Kirche, Glaube und Quantenphysik

Anmerkungen zum Geschehen in der christlichen Welt

Re: Kirche, Glaube und Quantenphysik

Beitragvon Tatyana † » 03.04.2009, 19:33

Sorry, Matthias.
Kirche, Glaube und Wissenschaft war das Thema.

Gott ist nicht zu beweisen. Trotzdem glauben (auch) viele Wissenschaftler.
Tatsache ist, daß selbst die Wissenschaft die allermeisten Dinge nicht oder nicht schlüssig erklären kann oder zu immer neuen Erkenntnissen gelangt.
Thesen werden aufgestellt und verworfen, angezweifelt, begründet, abgewertet und neue aufgestellt.

Die einzige Disziplin, die sich außer dem Glauben mit nicht sofort erklärbaren Dingen beschäftigt und versucht, diese logisch zu erklären, ist die Philosophie. Diese wiederum wird von vielen(und darunter nicht wenigen Wissenschaftlern) gemieden, da sie zwar vielleicht logische und nachvollziehbare Behauptungen aufstellt(hoffentlich), aber in der Regel keine nachmessbaren Ergebnisse liefert.
Wie also weiterkommen?
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Re: Kirche, Glaube und Quantenphysik

Beitragvon Cleopatra » 03.04.2009, 20:00

Schön, das wir wieder beim Thema sind! :wink:

Philosophie, Religion, moderne Physik......

ich habe dazu ein gutes Buch von Jörg Starkmuth gelesen, dass sehr gut in die Quantenphysik einführt. Ich setze hier absichtlich mal einen kritischen link zum Buch: (vielleicht etwas für Matthias)

http://www.inkultura-online.de/realit.htm
Das Buch ist kein streng wissenschaftliches Werk, basiert jedoch auf einer naturwissenschaftlich geprägten Denkweise und spricht daher eher verstandesorientierte Leser an......

Es ist klar, dass sich die Erkenntnisse des Mikrokosmos nicht 1 zu 1 auf den Makrokosmos übertragen lassen. Dennoch - für mich war dieses Buch ein Lesevergnügen ohne Gleichen. So habe ich mein physikalisches Wissen wieder etwas aufarbeiten können, zumal Physik in der Schule nicht gerade mein Lieblingsfach war.Und selbstverständlich spielt auch Gott eine Rolle im Buch. (zum Inhaltsverzeichnis):

http://www.schoepfungsprinzip.de/inhalt.htm

LG, Cleo
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Re: Kirche, Glaube und Quantenphysik

Beitragvon tosamasi » 03.04.2009, 22:19

Karl hat geschrieben:ausgerechnet tosamasi hat geschrieben: "Wow, welcher Charme in allen F/Poren"

Diese tosamasi, die mit ihrem rätselhaften Lächeln sämtliche Männer im Forum um den Verstand bringt?

Natürlich hätte ich ihr mal gerne gesagt ..... aber ich hab's mir nicht getraut.
Auch zu Mona Lisa sagt man nicht plump: "Hallo Du .."


Nur mal zwischendurch und völlig daneben:
Ich bin nicht die, die du meinst dass ich sei. Dat is det Cleopatra. Ich schaue höchst schüchtern auf.
Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden
(Hermann Hesse)
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Re: Kirche, Glaube und Quantenphysik

Beitragvon Karl » 04.04.2009, 07:44

Sorry, tosamasi, ich meente nich det Cleo.
Ich meinte das Bildchen mit dem schüchtern-rätselhaften Lächeln, wo unten "tosamasi" steht.
LG Karl
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Re: Kirche, Glaube und Quantenphysik

Beitragvon Kati » 04.04.2009, 12:38

Tatyana hat geschrieben:Kirche, Glaube und Wissenschaft war das Thema.

