johnnelsonjun + BIBELVERSTÄNDNIS

Anmerkungen zum Geschehen in der christlichen Welt

Re: johnnelsonjun + BIBELVERSTÄNDNIS

Beitragvon Sonia » 07.01.2017, 08:43

Es gibt da ein kleines Restaurant, in dem wird "Feine Küche" serviert. Der Koch kocht jahrelang vor sich hin.
Eines Tages sagt ein Gast, es wäre ja mal schön zu wissen, was "Feine Küche" für den Koch überhaupt ist.
Der Koch schweigt.
Andere Gäste wundern sich. Der Koch darf doch wohl kochen was er will.
Ja, sagt der Gast, aber ich wüsste doch gern, was ich da vorgesetzt bekomme. Elsässische, italienische, französische Küche?
Die anderen Gäste finden, Hauptsache es schmeckt.
Der Gast findet, das kann man so nicht sagen.


Schönes Wochenende allerseits :)
Sonia
Let's eat Grandma. Let's eat, Grandma. Grammar saves lives.
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Re: johnnelsonjun + BIBELVERSTÄNDNIS

Beitragvon Cemper » 07.01.2017, 09:13

In dem kleinen Restaurant war ich mal.
Als ich den Ober um die Rechnung bat, fragte er: "Was hatten wir denn?"
Ich habe ihm gesagt: "Das weiß ich nicht. Ich hatte Lachs und Salat bestellt."
Da sagte er: "Das sind dann 18 Euro 50."
Ob ich gläubig bin? Das weiß nur Gott allein.
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Re: johnnelsonjun + BIBELVERSTÄNDNIS

Beitragvon reh » 07.01.2017, 18:07

Das war

Ober+SPEISEKARTENVERSTÄNDNIS
Gruß vom Reh

Bittet Gott mit Danken
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Re: johnnelsonjun + BIBELVERSTÄNDNIS

Beitragvon Peter B aus E » 07.01.2017, 18:30

@ Cemper ,

Das " immer bereit " der DDR - Jungpioniere ist mir durchaus bekannt .

Zu dem Ihnen nicht bekannten Motto "allzeit bereit": Das ist der Pfadfindergruß. In der Ex-DDR hieß das "immer bereit". Das wurde den Kindern "beigebracht". Hier können Sie es sehen.

https://www.youtube.com/watch?v=IfcTr1yn9Kc


Man sollte aber nicht annehmen , dass es nur ein " Motto " war . Es war ein Kamfesgruß . Das haben allerdings nur die spüren
dürfen - die nach Parteipolitischen Vorstellungen " gerade mal nicht bereit " waren .

Vergleichen Sie ruhig mal die Kleidung der weiblichen Jungpioniere
mit der Bekleidung der BDM - Mädels . Eine Verlinkung spare ich mir .
----
Ihre "Gesetzestextzitate " - gern . Bei mir - können Sie sich diese allerdings " Sparen " .
Mein jüngstes Töchterchen ist
Jurist. Oder Juristin . Sie wissen , kein geschützter Begriff .
----
Sie benötigt gelegentlich den Einen oder Anderen Hinweis noch .
Sie wissen sicherlich : Grundsätzlich , aber ....

Mit Motti oder Motten .. " habe ich es nicht so " . Sind einfach nicht mein Ding .

Zurück zum Thema :

Ob wir( Sie und Ich ) uns gegenseitig verstehen
erscheint mir hier nicht so bedeutend .
Ich meine , auch ohne die " theologische Sozialisation " von Jsj so richtig zu kennen -

Verstehe ich , was er vermitteln möchte .
Was mir- persönlich -allerdings gefällt : Er hat es Tanja versprochen
und - hat es bis jetzt auch gehalten .

freundliche Grüsse aus E.
Peter B.
Mit Toleranz definiert man die Feigheit,jemand mal ordentlich die Meinung zu geigen ( Rainer Sarkasmus )
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Re: johnnelsonjun + BIBELVERSTÄNDNIS

Beitragvon johnnelsonjun » 08.01.2017, 21:34

Werte Sonia,

wie Sie hier sehen, i(s)st der von Ihnen erwähnte Koch (nicht zu verwechseln mit dem verehrten Chef-Koch dieses Forums!) derzeit gerade mit Freu(n)den ...

Bild



Um etwaigen Missverständnissen vorzubeugen: Bei dem Getränk, das da direkt vor der Menüplatte des besagten Kochs steht, handelt es sich natürlich um einen starken schwarzen Kaffee mit einer gehörigen Portion Milchschaum :wink:

Auf diese Weise gut gestärkt, möchte ich Ihnen doch einige Zeilen zu Ihrem Posting zukommenlassen.

Eines Tages sagt ein Gast, es wäre ja mal schön zu wissen, was "Feine Küche" für den Koch überhaupt ist. Der Koch schweigt.


