STAP Leber: Offener Brief an G. Sepers

Beitragvon trinity » 15.01.2008, 11:32

:lol: ... danke ... :lol:
trinity
 

Beitragvon Protestant » 15.01.2008, 11:41

:D :!:

Besser als jede bisherige Auflage der Pisa-Studie :!:
Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst Euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!

(Galater 5.1)
Benutzeravatar
Protestant
 
Beiträge: 2370
Registriert: 01.05.2004, 10:12
Wohnort: Pfalz

Beitragvon Gaby » 15.01.2008, 12:21

>>Dieser erfahrene Mann meinte, dass es sich bei Menschen, die Sonderlehren folgen, um Menschen handelt, die eine subjektive innere Wahrheit haben und dass man diesen Menschen diese Wahrheit auch lassen muss - mit Theologie hätten diese Wahrheiten aber meistens wenig zu tun.<<

Werter Cemper,

das sehe ich ähnlich. Nur wenn diese >>subjektive innere Wahrheit<< ins Wanken gerät und anfängt Probleme zu verursachen, dann sind halt Menschen gefragt, die sich mit der Theologie auskennen (und diese auch verständlich rüberbringen können), um da einiges grade rücken zu können, was in Schieflage geraten ist.

Liebe Grüße

Gaby
Denn in alledem liegt der Anfang des Reiches Gottes, das entstehen soll an der Stelle, an der du stehst. Nicht irgendwo, sondern in dir selbst. (Jörg Zink)
Benutzeravatar
Gaby
 
Beiträge: 3820
Registriert: 01.02.2003, 11:12
Wohnort: St. Andreasberg

Beitragvon chris » 15.01.2008, 12:29

Es gab früher eine Werbung: Sind wir nicht alle ein bisschen Pluna?

Frei nach diesem Motto: Haben wir nicht alle eine "subjektive innere Wahrheit"?

Das Problem ist doch, wenn ich etwas sage, wo mir die Masse zustimmt, dann wird man sagen: Ja, das ist die objektive Wahrheit. Sag ich es in einem Kreis, in dem ich alleine bin mit dieser Ansicht, dann wird daraus schnell die "subjektive innere Wahrheit" (was ja einerseits liebevoll, andererseits abwertend ist: nur subjektiv, nur innerlich wahr).

Wenn ich hier sage: Der Stammapostel ist ein toller Seelsorger werden mir mehr widersprechen als in einer NAK-Vorsteherversammlung.
Sage ich hier, der Papst ist eine tolle Persönlichkeit, in der der Heilige Geist (nicht nur temporär!) wirkt!, werden mir hier mehr zustimmen als in gleicher oben genannter Vorsteherversammlung.

Wenn die "objektive Wahrheit" aber vom betrachtenden Kreis abhängt, dann ist es letztlich "subjektiv innere Wahrheit".
Jedenfalls muss man aufpassen, dies nicht zu schnell zu verwenden, um andere Standpunkte darzustellen.

LG
Christian
chris
 
Beiträge: 1388
Registriert: 17.04.2007, 05:45

Beitragvon derReutlinger » 15.01.2008, 13:19

war es nicht bluna???? :wink:
lg
derReutlinger
 
Beiträge: 186
Registriert: 07.04.2007, 16:33
Wohnort: REUTLINGEN

Beitragvon Cemper » 15.01.2008, 13:43

@ Reutlinger

Ja - es war "bluna".

@ Chris

Objektive Wahrheit hängt nicht - wie Sie schreiben - "vom betrachtenden Kreis ab". Soll ein solcher Kreis über Wahrheit "abstimmen"? Soll er per Abstimmung feststellen, was wahr oder nicht wahr ist? Das ist doch unmöglich. Alle gegenwärtig auf dieser Erde lebenden Menschen könnten bei einer solchen Abstimmung einheitlich votieren - und diese ca. sechs Milliarden Menschen würden sich evtl. irren.

