Gemeindeleben

Gemeindeleben

Beitragvon Punk Schaf » 11.05.2013, 09:01

Bert schreibt:
Ist für mich Gemeinde und Gemeindeleben gekennzeichnet von bloßem "Beieinander", oder von gemeinsamer Anstrengung ("beharren mit gemeinsamer Leidenschaft")?
Ist für mich das Gebet, insb. im Gottesdienst, eine Gemeinschaftserleben, oder höre ich nur zu, was jemand anderes so vor sich hin betet?
Ist mein Gebet, auch und gerade in Zeiten des Umbruchs, hauptsächlich ein Bittgebet, oder umfasst es substantiell mehr?
Von welche Verheißung erwarte ich noch, dass sie sich für die Gemeinde erfüllt?

Das sind wunderbare Gedanken! Zum Thema Gemeindeleben gab es eine "Spitze des StAp" in der NAK-Nord am 7.4. Er sagte (frei zitiert): "heutzutage gibt es viele, die sagen: Ich kann mich allein mit Gott verbinden! Ich brache keine Gemeinde!- das stimmt so aber nicht, die Gemeinde ist unerläßlich für die Verbindung zu Gott".
Leider hat er es verpaßt, in diesem Zusammenhang auf Bibelzitate einzugehen, wie beispielsweise die wunderbare Losung der Herrnhuter vom gleichen Tag: In Treue will ich mich mit dir verloben, und du wirst den HERRN erkennen.
Hosea 2,22
Paulus schreibt: Ihr kennt das Wort: »Deshalb verlässt ein Mann Vater und Mutter, um mit seiner Frau zu leben. Die zwei sind dann eins, mit Leib und Seele.« In diesem Wort liegt ein tiefes Geheimnis. Ich beziehe die Aussage auf Christus und die Gemeinde.
Epheser 5,31-32

Natürlich hat mich der Stammapostel mit seinen Ausführungen wuschig gemacht z.B. "die Gemeinde ist wie ein Buch, stellt euch mal ein Buch mit einem Goldschnitt vor. Wenn man davon ein einzelnes Blatt hat, dann macht der Goldschnitt nichts her. Aber wenn alle Seiten zusammen sind, dann ist es ein schönes Bild". :roll: "Wenn in einem spannenden Buch eine einzige Seite fehlt, dann ist man als Leser schon ganz schön irritiert- blättert hin und her, ob sie nicht doch irgendwo falsch eingeklebt ist" ...

Daher danke an Bert für die wertvollen Gedanken. Ich möchte dem noch zufügen:

Wann hattest du zuletzt den Mut, nicht nur zu murren, sondern aktiv deine Gemeinde dazu zu bringen, dass sie beharrlich an ihrem Glauben arbeitet- anstatt zu konsumieren?
Wie kann man überhaupt in einer Gemeinde dazu beitragen, dass die gemeinsame Leidenschaft stark ist?
Wann hat dich die Gemeinschaft im Glauben bestärkt, und wie?
Welchen Wert hat das Abendmahl für dich? Was fühlst du dabei?

Vielleicht gibt es hier noch mehr Leser/Schreiber, dich am 7.4. erst mit den Augen gerollt haben und dem Thema "Für eine innige Verbindung zu Gott unserer Mutter und unserem Vater ist eine aktive Gemeinde unerläßlich" dann nach einem Nachmittag voll Diskussionen und Nachdenken einiges abgewinnen konnten?! Wohin seid ihr gedanklich gekommen?
Punk Schaf
 

Re: Gemeindeleben

Beitragvon Bert » 11.05.2013, 11:35

Punk Schaf,
ich möchte darauf hinweisen, dass Cerebron der Autor jenes zitierten Beitrags ist.
(Ich möchte mich nicht mit fremden Federn geschmückt wissen. :wink: )

LG
Bert
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Re: Gemeindeleben

Beitragvon Punk Schaf » 11.05.2013, 16:28

Werte Geschwister, entschuldigen Sie bitte- war noch ein bischen früh am morgen :wink:
Punk Schaf
 

Re: Gemeindeleben

Beitragvon Cerebron » 11.05.2013, 18:19

Wertes Punk-Schaf,

die Verwechslung macht doch nichts. Bert ist der mit dem "Oberstübchen", das fand ich auch sehr interessant.

Warum hat der Stammapostel Sie "wuschig gemacht"? Meinen Sie, er habe sagen wollen, nur in einer Gemeindeversammlung sei Gotterleben möglich? So klingen für mich die Zitate eher nicht. Das Bild des spannenden Buches hat mir sogar gefallen. Man wird doch unruhig, wenn jemand fehlt, den man schätzt.

Beste Wünsche,
C.E:
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Re: Gemeindeleben

Beitragvon Punk Schaf » 11.05.2013, 21:52

Cerebron hat geschrieben:Warum hat der Stammapostel Sie "wuschig gemacht"? Meinen Sie, er habe sagen wollen, nur in einer Gemeindeversammlung sei Gotterleben möglich?


Ja, das meinte ich. Und war mit dieser Auffassung nicht allein. Wie kam jener GD woanders an?

Als Quintessenz von Gesprächen, die folgten, schätze ich die Gemeinde als den Rahmen für Gotterleben: eine vitale Gemeinde kann eine gute Ausgangsposition für Gotterleben sein, weil sie Gottesdienste gestaltet. Natürlich besucht man Gottesdienste, um Gotterleben zu spüren.

Aber: wenn ich den Herrn von ganzem Herzen suche, dann habe ich das Gefühl, ihn zu finden. Das geht im Wohnzimmer wie im Gottesdienst und ist von der Konfession derer, mit denen ich Gemeinschaft habe, unabhängig. Fühlt sich an, wie in der 2. Chronik: 12 Und sie traten in den Bund, den HERRN, den Gott ihrer Väter, zu suchen von ganzem Herzen und von ganzer Seele.
15 Und ganz Juda war fröhlich über den Schwur; denn sie hatten geschworen von ganzem Herzen, und sie suchten den Herrn mit ganzem Willen und er ließ sich von ihnen finden. Und der HERR gab ihnen Ruhe ringsumher.

Die Gemeinschaft gibt den Rahmen- allerdings: Mit dem Herrn verbinden muß sich schon jeder selbst. Innige Gebete führen, sich auf Gottes Wort konzentrieren und es in sich bewegen. In einfachen Dingen seine Antworten sehen. Das geht nicht über Nebenherlaufen. In genau diese Richtung zielen ja auch Deine/Ihre Fragen...
Punk Schaf
 


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