Zukunft des Christentums

Anmerkungen zum Geschehen in der christlichen Welt

Zukunft des Christentums

Beitragvon Sesemi » 25.01.2013, 22:33

Auf folgenden Artikel wurde ich heute aufmerksam gemacht.
Zu später Stunde frage ich: Trifft nicht vieles, was dort zu lesen ist, auf die NAK zu? Wenn schon die mitgliederstarke katholische Kirche mit ihrer jahrtausendealten Tradition wenig Zukunftsperspektiven hat - wie steht es dann um die Zukunft der NAK?

Gruß von der Trave

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Das Normale, Wohlanständige und Liebenswürdige ist das Reich unserer Sehnsucht, ist das Leben in seiner verführerischen Banalität. (Tonio Kröger)
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Re: Zukunft des Christentums

Beitragvon chorus » 25.01.2013, 22:35

Es gibt keine. Es sei denn, der Herr kommt bald...(während der knapp bemessenen Restlebzeit).
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Re: Zukunft des Christentums

Beitragvon Heidewolf » 26.01.2013, 02:42

Ach, nehmt das mal nicht so tragisch.
Die Natur lehrt uns, dass aus jedem Ersterbenden wieder etwas Neues erwächst.

Gott hat schließlich das Christentum über fast 2000 Jahre erhalten.
Und, wenn Organisationen erstarren; da denke ich, bahnt der Heilige Geist neue Wege an.

:oops: :oops: :oops:

Ein alter Freund (der ist wirklich alt, jenseits der 90) sagt immer zu mir: Du must nach vorne schauen!
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Re: Zukunft des Christentums

Beitragvon johnnelsonjun » 26.01.2013, 06:06

Die Zukunft des Christentums liegt .... mz.B. hier: Klick!
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Re: Zukunft des Christentums

Beitragvon Corinna » 27.01.2013, 00:17

Das ist korrekt. Was aber in Europa häufig nicht gesehen wird oder gesehen werden will.

Interessant in diesem Zusammenhang finde ich das Zahlenmaterial, welches mir da von verschiedensten Stellen schon in die Hände gekommen ist. Selten ein Land, über das so unterschiedliche Aussagen darüber getroffen werden. :wink:
Ohne Vollpfosten hätten wir nichts zu lachen. Also nimm dir Zeit und danke dem nächsten Pfosten dafür.
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Re: Zukunft des Christentums

Beitragvon johnnelsonjun » 29.01.2013, 05:38

Corinna hat geschrieben:Interessant in diesem Zusammenhang finde ich das Zahlenmaterial, welches mir da von verschiedensten Stellen schon in die Hände gekommen ist. Selten ein Land, über das so unterschiedliche Aussagen darüber getroffen werden. :wink:


Da lässt Gott absichtlich so zu. Es soll spannend bleiben, bis wir im Himmel die genau Zahl erfahren :wink:
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Re: Zukunft des Christentums

Beitragvon Heidewolf » 29.01.2013, 08:57

Es ist doch inzwischen eine gelebte und beliebte Methode, Aussagen, die einen getroffen haben, durch Anzweifeln von Nebensächlichkeiten zu diffamieren.
Siehe dazu die aktuelle Konfrontation Lehmann-Käsmann zum Luther-Jubiläum.
500
Dabei wird dann die Auseinandersetzung mit diesen 95 Thesen im Kontext der damaligen Zeit zur Nebensache.
Denn schriftlich sind sie ja überliefert, ja sie waren sogar in lateinisch, damit sich erstmal die Geistlichkeit damit auseinandersetzt.
95 Thesen

Dabei wäre es doch an der Zeit, mal wieder wie vor fast 500 Jahren, einen Denkprozess über den Kern des Christentums in Gang zu setzen.
Genial finde ich im Fundus der ja doch recht umfangreichen schriftlichen Luther-Ergüsse die Solas.
Damit wird doch auch den Fundis die Schärfe ihrer Argumente genommen.

Andererseits gibt es da auch Entwickungen in der evangelischen Welt, wo man auf Neudeutsch ruhig mal Stopp sagen kann.
Gottesdienst der besonderen Art
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Re: Zukunft des Christentums

Beitragvon Franke » 29.01.2013, 10:14

Heidewolf hat geschrieben:Es ist doch inzwischen eine gelebte und beliebte Methode, Aussagen, die einen getroffen haben, durch Anzweifeln von Nebensächlichkeiten zu diffamieren [...] Dabei wäre es doch an der Zeit, mal wieder wie vor fast 500 Jahren, einen Denkprozess über den Kern des Christentums in Gang zu setzen.


