Aktuelles aus dem chrl. Spektrum

Anmerkungen zum Geschehen in der christlichen Welt

Re: Aktuelles aus dem chrl. Spektrum

Beitragvon Cerebron » 30.10.2016, 13:38

Nicht einmal allen kann man es recht machen: Klick ;-)
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Re: Aktuelles aus dem chrl. Spektrum

Beitragvon Sonia » 31.10.2016, 06:46

8)
Besonders interessant dieser Satz zum Schluss: "Jeder Christ von Rang muss aus politischen und moralischen Gründen so tun, als betreibe er die Vereinigung, aber niemand, dem seine Konfession lieb ist, kann sie ernsthaft wollen."
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Re: Aktuelles aus dem chrl. Spektrum

Beitragvon Peter B aus E » 31.10.2016, 16:16

http://nac.today/de/208122/392967

Der letzte Absatz verwundert mich in seiner Aussagekraft etwas . Aussöhnung , Versöhnung ... sind eigentlich " Pflichtprogramm " im Selbstanspruch
allgemein apostolischer Rhetorik .
Hier gibt es eigentlich nichts zu feiern oder zu ratifizieren .

Oder , mit JLS Worten (sinngem . ) " ... Apostelamt , das Amt welches die Versöhnung predigt "
( gesprochen , als biblisches Zitat - etwas abgewandelt und in einem Kontext falsch verwendet ; Vorgang " Düsseldorf " )
Mit Toleranz definiert man die Feigheit,jemand mal ordentlich die Meinung zu geigen ( Rainer Sarkasmus )
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Re: Aktuelles aus dem chrl. Spektrum

Beitragvon Cerebron » 07.11.2016, 14:23

Weg mit dem Trödel: z.B. Kreuze :shock:
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Re: Aktuelles aus dem chrl. Spektrum

Beitragvon Heidewolf » 08.11.2016, 11:26

Da diese Umhängekreuze inzwischen ja weitgehend als Rangabzeichen missbraucht werden, sehe ich das Ablegen von sowas als Schritt in die richtige Richtung an. Schmucklosigkeit kann auch was Gutes sein.
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Re: Aktuelles aus dem chrl. Spektrum

Beitragvon Sonia » 08.11.2016, 15:47

Heidewolf,

wo werden inzwischen Umhängekreuze als Rangabzeichen missbraucht? Das würde mich interessieren.

Ansonsten denke ich nicht, dass die Sache hier eine Frage der Deko ist.
Die Herren, die dort als Geistliche auftraten (und somit das Kreuz nicht als Schmuck trugen!), haben das abgelegt auf Aufforderung der muslimischen Autoritäten (mit schmuckem Hütchen). Die wiederum haben sicher nicht darum gebeten, weil sie Kreuze nicht schön finden.

Dass "das Ablegen von sowas" unter Umständen ein Schritt in die richtige Richtung ist, kann ja sein (glaube ich allerdings nicht), aber doch wohl nur, wenn er aus eigenem Antrieb erfolgt.

Gruß
Sonia
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Re: Aktuelles aus dem chrl. Spektrum

Beitragvon Heidewolf » 08.11.2016, 17:21

Sonia, hier mal eine Auswahl.
http://www.c-ludwig.de/de/ad-4001-bisch ... -6555.html

Auch in der ev. Kirche hat dieser Unfug sich verbreitet. Z. B. bei Äbten, Pröbsten, Superindendenten, Bischöfen, Ratsvorsitzenden usw
In der RKK siehst du, wenn du mal genau hinschaust zum Teil recht prunkvolle Dinger. In den Orden findest du teils schlichte, teils aufwendige Kreuze.
Damit wird, so meine Beobachtung, eine besondere Amtsstellung hervorgehoben.
Ja, und dann gibt es noch Hirtenstäbe, Mitras u.ä.
Von zivilen oder militärischen Orden wollen wir lieber nicht reden, da ist es haarsträubend, welche Blüten das so treibt.

Der Einfachheit in der maskulinen Form geschrieben, feminin gibt es das natürlich auch.

Und, wie sieht denn dass aus, wenn ein Probst ein schmuckvolleres Kreuz trägt, als z. Bsp der Bischof (in der gleichen Konfession)?
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Re: Aktuelles aus dem chrl. Spektrum

Beitragvon Sonia » 08.11.2016, 19:02

...achso. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, werde ich mal genauer hingucken.
Domschätze, Kronjuwelen etc. und ihre recht- oder unrechtmäßigen Besitzer haben mich schon zu Schulzeiten nicht interessiert. Aber dass es bei amtlichen Kreuzträgern noch immer von Belang sein soll, wer am besten bestückt ist, hat mich tatsächlich überrascht. :o

Aber du wirst schon recht haben: man nimmt halt, was man kriegen kann, um die Konkurrenz zu blenden. Liebhaberinnen von Glitzer und XXL-Modeschmuck tragen "Statement-Schmuck".

Schönen Abend
Sonia
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Re: Aktuelles aus dem chrl. Spektrum

Beitragvon Heidewolf » 08.11.2016, 19:30

Ich werd mal weiter suchen.

