. Nein ich musste nicht ich DURFTE!

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Beitragvon tiramizu » 08.05.2006, 11:21

Ein sehr schönes Bild - zumindest für den, der gerade nicht vor der Schranke steht!
Ich habe ebenfalls die Erfahrung gemacht, dass diese "Inseln" im Alltag immer weniger werden - vor allem, je besser man seinen Tag durchorganisiert. Einmal wieder Durchathmen, danach sehnt man sich. Gäbe es nicht ab und an diese zwangsverordneten "Inseln", ob durch Schranken oder andere "Missgeschicke", dann fiele es mir oft verdammt schwer, den, der an erster Stelle stehen sollte, in meine Tagesplanung zu integrieren...

... dabei fällt mir auf - kann man das vielleicht wirklich ganz bewusst einplanen? Eigentlich keine schlechte Idee... :lol:
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Beitragvon maranatha » 12.05.2006, 17:38

Das Training

Die Bundesliga und die anderen Ligen beenden die Saison, es werden einige enttäuscht sein über das abschneiden oder gar den Abstieg ihrer Mannschaft. Andere freuen sich über das erreichte ihrer Mannschaft oder gar den Aufstieg in die nächst Höhere Liga. Noch einige Tage und in Deutschland beginnt die Fußballweltmeisterschaft, um die Mannschaften auf die einzeln Spiele vorzubereiten, bedarf es immer wieder Training und das zieht sich durch von der untersten Liga bis hin zur Nationalmannschaft.
Das Training ist unter anderem, das planmäßig wiederholte Ausführen von Bewegungsabläufen mit dem Ziel, die körperliche Leistungsfähigkeit zu steigern oder über längere Zeit zu erhalten. Aber gehen wir doch mal mit zu so einem Training auf dem Sportplatz, wo unter anderem zum Anfang einige Laufübungen gemacht werden um Schnelligkeit und Fitness zu bekommen. Man macht zwischendurch einige Auflockerungsübungen. Dann lässt der Trainer einige Hüttchen in einer Linie Aufstellen, mit einem gewissen abstand und er bittet die Spieler nach einander mit einem Spurt zu laufen, mal links, mal rechts vorbei und wieder zurück. Dann das ganze mit dem Ball, wieder links, dann recht und wieder links vorbei und das ganze möglichst dicht an den Pylonen vorbei, es soll der Ballführung dienen. Nun bittet der Trainer zu einem kleinen Spiel, er bildet zwei Mannschaften bespricht noch die Mannschaftstaktik sie dient zum Zielgerichteten, planvoll aufeinander abgestimmten Angriffs- oder Abwehrhandlungen aller Spieler einer Mannschaft.
Der Trainer selber spielt nicht mit, er beobachtet, ruft einigen Spielern etwas zu, worauf sie achten sollen. Dann unterbricht er kurz das Spiel, geht zu einigen Spielern hin und bespricht einige taktische Dinge, einige Spieler stellen auch ein paar Fragen, die der Trainer gerne beantwortet und das Spiel geht weiter.
Der Trainer erinnert mich an Gott, Gott als Trainer in unserem Leben, wir lernen viel in unserem Leben. Gott beobachtet, gibt Ratschläge, wir lernen so manchen „Fehlpass“ zu vermeiden und auch auf unsere „Mitspieler“ zu achten. Wir können auch unseren „Trainer“ immer wieder was fragen wen wir man etwas nicht versteht. Wir lernen auch mal den Ball für meine Mitspieler durchzulassen und wir lernen auch in unserem Leben einmal den Ball Flachzuhalten.
Ach übrigens Sonntagvormittag ist wieder Training und der Trainer freut sich auf dein kommen und mitmachen.

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Beitragvon maranatha » 04.06.2006, 18:55

Die Hand Gottes!
22. Juni 1986. Jeder anständige Engländer verflucht diesen Tag noch heute und ruft "Beschiss!" Nach dem Spiel zeigte Maradona keine Reue und sagte vor laufenden Kameras: "Es war ein bisschen die Hand Gottes und ein bisschen Maradonas Kopf." Wir kennen diese Bilder des Herrn Diego Armando Maradona und sie werden uns so kurz vor der WM immer wieder gezeigt.
Neulich hatte ich ein anders Bild einer Hand gesehen. Ein Vater fuhr mit seiner Tochter mit dem Radl, man kam an eine Steigung, für den Vater nicht ungewöhnliches, aber das Kind mühte sich auf dieser Steigung. Die Tritte in die Pedale wurden immer schwerer, die kleinen Füße hatten noch nicht die Kraft wie beim Vater es der Fall war. Es fing auch an hin und her zu wanken, mühselig war der Anstieg.
Doch auf einmal fuhr der Vater neben seiner Tochter und da war sie die Hand, die er auf ihren Rücken legte und damit seine Tochter anschob. Auf einmal fuhr das Kind ganz sicher und fast wie von selber die Ansteigung nach oben.
Auch schon mal erlebt die Hand Gottes? Wenn meine kleinen Glaubensfüße nicht mehr so recht wollen, wenn die Kraft fehlt an den Steigungen in unserem Leben!