Nun, der Koch schweigt, weil er verwirrt ist. Hat er doch bereits vor Jahren (!) einen ausführlichen Text, der die meisten der - durch den besagten Gast - gestellten Fragen eingehend beantwortet, an der Tür zu seiner Küche angebracht. Gut lesbar kann dort jeder erfahren, was der Koch unter "Feiner Küche" versteht.

Nun fragt sich der Koch erschrocken: Ist der besagte Gast blind? Leidet der besagte Gast unter Dyslexie? :shock:

Wissen Sie, werte Sonia, dieser Koch ist nur ein einfacher Koch - kein Wundertäter, kein Heiler und auch kein Arzt oder Therapeut. Er kann da leider nicht weiterhelfen. Aber vielleicht verfügen ja Sie über entsprechende Fähigkeiten? Wenn ja, dann setzen Sie diese doch bitte ein. Oder aber vielleicht kennen Sie jemand anderen, der dem Gast helfen kann? Dann vermitteln Sie doch bitte einen Kontakt. Herzlichen Dank dafür! Gern koche ich Ihnen für Ihre Hilfe ein besonders Mahl oder backe Ihnen einen Kuchen Ihrer Wahl.

Wie gesagt, ein ausführliches Statement (29 Fragen betreffend) hängt aus und darüberhinaus findet man im Gastraum dieser Herberge an jeder Ecke Hinweise. Wer genau hinsieht, erfährt innerhalb kürzester Zeit, was der Koch unter "Feiner Küche" versteht, dass er Zutaten aus der Levante bezieht und - insbesondere - griechische Kräuter gern verwendet. Auch die Namen der Maîtres, bei denen der Koch ausgebildet wurde, sind keine Sache der Geheimhaltung, jedenfalls nicht für ernsthaft interessierte Menschen, die sich gründlich umschauen.

Ja, sagt der Gast, aber ich wüsste doch gern, was ich da vorgesetzt bekomme. Elsässische, italienische, französische Küche?


Der Gast - ich wiederhole es gern noch einmal - kann wissen, was es dort an Speisen gibt, alle Informationen sind offen für jedermann/jedefrau zugänglich.

Der Koch sieht es daher nicht als seine Aufgabe an, das Rad erneut zu erfinden. Wer nicht lesen kann oder will, muss - so leid es mir tut - bei einem anderen Koch einkehren. Glauben Sie mir, werte Sonia, ich helfe gern, aber ich kann nicht täglich 100 Gäste hungern lassen, nur weil einer die Menükarte falsch herum hält und - anstatt sie umzudrehen - meint, den Koch durch (fälschlich als Diskurse bezeichnete) Monolge vom Kochen abhalten zu müssen.

Sie haben, wenn ich Sie richtig verstehe, vorgeschlagen, dass ich dem Gast mittels einer einfachen Benennung mitteilen möchte, welcher Art die "Feine Küche" unseres Hauses ist.
Angenommen, ich würde dem Gast sagen: "Die Küche ist römisch-italienischer Natur", wissen Sie, was dann geschehen würde? Ich kann es Ihnen sagen: Der besagte Gast würde einen langen Artikel über die Nachteile der römisch-italienischen Pastaküche schreiben, zum Beleg die Expertise der - seiner Meinung nach - qualifiziertesten Köche zitieren (auch wenn diese schon lange Zeit nicht mehr in einer Küche gestanden haben) und dem Ganzen noch ellenlange Literaturlisten nach Art seines Hauses (copy and paste aus der netzeigenen Microwelle) beifügen. Das habe ich nun schon zigmal erlebt und finde es einfach nur ermüdend.

Und wissen Sie, werte Sonia, daran wird auch deutlich, dass dieser Gast gar kein wirkliche Interesse an dem hat, was der besagte Koch unter "Feiner Küche" versteht. Dieser Gast kann es einfach nicht ertragen, dass noch nicht überall DIN- bzw. Normfood gereicht wird. Alle kleinen Gasthäuser sollen möglichst als Franchisenehmer das vorgegarte, bisslose Formfleisch, den labrigen Analogkäse und die vitaminarmen Gewächshäusergemüse von zwei, drei großen Anbietern "unter's Volk bringen".
Das ist mit mir nicht zu machen. Ich weiß mich den essenden Menschen verpflichtet, nicht irgendwelchen globaalen Fast-Food-Ketten, die den Hungertod zahlloser ihrer Mitglieder zu verantworten haben. Kochen ist nicht mein Beruf, Kochen ist meine Berufung.

