Die Verkündigung des Evang. vor der großen Trübsal, Mt 24,14

Anmerkungen zum Geschehen in der christlichen Welt

Die Verkündigung des Evang. vor der großen Trübsal, Mt 24,14

Beitragvon Sonnenchrist » 09.04.2020, 11:17

Hallo allerseits,
in seiner Endzeitrede stellt Jesus direkt vor Beginn der großen Trübsal die weltweite Verkündigung des Evangeliums (Mt 24,14):
"Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden, zum Zeugnis für alle Heidenvölker, und dann wird das Ende kommen."

Viele sagen, das wäre jetzt schon der Fall, nur weil die Bibel in alle Sprachen übersetzt ist und praktisch jeder Zugang hat (Bücher, Internet, christliche Kirche überall in der Welt).

Das glaube ich nun nicht, da "weltweiter Zugang" und "zeugnishafte Verkündigung" IMHO nicht dasselbe ist. Ich sehe eher Ersteres und wenig "Zeugnis".
Welche hm, "Qualität" müsste diese zeugnishafte Verkündigung haben, wie genau könnte/müsste das wohl aussehen, so dass dieser Schritt als erfüllt angesehen werden kann?
Grüße,

Sonnenchrist
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Re: Die Verkündigung des Evang. vor der großen Trübsal, Mt 24,14

Beitragvon reh » 10.04.2020, 13:02

Hallo an alle interessierten,
Das ist schwierig zu beurteilen.
Fest steht, wir MÜSSEN jederzeit bereit sein, der Sohn Gottes kann jetzt/ sofort wieder kommen.

Außerdem gehe ich davon aus, was hier oder in der Offenbarung des Johannes steht, die Zeit für die Auserwählten wird verkürzt werden.
Also: Bereit sein! Noch mehr!
Gruß vom Reh

Bittet Gott mit Danken
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Re: Die Verkündigung des Evang. vor der großen Trübsal, Mt 24,14

Beitragvon Sonnenchrist » 11.04.2020, 23:18

Mir geht es vor allem darum, ab wann und wie das normale kirchliche Verkündigen und Predigen einen "Zeugnischarakter" bekommt.

Gepredigt und verkündet wird das Evangelium ja nun schon eine ganze Weile "weltweit hörbar" durch die christlichen Kirchen, aber sehr Vieles bleibt ein reines Lippenbekenntnis, wird nicht vorgelebt und bleibt daher völlig unglaubwürdig. Für mich wäre das kein "Zeugnis", aber wenn man den Anspruch an ein Zeugnis entsprechend erhöht, dann wird dieses Kriterium von Mt 24,14 nie erfüllt, denn ein wahrhaftiges, glaubwürdiges Zeugnis von christlichen Werten des Evangeliums weltweit durch die Kirchen wird es so schnell nicht geben.
Grüße,

Sonnenchrist
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Re: Die Verkündigung des Evang. vor der großen Trübsal, Mt 24,14

Beitragvon Peter B aus E » 13.04.2020, 17:02

@ Sonnenchrist

Sonnenchrist hat geschrieben:. Für mich wäre das kein "Zeugnis", aber wenn man den Anspruch an ein Zeugnis entsprechend erhöht, dann wird dieses Kriterium von Mt 24,14 nie erfüllt, denn ein wahrhaftiges, glaubwürdiges Zeugnis von christlichen Werten des Evangeliums weltweit durch die Kirchen wird es so schnell nicht geben.


Es wäe toll , wenn Du diesen Satz mal etwas erläuterst . Denn der Geist sprach zu mir "... Häh?" :?:

fragend aus E.
Peter B.
Mit Toleranz definiert man die Feigheit,jemand mal ordentlich die Meinung zu geigen ( Rainer Sarkasmus )
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Re: Die Verkündigung des Evang. vor der großen Trübsal, Mt 24,14

Beitragvon Sonnenchrist » 13.04.2020, 17:38

Was genau ist daran unklar?
In Mt 24,14 ist von einer weltweiten Verkündigung des Evangeliums "zum Zeugnis" die Rede, siehe Eingangspost.

