Christ-Katholische Kirche

Anmerkungen zum Geschehen in der christlichen Welt

Re: Christ-Katholische Kirche

Beitragvon Peter B aus E » 06.05.2017, 20:02

@ Danny ,

"Das Apostelamt wurde nach Gottes Willen erneut besetzt. Es besteht zwischen dem urchristlichen und dem endzeitlichen Apostelamt zwar keine historische, wohl aber eine geistliche Sukzession." (Extrat S. 299)
Da habe ich beim ersten Lesen kräftig gelacht. :-)


Okay - Quelle ist der Katechismus . Wenigstens gibt es ihn und sein Wille scheint erkennbar . Gottes Wille wiederum - scheint wohl nicht so
eindeutig erkennbar . Denn der Evangelist Markus zitiert Jesus im Sendungsauftrag ( naLuth. 1912 )

.....4 Zuletzt, da die Elf zu Tische saßen, offenbarte er sich und schalt ihren Unglauben und ihres Herzens Härtigkeit, daß sie nicht geglaubt hatten denen, die ihn gesehen hatten auferstanden. (1. Korinther 15.5) 15 Und er sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und prediget das Evangelium aller Kreatur. (Matthäus 28.18-20) (Markus 13.10) 16 Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.( Zitat Ende - Markus 16 / 14-16 )

Matthäus liest sich , wenn auch wohlwollender ...mit ähnlichem Auftrag .
Das - und nichts anderes erscheint mir der Auftrag des Apostolates , eben nach urchristlichem Vorbild .

Der Apostel - eben nicht in einer Amtswürde sondern mit einem doch recht schwierigem Auftrag .
Gemessen am Erfolg und Eifer für Christus .
------
Ich kenne den Inhalt des Katechismus nur " rudimentär " ... abgesehen davon , dass viele Menschen
lange Jahre brauchten .
Um etwas gemeinschaftlich,möglichst glaubwürdig nieder zu schreiben .... um Schlussendlich doch die Wertigkeit eines " unfertigen Werkes " zu proklamieren .
----
Peter, (ich lege mir gerade die Finger auf die Schläfen und konzentriere mich mit geschlossenen Augen) ich befinde mich in Deiner geistigen Sukzession und möchte jetzt Dein Geld ausgeben....]


... Du solltest Dich etwas beeilen ... ich vermute stark , meine Gattin ( in wilder Ehe ) hat da noch einen sicheren Weg gefunden ... ;)

Grüsse aus E.
Mit Toleranz definiert man die Feigheit,jemand mal ordentlich die Meinung zu geigen ( Rainer Sarkasmus )
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Re: Christ-Katholische Kirche

Beitragvon teresa » 08.05.2017, 05:37

Neuerscheinung

Wie Altkatholiken die Kirche denken:

https://www.amazon.de/Mut-zur-Koinonia- ... r+Koinonia
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Re: Christ-Katholische Kirche

Beitragvon alter Germane » 30.05.2017, 17:13

@ Theresa,
als neuapostolischer Christ lese ich hier vorwiegend, denn wer schreibt wird leider zu oft persönlich beschädigt.

Da ich mich persönlich mit den vielen Spaltungen in Religion Judentum und Christentum (aus meiner Sicht eine Religion),
beschäftige, habe ich den Vorteil und werte keine einzige Spaltung ab.

Jeder hat halt seine eigene Exklusivität und ein Grund eine Ehe zu trennen findet sich immer HAHAHA.

Um die Diskussion einmal anzuregen und ohne Streitpotential zu erzeugen stelle ich einmal die Frage
nicht nach dem Kriterium wer kann sich in Theorie und Praxis auf Sukzession berufen, sondern
wer hat bzw. wann wurde die Religion mit Gesetz und Evangelium also die große Religion mit den Offenbarungsschriften erstmal gespalten?

Das wäre zwar ein neues Thema, aber ich möchte friedfertig aufzeigen, dass die Ursachen für die gegenseitige Abwertung und den Streit bereits 2500 bzw. 2000 Jahre zurückliegt.
Gruß aus G.
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Re: Christ-Katholische Kirche

Beitragvon teresa » 31.05.2017, 06:42

Nunja, alter Germane.

Es ist schon ein bisschen schwierig einerseits von "Spaltungen" und "Exklusivismus" zu sprechen und dann noch vorurteilsfrei sein zu wollen. Etwas mehr Sprachsensibilität würde deinen Beiträgen sicher gut tun. :lol:

Zur Sache: Natürlich ist und bleibt das Christentum untrennbar mit dem Judentum verbunden, es ist, wie Paulus sagt, dem Judentum "aufgepfropft". In der Sprache der Gärtner also eine veredelte Pflanze. Das Judentum zur Zeit Jesu, es hatte ja immerhin auch schon eine mehr als tausendjährige Entwicklungsgeschichte hinter sich, war nicht weniger plural als das Christentum unserer Tage.
Gott hat sich aus der Familie des Abraham ein Volk geformt. Ein Volk das sich zu zwölf Stämmen entfaltete, das Gesetz und die Propheten empfing, den Tempel baute. Ein Volk, das in seiner Liebe und Leidenschaft doch immer wieder erlahmte, da es sein wollte wie die anderen Völker. Zur Zeit Jesu waren die zwölf Stämme längst nicht mehr erhalten, sondern in konfessionelle Strömungen zerfallen. In dieser Situation trat Jesus auf und berief zwölf Männer als eschatologisches Zeichen der endzeitlichen Sammlung. Diese Apostel gingen nun in alle Welt um die Völker zu dem einen - erneuerten Gottesvolk - aus allen Völkern zu sammeln. Und diese endzeitliche Sammlung, man könnte auch von der Völkerwallfahrt nach Jerusalem sprechen, ist die Kirche (sicherlich in all ihren Konfessionen). Aufgepfropft auf einen immer noch fruchtbaren Stamm dem Judentum. Insofern sehe ich keine Spaltung, sondern ein harmonisches Wachsen und Reifen der einen Offenbarungsreligion des Gottesvolkes.
(das es in diesem einen Gottesvolk, wie in jeder Familie, immer auch Streit, Eifersucht, Neid, Scheidungen, ... gibt ist eine ganz andere Frage.)
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Re: Christ-Katholische Kirche

Beitragvon Peter B aus E » 21.06.2017, 13:12

teresa meint :

..... In dieser Situation trat Jesus auf und berief zwölf Männer als eschatologisches Zeichen der endzeitlichen Sammlung.


das klingt für mich wie eine oberflächliche Vereinnahmung . Nach Matthäus äußerte sich Jesus
nach der " Rufung der Zwölf " zunächst anders :

( na Luth.1912 Matth. 15 / 22-24 )

Und siehe, ein kanaanäisches Weib kam aus derselben Gegend und schrie ihm nach und sprach: Ach HERR, du Sohn Davids, erbarme dich mein! Meine Tochter wird vom Teufel übel geplagt. 23 Und er antwortete ihr kein Wort. Da traten zu ihm seine Jünger, baten ihn und sprachen: Laß sie doch von dir, denn sie schreit uns nach. 24 Er antwortete aber und sprach: Ich bin nicht gesandt denn nur zu den verlorenen Schafen von dem Hause Israel ( Zitat Ende )

teresa meint auch :

Diese Apostel gingen nun in alle Welt um die Völker zu dem einen - erneuerten Gottesvolk - aus allen Völkern zu sammeln.


...auch das - erscheint mir recht oberflächlich . Zunächst predigte Paulus, Petrus und die anderen ausschließlich in Synagogen , es war tatsächlich Prämisse ,
Orte anzureisen - welche auch Synagogen besaßen . Später änderte Paulus das ...
Das verursachte überlieferten Streit unter den Aposteln .
-------
Die Ursache findet sich allerdings ebenfalls ( lt. Matthäus )
bei Jesus selbst :

Matthäus 10:5-6
Diese Zwölf sandte Jesus aus, gebot ihnen und sprach: Geht nicht den Weg zu den Heiden und zieht in keine Stadt der Samariter, sondern geht hin zu den verlorenen Schafen aus dem Hause Israel. (Luther‘84)

Grüsse aus E.
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Re: Christ-Katholische Kirche

Beitragvon teresa » 22.06.2017, 09:36

Lieber Peter B aus E.,

ja deine Einwände sind berechtigt und dennoch sind die von mir gezogenen Schlüsse nicht falsch. Das bräuchte jetzt eine ausführliche exegetische Erklärung, die ich an dieser Stelle jedoch aus Zeit- und Platzgründen nicht leisten kann.

Die aufgeworfene Frage wurde jedoch hervorragend behandelt und geklärt in: Gerhard Lohfink, Jesus von Nazaret, Was er wollte, wer er war, ISBN 978-3-451-34095-6
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Re: Christ-Katholische Kirche

Beitragvon Peter B aus E » 23.06.2017, 18:05

teresa meint :
... sind die von mir gezogenen Schlüsse nicht falsch.


Das schrieb ich auch nicht .

teresa schrieb :

Die aufgeworfene Frage wurde jedoch hervorragend behandelt und geklärt in: Gerhard Lohfink, Jesus von Nazaret, Was er wollte, wer er war, ISBN 978-3-451-34095-6


Welche Frage ? Zugegeben , die -des alten Germanen scheint mir unverständlich " gestellt " .

Zu Lohfink und dem angeführten Buch ....