Und wie das so ist, wenn man sich nicht "eingemeinden" lässt ... dann muss man eingenordet werden, nicht wahr? Da hängt man den rebellischen Gallier dann kurzerhand einfach mal an den (Foren-)Pranger, nennt ihn einen Heuchler ("allenfalls nur äußerlich-freundlich") und Betrüger ("was zuvor bewusst oder unbewusst in diese Bibelstelle reingelegt (vielleicht auch reimgemogelt) wurde.") Keine Unterstellung, keine Ehrabschneidung ist zu niveaulos, um den aufmüpfigen Wicht endlich platt zu machen. Aber dieser armselige, heuchlerisch-stoische Typ mit seiner einfältigen Hausmannskost ist so eklig wie Herpes - der geht einfach nicht weg. :mrgreen: Dabei hat man doch schon ganz andere vertrieben ... Ach, die Leiden der wahren Gourmands sind aber auch schrecklich ...

Die anderen Gäste finden, Hauptsache es schmeckt.


Ein so pauschales Urteil wird den Gästen unseres Hauses nicht gerecht. Sehr viele Gäste nutzen die (anonyme) Feedbackfunktion um Speisen zu bewerten oder auch zu kritisieren. Andere weisen auf neue Zutaten hin, bitten, bisherige Rezepte zu überarbeiten oder teilen Menüwünsche mit. Wir begrüßen die Kritik unserer Gäste, nehmen sie nicht nur zur Kenntnis, sondern auch zu Herzen! Anregungen unserer Gäste werden seitens unseres Hauses ebenfalls begrüßt, eingehend geprüft und - wo möglich - auch umgesetzt.
Auch die Teilnehmer unserer hausinternen Kochkurse schlucken nicht einfach unbesehen alles hinununter. Sie glauben gar nicht, wieviel und wie anspruchsvoll da zwischen den Töpfen und Pfannen diskutiert, kritisiert und genau untersucht wird. Gerade dieses - echte kritische Interesse - macht mir übrigens große Freude.

Da wir nun morgen den normalen Restaurantbetrieb wieder aufnehmen werden und noch einiges vorzubereiten ist, schließe ich hier.

Seien Sie versichert, dass Sie mir und der wundervollen Köchin an meiner Seite immer herzlich willkommen sind. Gern können Sie auch Ihre Grandma mitbringen. Keine Sorge: Die Seniorenteller, die wir anbieten stellen für die Dame keine Gefahr dar, da wir nur frische Zutaten verwenden :wink:

Ihnen - und allen Foristen - ein gutes und gesundes Neues Jahr 2017,
JNj.
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Beitragvon Cemper » 08.01.2017, 23:40

Peter B aus E hat geschrieben:@ Cemper ,

Das " immer bereit " der DDR - Jungpioniere ist mir durchaus bekannt .

Zu dem Ihnen nicht bekannten Motto "allzeit bereit": Das ist der Pfadfindergruß. In der Ex-DDR hieß das "immer bereit". Das wurde den Kindern "beigebracht". Hier können Sie es sehen.

https://www.youtube.com/watch?v=IfcTr1yn9Kc


Man sollte aber nicht annehmen , dass es nur ein " Motto " war . Es war ein Kamfesgruß . Das haben allerdings nur die spüren
dürfen - die nach Parteipolitischen Vorstellungen " gerade mal nicht bereit " waren .

Vergleichen Sie ruhig mal die Kleidung der weiblichen Jungpioniere
mit der Bekleidung der BDM - Mädels . Eine Verlinkung spare ich mir .
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Ihre "Gesetzestextzitate " - gern . Bei mir - können Sie sich diese allerdings " Sparen " .
Mein jüngstes Töchterchen ist
Jurist. Oder Juristin . Sie wissen , kein geschützter Begriff .
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Sie benötigt gelegentlich den Einen oder Anderen Hinweis noch .
Sie wissen sicherlich : Grundsätzlich , aber ....

Mit Motti oder Motten .. " habe ich es nicht so " . Sind einfach nicht mein Ding .

Zurück zum Thema :

Ob wir( Sie und Ich ) uns gegenseitig verstehen
erscheint mir hier nicht so bedeutend .
Ich meine , auch ohne die " theologische Sozialisation " von Jsj so richtig zu kennen -

Verstehe ich , was er vermitteln möchte .
Was mir- persönlich -allerdings gefällt : Er hat es Tanja versprochen
und - hat es bis jetzt auch gehalten .

freundliche Grüsse aus E.
Peter B.


Mr. P aus E,

Ihr jüngstes Töchterchen ist also Juristin. Da haben Sie ja - vermute ich - einiges zu diskutieren. Vielleicht besprechen Sie mal den blöden Kugelschreiberfall. Und natürlich andere wichtige Themen. Zum Beispiel die Art. 1, 2, 14 und 20 GG. Und 28. Wie sind diese GG-Artikel zu verstehen? Ich würde gern als schweigend-teilnehmender Beobachter zuhören.

