Aktuelles aus dem chrl. Spektrum

Anmerkungen zum Geschehen in der christlichen Welt

Re: Aktuelles aus dem chrl. Spektrum

Beitragvon Cemper » 18.12.2018, 12:33

Werter Cerebron - wenn ich nach langer Zeit mal wieder etwas schreiben und Sie ergänzen darf (nur ein Zitat):

Umfrage im Leipziger Hauptbahnhof. Ein konfessionskundliches Institut befragte die Leute: „Sind Sie katholisch? Sind Sie evangelisch?“ Und die allermeisten Leute antworteten: „Ich bin normal.“ – Normal, das bedeutet: Keinerlei Religion. In unserem Viertel gibt es ein großes Einkaufszentrum mit einem Kuppelbau für Ausstellungen, etwa für Autos oder für Schmuck. Alle Jahre wieder wird die Ausstellungshalle in der Vorweihnachtszeit in eine künstliche Schneelandschaft verwandelt: mit Plastiktannen, ausgestopften Rentieren und Frau Holle.

Vor einigen Jahren wagte es eine christliche Gruppe, inmitten dieser Szenerie ein paar kirchliche Weihnachtslieder zu singen. Dies erregte Unmut: „Jetzt wollen sich die Christen auch noch Weihnachten unter den Nagel reißen…“ Vielen in Leipzig ist nicht mehr bekannt, dass Weihnachten ein christliches Fest ist. Wir leben alle in einem zunehmend säkularisierten Umfeld. Aber Leipzig gilt zurecht als Hauptstadt des deutschen Atheismus. Und der neue säkulare Mensch heißt: Homo areligiosus Leipzigensis.

Quelle: https://www.feinschwarz.net/die-erdicht ... eherungen/

***

Und das in Leipzig, wo einstmals Johann Sebastian Bach das WO komponiert und aufgeführt hat:
https://www.youtube.com/watch?v=1I7nVlx ... 0q0FvuuwdX
Ob ich gläubig bin? Das weiß nur Gott allein.
Stanislaw Jerzy Lec (Unfrisierte Gedanken)
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Re: Aktuelles aus dem chrl. Spektrum

Beitragvon Holytux » 20.12.2018, 17:40

Werter Cerebron & Cemper,
Dankeschön für die Links.

Der unbegreifliche Gott macht sich in Jesus Christus angreifbar, bis zur letzten Konsequenz. Dass das Wort nämlich mundtot gemacht wird.
Doch als Christ darf ich hoffen dass derjenige, der das erste Wort hat, nämlich das Wort der Schöpfung, auch das letzte Wort haben wird. Im Anfang stand das Wort: Du sollst sein! Und: Es ist gut, dass du da bist. Und am Ende erhoffe ich ein letztes Wort, das unserem Leben einen letzten Sinn schenkt, eine Erfüllung, die bleibt.


Manchmal frage ich mich: Konnte ER nicht ein wenig "lauter" in die Welt hineinsprechen? Mit etwas mehr Nachdruck?
Habe dieses Jahr auch mit einem kleinem Kirchencor auf dem dörflichen Weihnachtsmarkt einige christliche Weihnachtslieder vorgetragen. Proteste gab es nicht, :mrgreen: aber im Lärm und Kauftrubel auch wenig Beachtung.
Kaum jemand hat das Gefühl, von irgendetwas "erlöst" werden zu müssen. Also braucht es wohl auch keinen Erlöser...
Eine Gesellschaft im gottlosen Vakuum (außer vielleicht ein bischen Yoga und Alibispiritualität) wundert sich dann, dass andere Religionen dieses Vakuum ausfüllen. Und brüllt nach dem Abendland, von dem sie sich schon lange freiwillig verabschiedet hat...

Ich hoffe und bete, dass das "letzte Wort" laut und deutlich wird!

Gesegnete Weihnachten Ihnen!

H.
"Man kann kein Vaterland haben, wenn man nicht auch mit seinen Spießbürgern und Nachtwächtern zu leben bereit ist."
Karl Rahner
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Re: Aktuelles aus dem chrl. Spektrum

Beitragvon Sonia » 24.12.2018, 14:19

Holytux hat geschrieben: Eine Gesellschaft im gottlosen Vakuum (außer vielleicht ein bischen Yoga und Alibispiritualität) wundert sich dann, dass andere Religionen dieses Vakuum ausfüllen. Und brüllt nach dem Abendland, von dem sie sich schon lange freiwillig verabschiedet hat...

Andere Religionen füllen dieses "gottlose Vakuum" aus? Ein Ausfüllen ist m. E. nicht zu erkennen...

Ich hoffe und bete, dass das "letzte Wort" laut und deutlich wird!


Werter Holytux,

gut so! :D.
Wenn ich es richtig verstanden habe, hängt doch die Lautstärke des letzten Wortes mit der Resonanz auf das erste zusammen.
Und Weihnachtslieder kann man ja unabhängig von der Beachtung ernsthaft singen: Gloria in excelsis deo...

Allen gesegnete Weihnachten
Sonia
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