Gott ist nicht zu beweisen. Trotzdem glauben (auch) viele Wissenschaftler.
Tatsache ist, daß selbst die Wissenschaft die allermeisten Dinge nicht oder nicht schlüssig erklären kann oder zu immer neuen Erkenntnissen gelangt.
Thesen werden aufgestellt und verworfen, angezweifelt, begründet, abgewertet und neue aufgestellt.

Die einzige Disziplin, die sich außer dem Glauben mit nicht sofort erklärbaren Dingen beschäftigt und versucht, diese logisch zu erklären, ist die Philosophie. Diese wiederum wird von vielen(und darunter nicht wenigen Wissenschaftlern) gemieden, da sie zwar vielleicht logische und nachvollziehbare Behauptungen aufstellt(hoffentlich), aber in der Regel keine nachmessbaren Ergebnisse liefert.
Wie also weiterkommen?


Durch Fragen. Sich nicht mit plumpen Antworten zufrieden geben. Immer offen sein. Den eigenen Vorurteilen auf die Schliche kommen. Sich immer wieder über die einfachen Dinge des Lebens freuen können. Die eigene Endlichkeit spüren.
"Die" Wahrheit gibt es nicht. Es gibt ganz viele Wahrheiten. Deswegen muss ich immer wieder staunen über die Vielfältigkeit des Lebens. Die kindliche Entdeckerfreude bewahren. Nichts als ewig ansehen. Sich der eigenenen Unwissenheit bewusst werden und darüber lächeln können.

Weiterkommen? Oder die anderen ziehen lassen?
Kati
 

Re: Kirche, Glaube und Quantenphysik

Beitragvon Matthias » 04.04.2009, 15:09

Hallo Cleopatra,

Ein Kapitel von Starkmuth wird auf http://www.schoepfungsprinzip.de zusammengefasst: "Physikalisch gibt es keinen Unterschied zwischen Vergangenheit und Zukunft – aus höherdimensionaler Sicht existieren alle Zeitpunkte und alle möglichen Entwicklungsgeschichten des Universums parallel und gleichwertig. Erst unser Bewusstsein wählt bestimmte Momentaufnahmen aus dem Spektrum aller Möglichkeiten aus und sortiert sie so, dass eine schlüssige Geschichte – ein "Schicksal" – als Pfad durch den Möglichkeitsraum entsteht. Der "Ablauf" der Zeit und das Prinzip von Ursache und Wirkung sind Schöpfungen unseres Bewusstseins."

Den fett gekennzeichneten Satz finde ich problematisch: Irgendwie soll m.E. damit angedeutet werden, dass wir durch unsere Gedanken Einfluss auf Dinge nehmen können, die wir nicht im klassisch physikalischen Sinn beeinflussen können. Das mag ja vielleicht sogar so sein - aber die Begründung mit der Multiversum-Idee finde ich nicht schlüssig. Hier werden 2 Ebenen miteinander vermischt. Wenn man die Theorie vom Multiversum nimmt, ist es natürlich richtig, dass durch unsere Handlungen ein bestimmter Pfad durch den Möglichkeitsraum zurück gelegt wird. Dieser Pfad wird von Starkmuth offenbar mit "Schicksal" gleichgesetzt. Die Ebene des Möglichkeitsraumes ist aber eine andere als die Ebene unseres Lebens. "Schicksal" wird üblicherweise verwendet für den Teil unserer Lebensgeschichte, den wir nicht beeinflussen können. Und so passiert es, dass man die einfache Lebenserfahrung - unser Handeln hat Auswirkungen auf die Welt (einige Dinge sind geschehen, andere nicht) - mit physikalischen Begründungen überträgt auf das Schicksal. „Es passiert genau das, was du willst (ggf. unbewusst)“. Damit dies möglich wird, muss man das Gesetz von Ursache und Wirkung auf die Seite räumen - und das macht man mit Hilfe der Quantenphysik (wo dies tatsächlich problematisch wird) oder mit Ideen wie die vom Multiversum. Aber: auch wenn von einem exotischen Standpunkt aus betrachtet „alle Zeitpunkte und alle möglichen Entwicklungsgeschichten des Universums parallel und gleichwertig“ sind, ändert dies doch nicht die Einschränkungen, die uns als Erdbewohner gegeben sind: Wir beeinflussen v.a. mit unseren Handlungen die Welt, und nicht mit unseren Gedanken. Und wir sind gefangen im Ablauf der Zeit.