Zurück zum Thema dieser Forums-Rubrik. Ich hatte geschrieben, dass mich interessiert, wie JNJ als Dauerverlinker erläuternder Ein- und Auslassungen zu biblischen Textstellen eigentlich die Bibel liest. Meine Bitte dazu ist offenbar - z.B. von Ihnen und Cerebron - nicht verstanden worden. Die werte Sonia hat sich über mich - wenn ich nicht irre - sogar etwas lustig gemacht. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich vermute es schon. JNJ hat mittlerweile reagiert, aber ich bin - mit Goethe gesprochen - so schlau als wie zuvor. Vielleicht hat er oder sie mich nicht verstanden. Deshalb will ich mein Interesse etwas präzisieren.

Wenn man einen Text liest, dann liest man den Text doch immer mit einem bestimmten Vorverständnis. Dieses Verständnis ist bei dem einen so und bei dem anderen anders. Wenn Sie beispielsweise einen Text lesen, den jemand geschrieben hat, den Sie nicht leiden können, dann werden Sie den Text anders lesen als etwa Frau Meier, die den Mann, der diesen Text geschrieben hat, gut kennt und die vielleicht in diesen Mann ein wenig oder etwas mehr verliebt ist. Oder wenn Sie einen zwei- oder dreitausend Jahre alten biblischen Text lesen, der Ihnen unverständlich ist, dann werden Sie auf den Text anders reagieren als jemand, der den Text im hebräischen oder griechischen Urtext parallel zu einer deutschen Übersetzung liest und sich fragt, warum ein bestimmtes Wort so und so übersetzt wurde, da man es doch auch anders übersetzen kann und da eine Textstelle bei dieser anderen Übersetzung einen anderen Sinn bekommen würde (ein interessantes Beispiel ist Hebr. 11,1). Kann man da mit Luther von "Nichtzweifeln" reden?. Oder geht es um "Überführung" im Sinne der Gerichtssprache - also um den Beweis und damit um das Gegenteil? Ein rechthaberisch-frommer, durchaus bibelkundiger, aber etwas verbohrter Zeitgenosse würde eine solche Frage vielleicht als sinnlos bezeichnen und die Sache langweilig finden. Andere wären vielleicht geradezu inspiriert nachzudenken, was dieser alte Text bedeutet oder bedeuten könnte. Oder nehmen wir einen philosophischen Text aus dem alten Griechenland. Wenn man keine Vorstellung von der Frageweise der damaligen Philosophen hat, dann kann man mit diesen Texten wenig bis nichts anfangen.

Anders gesagt: Lesen wir biblische Texte wörtlich - und was heißt das? Wird dann beispielsweise ein alter Sprechakt - ein Dialog vor 2000 Jahren in bestimmten kulturellen Verhältnissen - wörtlich in unsere Gegenwart übertragen? Können wir mit dieser wörtlichen Lesart den alten Text verstehen? Oder fragen wir, wie dieser Text damals verstanden wurde und wie er heute in ganz anderen Verhältnissen richtigerweise vielleicht so und so verstanden werden sollte? Gehen wir dabei davon aus, dass dieser alte Text ein von Menschen geschriebener, aber von Gott gegebener Text ist? Das ist ja - wenn ich das richtig sehe - die neuap. Lesart (jetzt näher ausgeführt insb. von dem Germanisten Kiefer). Verstehen wir dann das Menschenwort als Gotteswort? Oder ist das Gotteswort Menschenwort? Oder gehen wir davon aus, dass biblische Texte wie andere alte religiöse und nichtreligiöse Texte „schlicht und einfach“ Texte sind, die von Menschen geschrieben wurden, wobei wir dann freilich sehen müssen, dass manche - etwa Propheten - davon überzeugt waren, dass sie „Gottes Wort“ verkünden, was aber nicht zwangsläufig bedeutet, dass sie Gottes Wort verkündet haben, sondern nur, dass sie selber meinten, Gottes Wort prophetisch unters Volk bringen zu können. Lesen wir diese Texte sogar ganz unvoreingenommen, was ja auch bedeuten kann, dass gar kein Gott vorausgesetzt wird? Wir hätten dann einfach nur einen Text. Würde dieser Text dann durch das, was gottgläubige Leser in den Text sozusagen reinlegen, zu einem göttlichen Text und würden die Leser sich dadurch selber reinlegen? Übrigens legen die Menschen unterschiedlicher Konfessionen unterschiedliche Inhalte oder Vorstellungen in die Texte. Katholiken lesen die Bibel anders als Protestanten oder als neuap. Christen oder welche Religionsgesellschaften (so heißt das rechtlich) Sie auch immer nehmen.

