Christentum und Realität

Anmerkungen zum Geschehen in der christlichen Welt

Re: Christentum und Realität

Beitragvon orig.gabi » 07.06.2013, 18:06

Lieber Klaus - Du könntest hier durchaus Recht haben. :wink:
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Re: Christentum und Realität

Beitragvon Heidewolf » 12.06.2013, 10:33

Ich denke, das diese Jesus-Aussage auch im Kontext des weiteren Evangeliums gesehen werden sollte.
Hier erstmal sicherlich in dem Sinne, nutze nicht die Provokation, um Krieg anzufangen.
Also lass es nicht eskalieren.

Wir halten es im allgemeinen so: Lass dem Anderen immer einen Ausweg, dränge ihn nicht in die Ecke.
Versuche Probleme sachlich zu lösen.

Jesus z. B. hat aber auch mal aufgeräumt (im Tempel) oder hat den Petrus angefahren (als Teufel; gemeint waren wohl Worte aus dem Geist von unten). Und er hat Heuchler Heuchler genannt.

Wenn man nun z. B. denkt, die RKK hat hauptsächlich im Mittelalter Schandtaten verübt, dann täuscht das über die reale Organisation manchmal auch hinweg. Auch heute scheint da ein Sumpf hinter glänzender Fassade zu sein.
http://www.spiegel.de/panorama/gesellsc ... 05216.html

Ich will da jetzt nicht so sehr auf die RKK zeigen, schließlich ist das eine sehr große Organisation. In der natürlich in den Verästelungen auch so manch Krudes abläuft. Das lässt sich wohl nicht verhindern. Jedenfalls erstmal nicht.
Aber, wenn da nicht ab und zu an den Brennpunkten auch aufgeräumt wird, .......

In dem Sinne denke ich, auch ein jeder von uns kann mal aufräumen, in seinem Glaubensgebäude, im Verhalten.
Jesus sagte doch sinngemäß, fang doch erstmal bei dir selber an.
Und, gilt das nicht auch für jede Kirche, Konfession?

Da hat JLS sicherlich ein reiches Betätigungsfeld.
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Re: Christentum und Realität

Beitragvon Cemper » 13.06.2013, 22:11

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Re: Christentum und Realität

Beitragvon johnnelsonjun » 14.06.2013, 03:05

Was kritisieren Sie denn an diesem Text konkret, Cemper?
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Re: Christentum und Realität

Beitragvon Heidewolf » 14.06.2013, 11:14

Cemper, in dem Sinne.
Geben Sie uns noch mehr solcher Predigten!

Es ist eben alles Auslegungssache.

Meine, nicht ganz ernst gemeinte Auslegung.

Wenn jemand eine kräftige Backpfeife bekommt, kann der Kiefer verschoben sein.
Damit der Kiefer wieder gerichtet wird, kann es gut sein, auf die ander Backe auch eine Backpfeife zu bekommen. :P

Als Schulbub habe ich mir mal im Unterricht einen Wackelzahn gezogen. Der Lehrer bekam das mit.
Als Strafe musste ich mich bücken und bekam auf den Hosenboden einen Hieb mit dem Rohrstock.
Mit der Begründung; es soll nicht nur an einer Stelle wehtun. Dann verteilt sich der Schmerz besser.

Ja es ist eben alles Auslegungssache.

Wenn Gott oder Jesus sich so das Treiben in den Kirchen oder deren Lehren anschaut. Was sagt er wohl zu manchen Dingen?

Viel Erfolg beim Nachdenken darüber.
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Re: Christentum und Realität

Beitragvon orig.gabi » 14.06.2013, 15:33

Man höre nur,"Au Backe", eine Frau hat gepredigt" diesmal aber nicht Susi Bratwurst. :mrgreen:
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Re: Christentum und Realität

Beitragvon fg » 14.06.2013, 15:43

Christus sagte: schlägt dir jemand auf die eine Wange, halte ihm die andere hin... er sagte nicht: geh zur Polizei und mache eine Anzeige wegen Körperverletzung ! Wie ernst nehmen wir Christi Worte im Alltag ?? Paulus sagt in Bezug auf Streitigkeiten in der Gemeinde: Warum lasst iht euch nicht Unrecht antun ?? Hinnehmen( in stiller Stärke) oder weltliches Recht ? Was "ziemt" dem Christen-Menschen ?

Für Christen "ziemt" sich genau das Gleiche, wie für Nicht-Christen! - Ich denke, dass Jesu Aussage darauf zielt, Spiralen bzw. Kreisläufe von Streitereien, Ärger, Gewalt zu durchbrechen, indem man nicht auf die gleiche Art und Weise mitmacht/mit gleichen Mitteln zurück gibt - nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern als Aufforderung sich mal anders zu verhalten. Sich äußerlich wehrlos zu verhalten ist ungleich wehrlos sein. Was will ich eigentlich tun, wenn mir jemand ins Gesicht schlägt? Habe ich darauf gewartet, damit ich endlich mal so richtig zurück schlagen kann??? Was ist mir wirklich wichtig? - eigentlich zumindest das, was ich gerade tun wollte, bevor der Schlag kam. Warte ich auf Provokationen oder will ich MEIN Leben leben, nach meinen Vorstellungen und Werten? Was wäre die angemessene Verhaltensweise nach meinen Vorstellungen und Werten - werden sie durch solch eine Provokation beiseite gestoßen oder kann ich bei meinen Vorstellungen und Werten bleiben? Lässt so eine Provokation mein ganzes Menschsein zusammen fallen oder kann ich trotz Schmerz, Überraschung und Wut bei mir bleiben? Was will ICH??? - Aufforderungen zur Gewalt annehmen? Ist der Schläger mein Feind? Ist der Schläger ein Mensch, der ungemessen handelt? Reagiere ich auf den Menschen oder seine Handlungen? Warum schlage ich zurück, wenn ich es tue? - aus grenzenloser Wut oder zum Selbstschutz? - vielleicht um mir ein paar Sekunden für die Flucht zu sichern?