Schauen Sie sich das mal an:

http://www.ddr-wissen.de/wiki/ddr.pl?Wahrheit
http://www.salvation.de/Was_ist_Wahrheit.html

Das sind nur Beispiele ... Vigilius - der sich eben mal wieder gemeldet hat - könnte dazu vielleicht einen Roman schreiben ...

:lol:
Benutzeravatar
Cemper
 
Beiträge: 12419
Registriert: 01.02.2004, 11:12

Beitragvon chris » 15.01.2008, 14:33

@ Cemper,

ich habe nicht geschrieben, dass die objektive Wahrheit vom betrachtenden Kreis, sondern die "objektive Wahrheit" vom betrachtenden Kreis abhängt; eben genau deshalb.

Kleiner, bedeutender Unterschied!

LG
Christian
chris
 
Beiträge: 1388
Registriert: 17.04.2007, 05:45

Beitragvon chris » 15.01.2008, 14:38

Ergänzung:

Wie gesagt:
Jeder meint, dass das was er als wahr betrachtet auch objektiv wahr ist. Keiner wird sagen: Ich denke es ist wahr, aber ich weiß es ist nicht wahr.

D.h. andere Standpunkte erscheinen als "nicht wahr".

Diese dann als "objektive innere Wahrheit" zu bezeichnen könnte etwas kurz gegriffen sein, weil letztlich auch die eigene Wahrheit "objektiv" ist, d.h. abhängig von unserer Wahrnehmung und unserer Kultur/Gesellschaft. Mit anderen Worten: Was sehe ich, wie interpretiere ich es.

Ein Vorkommnis kann absolut verschieden, teilweise gegensätzlich "wahr - genommen" werden.

Jemand der Gott ablehnt, nicht glaubt, dass es ihn gibt, für den dürfte jeder gläubige Mensch, nicht nur die einer Sonderlehre, nur in seiner "objektiven inneren Wahrheit" leben, die man ihm nicht nehmen sollte, darf, kann.... wie auch immer.

Alles ist eben relativ.

LG
Christian
chris
 
Beiträge: 1388
Registriert: 17.04.2007, 05:45

Beitragvon Bert » 15.01.2008, 15:44

Alexander,

Du erwähnst u.a. diesen Satz aus dem Schreiben des StAp Leber an den ehem. NAK-Apostel Sepers:

"Wir haben am „Usterabend“ ausdrücklich festgestellt, dass es eine souveräne Entscheidung Gottes ist, ob auch Nicht-Versiegelte bei der Wiederkunft Christi dabei sind"


Ich möchte ausführen, wie ich das Thema sehe:

Unter Versiegeln versteht die NAK das Händeauflegen auf Menschen durch einen ihrer Apostel, der dabei die Formel von der Spendung der Gabe des heiligen Geistes an diesen Menschen spricht.

Ob der Empfang der Gabe des heiligen Geistes aus der Sicht Gottes über die Hände des NAK-Apostels und den damit belegten Kopf des betreffenden Menschen wirklich in dessen Seele kommt, ist ungeklärt.

Man kann das zwar glauben, aber dadurch wird das nicht Wirklichkeit.

Bei Jesus ist diese Spendungsart nicht zu finden.

Ob es bei den Jüngern so funktioniert hat, ist aus der Schrift nicht eindeutig erkennbar; es ist hier ebenso dem Glauben zuzurechnen.

Aufgrund dessen steht die Lehraussage von der Versiegelung auf wackeligen Füssen. Hinzu kommt, dass NAK-Apostel durch diese ihre Bezeichnung, die auf die Statuten der Kirche und einen Akt eines Menschen zurückgeht, keine weitergehenden göttliche Befugnisse haben können als Kirchenrepräsentanten anderer Kirchen.

Angesichts dessen ist es immer eine souveräne Entscheidung Gottes, ob ein Mensch von ihm angenommen wird oder nicht.