Um die Problemlage „auf den Punkt“ zu bringen - ich will ja hier nicht so viel schreiben: Die Bibel kann jüdisch gelesen werden. Im Alten Testament kommt bei dieser Lesart Christus nicht vor. Die Bibel kann evangelikal und - wie eben gesagt - in diversen konfessionellen Sichtweisen gelesen werden. Sie kann - und das wäre eher wissenschaftlich - historisch-kritisch oder systematisch-theologisch oder feministisch oder befreiungstheologisch oder tiefenpsychologisch gelesen werden. Bei all diesen Lesarten oder Leseweisen entstehen durchaus unterschiedliche Texte in den Köpfen der Leserinnen und Leser. Das ist auch bei JNJ so. Und da hätte ich eben gern gewusst, welche Lesart sie oder er hat. Diese Frage kann man doch mit einem klaren Satz beantworten.

Zusammenhänge wie die hier angedeuteten gibt es übrigens auch auf dem Gebiet des Rechts. Vielleicht können Sie das auch mal mit Ihrem jüngsten Töchterchen besprechen. Juristen haben Auslegungsmethoden. Mit diesen Methoden sollen Gesetzestexte ins wirkliche Leben übertragen werden. Im alltäglichen Juristenbetrieb haben diese Methoden keine so große Bedeutung, wie manche Rechtslehrer an Hochschulen zu glauben scheinen. Fragen Sie mal Ihr Töchterchen, was sie macht, wenn sie beispielsweise einen Text hat, der 100 Jahre alt ist. Fragt sie dann, was der Gesetzgeber damals wollte? Wie kann sie das eigentlich „rauskriegen“? Oder fragt sie nur, was sozusagen grammatikalisch im Text steht? (Analog zu neuap. Bibeltextauslegung: Da war nach offizieller Lesart 144.000 wörtlich zu nehmen. Es gab die verblüffende Erklärung, dass 144.000 nicht 138.000 heißt. Wer hätte das gedacht! Der eigentliche symbolische Sinn war kein Thema.) Und was macht Ihr Töchterchen, wenn der Text ein Gummiparagraph ist, also ein Text, der dieses und jenes und auch das Gegenteil bedeuten kann? Fragt sie, was der Gesetzgeber für seine Zeit und für die Zukunft regeln wollte - und was macht sie, wenn sich die Zukunft ganz anders als gedacht entwickelt hat?

In manchen verfassungsrechtlichen Bereichen sind die Auslegungsmethoden besonders relevant. Um das Problem nur anzudeuten: Wie ist Art. 14 GG zu verstehen?

Art. 14
(1) Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet. Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt.
(2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.
(3) Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt. Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen. Wegen der Höhe der Entschädigung steht im Streitfalle der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen.


Was ist das Wohl der Allgemeinheit? Finden wir Antworten in der Bergpredigt?

Wir sollten uns mal in einem kleinen Restaurant treffen und darüber reden. JNJ kann uns dazu einen Kaffee servieren. Mit Milch und gesüßt mit Honig aus dem Land, in dem Milch und Honig fließen.

Ihnen „alles Gute“!
Cemper
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Re:

Beitragvon Cerebron » 09.01.2017, 10:16

Cemper hat geschrieben:Um die Problemlage „auf den Punkt“ zu bringen - ich will ja hier nicht so viel schreiben: Die Bibel kann jüdisch gelesen werden. Im Alten Testament kommt bei dieser Lesart Christus nicht vor. Die Bibel kann evangelikal und - wie eben gesagt - in diversen konfessionellen Sichtweisen gelesen werden. Sie kann - und das wäre eher wissenschaftlich - historisch-kritisch oder systematisch-theologisch oder feministisch oder befreiungstheologisch oder tiefenpsychologisch gelesen werden. Bei all diesen Lesarten oder Leseweisen entstehen durchaus unterschiedliche Texte in den Köpfen der Leserinnen und Leser. Das ist auch bei JNJ so. Und da hätte ich eben gern gewusst, welche Lesart sie oder er hat. Diese Frage kann man doch mit einem klaren Satz beantworten.

Das wäre aber - in den Kategorien des Thomas von Aquin - ein Wunder dritter Art: Ein Geschehen, das nicht möglich ist. Ich muss Sie noch einmal auf Ecos (Gott hab ihn selig) "Zeichen" verweisen, oder auf seine Einführung in die Semiotik. Am Besten, Sie lesen beide. Kein Zeichen hat eine Bedeutung. Bedeutung ergibt sich immer aus einem kulturellen Reflexionsprozess, der nicht abgeschlossen werden kann. Nicht einmal der Autor hat es in der Hand, wie er verstanden wird. Er mag sich Mühe geben, sein Anliegen möglichst unmissverständlich darzulegen. Ob es gelungen ist, kann er nicht festlegen. Die "Bedeutung" eines Textes bildet sich immer nur im einzelnen Leser heraus. So wichtig ist der Autor nicht. Er wird erst dann wichtig, wenn Sie fragen "was will mir der Autor mit diesem Text sagen?" Stattdessen können Sie sich aber auch fragen: "Welche Bedeutung hat dieser Text (für mich)?"