Was Verkündigen und Predigen ist, ist jedem klar und das tun die christlichen Kirchen auch jetzt schon weltweit.
Aber was verleiht derlei Predigen/Verkündigen einen zusätzlichen Zeugnischarakter, wann wird damit ein echtes Zeugnis abgegeben von dem, was da gepredigt wird? Zeuge sein heißt, authentisch und glaubwürdig explizit für etwas einstehen.

Die Jünger z.B. waren Zeugen für das Werk Jesu, aber erst nach seiner Auferstehung, vorher nicht, obwohl sie da auch schon "mitgebabbelt" haben, also z.B. Petrus, der Jesus niemals verleugnen wollte. Der Täufer war ein Zeuge für Jesus und sein Werk und er hat diesen Auftrag erfüllt, er hat das mit Leben gefüllt. Usw. usw.

Die Kirchen reden z.B. von der in der Tat zentralen Liebe, insbesondere auch Nächstenliebe, aber wenn nicht nur vereinzelt sexuelle Missbräuche stattfinden/stattfanden und deren Aufklärung behindert wird, dann bleiben solche Predigten völlig unglaubwürdig. Einzelne Pfarrer schon, aber die christlichen Kirchen als Kollektiv können da kein Zeugnis von der christlichen Nächstenliebe des Evangeliums ablegen, weil sie es nicht glaubwürdig vorleben, im Gegenteil. Natürlich gibt es da keine Perfektion, aber es gibt schon einige größere Dinge, die m.E. einem wahrhaftigen Zeugnis von Nächstenliebe entgegenstehen.

Ich kann mir keine Transformation der Kirchen vorstellen, so dass in absehbarer Zeit kollektiv "im Großen und Ganzen" zeugnishaft das Evangelium gepredigt wird. Von daher die Frage, wie groß der Anspruch an den glaubwürdigen Zeugnischarakter der Verkündigung des Evangeliums sein muss.
Grüße,

Sonnenchrist
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Re: Die Verkündigung des Evang. vor der großen Trübsal, Mt 24,14

Beitragvon reh » 29.04.2020, 08:18

Hallo Sonnenchrist,
Weder Zeichen noch Strafe!
.....sagt die NAK zur derzeitigen Corona-Situation.
Gruß vom Reh

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Re: Die Verkündigung des Evang. vor der großen Trübsal, Mt 24,14

Beitragvon reh » 29.04.2020, 08:23

Ansonsten warten wir
- wie immer -
täglich / sekündlich auf die Wiederkunft Christi
Und teilen es jedem mit, der es hören will.
"Ohne Perlen vor die Säue zu werfen",
und wir stehen dazu.
Gruß vom Reh

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Re: Die Verkündigung des Evang. vor der großen Trübsal, Mt 24,14

Beitragvon Holytux » 03.05.2020, 21:22

Ansonsten warten wir
- wie immer -
täglich / sekündlich auf die Wiederkunft Christi
Und teilen es jedem mit, der es hören will.
"Ohne Perlen vor die Säue zu werfen",
und wir stehen dazu.


Wen meinst Du mit "Wir" ?
Also für mich gilt das nicht und mir fallen jetzt auch spontan viele aktive NAK-Mitglieder aus meinem Umfeld ein, für die das ebenfalls so nicht gilt.
Es wäre vielleicht zweckdienlich, einmal zu erklären, wie Du das praktisch tust.
Das ist mir bis heute ebenso rätselhaft wie die abstrakte Behauptung, das ein Amt die Braut "zubereiten" muss.

FG
"Man kann kein Vaterland haben, wenn man nicht auch mit seinen Spießbürgern und Nachtwächtern zu leben bereit ist."
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Re: Die Verkündigung des Evang. vor der großen Trübsal, Mt 24,14

Beitragvon reh » 04.05.2020, 11:03

Hallo
"...sagt die NAK.." schrieb ich zuvor.

So dass sich die Aussage natürlich auf die NAK bezieht, bzw die Gläubigen der NAK.

Praktisch? Natürlich stehen wir da nicht mit Lampe stille und blicken abwartend gen Himmel.
Wir leben aktiv unser Leben; arbeitet bis zuletzt, heißt es.

Sondern es ist die Herzenseinstellung!!
Gruß vom Reh

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