Der HERR aber, der selber vor euch hergeht, der wird mit dir sein und wird die Hand nicht abtun und dich nicht verlassen. Fürchte dich nicht und erschrick nicht! 5.Mose 31,8
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Beitragvon maranatha » 23.06.2006, 19:09

Johannistag!
24. Juni ist der Gedenktag von Johannes dem Täufer. Im katholischen Christentum ist der Johannistag bereits seit dem vierten christlichen Jahrhundert bekannt. Er wird als Hochfest zu Ehren von Johannes dem Täufer, der nach christlichem Glauben Jesus im Jordan getauft haben soll, gefeiert. http://de.wikipedia.org/wiki/Johannistag Viele Bräuche und noch mehr Volksglauben waren und sind mit dem Johannistag verbunden und einige Kräuter und Pflanzen stehen mit diesem Heiligen in sprachlicher Verbindung. Dies sind zum Beispiel die Johannisbeere und das Johanniskraut.
Aber auch ein schöner Brauch findet zum Abend des 23. Juni (Johannesnacht) statt, die Nacht der Kirchen, eine Ökumenische Veranstaltung unter dem Motto: „Offene Herzen, offene Türen - eine offene Kirche”
Aber auch die berühmten Bauernregeln haben für den Johannistag ihren Platz, wie: “An Johanni trocken und warm, das macht keinen Bauern arm.“ Und „Kirschen rot, Spargel tot!
Die Spargelsaison endet am 24. Juni, dem Johannistag, ich war als Kind nie ein besonderer Freund des Spargels, erst als ich älter war wuchs auch die Freundschaft zu diesem „Königlichem Gemüse“ oder „essbares Elfenbein“ wie auch genannt wird. Man wohnt nicht weit weg von einem großen Spargelanbaugebiet. In der Zeit von ende April stehen dann in unserer Gegend kleine Buden wo die Bauern ihren Spargel direkt verkaufen, meistens ist er in der früh frisch gestochen. Ein Tipp einer Arbeitskollegin die aus dieser Gegend stammt, war das ich den frischen Spargel in ein feuchtes Küchentuch winkeln soll und das ganze dann in den Kühlschrank, so bleibt der Spargel etwas länger frisch. Aber so ein frischer Spargel aus der Gegend das ist schon was besonderes, natürlich kann man Spargel heute zu jeder Jahreszeit essen. Es gibt ihn ja eingefroren, in Dosen und im Supermarkt aus allen Ländern.
Aber was ist nun so besonders an dem heimischen Gemüse, oder gar mit dem Gemüse aus dem eigenen Garten? Es ist die frische und es schmeckt besonders wenn es frisch ist, viele werden es kennen diesen besonderen Geschmack. Ist das nicht auch in einen Gottesdienst so? Er bekommt ein besonders gut, wenn Gott uns das passende, das frische Wort gibt, nicht das alte konservierte oder eingefrorene und immer wiederkehrende ohne geistige „Vitamine“. Wir brauchen sein Wort, seine Gnade und seine Liebe, zeitgemäß und aktuell, also immer neu und frisch.
Einen schönen Johannistag!
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Beitragvon maranatha » 02.07.2006, 15:39

Deutschland-Italien!!!???!!!