Und selbst wenn der Autor Ihnen Auskunft gäbe, sein Werk sei auf systematisch-theologischem Hintergrund entstanden: Kann sein Werk nicht auch "in Wirklichkeit" evangelikal im systematisch-theologischen Wortkleid sein, obwohl der Autor Sie nicht belügen wollte?

Ich kann in Ihren Fragen daher nach wie vor kein erreichbares Ziel erkennen.

Gruß,
C.E.
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Re: johnnelsonjun + BIBELVERSTÄNDNIS

Beitragvon Toleranz » 09.01.2017, 11:06

Das ist mit mir nicht zu machen. Ich weiß mich den essenden Menschen verpflichtet, nicht irgendwelchen globaalen Fast-Food-Ketten, die den Hungertod zahlloser ihrer Mitglieder zu verantworten haben. Kochen ist nicht mein Beruf, Kochen ist meine Berufung.

Werter Johnnelsonjun,
ich befürchte, dass in der heutigen Zeit ein erfolgreicher Koch noch mehr leisten muss. Denken Sie auch an die wenigen Gäste mit Glutenunverträglichkeit oder Laktoseintoleranz, die genau wissen wollen, was in Ihrem Essen drin ist. Vergessen Sie auch die "Heerscharen" von Gästen nicht, die von ihren Heilpraktikern eine Nahrungsmittelallergie eingeredet bekommen, aber in Wirklichkeit diese nicht haben. Solche Gäste wollen von Ihnen in der Regel noch viel eindeutiger wissen, was in Ihrem Essen drin ist. Auf die praktischen Mediziner werden in der heutigen Zeit hunderte von Coaches angesetzt, die damit gutes Geld verdienen, wenn sie dem Mediziner den Umgang mit einer Patientengruppe erleichtern können: der schwierige Patient. Als guter Koch werden Sie daher nicht umhinkommen, sich mit einer Gästegruppe zu beschäftigen: der schwierige Gast. Eine andere Alternative wäre: Sie holen sich Rat bei den lebenden Aposteln der NAK. Glaubt man den einschlägigen Facebookeinträgen, werden nach dem Genuss der geistigen Kost der lebenden Apostel immer Alle selig. Vielleicht verraten die Apostel Ihnen ihr Erfolgsrezept.
Liebe Grüße
von
Toleranz
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Re: Re:

Beitragvon Cemper » 09.01.2017, 11:12

Cerebron hat geschrieben:Das wäre aber - in den Kategorien des Thomas von Aquin - ein Wunder dritter Art: Ein Geschehen, das nicht möglich ist. Ich muss Sie noch einmal auf Ecos (Gott hab ihn selig) "Zeichen" verweisen, oder auf seine Einführung in die Semiotik. Am Besten, Sie lesen beide. Kein Zeichen hat eine Bedeutung. Bedeutung ergibt sich immer aus einem kulturellen Reflexionsprozess, der nicht abgeschlossen werden kann. Nicht einmal der Autor hat es in der Hand, wie er verstanden wird. Er mag sich Mühe geben, sein Anliegen möglichst unmissverständlich darzulegen. Ob es gelungen ist, kann er nicht festlegen. Die "Bedeutung" eines Textes bildet sich immer nur im einzelnen Leser heraus. So wichtig ist der Autor nicht. Er wird erst dann wichtig, wenn Sie fragen "was will mir der Autor mit diesem Text sagen?" Stattdessen können Sie sich aber auch fragen: "Welche Bedeutung hat dieser Text (für mich)?"

Und selbst wenn der Autor Ihnen Auskunft gäbe, sein Werk sei auf systematisch-theologischem Hintergrund entstanden: Kann sein Werk nicht auch "in Wirklichkeit" evangelikal im systematisch-theologischen Wortkleid sein, obwohl der Autor Sie nicht belügen wollte?

Ich kann in Ihren Fragen daher nach wie vor kein erreichbares Ziel erkennen.

Gruß,
C.E.

Werter Cerebron, Ihr Eintrag macht mich etwas ratlos. Denn:

1. Ein Teil Ihres Eintrags - ein Teil ! - besagt doch nichts anderes als das, was ich in anderer Formulierung selber geschrieben habe. Ich habe deshalb den Eindruck, dass Sie mir etwas entgegensetzen wollen, obwohl es keinen Gegensatz zwischen uns gibt.

2. Bei einem anderen Teil habe ich mich gefragt, wozu Ihre Hinweise führen, wenn man sie auf Ihren Eintrag bezieht. Konkret: Ich frage mich, "was will mir der Autor (Cerebron) mit diesem (seinem) Text sagen" und "welche Bedeutung hat dieser Text für mich"? Soll ich mir - wenn Sie mir dann eine Antwort geben - die Frage stellen: Kann Cerebrons Antwort nicht auch in Wirklichkeit' xyz im Wortkleid abc bedeuten, obwohl Cerebron mich nicht belügen wollte?

