Amtsniederlegung wegen 04.12.

Re: Amtsniederlegung 6.1.08

Beitragvon Cemper » 20.01.2008, 21:27

Andy hat geschrieben:Hallo!

Am 06.01.08 wurde unsere Gemeinde darüber informiert, dass ich mein Amt zur Verfügung stelle. Der 04.12.07 war zwar nicht die Ursache, aber ein Ereignis, das meine Entscheidung beschleunigt hat. In einem Brief an den Stammapostel habe ich unter anderem geschrieben:

„Aufgrund der Überzeugungen, die ich anhand der Heiligen Schrift gewonnen habe, werde ich dieses Jahr noch mein Priesteramt zur Verfügung stellen. Darin bestärkt mich der Infoabend vom 04.12.07, der für mich einiges klargestellt hat. Meine zwei Hoffnungen, die ich noch hatte, wurden an diesem Tag begraben:

Erstens glaube ich nicht mehr an die Bußfähigkeit der NAK. Sie ist nicht bereit, erkannte Fehler einzugestehen und für Irrtümer Buße zu tun. Die Option, die man posthum dem Bezirksapostel Kuhlen nahe legte, "Glaubensgehorsam zu praktizieren und die Botschaft zu predigen"- und das im Hinblick darauf, dass die "Botschaft" sich als Falschprophetie erwiesen hat - halte ich für eine unglaubliche Zumutung. Es scheint so, als wünsche sich die Kirche Gläubige, die blind gehorsam sind und jegliche Prüfung von Lehraussagen anhand der Bibel unterlassen.

Zweitens glaube ich nicht mehr daran, dass die Kirche auf der Suche nach Wahrheit und Wahrhaftigkeit ist. Mit dem "Selbstbild", das nun veröffentlicht ist, ist das Apostelamt und die Exklusivität der NAK klar in den Mittelpunkt gestellt, und Jesus Christus erscheint nur noch als Randfigur. Die Aussagen Jesu "ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“ und „wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen“ reduzieren sich damit auf die Wirksamkeit innerhalb der Kirche, obwohl sie für alle Gläubigen aller Zeiten Gültigkeit haben und erlebte Glaubenswirklichkeit für alle wahrhaftigen Christen sind.“

Ich freue mich, dass der Herr Jesus mir täglich Seinen Frieden gibt und bin geborgen in Ihm. Heute morgen habe ich Psalm 40 gelesen, und folgende Verse sprechen mir aus der Seele: „Er hat meine Füße auf einen Felsen gestellt, meine Schritte befestigt. Und in meinen Mund hat er ein neues Lied gelegt, einen Lobgesang unserem Gott.“

Es ist einfach eine Tatsache, dass Jesus allein heilsnotwendig ist: "Und in keinem anderen ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden." (Apg. 4,12)

Liebe Grüße,
Andy


Guten Abend Andy,

Ihre Entscheidung kann ich nicht beurteilen. Ich lese, was Sie schreiben, und ich frage mich, was in neuap. Kirchengemeinden und in den Köpfen, Seelen und Herzen mancher Herren mit Kirchenämtern vorgeht. Selbstverständlich frage ich mich auch, was der Präsident Ihrer Kirche - also der Stammapostel - empfindet und denkt, wenn er solche Post bekommt. Meine Frage ist: Warum behalten Sie und andere nicht ihr Amt und tun das, was sie für richtig halten? Ich habe es - wie gelegentlich angedeutet - mit Pastorinnen und Pastoren zu tun. Die lassen sich in ihr Amt nicht reinreden. Da gibt es auch Vorgesetzte (Propst und Bischof) und den Kirchenvorstand. Aber die Pastorin/der Pastor ist im Prinzip auf sich gestellt. Wenn nun jemand in der Neuap. Kirche ein Amt hat, könnte er es doch auch so ausfüllen, wie er es für richtig hält (natürlich muss alles biblisch ... begründbar sein). Wenn er dann Probleme bekommt, kann er sich das Amt doch wegnehmen lassen.

Ich sehe die kirchenrechtlichen Schwierigkeiten. Ämter sind weisungsgebunden. Aber gerade deshalb wäre es doch interessant, einmal zu testen, was denn passiert, wenn ...