Am Dienstagabend heißt es Deutschland gegen Italien, ach ja wir sind hier in der Fußball-WM freien Zone, also mache ich lieber einen Urlaubsbericht aus Italien.
Im Urlaub fährt man nur dort hin wo man auch einen Gottesdienst besuchen kann, denn auch im Urlaub braut die Seele Speise. Diesen Satz sagte vor über 25 Jahren ein BÄ, der mich einmal aufforderte mein Amt niederzulegen, was ich dankend abgelehnt habe. Es waren keine guten Erinnerungen was ich von diesem BÄ hatte, aber dieser blöde Satz blieb mir in Erinnerung, gerade jetzt im Urlaub an der Adria. Wir waren mit einer Familie aus der Gemeinde im Urlaub, endlich Sonne, Strand, Meer, Herz was will man mehr. Nun war Freitag und die Frage stellte sich, was machen wir Sonntag? Es war nicht das erste Mal das wir in bello Italia waren, meistens waren wir an einem Urlaubsort wo es sehr weit zur nächsten Kirche war und sind so nie dort in den Gottesdienst gegangen. Diesmal reizte es mich einmal in Italien einen Gottesdienst zu erleben, was den anderen nicht so behagte. Im Internet hatte ich mir ein paar Adressen ausgedruckt, dir mir nahe erschienen, eine Gemeinde hatte keine Angabe der Gottesdienstzeiten nur eine Telefonnummer zur Auskunft. Diese Gemeinde erschien mir nahe, ich entschloss mich Samstagfrüh anzurufen, es war der Anschluss vom Vorsteher in U.
Aber es war scheinbar seine Frau die nur Italienisch sprach, was mir nicht wirklich weiterhalf, also ging es erstmal an den Strand zum Sonnen, mit dem Gedanken Sonntag also ohne GD.
Nachmittag zurück und auf dem Handy war ein Anruf in Abwesenheit, es war die Nummer die ich Vormittag angerufen habe. Also wählte ich die Nummer, es war ein Kind am anderen ende und ich verlangte den Papa, der mich mit deutsch begrüßte, er entschuldigte sich das er nicht so gut deutsch kann, für mich reichte es vollkommen. Ich fragte, ob in der Gem. C. am Sonntag GD ist, ja diesmal schon, in U. ist Vormittag kein GD, was mich auch nicht so interessierte. Wie lange braucht man bis C.?, eine gute Stunde, was schon für einen Italiener eine Stunde bedeutet sind für einen Bayern bestimmt 1½ Std. und einem Praiß 2 Std. Also für mich war klar am Sonntag fahr ich den GD, die anderen waren überhaupt nicht begeistert, selbst meine Frau nicht, aber mir war es doch egal ob ich nun dort alleine hinfahre.
Sonntagfrüh klingelte der Wecker meiner Frau, aber ich war schon wach, sagte sie solle ihn ausstellen, machte mir mein Kaffee und wollte kurz vor acht losfahren, viertel vor acht stürmte meine Frau aus dem Schlafzimmer und sagte warum ich sie nicht rechtzeitig geweckt habe, ich dachte du wolltest nicht mitfahren. Sie machte sich fertig und wir fuhren los, der weg erschien unendlich lang, die zeit schritt immer weiter voran um 9.30 Uhr erreichten wir den Ort, nun erst mal Fragen wo die Kirche ist, es war ein Vorort. Um 9.40 Uhr erreichten wir die Kirche besser gesagt das Kirchenlokal, noch besser gesagt das Wohnzimmer. Draußen begrüßte uns der Diakon (eben nicht im Schwarzen Anzug, gehört ja zur Gebietskirche Schweiz) der noch zwei Gartenstühle holte, was aber nicht nötig war, wir hatten drin noch Platz, der Dienstleiter unterbrach kurz seine Predigt, wir wurden mit einem „buon giorno“ begrüßt und gefragt ob wir nur deutsch können was wir mit einem „sì“ beantworteten. Der DL sagte dann zu einem AT der vorne in der Mitte saß was auf Italienisch, dieser sagte uns dass er den GD in Deutsch nachher zusammenfasst. Der DL setzte den GD auf Italienisch fort, ja wir waren im Wohnzimmer gelandet, wir waren um die 30 Personen. Als Altar diente ein Tisch mit reichlichen Blumen geschmückt zwischen Wohnzimmer und Küche, über Herd und Spüle eine Anrichte und da standen doch tatsächlich ein Ramazotti und ein Grappa