Gerrit Sepers: Offener Brief an Stammapostel Leber

Zeitungsartikel ueber Sepers' Offener Brief

Beitragvon Edwin » 05.01.2008, 15:36

Ich hoffe, ihr erlaubt es mir, zum eigentlichen Thema zurueckzukehren... :evil:

Heute steht in der Niederlaendischen Tageszeitung Trouw ein Artikel ueber Sepers' Offener Brief:
http://meer.trouw.nl/nieuws-en-debat/ex-apostel-noemt-kerk-een-concentratiekamp

"Ex-Apostel nennt Kirche einen Konzentrationslager".

Im Artikel wird gluecklicherweise den richtigen Text zitiert: Dort steht "geistiges 'Konzentrationslager'", mit den Anfuehrungszeichen ums brisante Wort.

Offensichtlich (laut Infos von Sepers, siehe http://www.nakobserver.nl/smfforum/index.php?topic=460.msg13421;topicseen#msg13421) hat Sepers nicht von dem Zeitungsartikel gewusst. Er ist nicht interviewt worden. Der Journalist hat fuer sein Artikel lediglich den Offenen Brief verwendet.

Gruss

Edwin
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Beitragvon 42 » 05.01.2008, 20:24

Was ist Trouw fuer eine Zeitung und warum beschaeftigt sie sich zum wiederholten Mal mit Sepers?
MherzlG, 42
(Nein, mein Name ist nicht "NoAvatar")

HABE EHRFURCHT VOR DEM ALTEN UND MUT DAS NEUE FRISCH ZU WAGEN
BLEIB TREU DER EIGENEN NATUR UND TREU DEN MENSCHEN DIE DU LIEBST.
(Grossherzog Ernst Ludwig, Darmstadt)
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Beitragvon ChristSein » 05.01.2008, 20:52

ChristSein zeigen in Wort und Tat.
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Beitragvon Cemper » 05.01.2008, 21:12

Und dort lesen wir: "Trouw ist eine niederländische überregionale Tageszeitung mit Redaktionssitz in Amsterdam. Sie wurde 1943 zunächst als illegale Untergrundzeitung gegründet und erscheint seit 1975 im Medienkonzern PCM Uitgevers (bis 1994 „Perscombinatie“)."

Untergrund. Das sagt ja alles ... So eine Zeitung schreibt also etwas über Herrn Sepers! Da haben wir's. Untergrund. Und außerdem hat Jesus Christus vielleicht auch im Untergrund gelebt. In der Heiligen Schrift wird ja nur über einen sehr kurzen Zeitraum seines Lebens berichtet. Wo war er - Jesus - denn die anderen Jahre? Etwa im Untergrund?

:mrgreen: :wink: :wink:
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Beitragvon Reverend » 05.01.2008, 21:16

...
Zuletzt geändert von Reverend am 12.07.2011, 06:38, insgesamt 1-mal geändert.
1 Joh 4,2: Daran sollt ihr den Geist Gottes erkennen: Ein jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus in das Fleisch gekommen ist, der ist von Gott
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Beitragvon GG001 » 05.01.2008, 22:41

Bevor hier eine(r) eine mechanische Uebersetzung publiziert ... :mrgreen:

Die, welche besser Englisch als Niederlaendisch verstehen, koennen im NACboard eine englische Uebersetzung des Trouw Artikels nachlesen.
Fuehre, folge - oder geh' aus dem Weg!
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Beitragvon Maultasche » 06.01.2008, 16:33

Protestant hat geschrieben:Ich habe so ein blödes Gefühl, bei allem Betrachten der letzten Ereignisse, dass fast eine "NEUE BOTSCHAFT" bevorstehen könnte.


Angesichts vergangener Proklamationen von diversen Botschaften, frage ich mich gerade wie wohl die Proklamation einer neuen aussehen könnte:

[…Christus sprach zu seinen Schülern, es sei nicht ihr Charisma, die Zeiten und Stunden zu wissen (Apg. 1,7). Das nun, was den Aposteln verweigert wurde, ist das Charisma unserer Zeit, denn in unserer Zeit wurden durch den allerhöchsten Berechner der Zeiten, durch Bengel, durch Verfügung Gottes die Zeiten und Stunden enthüllt; seine Enthüllungen sind jetzt nach dem Maß der Erkenntnis unseres Saeculums der würdigste Gegenstand unseres Glaubens. …](zitiert nach der Übersetzung von Ernst Benz, Endzeiterwartung zwischen Ost und West. Studien zur christlichen Eschatologie, 1973)

Der Pietist Friedrich Christoph Oetinger im Jahre 1765 über seinen Lehrer Johann Albrecht Bengel, der offenbar den apokalyptischen Schlüssel gefunden hatte, und den Beginn des tausendjährigen (Friedens)Reiches auf das Jahr 1836 datierte