Wenn die NAK hier durch ihre kirchlichen Handlungen eine Art Vorsortierung mit Ewigkeitswert meint machen zu können, versucht sie damit, Gott ins ihr gefällige Geschirr zu legen, was natürlich niemals funktionieren kann.

Fazit: Der Satz des StAp muss uns nicht beunruhigen. Unser Glaube kann auf Gottvertrauen setzen, das uns Sicherheit in der von ihm zugesagten Liebe vermittelt.

Gott ist ja kein Bürokrat, kein Formalist - er ist eben die Liebe. Leider fällt es den Menschen so schwer, das zu erkennen, und so vermenschlichen sie ihn gerne.

Liebe Grüsse
Bert
Benutzeravatar
Bert
 
Beiträge: 7951
Registriert: 01.03.2003, 11:12

Beitragvon Cemper » 15.01.2008, 15:48

Bert hat geschrieben:Man kann das zwar glauben, aber dadurch wird das nicht Wirklichkeit.

Der Glaube ist aber Wirklichkeit. Und er prägt sie.

* * *
chris hat geschrieben: Cemper, ich habe nicht geschrieben, dass die objektive Wahrheit vom betrachtenden Kreis, sondern die "objektive Wahrheit" vom betrachtenden Kreis abhängt; eben genau deshalb.

Kleiner, bedeutender Unterschied!

Chris, was ist denn der kleine, bedeutende Unterschied zwischen objektiver Wahrheit und "objektiver Wahrheit"?

chris hat geschrieben: Jeder meint, dass das, was er als wahr betrachtet, auch objektiv wahr ist.

Stimmt das? Ich meine nicht, dass das, was ich als wahr betrachte, auch objektiv wahr ist. Jedenfalls ist es meistens so. Von anderen weiß ich, dass es ihnen ähnlich geht. Der Satz ist deshalb "nicht ganz richtig".

chris hat geschrieben:Keiner wird sagen: Ich denke, es ist wahr, aber ich weiß, es ist nicht wahr.

Ich glaube auch nicht, dass jemand so etwas sagt; aber der entscheidende Punkt ist doch, ob jemand etwas denkt, wovon er weiß, dass es nicht wahr ist. Das wird selten passieren - und wenn, dann bei Leuten, die sich selber etwas vormachen. Ich kenne aber - das sei in diesem Zusammenhang gesagt - Menschen, die etwas sagen und wissen, dass ihre Aussage so nicht stimmt. Und dann gibt es noch Menschen, die einfach „drauflosreden“. Die Nachbarin meiner Mutter zum Beispiel ... :lol:
Benutzeravatar
Cemper
 
Beiträge: 12419
Registriert: 01.02.2004, 11:12

Beitragvon Bert » 15.01.2008, 16:14

Der Glaube ist aber Wirklichkeit. Und er prägt sie.



Cemper,

Sie wissen genau, wie ich das meinte.

Sie können von mir aus glauben, dass Sie eine Million Euro auf dem Konto haben, aber dadurch, dass Sie solches glauben, ist diese Million nicht da. Leider, kann man sagen.

Wenn Sie allerdings der Glaube an eine vorhandene Million Euro prägt, werden sie sehr schnell feststellen, dass sie Träumen anhängen, die fortlaufend zerplatzen. Machen Sie bloss keine Schulden, die Sie am Ende mangels der Million nicht abtragen können!

Und versuchen Sie nicht, was Sie lesen, bewusst misszuverstehen!

:mrgreen:

Sonst nimmt Sie keiner mehr ernst. Und das wär doch schade. :cry:

Freundliche Grüsse
Bert
Benutzeravatar
Bert
 
Beiträge: 7951
Registriert: 01.03.2003, 11:12

Beitragvon exkantor » 15.01.2008, 16:20

Bert hat geschrieben:
Der Glaube ist aber Wirklichkeit. Und er prägt sie.



Und versuchen Sie nicht, was Sie lesen, bewusst misszuverstehen!

