Kanzelverbot für Bischof Gerhard Ulrich in Vöhringen

Anmerkungen zum Geschehen in der christlichen Welt

Re: Kanzelverbot für Bischof Gerhard Ulrich in Vöhringen

Beitragvon Heidewolf » 09.05.2016, 12:33

Im Endefekt konsequent. Von einem Bischof kann man eine gewisse Bibeltreue erwarten.
Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn nur einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder. Auch sollt ihr niemand auf Erden euren Vater nennen, denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel. (Matthäus 23,8-12)
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Re: Kanzelverbot für Bischof Gerhard Ulrich in Vöhringen

Beitragvon Surgeon » 10.05.2016, 07:27

Und ich plädiere für ein Abkanzelverbot des teuf(f)lischen Pfarrers,
denn Jesu war auch ein Gottesmann und Meister neben dem Sohn Gottes.

Es sei denn, G.U. meint es anders und glaubt nicht an Jesus als Gottes Sohn.

Ansonsten sollten die Kirchen sich auf Seelen und Geist konzentrieren, anstatt auf Streit und Egoismus !
Wer von Christentum redet, sollte sich zuerst mal an die Gesetze halten. Üble Nachrede/Verleumdung sind die häufigsten Straftaten der Pseudochristen. Wenn Christentum nicht existentiell ist, ist es keins. Wer aus der Wahrheit ist, der hört seine Stimme.
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Re: Kanzelverbot für Bischof Gerhard Ulrich in Vöhringen

Beitragvon Holytux » 10.05.2016, 14:32

Ob nun das Kanzelverbot nach evangelischem Verständnis gerechtfertigt ist oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Ich gebe aber zu, dass mich diese Osterbotschaft auch nach mehrmaligem Lesen nicht überzeugen konnte. Für mich hat das alles wenig mit der christlichen Auferstehungshoffnung zu tun. Das ist doch eher der Duktus:" in unserem Denken und Tun wird er weiterleben" (obwohl er ja tot ist).
Das ist mir zu wenig.1 Kor. 15 überzeugt mich da mehr als diese Osterbotschaft, die auch auf jeder nichtchristlichen Beerdingung als Redegrundlage tauglich wäre.
Sind wir Christen schon so intellektuell ge-(ver-)bildet, dass wir uns des Evangeliums schämen müssen?
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Re: Kanzelverbot für Bischof Gerhard Ulrich in Vöhringen

Beitragvon Sonia » 10.05.2016, 16:47

Eigentlich ist das ja per Definition "zu wenig". Es würde mich interessieren, ob der Bischof meinte, es könnte genügen. Vielleicht hat er damit eine "Inklusionsbotschaft" versucht.
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Re: Kanzelverbot für Bischof Gerhard Ulrich in Vöhringen

Beitragvon Holytux » 10.05.2016, 18:04

Schon möglich.
Ich würde die Botschaft so akzeptieren, wenn sie in irgendeiner Tageszeitung erschienen wäre. Da sie aber in einem evangelischen Blatt war, hätte erwartet werden können, dass den Christen der Osterglaube nahegebracht wird. Und selbst, wenn einem das leere Grab nicht über die Lippen kommt, hat sich doch zweifellos etwas ereignet, was eine verängstigte Schar plötzlich zu neuer Hoffnung führte. Und das war gewiss mehr, als irgendeine Placebo-Vision.

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Re: Kanzelverbot für Bischof Gerhard Ulrich in Vöhringen

Beitragvon 1800 » 10.05.2016, 22:15

Holytux hat geschrieben:Schon möglich.
Ich würde die Botschaft so akzeptieren, wenn sie in irgendeiner Tageszeitung erschienen wäre. Da sie aber in einem evangelischen Blatt war, hätte erwartet werden können, dass den Christen der Osterglaube nahegebracht wird. Und selbst, wenn einem das leere Grab nicht über die Lippen kommt, hat sich doch zweifellos etwas ereignet, was eine verängstigte Schar plötzlich zu neuer Hoffnung führte. Und das war gewiss mehr, als irgendeine Placebo-Vision.

VG

Hat Papst Franziskus nen Scheck abgeschickt, oder wie muss ich diese Rede von Holytux deuten???
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Re: Kanzelverbot für Bischof Gerhard Ulrich in Vöhringen

Beitragvon johnnelsonjun » 11.05.2016, 09:40

Holytux hat geschrieben:Ich gebe aber zu, dass mich diese Osterbotschaft auch nach mehrmaligem Lesen nicht überzeugen konnte. Für mich hat das alles wenig mit der christlichen Auferstehungshoffnung zu tun. Das ist doch eher der Duktus:" in unserem Denken und Tun wird er weiterleben" (obwohl er ja tot ist).
Das ist mir zu wenig.1 Kor. 15 überzeugt mich da mehr als diese Osterbotschaft, die auch auf jeder nichtchristlichen Beerdingung als Redegrundlage tauglich wäre.
Sind wir Christen schon so intellektuell ge-(ver-)bildet, dass wir uns des Evangeliums schämen müssen?


Diese Art der "Osterbotschaft" hat mich nicht überrascht, da ich genau diese Art von Predigten seit über 35 Jahren sowohl aus meinem örtlichen-kirchlichen als auch meinem familiär-kirchlichen Umfeld und entsprechenden Publikationen genau so kenne. Viel interessanter ist für mich die Frage, wie lange der Pfarrer sich in Vöhringen jetzt noch wird halten können. Die Erfahrung, zumindest aus Norddeutschland, lehrt, dass solche Pfarrer recht bald ihre Gemeinde verlassen müssen, entweder aufgrund einer Versetzung oder nach Abstimmung durch einen neu gewählten Kirchenvorstand (siehe dazu auch die - vergriffene - Dokumentation von Nestvogel/Möckel "Volkskirche am Abgrund?", Hänssler 1996).
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