„Wie wunderbar hat uns der Heimgegangene mit seinen Schlüsseln des Himmelreiches jegliches Geheimnis aufgeschlossen, welches noch unter den Siegeln verborgen gelegen war. Er, der größte Offenbarer aller Zeiten, ausgerüstet mit einem Vollmaß an göttlichem Geist, hat uns den Willen des Herrn lauter und rein verkündet. So stehen wir die Apostel heute noch zu dem Wort, was wir bisher gesprochen haben, und brauchen keins davon zurücknehmen!“

Stammapostel Schmidt im August 1960 über seinen Vor(an)gänger J.G.Bischoff

Trotz aller frappierenden Ähnlichkeit der beiden Verkündigungen besteht die Neuerung der NAK in einer posthumen Proklamation.

Es dürfte schwierig sein die Schmidtsche Version noch zu toppen…
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Beitragvon ArminH » 06.01.2008, 20:45

mikae hat geschrieben:ArminH,

Danke für den "1. Unfugs-Preis". Sie sind über 3 Jahre Forumsmitglied .. da haben Sie ja sicher das notwendige Beurteilungsvermögen! Vielleicht sollten Sie sicherheitshalber eine Forumsumfrage starten, ob mir Ihr Preis wirklich zuerkannt wird.

Trotzdem denke ich, das Jesus nicht sagen wollte: "suchen wir das verirrte Schaf UM DEN PREIS, die ganze Herde 'zum Teufel' zu jagen".

Mikae


... und nochmal lesen :lol:
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Beitragvon Ruhrgebiet » 07.01.2008, 09:47

Der Thread wurde hier geteitlt und ein neuer mit dem Titel Fragen zur Firmung eröffnet.

-Ruhrgebiet.-
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Beitragvon Ruhrgebiet » 07.01.2008, 09:49

mikae hat geschrieben:in der Sache möchte ich nochmals im Forum 'nachhaken'. Viele unter Ihnen 'verklären' geradezu Herrn Sepers.

Da mir Herr Sepers bisher so gut wie unbekannt war, meine Fragen:

Ist Herr Sepers WÄHREND seiner Amtszeit als AP besonders als Vorkämpfer für Ökumene und Öffnung der NAK aufgefallen/aufgetreten? Bejahendenfalls hat er das in seinen Predigten oder sonstwie öffentlich vermittelt? Oder war er in dieser Zeit mehr oder weniger die bekannte linientreue 'graue' Maus ohne Auffälligkeiten?
Informationen NACH seinem AP-Rücktritt sind hier ohne Relevanz. Der NAK-'Hirtenbrief' anlässlich seiner Amtsniederlegung ist mir bekannt.

Oder ist es so, dass die 'Verklärung' einfach NUR deshalb stattfindet, weil ein ehemaliger AP seinen NAK-Austritt erklärt und das so schön herrlich spektakulär erscheint?

Bitte, mir liegt am meisten daran: wer kannte Sepers WÄHREND seiner Amtszeit?

Mikae


Habe den Beitrag hierher kopiert.
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Beitragvon duke35hb » 07.01.2008, 09:51

Warum erst den Papst fragen, die Bibel sagt es doch auch:

Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes. (Apostelgeschichte 2,38 )
Wer Fehler findet, darf sie behalten.
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Beitragvon chris » 07.01.2008, 09:57

Ich habe den Brief gelesen und finde ich eigentlich gut.

Allerdings muss ich einige Dinge anmerken.

Sepers behauptet, dass die allgemein christliche Welt davon ausgeht, dass mit der (Wasser)Taufe auch der Heilige Geist auf den Gläubigen übergeht. Dabei lässt er aber die Firmung außer Acht, die in der katholischen und orthodoxen Kirche die Verleihung des Heiligen Geistes meint, als Vollendung der Taufe. Also ist es auch hier "zweigeteilt", auch hier geht man von drei "Ursakramenten" aus.
Bei dem großen Anteil in der allgemeinen Christenheit kann man darüber nicht so einfach hinweg gehen.

Was er über Ernst Güttinger schreibt, wurde auch schon hier diskutiert, in der der Schweiz wollte man nicht die Propaganda lesen: O.k. Aber dann ist "diese" Kritik und nicht "die Kritik" an Güttinger in Frage gestellt oder unberechtigt. Gut, Sepers hat nicht Deutsch als Muttersprache, insoweit kann dies auch unbeabsichtigt sein.

Die Zeugen Jehovas sind ein schlechtes Beispiel. Sie sind ja überhaupt nicht politisch tätig. Dies ist keine Wertung des politischen Systems, sondern eine grundsätzliche Einstellung. Eine Zeugin Jehovas aus meiner Klasse wählte z.B. auch nicht den Klassensprecher mit. Sie verweigern grundsätzlich den Kriegsdienst, nicht nur in Deutschland 33-45. (Was ich vermutlich auch getan hätte, eben weil ich gar nicht ausgebildet werden will/wollte, andere im Ernstfall zu töten.). Auch stell ich mir die Frage, auch wenn man es oft so macht: Darf ich die Ent-Schuldigung: Andere haben auch mitgemacht! entziehen und gleichzeitig aber die gegenüberstellen, die es "richtig" gemacht haben.