3. Wir sind hier nicht in einem Semiotik-Seminar. Ich glaube oder meine, dass es unbeschadet der Relevanz der Forschungen auf dem Gebiet der Semiotik - also der Arbeiten und Erkenntnisse der Fachleute für Zeichensysteme und unbeschadet der Bedeutung der Anwendung in diversen Wissenschaften - möglich ist, auf herkömmliche Weise mindestens halbwegs ergebnisoffen und ertragreich zu kommunizieren. Konkreter: Glauben Sie denn, dass es letztlich sinnlos ist, eine Vorlesungsreihe zu planen, in der beispielsweise Themen dieser Art behandelt werden: "Wie können biblische Texte gelesen werden und wie werden sie gelesen?" oder "Mit welchen Auslegungsmethoden kommen Verfassungsrechtler zu welchen Ergebnissen?" - - - Ich halte das nicht für sinnlos. Ich meine auch nicht, dass in meinen Frage kein erreichbares Ziel zu erkennen ist. Aber ich räume ein, dass unser aller Verstand begrenzt ist und dass es nicht nur für "fromme Menschen" Gründe gibt zu bedenken, was wir in den "Sprüchen" (3.5) lesen können (Text nach Lutherbibel 2017):

"Verlass dich auf den Herrn von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen. Dünke dich nicht, weise zu sein, sondern fürchte den HERRN und weiche vom Bösen. ... Ehre den HERRN mit deinem Gut und mit den Erstlingen all deines Einkommens, so werden deine Scheunen voll werden und deine Kelter von Wein überlaufen."

Damit wären wir auch wieder bei Sonias kleinem Restaurant. Auf der Karte wird es diesen überlaufenden Wein vermutlich geben. Falls es den nicht gibt: Wir bestellen dann Kaffee. Aber bitte heißen (keinen kalten).

Zum Wohle!
HC
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Re: johnnelsonjun + BIBELVERSTÄNDNIS

Beitragvon Sonia » 09.01.2017, 12:19

Auf der Karte gibt's nur Buchstabensuppe und Großmutter.
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Re: johnnelsonjun + BIBELVERSTÄNDNIS

Beitragvon Cemper » 09.01.2017, 12:44

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Re: johnnelsonjun + BIBELVERSTÄNDNIS

Beitragvon Sonia » 09.01.2017, 13:03

Der See ist zugefroren
Und hält schon seinen Mann.
Die Bahn ist wie ein Spiegel
Und glänzt uns freundlich an.

Das Wetter ist so heiter,
Die Sonne scheint so hell.
Wer will mit mir ins Freie?
Wer ist mein Mitgesell?

Da ist nicht viel zu fragen:
Wer mit will, macht sich auf.
Wir geh'n hinaus ins Freie,
Hinaus zum Schlittschuhlauf.

Was kümmert uns die Kälte?
Was kümmert uns der Schnee?
Wir wollen Schlittschuh laufen
Wohl auf dem blanken See.

Da sind wir ausgezogen
Zur Eisbahn also bald,
Und haben uns am Ufer
Die Schlittschuh angeschnallt.

Das war ein lustig Leben
Im hellen Sonnenglanz!
Wir drehten uns und schwebten,
Als wär's ein Reigentanz.

("Der Eislauf" von Hoffmann von Fallersleben)
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Re: johnnelsonjun + BIBELVERSTÄNDNIS

Beitragvon Cemper » 09.01.2017, 13:13

Das ist auch von diesem Dichter:

Alle Vögel sind schon da,
alle Vögel, alle.
Welch ein Singen, Musiziern,
Pfeifen, Zwitschern, Tiriliern!
Frühling will nun einmarschiern,
kommt mit Sang und Schalle.

Wie sie alle lustig sind,
flink und froh sich regen!
Amsel, Drossel, Fink und Star
und die ganze Vogelschar
wünschen dir ein frohes Jahr,
lauter Heil und Segen.

Was sie uns verkünden nun,
nehmen wir zu Herzen:
Wir auch wollen lustig sein,
lustig wie die Vögelein,
hier und dort, feldaus, feldein,
singen, springen, scherzen.

Und das auch:

Deutschland, Deutschland über alles,
Über alles in der Welt,
Wenn es stets zu Schutz und Trutze
Brüderlich zusammenhält,
Von der Maas bis an die Memel,
Von der Etsch bis an den Belt –
Deutschland, Deutschland über alles,
Über alles in der Welt!

Deutsche Frauen, deutsche Treue,
Deutscher Wein und deutscher Sang
Sollen in der Welt behalten
Ihren alten schönen Klang,
Uns zu edler Tat begeistern
Unser ganzes Leben lang –
Deutsche Frauen, deutsche Treue,
Deutscher Wein und deutscher Sang!