drin, vor uns ein Fernseher und ein altes Soldatenbild, schön endlich mal ein anderer Hintergrund als daheim. Aber nun versuchte man was aus dem GD rauszuhören, es hätte was von Simon Petrus vorkommen müssen, aber da kam nichts. Es kam nur was von acqua, von vino (das was wir immer im Lokal zum trinken bestellen) und von miracoli und immer wieder miracoli, ja miracoli und ich hatte Hunger, aber Spagetti zum Frühstück? Es wird doch nicht um Spagetti gehen? Aber es kam noch Maria die Mutter Jesu ins Spiel und Jesus selber. Meine Frau flüsterte mir zu miracoli wird was mit Miracolix (der mit dem Zaubertrank bei Asterix und Obelix) zu tun haben. Jetzt konnte man sich etwas zusammenreimen, es wird scheinbar um die die Hochzeit zu Kana gehen und miracoli werden die Wunder sein. Der DL versprühte einen lächelnden freundlichen und italienschen Charme, es machte richtig freunde seine Begeisterung zu erleben, trotzdem man nicht viel verstand und doch zu verstehen wie einfach es ist anderen mit Freude zu begegnen. Nun sollte der nächste dienen, wir sangen zusammen ein Lied, am Keyboard ein Bruder mit weißem Hemd und schwarzer Krawatte (es war der Vorsteher von U.)
Der DL reichte mir das Gesangbuch, herrlich das war ja das alte GB nur auf Italienisch und es lässt sich auf Italienisch auch gut singen, aber der DL kam mir irgendwie bekannt vor. Das wird doch nicht? Nun wurde uns in Deutsch durch den Bezirksevangelisten der GD zusammengefasst. Ja es ging um die Hochzeit zu Kana, es ging um die Wunder von Jesus, er wollte ja dort noch keine Wunder tun. Wie hatte doch der Apostel gesagt (Bingo), wie können wir heute die Wunder Jesus erkennen? wenn er sich zum Beispiel in deinen Nächsten dir naht. Dann diente noch der „dall’anziano di distretto“ (BÄ), ich flüsterte noch zu meiner Frau „Apostel Mutti“ ist der DL was sie scheinbar nicht verstand. Nun noch das „padre nostre“ und das Abendmahl und wir sangen das Lied Nr. cinque, cinque, cinque endlich wusste ich auch was mit der Nummer anzufangen. Es waren ungefähr zehn Gäste im GD, weil sie nicht zu Abendmahl gingen, es wurde noch der Schlusssegen gesprochen und dann war der GD „finito“. Draußen haben wir uns von allen verabschiedet, wir gingen zum Auto wo ich meine Krawatte abzog, ich sagte noch zu meiner Frau, wollen wir nicht noch von uns mit dem Apostel ein Foto machen? Wieso sagst du mir nicht dass es der Apostel ist? Habe ich doch, meine Frau hat nur was Mutti verstanden, so gingen wir noch mal zurück, Foto machen und haben uns noch eine weile unterhalten mit dem Apostel der schon ein wenig deutsch konnte. Eine ältere Schwester kam herzu die den Apostel ein Bussi rechts ein Bussi links gab, der Apostel strahlte mit einer Herzlichkeit (Na hoffentlich erfährt es nicht der Stammapostel, der mag so was gar nicht, is halt a Praiß). Wir merkten erst dort dass wir schon fast in den Bergen waren, der Ausblick war recht schön. Aber nun hieß es Abschied nehmen und wieder zurück zum Strand, die Rückfahrt, unterbrochen an einer Raststätte (endlich eine belegte Semmel, ein Caposchino und Zigaretten), dauerte etwas länger den viele wollten ans Meer. Aber es war das Erlebnis das man ein GD erlebt hat, in dem der Apostel Freude ausgestrahlt hat, wo man durch die Sprache nicht viel verstand und doch viel mitgenommen hat. Ein GD, wo die Diakone einen nicht im schwarzen Spalier empfingen, wo nicht nur Perfektionismus herrscht sondern Einfachheit die Liebe ausstrahlt, das eben was man in Deutschland manchmal vermisst, wo so manche Gottesdienste in einer Art Endzeitstimmung gehalten werden, nur kein lächeln es ist ja böse zeit!
Arrivederci bello Italia.
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Beitragvon fireangel » 02.07.2006, 15:48