Auch das "Manifest der Menschenrechte der Vereinten Nationen" ist für mich hier fraglich anzuwenden. Die Frage ist, wie frei ist der freie Wille? Wird er nicht ohne hin durch die Systeme (Politik, Gesellschaft) und den Medien beeinflusst oder sogar eingeschränkt bis aufgehoben? Jedes System, ob Kirche oder sonstige Vereinigung, die Werte vermitteln will/soll, wird immer sagen: Das ist gut, das ist schlecht. Wird man so "erzogen" stellt man dies oft nicht oder zumindest zuwenig in Frage. Insoweit ist dieses Argument für mich so, als ob ich einen Vorschlaghammer heraushole, um eine Pinwand-Nadel einzustechen.

Sehr wohltuend finde ich, dass er die Kritik in meinen Augen in Nächstenliebe und Achtung äußert ohne den anderen als Person schlecht zu machen. Klar, lobt er nicht, klar sagt er schon, was in seinen Augen falsch läuft. Aber ich kann es annehmen. Und das finde ich positiv.

LG
Christian

P.S.: ANTWORTEN ZUR FIRMUNG BITTE IM NACHBARTHREAD!!!!!
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Beitragvon Klaus » 07.01.2008, 10:14

Hallo Chris,

das liegt im völlig anderen Verständnis der meisten christlichen Kirchen über den Heiligen Geist. Weder die Kath. Kirche noch die ev. Kirchen beanspruchen für sich eine Verfügungsgewalt über den Heiligen Geist zu besitzen. Aus diesem Grund wird dieser nicht bei der Taufe "übermittelt" oder "vermittelt". Das ist auch nicht das, was Sepers meint, wenn er hierauf Bezug nimmt. Er wendet sich gegen die neuap. Sichtweise, dass es zwingend einer weiteren sakramentalen Handlung bedarf, welche die Taufe quasi zu ergänzen hätte, um in den Genuss des vollen Heils zu kommen.

Natürlich ist bei der Taufe der Heilige Geist im Spiel. Er ist die treibene Kraft zur und in der Handlung. Welcher Geist sollte den hinter einem Menschen stehen, welcher zur Erkenntnis des Glaubens kommt und sich deshalb taufen lassen will, wenn nicht der Heilige Geist? Der Heilige Geist ist also schon der Wirkende, bevor die Handlung der Taufe erst einsetzt. Das Problem ist immer wieder die eigentümlich neuap. Auffassung, es gäbe zwei Arten von Heiligem Geist; einen der wirkt und von dem auch nicht neuap. Christen erfüllt sein können, und einen, der einem in einer sakramentalen Handlung vermittelt wird.

Der Heilige Geist ist und bleibt eine universal wirkende Kraft durch welche Gott mit den Menschen in Beziehung tritt. Auch nur unter dieser Prämisse ist die Trinität Gottes zu verstehen. Gott selbst ist dieser Heilige Geist. Seine "Auswirkung" erleben wir als eine Form "spiritueller Kraft" die in uns etwas "bewirken" kann. Da aber über Gott nicht verfügt werden kann, kann man auch über den Heiligen Geist nicht verfügen.

Gott teilt sich in der Taufe in seiner trinitarischen Form des Heiligen Geistes dem Täufling selbst mit und bewirkt dadurch das beschriebene Vertrauens- und Näheverhältnis mit sich selbst. Der handelnden Personen bedürfte Gott nicht. Gott bedarf nicht einem Priester oder dem geweihten Taufwasser. All dessen bedarf jedoch der Mensch, der ohne ein Gegenüber nur schwerlich den göttlichen Zuspruch zu erfassen vermag.

Ein bischen ist eine Taufe wie eine Oper. Das Bleibende, ist die Musik und das Libretto, aber nicht das Papier auf welcher die Noten oder der Text gedruckt ist, nicht die Künstler die austauschbar sind, auch nicht das Bühnenbild oder die Beleuchtung und auch nicht der Konzertsaal.

Klaus
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Beitragvon Holytux » 07.01.2008, 10:39

Bitte, mir liegt am meisten daran: wer kannte Sepers WÄHREND seiner Amtszeit?

Mikae


Hier ein Interview von 1998, dass trotz schlechter Übersetzung sehr aussagekräftig ist!
Der Mann war schon damals viel zu "weit" für diese Kirche!

http://www.fortunecity.de/wolkenkratzer/marmor/339/sepers.htm#

LG
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