Wo ist das Licht zum Advent?

Gottesdienstberichte und Predigtkritik

Beitragvon Dietemann » 05.12.2005, 08:06

Ich denke, da der "allgewaltige VFB" noch keine Kerzen im Angebot hat, ist es natürlich für NAKler verwerflich, Kerzen eventuell bei einem Mitchristen kaufen zu müssen! Wo würde der "allgewaltige VFB" denn die Kerzen kaufen, so er sie in sein Sortiment aufnehmen würde?

Aber zumindest hat der "allgewaltige" Verlag ja schon mal Kerzen auf dem jetzigen Monatsplakat gedruckt! Ich denke, hier schlägt kein Vorsteher einen Haken, um das Plakat zu entfernen. Es kommt ja vom "allgewaltigen" und alles bestimmenden Verlag!
Dietemann
 

Beitragvon Loreley 61 » 05.12.2005, 08:08

Nachtrag:

An solchen Dingen merkt man erst, wie gut es ist, wenn es soetwas wie einen Kirchenvorstand gibt.

Wenn ich an Weihnachten wirklich eine ganz tolle weihnachtliche "Atmosphäre" genießen möchte, so werde ich auch einen Gottesdienst in der katholischen Kirche hier vor Ort besuchen. Da kommt zumindest bei uns auch die evangelische Kirche nicht mit. In einer "Nische" befindet sich dort die Krippe mit lebensgroßen Figuren. Zwei riesen Tannenbäume - rechts und links vom Altar, Kerzen - überall Kerzen.
Natürlich sollte auch die Predigt bewegen, da muß man eben abwarten. Wirklich, da haben die Katholiken was drauf - das muß man ihnen lassen. Und vielleicht ist es auch gerade das, was ich unter anderem in meiner Kindheit so sehr vermisst habe. Kann sein, daß ich gerade deswegen so begeistert bin von solch einem weihnachtlichen Schmuck und Brauch.
Loreley 61
 

Beitragvon Dietemann » 05.12.2005, 08:28

An solchen Dingen merkt man erst, wie gut es ist, wenn es so etwas wie einen Kirchenvorstand gibt.


Loreley 61, allein hier fehlt mir der Glaube, dass es in NAK.Gemeinden unabhängige und nicht weisungsgebundene Kirchenvorstände geben könnte!

Aber ich habe auch ein fable für kath. Gottesdienste!
Dort spricht z.B. der Pfarrer, wenn er dann Besuch seines Bischofs hat, nicht Lobdudeleien auf den Bischof aus, sondern eine vernünftige Wortwahl zum Thema ist gegeben!

Aber lasst uns in der NAK die Kerzen entzünden!
Freie Bahn den Kerzen in NAK-Kirchen!
Dietemann
 

christbaum

Beitragvon gecko » 05.12.2005, 08:45

hallo leute,

ja, wenn ich mir's so recht ueberlege haben bei uns auch keine kerzen gebrannt - es standen aber auch keine am altar - ich glaub' die angst vom "dem katholischen" ist bei uns auch noch bissl gegenwaertig - ich hab (in meiner zeit als dirigent) auch probleme gehabt "katholische" lieder mit dem chor zu singen - z.b. "jesu, Dir sei dank gebracht" aus dem jugendliederbuch - ein wunderschoenes lied (fuer mich), aber es traf leider nicht den neuapostolischen geschmack einiger saengerInnen.

aber, was ich Euch eigentlich erzaehlen wollte: die ganz alten von Euch - ich weiss es nur vom hoerensagen :lol: - erinnern sich vielleicht noch an die badische zeit, als christbaeume als unchristlich aus dem wohnzimmer verbannt wurden - ein bischof erzaehlte mir vor einiger zeit (und wir haben darueber dann auch recht heftig "darob" geschmunzelt) von einem solchen weihnachtsfest (ohne christbaum) - ein paar zweige durfte die mutter aufhaengen.
... und er beschrieb mir auch das betroffene gesicht der mutter und die unglaeubigen gesichter der kinder ...

eine gesegnete adventszeit (mit vielen waermenden kerzen) gewuenscht vom badischen
gecko
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Beitragvon maranatha » 05.12.2005, 21:57

Hallöchen noch mal,
@ Pucki,
exakte Wiederholung der Worte, oh Schreck die werden doch nicht „gk“ lesen! :oops:
Das mit den Röcken ist wie mit den alten Zöpfen, also weg (ab) damit! :x
@ Wiwi,
mein lieber, leider ist es noch nicht über all so, ich hatte auch ein Feuerzeug(als Raucher ist das leider so) in der Hosentasche. Aber ich saß vorn ganz vorn, ich hatte Angst vor den Schwarzen Bodyguards die neben mir saßen. :shock:
@ Loreley 61,
ich wohne in der nähe eines Friedhofes in einer sehr Kath. Gegend, egal ob ich von der Arbeit komm oder sonst wo, ich komm an diesen Friedhof immer vor bei. Meine Oma liegt auch dort, eine Kerze habe ich schon öfters draufgesellt, auch wenn es recht Kath. Klingt, aber vom weiten sieht man schon die schönen Lichter. Nicht der Tod macht es, sondern die "Schönheit" ist es an diesem Ort. :D
@ gast,
das ist das Erlebnis, was ich absolut nicht verstehen kann, eine Kerze die nicht brennt (oder ausgeblasen wird), ist wie ein glaube ohne Liebe. :x
@ ChristSein und @ cello,
ich danke euch dass es auch im Süden diese Lichter und Hoffnungsvollen Elemente der Christenheit gibt, ich bemühe mich und arbeite auch daran. :wink:
@ Dietemann,
bloß nicht der "allgewaltige VFB", dann doch lieber der VFB Stuttgart, oh Gott, da ist doch die Verwaltung der Saurland-Nak, irgendwie drehen wir uns im Kreis! :shock:
@ gecko,
ich möchte mich deinen wünschen anschließen:
„eine gesegnete Adventszeit (mit vielen wärmenden Kerzen) gewünscht vom badischen (Ober-bayrischen) gecko“ (Maran_Atha)
(das nächste Mal gibt es noch eine kleine Geschichte vom Tannenbaum in NAK)
Servus
Gott des Aufbruchs, sei mit mir unterwegs zu mir selbst, zu den Menschen, zu dir.
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Tannenbaum

Beitragvon cello » 05.12.2005, 22:08

Der Tannenbaum
Das ist der nächste weihnachtliche Diskussionspunkt.
In der Kirche, im Foyer, mit Lichtern, ohne Lichter,,gar keinen?
Es gibt davon alles hier im Herzen des Südens und hängt stark von der Persönlichkeit eines Vorstehers bzw. vom Draht der Geschwister und ATs zum BÄ ab.

Fazit: Hinter zugeknallten Türen lässt sich nirgendwo gut kommunizieren.

Allen "Lokomotiven" good luck für Veränderungsgespräche :wink:
wünscht
cello
Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus. (Marie von Ebner-Eschenbach)
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Beitragvon Wiwi » 09.12.2005, 23:03

Komme gerade von einem Ämter-GD mit unserem Bez.Ap. heim. Auf dem Altar vier dicke rote Kerzen, zwei davon brannten. Der BezAp ging u.a. darauf ein und wünschte, dass auch in unseren Herzen solche Lichter sein mögen.

Liebe Grüße in die Nacht
Wiwi
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Beitragvon ChristSein » 10.12.2005, 07:58

Ihr Lieben Alle

Spektakel, Lightshow, sogenannte menschliche "Lichtgestalten", Fussballgötter, eine Nebensächlichkeit wird hochstilisiert, vorgaukeln einer heilen Welt mit vielen Lichtern.
Nur wo ist das Licht zum Advent?

Es ist Abend geworden, Hunger, Not Elend, wieder eine furchtbare Nacht in den Erdbebengebieten für Witwen, Witwer und Kinder die keine Eltern mehr haben, hier wird für die übrige Welt die Hauptsache zur Nebensache.
Nur wo ist das Licht zum Advent.

Sogenannte Weihnachtsfeiern in Nobelhotels und Kneipen, Galadinner, Alkohol in Massen.
Nur wo ist das Licht zum Advent.

Die Kinder gehen zu Bett, die Eltern zünden die Kerzen an, die Mutter nimmt sich ein Buch, liest ihnen eine Adventsgeschichte vor: Als ich Christtagsfreude holen ging von Peter Rosegger.
Und betet mit ihnen. Die kleinen Äuglein strahlen, wie das Licht zum Advent.

Das Licht zum Advent ist da.
Suchen wir es, solange es zu finden ist.


Liebe Grüsse und einen gesegneten 3.Advent,
Euer
ChristSein
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Beitragvon 42 » 10.12.2005, 09:24

wenn ich richtig informiert bin, haben die Gebietskirchen früher Versicherungsverträge gehabt, welche den regulären Gebrauch von Kerzen (Notlichter bei Stromausfall ausgenommen) ausgeschlossen haben.
Soweit ich weiß gilt dies versicherungsrechtlich seit einigen Jahren in NRW nicht mehr, so dass der Kerzengebrauch jetzt ausdrücklich gestattet ist.
Wie weit in Süddeutschland noch eine versicherungsrechtliche Relevanz da ist, oder ob es sich da nur wieder um einen "alten Zopf" handelt, vermag ich nicht zu sagen...


Ganz einfach: nachbohren. Auch die damalige Begruendung mag schon vorgeschoben gewesen sein. Ich habe einmal nachgeforscht, als Tiramisu mit dem selben Argument gekommen ist. Fazit, meiner Erinnerung nach: Kirchen und kirchliche Veranstaltungen sind von dem Kerzen-Verbot ausdruecklich ausgenommen. Der Beitrag steht vielleicht noch im Archiv.

Abgesehen davon kann ich mit Freude feststellen, dass das bei uns in der Gemeinde kein Thema ist.
MherzlG, 42
(Nein, mein Name ist nicht "NoAvatar")

HABE EHRFURCHT VOR DEM ALTEN UND MUT DAS NEUE FRISCH ZU WAGEN
BLEIB TREU DER EIGENEN NATUR UND TREU DEN MENSCHEN DIE DU LIEBST.
(Grossherzog Ernst Ludwig, Darmstadt)
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Beitragvon fireangel » 10.12.2005, 16:54

Wo ist das Licht zum Advent?


Nur in unseren Herzen!
fireangel
 

Beitragvon Kaplan » 10.12.2005, 18:51

Die Frage "Wo ist das Licht zum Advent" hat für mich verschiedene Ebenen.
Da die neuap. Gottesdienste üblicherweise in hellerleuchteten Kirchen stattfinden, fallen eine oder mehrere brennende Kerzen möglicherweise kaum auf...oder doch? Seit 2 Jahren brennen auf dem Altar unserer Gemeinde im Advent echte Kerzen und in (fast) jeder Predigt wird darauf eingegangen. Es wird also trotz "Festbeleuchtung" wahrgenommen, dass dort etwas ist, was Ausstrahlung hat. Und nun fällt der Schritt zur nächsten Ebene leicht: Es ist eine Frage der persönlichen Ausstrahlung des Einzelnen (vgl. Matth. 5, 14). Überall wo es mir gelingt, meinem Nächsten mit Wertschätzung, Freundlichkeit, Liebe zu begegnen...dort ist LICHT! Und das hoffentlich nicht nur im Advent!
Zugegeben, es gibt Lebensphasen in denen es sehr schwer fällt, anderen ein Licht zu sein. Vielleicht liegt es daran, dass man orientierungslos ist, sich im Schatten fühlt und selbst Licht braucht. Ich finde das in Ordnung, denn Licht sein ist m.E. nicht primär eine Frage der Aktivität sondern vielmehr Ausdruck einer inneren Haltung. Und dann ist es sogar möglich LICHT zu sein, obwohl man selbst Licht braucht und sucht.

Euch allen viel "Erleuchtung" am 3. Advent wünscht
der KAPLAN :wink:
(der heute Nachmittag dem in unserer Kirche neben dem Altar stehenden ca. 2,5 Meter großen Weihnachtsbaum 3 Lichterketten und einen Holzstern an der Spitze verpasst hat)
Menschenfreund, nach deinem Bilde ...
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Beitragvon agape » 10.12.2005, 18:59

@ Kaplan

Bring bitte für morgen noch Gold, Weihrauch und Myrrhe mit. ;)
=> Weihnachtspredigt

Oder lass davon singen... ;)

Liebe Grüße an alle und einen segensreichen 3. Advent wünscht agape
"2020 wird die NAK eine kleine fundamentalistische Bewegung sein."

Gerrit Sepers, Mai 2007
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Beitragvon Wiwi » 10.12.2005, 20:00

Darf ich mal kurz was sagen:

Lasst uns unsere Energie nicht auf Nebenkriegsschauplätzen verschwenden!

Bei Fragen wie „Kerzen“, „Weihnachtsbaum“ oder ähnlich Nebensächlichem gilt doch folgendes:

Frage 1: Gibt es grundsätzliche theologische Einwände? Falls nein:

Frage 2: Gibt es rechtliche oder versicherungstechnische Einwände? Falls nein:

Fragt die Gemeinde und lasst sie entscheiden.

Schönen dritten Advent!
Wiwi
Zuletzt geändert von Wiwi am 11.12.2005, 06:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon maranatha » 10.12.2005, 22:18

Hallo ihr Lieben alle,
na gut das Thema ist ein bissel hart an der Grenze, was darf man, was nicht!
Morgen ist in Süddeutschland Übertragung vom BAP, ich bin gespannt ob Kerzen, ob Weihnachtsbaum zu sehen sind. Natürlich ist es richtig und wichtig dass es in unserem Herzen brennen soll, dieses Licht, ohne den geht es nicht, meinen nächsten zu erreichen.
Aber kann ich es nicht in einer Form der Kerze, oder des Tannenbaum auch zeigen?
Ihr lieben über halb des Weißwuscht-Äquators, ich beneide euch, mehr denn je und das meine ich sehr ernst. Das muss es wirklich nicht sein, das helle Kirchen da sind und eine Kerze am Altar steht und sie darf nicht angezündet werden, weil der BEv. es so weit gebracht hat, das der Ap. sagt es ist ein heidnischer Brauch, genauso wie der Tannenbaum, der ausgeschaltet werden musste, weil er keinen GD sonst gehalten hätte (aber dazu später). Der Bi. sagt es schaut zu Kath. aus wie auch der Leiter der Gebietskirche Süddeutschland. Wo und in welchen Jahrhundert lebe(r)n wie eigentlich? Meine Frage an dem BEv war, ob er es wirklich so meint? Ja das ist ein Heidnischer Brauch und das hat in NAK nichts zu suchen! Meine Antwort war nur, du Spinnst! Seid dem reden wir kirchlich nur das nötigste! Gewiss hat da jeder Vorsteher mehr als ein bissel Eigenverantwortung, aber man muss, sich ja nach „oben“ verantworten!
Liebe Vorsteher! Habt dazu auch mehr Gefühl zu euren Geschwistern, zur Gemeinde, zeigt dass mit Licht was sichtbar ist, auch besser geht vom Herzen.
Ich wünsche euch einen besinnlichen
und schönen 3.Advent, mit Licht im Herzen und am Altar
euer „Ober“-Bayer
„Lume Gentium“ (Christus ist das Licht der Völker)
Gott des Aufbruchs, sei mit mir unterwegs zu mir selbst, zu den Menschen, zu dir.
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