Es drängt sich erneut der Eindruck auf, dass man die moderne Physik missinterpretiert (entweder absichtlich oder aus einem Wunschdenken heraus), um exotische Theorien über übermenschliche Kräfte zu untermauern.

Zur Quantenphysik kann ich ein Buch empfehlen: „Skurrile Quantenwelt“ von Silvia Arroyo Camejo. Zum Verständnis sind mathematisch-physikalische Grundlagen aus der Schule wohl sehr hilfreich. Aber um die Quantenphysik im Ansatz zu verstehen, geht es wohl nicht einfacher als in diesem Buch geschrieben (die Autorin schrieb das Buch als 17-jährige Schülerin).
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Re: Kirche, Glaube und Quantenphysik

Beitragvon Matthias » 04.04.2009, 15:23

Tatyana hat geschrieben: Die einzige Disziplin, die sich außer dem Glauben mit nicht sofort erklärbaren Dingen beschäftigt und versucht, diese logisch zu erklären, ist die Philosophie. Diese wiederum wird von vielen(und darunter nicht wenigen Wissenschaftlern) gemieden, da sie zwar vielleicht logische und nachvollziehbare Behauptungen aufstellt(hoffentlich), aber in der Regel keine nachmessbaren Ergebnisse liefert.
Wie also weiterkommen?


Vielleicht wird die Philosophie von den Wissenschaftlern gar nicht bewusst gemieden - sie gehört einfach nur nicht zum Pflichtstudium dazu. Früher war dies undenkbar. Jeder Naturwissenschaftler hatte auch Grundlagen in der Philosophie zu studieren. Daher war den meisten auch klar, dass die naturwissenschaftliche Methode nur ein Weg ist, die Wahrheit zu suchen - und dass man nur einen bestimmten Teil der Realität damit untersuchen kann.
Ich denke, mit dem Wegfall der Religion als sinnstiftendem und die-Welt-erklärendem Element hat sich die Naturwissenschaft in diese frei gewordene Nische gedrängt. Sie wurde quasi zur Ersatzreligion und man erhofft sich von ihr Dinge, die sie nicht zu leisten im Stande ist. Sie kann nicht alles erklären und sie kann auch kaum Sinn stiften. Aber nach der Religion ist sie wohl der beste Ersatz, und sie ist ja extrem erfolgreich - so erfolgreich, dass die Menschheit den Planeten und die Gesellschaften damit zerstören kann.
Mittlerweile gibt es an den Universitäten kaum noch Professoren, die auch philosophisch gebildet sind und die Studenten in Bescheidenheit und den Grenzen der naturwissenschaftlichen Methode unterrichten. Für die Effektivität und den beruflichen Erfolg sind die wohl nicht so nötig und man lässt es einfach weg.

Man wird hier nur weiterkommen, wenn man die Philosophie wieder zum Pflichtfach für Naturwissenschaftler macht und so langsam wieder Vorbilder aufbaut.
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Re: Kirche, Glaube und Quantenphysik

Beitragvon Cleopatra » 04.04.2009, 15:38

Hallo Matthias,

macht richtig Spaß mit dir zu diskutieren. Ich habe das Buch ja gelesen und Starkmuth kommt mir nicht wie ein fanatischer Esoteriker vor. Er führt gut in die Thematik ein und was er dann schreibt, sieht er als folgerichtige, sehr wahrscheinliche Möglichkeit an.(nicht Tatsache) So empfinde ich sein Buch. Vielleicht hast du auch diesen link dazu entdeckt. http://www.schoepfungsprinzip.de/diesun ... rtikel.htm