Aber, mit Sicherheit hat Eitelkeit bei vielen 'Würdeträgern' eine gewisse Rolle gespielt.
Das war auch sicherlich schon zu Jesu Zeiten so, z. Bsp. bei den Priestern vom hohen Rat.
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Re: Aktuelles aus dem chrl. Spektrum

Beitragvon Heidewolf » 13.11.2016, 02:53

Wusst ich doch, das sind versteckte Rangabzeichen. Die Kordel spielt da auch mit.
https://de.wikipedia.org/wiki/Pektorale
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Re: Aktuelles aus dem chrl. Spektrum

Beitragvon Sonia » 13.11.2016, 15:48

Heidewolf,
zu allen Zeiten wurden ranghohe Personen mit Insignien ihrer Macht oder Würde ausgestattet. Wikipedia sagt: "Das Insigne soll die soziale Stellung, den Dienst oder das Amt des Trägers nach außen hin sichtbar machen."
Ich glaube, das in irgendeiner Form zu tun, ist normal: Menschen machen das so und wollen, dass es so ist. Das Tragen von Insignien als Machtmissbrauch zu interpretieren, halte ich für ziemlich weit hergeholt.

Ich stelle mir gerade vor, dass Preisträger es ablehnen, sich ihre Medaille umhängen zu lassen oder ihren Pokal anzunehmen und dann noch bescheiden anregen, dass man doch diesen ganzen Quatsch mal lassen sollte mit Fußballpokalen und Nobelpreisen und Hymnen-Singen und sowas. 8)
Ich glaube, das stieße nicht flächendeckend auf Verständnis...

Gruß
Sonia
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Re: Aktuelles aus dem chrl. Spektrum

Beitragvon Heidewolf » 14.11.2016, 03:44

Liebe Sonia,
ich sehe, dass ich da nicht ganz von dir verstanden wurde.
Das der Mensch nach Rangabzeichen sucht, um seine Stellung hervorzuheben, ist sicherlich bekannt. Wird allerorten, außer in Nordkorea und Rußland oder so, ausgeübt. Schon die Bibel zeigt uns das hier und da. (Krönung, Salbung, etc)
Relativ schlicht geht es da ja bei (ging) Mao und auch in der NAK zu.
Was mich da schon sehr stört, ist, dass das Zeichen des Glaubens, das leere Kreuz als Zeichen der Auferstehung Jesu, als Amtszeichen bzgl einer Hierachie verwendet wird. Glücklicherweise verwendet das Militär und Ordnungsmächte Sterne als Symbole. Nur bei Orden und ganz seltsamerweise bei Nationalitätszeichen wird auch ein Kreuz verwendet (Da war doch mal was?).

Dass das alles irgendeiner Tradition geschuldet ist, ist mir klar.
Aber in der verwendeten Form finde ich es einfach nicht gut.
Hat es doch mit der urchristlichen Form nicht mehr viel gemein.

Wahrscheinlich würde ich einen Tumult auslösen, wenn ich mit so einem Bischofskreuz umgehängt auf irgendeiner kirchlichen Veranstaltung erscheinen würde.
Bei Rockkonzerten dagegen würde es nicht weiter auffalllen. Da dort ja sowiso viele Durchgeknallte rumlaufen. Es herrscht dort Kulturfreiheit. Ein schöner Begriff, nicht wahr.
Ich wünsche dir eine gesegnete Woche.
H.
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Re: Aktuelles aus dem chrl. Spektrum

Beitragvon Sonia » 14.11.2016, 08:07

Lieber Heidewolf,

um Hierarchien zu kennzeichnen, braucht es ja nicht unbedingt spezielle Accessoires. Titel und Amtsbezeichnungen tun das ja auch.
Und selbst wo alle gleich ausgestattet werden und alle "Bruder" oder "Genosse" heißen - wer auf welcher Stufe der Hierarchie steht, darüber gibt es innerhalb der Systeme keine Unklarheiten.

Dass du die Verwendung des Kreuzes zur Sichtbarmachung einer Stellung als blasphemisch empfindest, kann ich nachvollziehen. Andererseits frage ich mich, ob es nicht seltsam wäre, wenn christliche Gemeinschaften ausgerechnet das Kreuz als Symbol vermieden und ihre Würdenträger stattdessen mit einer Blume oder so kennzeichneten.
Konsequenterweise müsste man ja auch auf Kreuze an Gebäuden verzichten, oder?

Och ja, Kulturfreiheit. Ist mir recht.
Was ich allerdings gern hätte ist, dass jede(r) / jede Gemeinschaft entscheiden darf, was ihm/ihr heilig ist und welchen Ausdruck das für sie/ihn haben soll. Und dass andere diese Entscheidungshoheit anerkennen. Und wenn sie das nicht tun, dass es ihnen trotzdem heilig bleibt.

Danke für die Wünsche - dir auch eine gesegnete Woche
Sonia
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Re: Aktuelles aus dem chrl. Spektrum

Beitragvon Heidewolf » 19.11.2016, 08:35

Liebe Sonia, ich habe nichts gegen das Kreuz als christliches Symbol, als DAS Zeichen unserer Hoffnung.
Satire an:
Jetzt werden sogar in Deutschland und Europa die Kreuz(ungen) durch Kreise ersetzt.
Satire aus.
Ich wünsche dir noch ein schönes WE
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