:mrgreen:

Freundliche Grüsse
Bert


Das macht er doch nicht extra. :lol:
"Dass nur die Neuapostolischen das(die Apostel) wahrnehmen, ist eigentlich ein Betriebsunfall, das soll ja gar nicht so sein. Die sollen in der Mitte der Kirche Christi stehen und nicht am Rande, wie es jetzt ist." (Dr. Reinhard Kiefer)
exkantor
Administrator
 
Beiträge: 1772
Registriert: 02.08.2005, 09:47
Wohnort: Dortmund

Beitragvon Cemper » 15.01.2008, 17:23

Bert hat geschrieben:
Der Glaube ist aber Wirklichkeit. Und er prägt sie.


Cemper,

Sie wissen genau, wie ich das meinte.

Sie können von mir aus glauben, dass Sie eine Million Euro auf dem Konto haben, aber dadurch, dass Sie solches glauben, ist diese Million nicht da. Leider, kann man sagen.

Wenn Sie allerdings der Glaube an eine vorhandene Million Euro prägt, werden sie sehr schnell feststellen, dass sie Träumen anhängen, die fortlaufend zerplatzen. Machen Sie bloss keine Schulden, die Sie am Ende mangels der Million nicht abtragen können!

Und versuchen Sie nicht, was Sie lesen, bewusst misszuverstehen!

:mrgreen:

Sonst nimmt Sie keiner mehr ernst. Und das wär doch schade. :cry:

Freundliche Grüsse
Bert

Lieber Bert,

Sie haben mich nicht richtig verstanden. Der Hinweis darauf, dass der Glaube Wirklichkeit ist und die Wirklichkeit prägt, ist doch berechtigt. Stellen wir uns einmal vor, dass vor 2000 Jahren kein Christentum entstanden wäre. Der Islam zu seiner Zeit vielleicht auch nicht. Die Welt hätte sich dann anders entwickelt und wir lebten heute in einer anderen Wirklichkeit. An diesem Beispiel sehen Sie doch, dass der Glaube eine Realität ist und die Wirklichkeit prägt.

Ihr Hinweis auf "die Million" ist interessant. Er hat mich an den Gottesbeweis des Anselm erinnert: Ich denke Gott als Größtes, was sich denken lässt. Zu diesem Denken muss die Existenz dazugehören, denn sonst wäre es nicht das Größte, es ließe sich noch etwas Größeres denken, was zusätzlich auch noch existieren würde. Also gehört zum Denken Gottes als das Größte, was denkbar ist, notwendig auch die Existenz hinzu. - Das ist der Kern des Beweisgangs. Kant hat ihn widerlegt. Die Existenz eines Wesens gehört nicht zu den Eigenschaften seiner Vollkommenheit. Die Kopula "ist" oder "existiert" ist keine zusätzliche Eigenschaft. "100 wirkliche Taler sind nicht mehr als 100 mögliche Taler."

Ich habe dazu einmal mit anderen ein Buch herausgegeben. Sie können es bei amazon oder ähnlichen Einrichtungen oder traditionell im Buchhandel erwerben. Es hat eine gute Aufnahme gefunden. Insofern ist mir die Akzeptanz in diesem Forum nicht egal, aber es ist nicht so, dass ich sehr betrübt wäre, wenn mich hier - wie Sie schreiben - "keiner mehr ernst" nimmt. Ich vermute, dass das eher ein schlechtes Licht aufs Forum lenkte. Oder so.

:lol:
Benutzeravatar
Cemper
 
Beiträge: 12419
Registriert: 01.02.2004, 11:12

Beitragvon Bert » 15.01.2008, 17:50

Cemper,

Sie haben Recht, ich habe Recht. :lol:

Gruss
Bert
-------------------------------
Qui tacet, consentire videtur. - Wer schweigt, der scheint zuzustimmen.
Benutzeravatar
Bert
 
Beiträge: 7951
Registriert: 01.03.2003, 11:12

VorherigeNächste

Zurück zu TopThema: Informationsabend 4.12.2007



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron