Zentralgottesdienst NRW am 14.7.2013

Zentralgottesdienst NRW am 14.7.2013

Beitragvon reh » 14.07.2013, 11:00

Am heutigen Zentralgottesdienst in NRW
hat BAP folgendes erwähnt:
Bibel-TW: Jesaja 41, Vers 10:

Fürchte dich nicht, ich bin mit dir,
Weiche nicht, denn ich bin dein Gott.
Ich stärke dich,
Ich helfe dir auch.
Ich halte dich durch die Hand
meiner Gerechtigkeit.

BAP Brinkmann wies darauf hin, dass die Überschrift diesen Bibelwortet lautet:
Gott steht zu seinem erwählten Volk

Nach seinen Erläuterungen zur Dankbarkeit
ging es um unser GOTTESBILD:
1. Ich bin mit dir
2. Ich weiche nicht
3. Ich stärke dich
4. Ich helfe dir auch
5. Gott ist ein halte der Gott
+ Gott ist ein vollendender Gott
+ Gott ist ein heimholender Gott

Der Bezirksapostelhelfer Storck und Ap. Schug dienten mit:
Auch wenn Ihr mal etwas nicht versteht, bleibt nicht stehen, geht weiter.

BAP Brinkmann:
Die Vollendung des Werkes Gottes findet statt,
auch wenn wir es uns nicht vorstellen können!
Gruß vom Reh

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Re: Zentralgottesdienst NRW am 14.7.2013

Beitragvon wojtila » 15.07.2013, 06:29

Unabhängig von der Frage, wann und von wem die Überschriften eingefügt wurden, sollte sich Herr Brinkmann vielleicht mal Gedanken machen, wer denn da als Volk Gottes angesprochen wird und es bis heute ist.

w.
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Re: Zentralgottesdienst NRW am 14.7.2013

Beitragvon Westfale » 15.07.2013, 09:31

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Re: Zentralgottesdienst NRW am 14.7.2013

Beitragvon Bert » 16.07.2013, 14:51

Es wäre ja mal interessant gewesen zu hören, wie denn BAP Brinkmann die im selbigen 41. Kapitel im Anschluß an die gottesdienstlich behandelten profetischen Aussagen stehenden Verse 11 ff für unsere Tage deutet. Doch dazu kam nichts.

Dort heisst es im Anschluß an das Wort, das er in seiner Predigt verwendete:

11 Siehe, zu Spott und zuschanden sollen werden alle, die dich hassen; sie sollen werden wie nichts und die Leute, die mit dir hadern, sollen umkommen. 12 Wenn du nach ihnen fragst, wirst du sie nicht finden. Die mit dir hadern, sollen werden wie nichts, und die wider dich streiten, sollen ein Ende haben. 13 Denn ich bin der HERR, dein Gott, der deine rechte Hand fasst und zu dir spricht: Fürchte dich nicht, ich helfe dir! 14 Fürchte dich nicht, du Würmlein Jakob, du armer Haufe Israel. Ich helfe dir, spricht der HERR, und dein Erlöser ist der Heilige Israels. 15 Siehe, ich habe dich zum scharfen, neuen Dreschwagen gemacht, der viele Zacken hat, dass du Berge zerdreschen und zermalmen sollst und Hügel wie Spreu machen. 16 Du sollst sie worfeln, dass der Wind sie wegführt und der Wirbelsturm sie verweht. Du aber wirst fröhlich sein über den HERRN und wirst dich rühmen des Heiligen Israels.


Ganz schön heavy ... Wie aber sollen denn die NAK-ler heute diese weitere Aussage von Jesaja verstehen? Ist Gott etwa zu Anderen als den NAK-lern grausam?
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Re: Zentralgottesdienst NRW am 14.7.2013

Beitragvon johnnelsonjun » 16.07.2013, 15:29

Bert hat geschrieben:Ganz schön heavy ... Wie aber sollen denn die NAK-ler heute diese weitere Aussage von Jesaja verstehen? Ist Gott etwa zu Anderen als den NAK-lern grausam?


Bert,

angesichts der Tatsache, dass Jesus Christus in Matthäus 16, 18 ankündigt, dass Er Seine Gemeinde/Kirche bauen will (Futur) und dies dann Pfingsten 33 n. Chr. Fakt wurde, kann es also in weder Jesaja 41, Vers 10 noch in anderen Jesaja-Stellen um die NAK noch eine andere christliche Denomination/Konfession gehen. Das ist einfach schlappe 700 Jahre zu früh :wink:
Dadurch werden die Grundaussagen von BAP. Brinkmann in seiner Predigt nicht falsch, aber es wäre natürlich besser gewesen, diese Gedanken neutestamentarisch zu begründen, z. B. mit Judas 24 - 25. Und natürlich hätte man dann auch einen Vergleich mit der Treue Gottes zu Israel ziehen und dadurch Gottes unwandelbare Treue verdeutlichen können. Aber ... nun ja.
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Re: Zentralgottesdienst NRW am 14.7.2013

Beitragvon Bert » 16.07.2013, 16:05

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BAP Brinkmann zeichnete unter Berufung auf Jesaja ein Gottesbild für die neuap. GD-Besucher. Wenn er schon auf alttestamentliche Aussagen zurückgreift, dann sollte er sagen, warum er nur einen Teil des von Jesaja angeführten Bildes nimmt (das, was ihm gefällt) und das Andere, was Jesaja sonst noch über den Gott sagt (was Brinkmann wohl nicht gefällt), ausklammert. Ist Gott heute nicht mehr so zu sehen, wie ihn Jesaja beschrieben hat?? Gott ist doch unwandelbar - oder nicht?

Wenn ein Besucher des GD den verwendeten biblischen Text noch mal nachliest, dann stößt er doch auf die anderen Verse automatisch. Was soll der sich denn dabei denken ???

B.
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Re: Zentralgottesdienst NRW am 14.7.2013

Beitragvon reh » 16.07.2013, 18:10

Nun, es wurde auch darauf hingewiesen, dass sich das Gottesbild mehrmals im Leben ändert, als Beispiel wurde
Hiob angegeben.
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Re: Zentralgottesdienst NRW am 14.7.2013

Beitragvon Bert » 16.07.2013, 20:14

reh

Die Aussagen Jesajas über Gott in Kap. 41 Verse 10 und 11 stehen in unmittelbarem sachlichen Zusammenhang miteinander - da ist keine Änderung eines Gottesbildes aufgrund verschiedener Erleben im Laufe des Lebens wie etwa bei Hiob, sondern bei Jesaja ist ein Bild, wonach Gott einerseits so (Vers 10) und gleichzeitig anders (11 ff) erscheint, also mit zwei ganz verschiedenen Seiten.
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Re: Zentralgottesdienst NRW am 14.7.2013

Beitragvon orig.gabi » 16.07.2013, 20:28

Vor allem wurde mit der Hiob - Geschichte das Gottesbild der Bibel einmalig völlig anders dargestellt.
Hiob bleibt m.E. seinem Gottesbild hingegen treu, obwohl und gerade, weil sein Gott sich so ändert.
Sein Gott bleibt für ihn der ist, wer er ist. Egal wie er ist. Er, Hiob, bleibt treu in seinem Glauben.
Das Unberechenbare an Gott ist Berechenbar und möglich. Wird angenommen. Für Hiob.

Gott verhält sich hier in seinem Handeln gegenüber einem Menschen nicht wie erwartet.
Bis dahin war der unbedingte Glaube an Gott, die Erfüllung seiner Gebote eigentlich mit dem Versprechen auf Segen verknüpft.
Hiob ist stark an Glauben und treu.
Dennoch lässt Gott sich auf eine Wette mit seinem als sehr mächtig beschriebenen Widersacher (auch neu) ein und "verspielt" dabei mit
scheinbar völlig leichter Hand und ungerührt alles, was seinem gehorsamen und unschuldigen Diener Hiob lieb, wert und wichtig ist.
Dessen Familie, Reichtum, Gesundheit.Er nimmt ihm zunächst alles. Alles.
Grausamer geht`s kaum. Mit offenem Ende zudem?

Zum ersten Mal wird in der Hiob - Geschichte die Frage gestellt, ob Gott denn tatsächlich allmächtig ist, oder nicht und zudem leichtfertig, gar bösartig,
weil er diesen rechtschaffenen Mann, für diesen völlig unerklärlich, so furchtbar straft.
Die "Bösen" sollten immer Gottes Zorn fürchten, aber ein derart untadeliger Mensch?
Das war neu, so wie die seither immer wieder auftauchende Frage, warum dieser Gott so viel Leid zulassen kann.

Ich glaube, Hiob hat sein Gottesbild nicht verändert. Das Bild Gottes hat sich in der Hiob - Geschichte verändert.
Hiob blieb trotz aller Qualen und Verluste Gott treu und gehorsam, jedoch traute er sich dennoch, mit Gott offen zu hadern.
Zornig zu sein, Fragen zu stellen.
Er hat seinen Glauben weder in Frage gestellt noch aufgegeben, er ist nicht unterwürfig von der Willkür seines Gottes gebrochen worden.
Dieser biblische Hiob hat diesen Gott ganz bewusst so angenommen, als der ER ist, wie Er für ihn war.
So, wie Gott doch den Menschen eigentlich sehen soll.
Liebend, verzeihend, annehmend, auch und selbst mit dessen Unerklärlichkeiten, Ungerechtigkeiten und Schwächen.

Eine tiefsinnige Geschichte. :wink:
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe ist,
der bleibt in Gott und Gott in ihm.
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