Letztendlich "ziemt" es sich, das zu tun, was mit dem eigenen Gewissen übereinstimmt, d.h. dem Affekt widerstehen und dann nach den eigenen Maßstäben versuchen(!) zu handeln. In der Angriffssituation werde ich das alles nicht erörtern können, aber in meinem Leben davor und dadurch eine Haltung festigen, die mir Reaktionen ermöglicht, die mit meinem Gewissen einigermaßen übereinstimmen.

Die Maßstäbe für das eigene Gewissen können z.B. christlich, humanistisch, ordnungsliebend, rechtsstaatlich, wehrhaft, der Kraft des Stärkeren gehorchend, kämpferisch, vergeltend, unterwerfend, opferhaft sein - oder vieles andere mehr oder weniger.

Jesu Aussage soll wohl nachdenklich machen und affektives, d.h. automatisches unbedachtes Handeln in Frage stellen. Jesu Leben zeigt aus meiner Sicht auf, dass er nach seinen Überzeugungen gelebt und gehandelt hat. Dies auch zu tun, ist aus meiner Sicht ein Teil der oben zitierten Bibelaussage. Ich habe die Wahl, nach meinem Gewissen zu handeln oder auch nicht, z.B. indem ich auf Provokationen nicht einsteige oder doch.
lG Fred

P.S: nachträglich ein frohes neues Jahr - ich war schon sehr lange nicht mehr hier :D :D :D
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Re: Christentum und Realität

Beitragvon Cemper » 14.06.2013, 21:22

Cemper hat geschrieben:Au Backe. Eine Frau predigt.

johnnelsonjun hat geschrieben:Was kritisieren Sie denn an diesem Text konkret, Cemper?

Nichts, johnnelsonjun! Nichts! Unter uns Frauen gesagt: "Au Backe. Eine Frau predigt" stand dort nur, weil ich die Aufmerksamkeit der Leserinnen und Leser gewinnen wollte: Aufmerksamkeit für den Text hinter dem Link - für die Predigt einer Frau. Ansonsten passte der Hinweis ja auch thematisch; es geht doch um die bekannte NT-Stelle "schlägt dir jemand auf die eine Backe, halte ihm auch die andere hin".

Am Rande: Die Predigt hätte auch von Ihnen stammen können. Das traue ich Ihnen glatt zu. Oder sogar von meinen Freundinnen terGRIMM und AgaPENG. Ganz sicher bin ich mir bei den beiden aber nicht. Was meinen Sie?

Ihnen einen schönen Samstag und einen gesegneten Sonntag!
Ihr Cemper

PS: Wie finden Sie eigentlich das: http://nachrichten.rp-online.de/wissen/ ... -1.3261552? Da hat eine Frau mit einem Mann gesprochen - recht vernünftig. Und das: http://www1.wdr.de/themen/kultur/religi ... ya100.html?
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Re: Christentum und Realität

Beitragvon orig.gabi » 16.06.2013, 12:10

http://www.nak-nrw.de/aktuelles/bericht ... f-schalke/

Das war vor drei Jahren.
Heute wurde die Gemeinde GE- Schalke im gleichnamigen Stadtteil endgültig "geschlossen".
Wieder eine ... schade.
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Re: Christentum und Realität

Beitragvon s04 » 16.06.2013, 13:28

warum Schade? die Gem. Schalke hat doch in der Arena auf Schalke eine eigene Kapelle, mehr geht doch wohl nicht, oder?
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Re: Christentum und Realität

Beitragvon orig.gabi » 16.06.2013, 19:18

Klar. Die erfreut sich auch weiterhin großer Beliebtheit.
Geschlossen wurde die kleine neuap. Gemeinde Schalke.
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Re: Christentum und Realität

Beitragvon Heidewolf » 17.06.2013, 21:56

orig.gabi hat geschrieben:Klar. Die erfreut sich auch weiterhin großer Beliebtheit.
Geschlossen wurde die kleine neuap. Gemeinde Schalke.


Da ist Schwester Heidewolf sehr, sehr traurig. War es doch ihre Heimatgemeinde.
Na, wenigstens gibt es in der neuen Saison in Wolfsburg Veltins ausgeschenkt.
Nur, da geht Schw. Heidewolf nun wieder nicht hin.
Aber, ihr Schalker seid herzlich eingeladen.
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Re: Christentum und Realität

Beitragvon orig.gabi » 18.06.2013, 01:42

Schwester Heidewolf kann sich damit trösten: Gehörte sie noch zur Gemeinde, drückte allein sie das Durchschnittsalter der Gemeindemitglieder um einiges. :wink:
Und da seit ihrer Konfirmation wahrscheinlich auch bereits eine ganze Menge Wasser den Rhein heruntergeflossen ist, kann man sich ausrechnen, dass die
Verantwortlichen rechnen mussten.

Ein weiterer Trost: die Gemeindedichte ist im Umkreis der geschlossenen Kirche relativ groß.
Die verbliebenen und oft betagten ehem. Schalker -Geschwister finden ganz in der Nähe eine ihnen lange vertraute Alternative, müssen also nicht kilometerweite neue Anfahrtswege und lauter unbekannte Gesichter in Kauf nehmen. 8)
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Re: Christentum und Realität

Beitragvon Cemper » 22.06.2013, 12:02

Christentum und Realität - zwei Frauen diskutieren die Wirklichkeit:

Die eine.
Die andere.

Klick
Klack
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