Hallo Heidewolf,
gute Idee, wie ich finde. Und, dieser Denkprozess hat selbst hier in unserem Land in Teilen schon angefangen. Jesaja lässt grüßen:

"Siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr´s denn nicht"? (Jesaja 43,19)

ERFURTER IMPULS
"Denn die Liebe Christi drängt uns!" (2. Kor. 5,14)

Gottes Liebe gilt allen Menschen. In Christus will sie Menschen gewinnen, verändern und ihnen Heimat geben.

Nur aus der Begegnung mit Jesus Christus gewinnt unser Leben als Christen und als Gemeinschaftsbewegung die Strahlkraft, die uns verheißen ist. IHM wollen wir und neu öffnen und aus seiner Kraft gehorsam leben. Er allein bevollmächtigt seine Jünger, den Auftrag auszuführen, der seit den Anfängen in seiner Kirche wahrgenommen und in der Gemeinschaftsbewegung mit den beiden Begriffen "Evangelisation" und "Gemeinschaftspflege" beschrieben wird.

Es ist unsere Berufung, dazu beizutragen, dass Menschen Christen werden und dass sie in dankbarer und liebevoller Gemeinschaft Gott zur Ehre und ihren Nächsten zu Heil und Wohl leben.

Wir bekennen jedoch, dass uns die leidenschaftliche Liebe, das Zeugnis des Evangeliums zu den Menschen zu bringen, oft nicht im gebotenen Maß bestimmt. Nicht selten genügen wir uns in der Pflege unserer Frömmigkeit. Vielfach sind wir nicht mutig genug und versäumen es, auf neue Weisen mit der unvergleichlichen Liebe Gottes auf Menschen zuzugehen. Wir bitten unseren Herrn um Vergebung und wollen uns erneut senden lassen!

Mit neuem Mut entfaltet jede unserer Gemeinden und Gemeinschaften, jede unserer Einrichtungen missionarische Aktivitäten. Wo das zeitweise nicht oder nur in geringem Umfang möglich ist, tragen und unterstützen wir die Initiativen anderer. Hoffnungsvoll setzen wir uns für die geistlich-missionarische Erneuerung der Gemeinschaften ein und gehen zugleich neue Wege. Wir bilden Netzwerke, initiieren Projekte, beteiligen uns an der weltweiten Missionsarbeit und gründen Zellgruppen, Hauskreise, sowie neue Gemeinschaften und Gemeinden.

Damit verbinden wir Wort und Tat. Wir leben, was wir glauben, indem wir das Evangelium verkünden und uns diakonisch und gesellschaftlich engagieren. In allem trägt uns Gottes Wille, seine Berufung und Sendung. Was er begonnen hat, wird er wollenden, zu seiner Ehre.

Erfurt, 27. Januar 2013 - Gnadauer Zukunfts-Kongress "Neues wagen!"

Also ich hab das, zusammen mit nahezu 2.500 Deligierten, gerne unterzeichnet!!! Dazu stehe ich. Mit Gottes Hilfe:

Ein fröhlicher Franke :wink:
So ist Einiges in unsere apostolische Tradition eingegangen, aber wenn man dann mal in der Bibel nachliest, merkt man: „Oh, so wie ich das predige, steht das gar nicht in der Bibel.“
Stap Schneider - AT-Godi, 30.10.2014, Johnnesburg-Towerby (Südafrika)
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Re: Zukunft des Christentums

Beitragvon Heidewolf » 30.01.2013, 12:24

Lieber Franke,
dieses Wort war einmal vor etlichen Jahren Jahreslosung in Mitteldeutschland.
"Siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr´s denn nicht"? (Jesaja 43,19)

Das hat mir viel Hoffnung gegeben, da ich dachte, nun bewegt sich endlich was. Die Vision 2010 war angesagt.
Aber die NAK taugt nichts für Reformationen. Es ist nicht viel angekommen und kaum was übriggeblieben.
Vielerorts hört man nur: Wir müssen ja auf die alten Geschwister Rücksicht nehmen.
Inzwischen machen die ja auch den Großteil aus.
Und in der BAV gab es ja wohl erkennbar ordentlich Schelte für den Gebietspräsidenten.
Nun 'dürfen' wir Beobachter einer sterbenden Kirche sein!
Was eben nicht nur Mitleid sondern auch Wehmut auslöst.

Ansonsten, Eifer ist gut. Aber pass gut auf. Eifer mündet oftmals auch einfach wieder in Bevormundung. Die Grenze ist da fließend. Weil einige meinen, Jesus zu besitzen.
Jesus kann man nicht besitzen. Allenfalls in sein Herz aufnehmen, um dann auch beim Vater zu sein.
Aber, das weisst du sicherlich.
Glauben ist ganz einfach - wenn man nicht muss.
Ich wünsche euch viel Weisheit bei eurer Mission. Und uns allen Gottes Gnade und Segen auf dem Lebensweg.