In Ihrer Kirche gibt es keine Bewerbungen um ein Amt. Es wird den Leuten angetragen. Logisch wäre es doch, wenn man es sich auch wieder nehmen lässt und bis dahin das macht, was man für richtig hält. Eine solche Praxis würde doch zu mehr Klarhheit führen.

C.
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Beitragvon exkantor » 20.01.2008, 21:29

Was dann passiert......
siehe Blankenese.

Leider, lieber Heinrich funktioniert das in der NAK nicht.

Das ist das Wort Gottes auch mal ein Schwert.
ex.
"Dass nur die Neuapostolischen das(die Apostel) wahrnehmen, ist eigentlich ein Betriebsunfall, das soll ja gar nicht so sein. Die sollen in der Mitte der Kirche Christi stehen und nicht am Rande, wie es jetzt ist." (Dr. Reinhard Kiefer)
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Re: Amtsniederlegung 6.1.08

Beitragvon johnnelsonjun » 20.01.2008, 21:31

Cemper hat geschrieben:
In Ihrer Kirche gibt es keine Bewerbungen um ein Amt. Es wird den Leuten angetragen. Logisch wäre es doch, wenn man es sich auch wieder nehmen lässt und bis dahin das macht, was man für richtig hält. Eine solche Praxis würde doch zu mehr Klarhheit führen.

C.


Ganz meine Meinung. Wenn der KL die biblische Wahrheit nicht passt, sollte sie dies durch einen Hinauswurf deutlich machen. Ob sie sich das traut und ein zweites Blankenese in Kauf nichht, ist die Frage.

Jetzt aber: Gute Nacht!
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Beitragvon Andy » 20.01.2008, 21:49

Sie traut es sich nicht. Ich habe in einem Brief an die Kirchenleitung geschrieben: "Wenn Sie nun der Ansicht sind, dass ich mit dieser Einstellung mein Amt nicht weiter ausüben kann, bin ich gerne bereit, Ihre Entscheidung anzunehmen." Die Antwort lautete, ich würde nun wohl den "Ball zurückspielen" und hätte meine Entscheidung innerlich schon längst getroffen. Dem würde stattgegeben, und man sei mir meiner Amtsrückgabe einverstanden. Daraufhin haben wir einen Termin vereinbart, wo ein diesbezügliches Schreiben vorgelesen wurde. So geht das. Ist aber OK, ich habe kein Problem damit.

LG
Andy
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Beitragvon AST » 20.01.2008, 22:18

Hallo Andy,
ich wünsche dir alles Gute für die Zukunft und kann deinen Entschluß voll verstehen. Auch ich bin enttäuscht von dem unchristlichen Verhalten unserer Kirchenleitung, habe aber für mich persönlich beschlossen erstmal noch weiterzumachen, in der Hoffnung, dass sich doch noch etwas zum positiven ändert. So kann Herr Dr. Leber einfach nicht weitermachen und mit unseren Mitchristen,Schwestern und Brüdern umgehen. Jesus, und auch der/die Heileige(n)
Geist(er) :?: lassen sich nicht von Menschen verwalten.

LG AST
Rede nicht ungefragt über deinen Glauben, sondern lebe so, dass man dich nach deinem Glauben fragt.
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Beitragvon Cemper » 20.01.2008, 22:25

@ Johnny und Andy

Zwei kurze Antworten:

Den Bezug auf Blankenese verstehe ich nur teilweise. Ich weiß nicht, was dort passiert ist. Manche Berichte haben auf mich plausibel gewirkt. Das heißt auch: Manche Berichte haben mich nicht überzeugt. Von den Betroffenen habe ich wenig - fast nichts - gehört/gelesen. Sie hätten sich ja in diesem Forum lang und breit äußern können: vor allem der ehemalige Vorsteher der Kirchengemeinde Knobloch (der Name ist richtig?) und der Nachfolger - ein Rechtsanwalt Dr. Neubauer. Aber das ist nicht passiert. Ich habe nichts von den beiden Herren gelesen. Auch andere Betroffene haben hier kaum etwas mitgeteilt. Es gab aber viele Verweise auf Blankenese von Leuten, die - so vermute ich - keine Kenntnisse durch teilnehmende Beobachtung haben oder nur wenig wirklich wissen. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass nicht alles Gold ist, was in diesem Forum und anderenorts kritisch glänzend zu Blankenese geschrieben wurde und dass Blankenese von Kritikern instrumentalisiert wird. Ich kann die Sache aber - wie gesagt - nicht gut beurteilen. Die Aufstellung des Gedenksteines "Hier ruht ..." habe ich für unpassend gehalten.

Andy - ich wiederhole mich: Ihre Entscheidung kann ich nicht beurteilen. Ich sehe, dass es vertrackte Entwicklungen gibt. Vielleicht können wir später etwas genauer ... Mir reicht es jetzt auch. Ich wollte eigentlich nur den PC abschalten ...
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Beitragvon 42 » 20.01.2008, 23:32

Meine Frage ist: Warum behalten Sie und andere nicht ihr Amt und tun das, was sie für richtig halten? Ich habe es - wie gelegentlich angedeutet - mit Pastorinnen und Pastoren zu tun. Die lassen sich in ihr Amt nicht reinreden. Da gibt es auch Vorgesetzte (Propst und Bischof) und den Kirchenvorstand. Aber die Pastorin/der Pastor ist im Prinzip auf sich gestellt. Wenn nun jemand in der Neuap. Kirche ein Amt hat, könnte er es doch auch so ausfüllen, wie er es für richtig hält (natürlich muss alles biblisch ... begründbar sein). Wenn er dann Probleme bekommt, kann er sich das Amt doch wegnehmen lassen.

Ich sehe die kirchenrechtlichen Schwierigkeiten. Ämter sind weisungsgebunden. Aber gerade deshalb wäre es doch interessant, einmal zu testen, was denn passiert, wenn ...


Cemper, Sie denken erkennbar in den Kategorien einer anderen Kirche als in denen der NAK - aber das (be)schreiben Sie ja selbst. Ein Pastor ist nach Kirchenrecht in manchen Dingen seinem Presbyterium gegenueber verpflichtet, je nachdem, was dieses anfangs mit ihm vereinbart hat oder im gegenseitigen Einvernehmen mit ihm spaeter vereinbart. Auch dem Oberkirchenrat muesste er eigentlich gewisse Dinge zur Genehmigung vorlegen - aber im Grunde genommen ist er SEHR frei, wie Sie schreiben. Das weiss er auch.

Der NAK-AT weiss so etwas nicht, denn das hat ihm niemand so erklaert. "Die Aemter" in der NAK denken deswegen i.d.R. nicht so wie Sie das von einem Pastor schildern, denn in der NAK "folgt man(n) nach". Darin liegt der kleine, feine Unterschied. Aber das wissen Sie doch auch.

Den AT, der sich sagt "Die Freiheit nehm' ich mir", muessen Sie eine ganze Weile suchen.

In Ihrer Kirche gibt es keine Bewerbungen um ein Amt. Es wird den Leuten angetragen. Logisch wäre es doch, wenn man es sich auch wieder nehmen lässt und bis dahin das macht, was man für richtig hält. Eine solche Praxis würde doch zu mehr Klarhheit führen.

Die Frage, ob ein Amt "nur angetragen" wird oder ob es sich um eine goettliche Erwaehlung handelt, wird nicht einheitlich beantwortet. Fragen Sie vertrauensvoll Randnotiz.
Im uebrigen ist es, wie Sie schreiben: nur logisch. Nur: Mehr Klarhheit soll die Praxis bringen - inwiefern?

Und schliesslich wissen Sie ja: Herr Leber befuerchtet, dass der Protestantismus um sich greift oder so. Deswegen ist nicht damit zu rechnen, dass Ihr Denkmodell in sich der Breite verwirklichen laesst. Ausnahmen bestaetigen die Regel.
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Beitragvon dialog » 20.01.2008, 23:59

Ich stimme Cemper zu und halte es selbst als Amtsträger so.

In meiner gesamten Zeit als Amtsträger (> 20 J.) habe ich noch kein Blatt vor den Mund genommen. Auch nicht vor Apostel und Bezirksapostel. Ich muss aus eigener Erfahrung sagen, dass mir im Wesentlichen meistens zugestimmt wurde und um Verständnis geworben wurde. Den Ton muss man selbstverständlich ordentlich wählen und mit dem Thema vertraut sollte man auch sein.

Mit den neuerlichen Pseudoversuchen in Sachen Kommunikation, Marketing und Profilschärfung, sowie Geschichtsschreibung und Theologie (darf man das überhaupt so nennen?) habe ich erhebliche Probleme bekommen. Das muss ich zugeben.

Aber vor ein paar Tagen habe ich zu meiner Frau gesagt: "Ich trage für meine Familie, die Geschwister in der Gemeinde und die Kinder im Unterricht Verantwortung. Die schauen auf mich. Solange die mich lassen, solange bleibe ich Priester. Ich schmeiss es nicht hin!"

Und zum Schluss entscheide ich mit meinem Gewissen, was ich wie sage und tue. Dort ist die Realität - nicht Uster, Infoabend 2, PGxx, Botschaft oder nicht, ACK oder nicht, machen das Leben aus, sondern die Gemeinde vor Ort.

Das nenne ich Eigenverantwortung. Ich möchte im Dienste Jesu stehen (und werde dabei selbst genug Fehler machen). Aber was nach Schärfung und Geschichtsneuschreibung 1001 erzählt wird, höre ich mir an oder lese es und mach mir meine eigenen Gedanken dazu.

Inzwischen haben diese ja schon bald Zeitungs- oder Kinocharakter. Zeitungen kommen täglich heraus und Kinofilme alle 6 Monate.

Die Halbwertszeit ist eben auch entsprechend.

Ich würde mich freuen, wenn noch so mancher auf der Kippe stehende kritische Bruder, sich es nochmal überlegen würde. Denn genau die braucht diese Kirche.
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Re: Amtsniederlegung wegen 04.12.

Beitragvon Glücksklee » 21.01.2008, 11:56

Edwin hat geschrieben:Er hat schon in privaten Gespraechen bestaetigt dass der Informationsabend vom 4.12. der Grund fuer seine Amtsrueckgabe ist.

Edwin


Der 4.12. ist nicht der Grund sondern der Tropfen....

LG
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Beitragvon Kontrabass » 21.01.2008, 12:08

dialog hat geschrieben:Ich stimme Cemper zu und halte es selbst als Amtsträger so.

In meiner gesamten Zeit als Amtsträger (> 20 J.) habe ich noch kein Blatt vor den Mund genommen. Auch nicht vor Apostel und Bezirksapostel. Ich muss aus eigener Erfahrung sagen, dass mir im Wesentlichen meistens zugestimmt wurde und um Verständnis geworben wurde. Den Ton muss man selbstverständlich ordentlich wählen und mit dem Thema vertraut sollte man auch sein.

Mit den neuerlichen Pseudoversuchen in Sachen Kommunikation, Marketing und Profilschärfung, sowie Geschichtsschreibung und Theologie (darf man das überhaupt so nennen?) habe ich erhebliche Probleme bekommen. Das muss ich zugeben.

Aber vor ein paar Tagen habe ich zu meiner Frau gesagt: "Ich trage für meine Familie, die Geschwister in der Gemeinde und die Kinder im Unterricht Verantwortung. Die schauen auf mich. Solange die mich lassen, solange bleibe ich Priester. Ich schmeiss es nicht hin!"

Und zum Schluss entscheide ich mit meinem Gewissen, was ich wie sage und tue. Dort ist die Realität - nicht Uster, Infoabend 2, PGxx, Botschaft oder nicht, ACK oder nicht, machen das Leben aus, sondern die Gemeinde vor Ort.

Das nenne ich Eigenverantwortung. Ich möchte im Dienste Jesu stehen (und werde dabei selbst genug Fehler machen). Aber was nach Schärfung und Geschichtsneuschreibung 1001 erzählt wird, höre ich mir an oder lese es und mach mir meine eigenen Gedanken dazu.

Inzwischen haben diese ja schon bald Zeitungs- oder Kinocharakter. Zeitungen kommen täglich heraus und Kinofilme alle 6 Monate.

Die Halbwertszeit ist eben auch entsprechend.

Ich würde mich freuen, wenn noch so mancher auf der Kippe stehende kritische Bruder, sich es nochmal überlegen würde. Denn genau die braucht diese Kirche.


Lieber dialog,

Deinen letzten Satz habe ich fett markiert. Und ich kann dem grundsätzlich nur zustimmen.

Genau solche AT´s braucht unsere Kirche. Die für mich entscheidende Frage ist jedoch, ob diese Kirche solche AT´s überhaupt will ? Und da werde ich an die letzte STAP-Übertragung aus Minden erinnert. Bei der Ordination der drei Bischöfe brachte das unser STAP u.a. so zum Ausdruck: "Macht nichts aus eigenem Gutdünken heraus. Sucht immer die Verbindung zu Eurem Apostel......" Also immer schön abfragen, ob man das so oder so machen kann, darf, soll. Warum wird bei Amtseinsetzungen immer auf unbedingte Nachfolge hingewiesen ? Warum soll eigentlich nicht der Heilige Geist treibende Kraft sein ? Warum wird nicht Jesus Christus ins Zentrum des Amtsauftrages gestellt ? Ich will keinem STAP, BAP oder AP hier etwas unterstellen, und sicher gab und gibt es auch Amtseinsetzungen die ein anderes Gepräge haben. Aber in solchen Augenblicken kommen bei mir dann immer diese Fragen hoch.

Und vielleicht hast Du ja auch das entsprechende Umfeld (Gemeinde, Vorsteher, Brüderkreis), um weiterzumachen, eben nicht "aufzugeben". Ich freue mich für Dich, wenn es so ist. Andere hatten und haben das aber leider nicht. Und dann wird es schwer !

Liebe Grüsse
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Beitragvon trinity » 21.01.2008, 12:28

dialog hat geschrieben:Aber vor ein paar Tagen habe ich zu meiner Frau gesagt: "Ich trage für meine Familie, die Geschwister in der Gemeinde und die Kinder im Unterricht Verantwortung. Die schauen auf mich. Solange die mich lassen, solange bleibe ich Priester. Ich schmeiss es nicht hin!"

Wieso trägst Du Verantwortung für andere (ausser für Deine Kinder)? Das verstehe ich nicht! Das geht doch nicht! Nicht vor Gott, nicht vor dem Gesetz! Eigenverantwortung ist doch inzwischen sogar in der NAK angekommen, oder!? Erklärst Du mir das bitte?

Kontrabass hat geschrieben:Die für mich entscheidende Frage ist jedoch, ob diese Kirche solche AT´s überhaupt will?

Und genau das ist doch der Punkt! Wenn ich Amtsträger höre, die - warum auch immer - in ihrem Amt und ihrer Kirche bleiben, dann wundere ich mich je mehr je länger! Sie beschreiben dann eine Kirche, die zwar irgendwo so existiert, aber eben nicht NAK heisst! NAK heisst - und das wird immer wieder (neu) manifestiert - "das Apostelamt ist heilsnotwendig", "nur die Geistgetauften (einschl. Märtyrer) werden am Tag der ersten Auferstehung ...", "im Endeffekt überlassen wir das dem Willen Gottes", ... das ist doch NAK-Realität! Und das sollte man, wenn man dort zum predigen gerufen wird, auch so predigen! Weil es der Inhalt dieser Lehre ist! Wenn man etwas anderes predigt, dann doch auch vor einem anderen Hintergrund!

Oder verstehe ich nicht?

LG
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Beitragvon Reverend » 21.01.2008, 12:39

...
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1 Joh 4,2: Daran sollt ihr den Geist Gottes erkennen: Ein jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus in das Fleisch gekommen ist, der ist von Gott
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Beitragvon Jesu Juva » 21.01.2008, 12:40

Moin, Trinity!

trinity hat geschrieben:Wieso trägst Du Verantwortung für andere (ausser für Deine Kinder)? Das verstehe ich nicht! Das geht doch nicht! Nicht vor Gott, nicht vor dem Gesetz! Eigenverantwortung ist doch inzwischen sogar in der NAK angekommen, oder!?


Moment, Eigenverantwortung heißt doch aber nicht Verantwortungslosigkeit den Mitmenschen gegenüber -- genausowenig, wie an alle gedacht ist, wenn nur jeder an sich selbst denkt. Das überzeugt mich nicht.

Gerade in meiner Eigenverantwortung muss ich mich selbst doch gegenüber meinen Mitmenschen besonders verantwortungsbewußt verhalten.

Oder!?

Gruß, L.
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Beitragvon trinity » 21.01.2008, 12:43

Lieber Reverend,

ist für Sie "das Apostelamt heilsnotwendig"? Werde ich als Konvertierter am Tag der ersten Auferstehung dabei sein?

Was sagen Sie - und was sagt Ihre Kirche (laut Statuten)?

LG
T
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