Einigkeit und Recht und Freiheit
Für das deutsche Vaterland!
Danach lasst uns alle streben
Brüderlich mit Herz und Hand!
Einigkeit und Recht und Freiheit
Sind des Glückes Unterpfand –
Blüh’ im Glanze dieses Glückes,
Blühe, deutsches Vaterland!
Ob ich gläubig bin? Das weiß nur Gott allein.
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Re: johnnelsonjun + BIBELVERSTÄNDNIS

Beitragvon johnnelsonjun » 12.01.2017, 22:22

Werte/r Toleranz,

Toleranz hat geschrieben:(...) ich befürchte, dass in der heutigen Zeit ein erfolgreicher Koch noch mehr leisten muss.


Das kommt darauf an, was man unter "Erfolg" versteht.

Toleranz hat geschrieben:Denken Sie auch an die wenigen Gäste mit Glutenunverträglichkeit (...)"


Ich darf Ihnen versichern, dass wir bereits seit fast 9 Jahren eine absolut glutenfreie Küche betreiben.
Wir mögen keine Klebe- oder Bindemitteln. Weder wünschen wir unseren Gästen irgendwelche "Etiketten" (katholisch, protestantisch, evangelikal, feministisch, freikirchlich, atheistisch etc.) aufzukleben, noch haben wir es gern, wenn man das mit uns tut. Auch für den Einsatz von Bindemitteln sehen wir keinen Bedarf. Weder möchten wir unsere Gäste an uns binden (Kundenbindung), noch an eine Konfession oder Denomination etc. Die einzige Bindung, die wir bei unseren Gästen unterstützen möchten ist diejenige zu ihrem Schöpfer und Erlöser, denn das ist die einzige Bindung, die wirklich frei macht. Zahlreiche Rückmeldungen unserer Gäste in den letzten Jahren bestätigen das.

Toleranz hat geschrieben:(...) oder Laktoseintoleranz, (...)


Das ist natürlich ein wichtiges Thema und muss unbedingt beachtet werden. Bei mir selbst liegt zwar keine entsprechende medizinische Indikation vor, aber ich lehne den Einsatz von Milchzucker (z.B. zur Intensivierung des Geschmacks) aus anderen Gründen ab:

Hebräerbrief 5, 12 - 14 hat geschrieben:"Denn obwohl ihr der Zeit nach Lehrer sein müsstet, habt ihr wieder nötig, dass man euch lehre, welches die Elemente des Anfangs der Aussprüche Gottes sind; und ihr seid solche geworden, die Milch nötig haben und nicht feste Speise. Denn jeder, der noch Milch genießt, ist unerfahren im Wort der Gerechtigkeit, denn er ist ein Unmündiger; die feste Speise aber ist für Erwachsene, die infolge der Gewöhnung geübte Sinne haben zur Unterscheidung des Guten sowohl als auch des Bösen.


Bei uns gibt es also "Milchspeisen" bzw. entsprechenden Zucker nur in äußerst eingeschränktem Umfang.

Toleranz hat geschrieben:Solche Gäste wollen von Ihnen in der Regel noch viel eindeutiger wissen, was in Ihrem Essen drin ist.


Auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: Alle notwendigen Inhaltsstoffe werden unter den jeweiligen Menüs angegeben und was die Art der "feinen" Küche betrifft, so habe ich mich dazu bereits mit einem ausführlichen Statement an der Küchentür geäußert.

Toleranz hat geschrieben:Als guter Koch werden Sie daher nicht umhinkommen, sich mit einer Gästegruppe zu beschäftigen: der schwierige Gast.


Ich befürchte, dass Sie Recht haben. Um allerdings den Zeitaufwand gering zu halten, hat die wundervolle Köchin an meiner Seite hiervon eine ganze Anzahl gekauft. Ich werde ein solches Shirt in Zukunft als Teil meiner Arbeitskleidung tragen. Es gibt schließlich Wichtigeres zu tun, als immer dieselben Fragen zu beantworten. :wink:

Toleranz hat geschrieben:Eine andere Alternative wäre: Sie holen sich Rat bei den lebenden Aposteln der NAK. Glaubt man den einschlägigen Facebookeinträgen, werden nach dem Genuss der geistigen Kost der lebenden Apostel immer Alle selig. Vielleicht verraten die Apostel Ihnen ihr Erfolgsrezept.


Vielen Dank für den Hinweis, aber von diesen Köchen gehören einige zu meinem familiären Umfeld, (allerdings nur noch solche, die als Ruheständler vor sich hin köcheln). Sehr zufrieden scheinen mir diese jedoch mit dem gegenwärtigen Zustand ihres Gasthauses auch nicht zu sein ... Genau kann ich das allerdings nicht beurteilen, dafür leben wir einfach zu weit von einander entfernt. Außerdem halte ich den Rat des Apostels Paulus in diesem Zusammenhang für beachtenswert: Klick!

Liebe Grüße,
JNj.
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johnnelsonjun
 
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