Aber es ist schon richtig, dass die Quantenphysik sowohl für die Kirchen (siehe mein Eingangsposting), als auch für fernöstliche Betrachtungsweisen, als auch für Esoteriker sehr aufschlußreich zu sein scheint. Ich finde es einfach interessant, wie sich einst gegnerische Disziplinen annähern. Wobei ich unseren Wissenschaftlern/Physikern usw. einen großen Vertrauensvorschuß gebe. Für mich persönlich könnte die Quantenphysik zum "Stein der Weisen" werden, zum verbindenden Element - dauert aber sicher noch. Viele Wissenschaftler finden zum Glauben (oder haben ihn schon immer) - auch wenn dieser Glaube an eine höhere Macht anders aussieht, als uns die Kirchen lehren. Vielleicht sagt dir der Name "Markolf H. Niemz " (Bio-Physiker)auch etwas. Er schrieb das Buch: Lucy im Licht. Auch sehr empfehlenswert.

LG, Cleo

PS: Matthias schau mal in dein Postfach :wink:
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Re: Kirche, Glaube und Quantenphysik

Beitragvon Cleopatra » 04.04.2009, 16:01

Als sehr bekannte "Forschende" müßte man sicher auch Kübler-Ross und Raymond Moody nennen. (Nah-Todes-Forschung) Bei ihnen findet man auch eine gewisse Religiösität, aber soweit ich weiß, nicht in einer festgelegten Form. Moody und Kübler-Ross sprechen da auch eher von "höherer Macht", wobei Kübler-Ross zur Reinkarnation tangiert. Sie haben diese NTE`s untersucht, die ihnen gezeigt haben, dass es wohl ein Jenseits gibt - aber keine einzig richtige Religion oder Konfession.

LG, Cleo
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Re: Kirche, Glaube und Quantenphysik

Beitragvon Tatyana † » 04.04.2009, 17:05

Matthias hat geschrieben:Man wird hier nur weiterkommen, wenn man die Philosophie wieder zum Pflichtfach für Naturwissenschaftler macht und so langsam wieder Vorbilder aufbaut.


Das wäre wünschenswert.
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Re: Kirche, Glaube und Quantenphysik

Beitragvon Cleopatra » 04.04.2009, 21:51

Apropos (östliche) Philosophie und Wissenschaft. Da hätte ich auch noch einen Tipp:

Das Buch " Das Tao der Physik" von Fritjof Capra, dem der Doktortitel der Physik 1966 von der Universität Wien zugesprochen wurde. Es gelingt ihm ebenfalls Fernöstliche Mystik, östl. Religionen, östliche Philosophie und moderne (westliche) Physik zu vereinen.

Oder sein Buch "Wendezeit"

Wendezeit
OT The Turning Point OA 1982 DE 1983Form Sachbuch Bereich Kulturphilosophie
In einer Verquickung von Wissenschaftsgeschichte, Gesellschafts- und Zeitdiagnose mit esoterischen, mystischen und religiösen Vorstellungen postuliert Fritjof Capra in Wendezeit ein neues, von kosmischem Bewusstsein und ganzheitlichen Vorstellungen geprägtes Zeitalter, dessen Anbruch unmittelbar bevorstehe......

bei Interesse weiterlesen bei Amazon.de

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Re: Kirche, Glaube und Quantenphysik

Beitragvon Geir » 05.04.2009, 06:06

Mist, meine Hopi-Kerze ist im Ohr steckengeblieben. Hat einer eine Ahnung, wie man das Teil wieder rauskriegt? :oops:
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Re: Kirche, Glaube und Quantenphysik

Beitragvon Jesse » 05.04.2009, 06:11

Was bitte ist eine Hopi Kerze? :shock:
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Re: Kirche, Glaube und Quantenphysik

Beitragvon Geir » 05.04.2009, 06:19

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