Einfach KLASSE :!:
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Beitragvon susalex » 02.07.2006, 20:01

Toll erfasst und weitervermittelt. Man war richtig mittendrin. Kenne ähnliches von I.
Es hört doch jeder nur, was er versteht. (Johann Wolfgang Goethe)
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Beitragvon tergram » 03.07.2006, 06:42

Maran Atha, danke für diese heitere Schilderung. An deinem Italienisch solltest du noch arbeiten (Mensch, das heisst Spaghetti - mit ´nem "h" drin und "Bello" ist der Hund vom Nachbarn, Italien ist weiblich, also bella Italia... :roll: ), aber ansonsten: Ganz grosse Klasse! :lol:
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Beitragvon Wiwi » 03.07.2006, 07:16

Lieber MA,

beim Lesen Deines Berichtes dachte ich an einen Jugendtag in Albanien vor vielen Jahren. Mit dabei Apostel Augello, von Geburt Sizilianer. Er diente mit in Italienisch, was dort jeder versteht (nur ich nicht). Allein die Sprache war schon Musik... wenige Wortfetzen habe ich verstanden, mir den Sinn zusammen gereimt. "Il lengua di amore" kam darin vor, die Sprache der Liebe.

Das unbeschwert-unorganisierte Umfeld, die spontan-liebevolle und herzliche Art der "Südländer" ist mir mit den Jahren oft begegnet und hat wohl getan.

Danke für Deinen schönen Bericht!

LG - Wiwi
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Beitragvon klausi » 03.07.2006, 08:28

wo nicht nur Perfektionismus herrscht sondern [size=18]Einfachheit die Liebe ausstrahlt,[/size]
Das tut guuuuut.

Auch eine Idee, die Entscheidung im Urlaub zum GD zu gehen mal unabhängig von der Familie zu treffen. Das regt zu Neuem an. Einfach super

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Beitragvon Cemper » 03.07.2006, 09:23

MARAN_ATHA hat geschrieben:Ein GD, wo die Diakone einen nicht im schwarzen Spalier empfingen, wo nicht nur Perfektionismus herrscht sondern Einfachheit die Liebe ausstrahlt, das eben was man in Deutschland manchmal vermisst, wo so manche Gottesdienste in einer Art Endzeitstimmung gehalten werden, nur kein lächeln es ist ja böse zeit! Arrivederci bello Italia.

@ Maranatha

Wenn Sie aber meinen, dass in anderen Kirchen Gottesdienste nicht „in einer Art Endzeitstimmung“ gehalten werden, dann ... irren Sie sich. Meine eindrucksvollsten Erlebnisse: Über mehrere Jahre - zwölf waren es wohl - hatte ich am späten Heiligen Abend den Organistendienst in der Universitätskirche. In jedem Jahr stand der Theologieprof. im Amt des Universitätspredigers auf der Kanzel. In jedem Jahr hatte ich das Gefühl: der gute Mann hat sich seit Anfang November alle Katastrophen-Nachrichten der Tagesschau notiert und liest sie jetzt vor. Irgendwann war er fertig und sagte dann: „Und nun - liebe Gemeinde - feiern wir Weihnachten. Das Fest der Geburt Christi. Fröhliche Weihnachten.“

Nach diesen Messen brauchte gegen Mitternacht immer mindestens zwei Bier.

@ tergram

Ihr Italienischunterricht ist Anlass zu dieser Anmerkung:

Sollte Maranatha seinen Namen evtl. auch anders schreiben? In den gängigen Nachschlagewerken steht „Maranatha“ - ein Wort. Übrigens mit dieser Trennung: Ma-ra-na-tha.

Es ist etwas schwierig. Das aramäische Wort bedeutet in der Schreibweise Maran atha: „Unser Herr ist da!“ In der Schreibweise Marana tha heißt es: "Unser Herr kommt!“

„Unser Herr ist da!“ und „Unser Herr kommt!“ - das ist ja ein offensichtlich großer Unterschied ...

Die Neuap. Kirche hat hier - wieder einmal - eine Sonderlösung. Sie schreibt das Wort getrennt - "Maran atha" = „Unser Herr ist da“ - und wartet aber auf seine Wiederkunft. Wartet sie auf die Wiederkunft des Herrn, der schon da ist?

Mr. vigilius peregrinus wird eine Lösung finden ...

Und Ihnen wünsche ich eine schöne Spaghetti-Mahlzeit.

C.
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Beitragvon Tohuwabohu68 » 03.07.2006, 09:57

Liebe Tergram,

bitte nicht aufregen... Aber nach der Neuen Rechtschreibung darf man Spaghetti jetzt auch so - nämlich Spagetti - schreiben. :shock:

Ich hab mich auch schon aufgeregt. Und damit ich es nicht auf den Einkaufszettel so "un-italienisch" und häßlich schreiben muss, esse ich nur noch Penne und Fusilli - oder war's doch Fusili?...

Hilfe! Fusili? Fusilli?... Jetzt findet man auch beide Schreibweisen im Internet!... Ich esse ab sofort nur noch Spätzle!

Na denn, TSCHIAO (steht morgen bestimmt so im Duden...) :roll: :wink:

T
Jeder hat zunächst den Gottesglauben, den man ihm aufgeschwatzt hat;
aber allmählich hat er den, der er verdient.
(Karlheinz Deschner)
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Beitragvon klausi » 03.07.2006, 10:13

Spätzla send eh am Beschda
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