Ich bemängele an diesem Buch , die fehlenden Nachweise für seine " Mutmaßungen " .
die er darin mit Worten wie :
... so hat Jesus mit Sicherheit nie gesprochen ,
... was heißt das ? Lukas will sagen .... ,
.... Jesus ist sich also ganz sicher ... , und etlicher anderer problematischer " Sicherheiten " .

die ich Dir gern näher erläutere - wenn Du es wünscht .
Ausschließlich Subjektiv , mein persönlicher Standpunkt .
Lohfink ist nicht mein Ding , seine Absichten hingegen

erachte ich als " Unterstützungswürdig "

Grüsse aus E.
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Re: Christ-Katholische Kirche

Beitragvon teresa » 29.06.2017, 09:27

Anbei die aktuelle Ausgabe unserer kirchlichen Zeitschrift "Ad Fontes International."
http://christ-katholisch.de/kirchenzeitung/032017.html

mit folgenden Themen:

- Wider die Gottesvergessenheit von Klaus Mass
- Gott, den Einen und Dreifaltigen denken von Klaus Mass
- Ökumene: PNCC - Anglikanischer Dialog (ACNA) und PNCC - Römisch-Katholischer Dialog
- PNCC Studientag zum Thema Frauenordination
- Ursprünge des Altkatholizismus (5.Teil) Vom Josephinismus bis zum Ende der Reichskirche
Vorlesung von Günther Thomann
- Spiritualität: Herz Jesu Frömmigkeit auch für Altkatholiken? Das dynamische Prinzip unserer Welt Von Pater Gerhard Seidler OPR
- Buchbesprechungen von Axel Stark
- Pater Gerhards Kräuterkolumne MÖNCHSPFEFFER – KEUSCHLAMM – Vitex agnus castus
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Re: Christ-Katholische Kirche

Beitragvon teresa » 08.10.2017, 16:33

Die aktuelle Ausgabe ist eingetroffen:

http://christ-katholisch.de/kirchenzeitung/042017.html

Schwerpunkte:

Bibel
Kirchengeschichte
Spiritualität
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Re: Christ-Katholische Kirche

Beitragvon alter Germane » 21.10.2017, 08:15

Werte Teresa,
bisher habe ich wenig Sensibilität in meine Sätze gelegt. Meine Aufmerksamkeit gilt wichtigen Themen z. B. ein Bund (erneuert, präzisiert)
eine Religion Judentum / Christentum und ist auf den Inhalt gerichtet; nicht auf theologische Schönschrift.

Ich rede auch nicht von aufpfropfen, denn jeder kennt die Offenbarungsschriften Teil I und II (auch alt und neu genannt) und
vieles muss anderen kluge Bürgern nicht gepredigt werden, was die schon wissen.

Nach Analyse der Heiligen Schrift begreifen Bürger, dass „alle“ sich zum Judentum/Christentum zugehörigen Konfessionen
zurück zu „Gesetz & Evangelium“ bekennen müssen, damit Glaubwürdigkeit zurückgewonnen wird.

Fakt ist die erste Spaltung erfolgte zu Jesu Zeiten. Anklage darüber steht niemanden zu aber es gibt nichts zu beschönigen.
Unfreie oder freie Juden waren da nicht verantwortlich sondern die herrschenden Juden (Rabbiner und Hohepriesterschaft) und das ist ja nachweislich heute noch so.
Hier liegt Anti … vor aber kein Antisemitismus.

Kitten kann man da gar nichts mehr, nicht die Juden mit Christen, nicht die orthodoxen mit Katholen, nicht die Christkatholischen mit den Christ -katholischen und darum geht es nicht.
Juden haben sich zu Jesus und seinem Evangelium zu bekennen.
Genau diese Aufgabe haben alle Denominationen und die 2 bis 4 % Juden und Christen, denn mehr sind es ja nicht mehr!!!

Mit Links und schlauen Büchern sind diese Mängel nicht zu beseitigen.
Lasst uns über das gewollte Einssein reden und über Mängelbeseitigung.

Grüße aus Thüringen
Gott, der Eine, (mit drei Wesen) erneuerte den „einen“ Bund, die jüdisch, christliche Religion
mit „Gesetz + Evangelium“, präzisierte Weg und Ziel und Gemeinschaft - Synagoge/Tempel/Kirche Jesu Christi.
v.treebrook
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Re: Christ-Katholische Kirche

Beitragvon teresa » 21.10.2017, 09:50

Nun Alter Germane, das Anliegen der Einheit ist uns allen wichtig. Ich glaube jedoch nicht, dass es ausschließlich aus der Lektüre der Schrift zu gewinnen ist.
Heißt es doch dort ganz zu recht: Verstehst Du auch, was du liest?

Daher brauchen wir die Theologen und deren schlaue Bücher. Und es wird wohl keine klugen Bürger geben, die kluge Schriften verachten.
Dann werden wir nicht so leichtfertig von "fakt ist" sprechen und auch ein "Anti" in welcher Form auch immer wird es wohl nicht brauchen.

Der Schlüssel um den es tatsächlich geht ist Jesus selbst. Entdecken wir ihn neu, so können wir auch das Judentum und die Kirche (welche sehr viel mehr ist, als nur Zerstrittenheit) neu verstehen. Hilfreich in dieser Hinsicht scheint mir z.B. Gerhard Lohfink "Wie hat Jesus Gemeinde gewollt" zu sein.
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Re: Christ-Katholische Kirche

Beitragvon teresa » 30.10.2017, 16:42

Bischof Dr. Flemestad weiht drei Diakone in Deutschland

http://christ-katholisch.de/meldungen.html
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