Herzliche Grüße aus dem Norden.
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Re: Zukunft des Christentums

Beitragvon Heidewolf » 02.02.2013, 12:22

Zu dem Progromvorwurf des Kardinal Müller ist hier, denn hier gehört es wohl hin, noch zu sagen, das er doch bitteschön mal belastbares Zahlenmaterial auf den Tisch legen sollte.
Schließlich hat die RKK ja auch eine nicht unbeträchtliche Anzahl an Begegnunsstätten und Mitarbeitern, die man dazu mal ins Verhältnis setzten sollte. Schließlich hat es die RKK natürlich auch verdient, das mit ihren Problemen sachlich umgegangen wird.
Wenn dann gleich ein Problem auf polemische Art ertönt, muss doch noch etwas anderes dahinterstehen???
Gerade hörte ich im Radio, dass K. Meißner in Köln in Sachen Pille danach eingeknickt ist.

Wenn man im Glashaus sitzt, sollte man nicht mit Steinen werfen sagt eine Volksweisheit.

Und zur Statistik dann allgemein.
Ein Beispiel aus der Fussballwelt.
Angeblich nehmen die Gewalttaten rapide zu, so eine Polizeistatistik.
Befragte Stadionbesucher dagegen fühlen sich im allgemeinen überhaupt nicht bedroht.
In einer Sportschau neulich im ZDF hat dann ein Professor, der sich die Statistik mal genauer angeschaut hat, festgestellt:
Gewalttaten werden von der Polizei registriert, oftmals erfolgt aber gar keine Anzeige (inzwischen findet ja auch ein erhöhter Polizeieinsatz statt.).
Ein hoher Anteil der Verletzungen ist auf Einsatz von Pfefferspray der Polizei zurückzuführen.
Oftmals provozieren Polizisten erst die Gewalt. Ich selber habe schon solche Situationen erlebt; da ist gar kein Interesse an DEeskalation vorhanden.
Da fragt man sich doch, ob da nicht einfach eigene Ziele der Organisation (Erhöhung MA-Zahl, Budget, Profilierung) eine Rolle spielen.

Bei der RKK muss sicherlich hinterfragt werden, ob nicht auch Fehlverhalten der MA eine Rolle spielt oder ob ganz einfach von selbstgemachten Problemen abgelenkt werden soll.
Andererseits ist es ganz natürlich, das in einer Zeit der wachsenden sozialen Probleme (hervorgerufen durch Wirtschaftsgefälle, Überbevölkerung und Ideologiesierung) auch die Kirchen davon betroffen sind.
Statt Jammern sollte man sich vielleicht mal den Aufgaben stellen und Zukunftskonzepte erstellen.
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Re: Zukunft des Christentums

Beitragvon Stellungnehmer » 09.02.2013, 11:47

Heute gefundenes Zitat von Alfred Loisy (1857 - 1940), französischer Theologe:

"Was Jesus verkündete, war das Reich Gottes, und was kam, war die Kirche".

Ohne weiteren Kommentar wünscht der Stellungnehmer ein schönes Wochenende.
Ich bin neuapostolisch - und das ist auch gut so!
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Re: Zukunft des Christentums

Beitragvon Bert » 09.02.2013, 16:09

So ist es, Stellungnehmer, und morgen bekommst du wieder die Bestätigung. :mrgreen:
Gruß
Bert
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Re: Zukunft des Christentums

Beitragvon Peter B aus E » 09.02.2013, 18:53

Bert hat geschrieben:So ist es, Stellungnehmer, und morgen bekommst du wieder die Bestätigung. :mrgreen:
Gruß
Bert


@ Bert,
manchmal bist Du wirklich Spitzzüngig,oder ?
Manchmal bekommt man aber auch die Bestätigung...

Es ist wie mit einem Buch,entscheidend ist- wie man es liest,was man herauslesen möchte.
In keiner kirchlichen Institution wird
man diesen Satz hören.

In seiner vielleicht ursprünglich
gewünscht- bedeutungsschwangeren Aussagekraft.

Ich übrigens hörte neulich - man kann auch mal " in Fürbitte für sich selbst eintreten " .
Mich, sonst niemand- schien diese Formulierung zu stören.

friedliche Grüsse
von Peter B.
Mit Toleranz definiert man die Feigheit,jemand mal ordentlich die Meinung zu geigen ( Rainer Sarkasmus )
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Re: Zukunft des Christentums

Beitragvon Heidewolf » 09.02.2013, 19:31

Ich übrigens hörte neulich - man kann auch mal " in Fürbitte für sich selbst eintreten " .


Komisch, der Schächer am Kreuz hat dieses auch getan. Jedenfalls der Eine.
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