Info-Abend 04.12.07: Entschuldigung von StAp. Leber?

Beitragvon chris » 17.12.2007, 12:56

Hallo Johnnelsonjun,

das "wenn" verstehe ich immer noch anders. Nicht als ein "falls", als ein Anzweifeln. Sonst würde der Nachsatz: Insbesondere wo...(sinngemäß) keinerlei Sinn machen.

Ich kann mich an einen Titanic-Film erinnern. Da spielten einige Karten (?) und einer meinte: Die werden schon noch da sein, wenn wir zurück kommen. Oder ähnlich. In Erinnerung ist mir das "wenn wir zurück kommen!". Er hat es aber nicht als "falls" gemeint, sondern in der festen Überzeugung, dass sie zurück kommen werden.

Durch das Herausstellen des wohl größten Fehlers - in meinen Augen - wird klar: Wir haben Fehler gemacht. "insbesondere" - es gibt also noch mehr.

Deshalb kann ich das "wenn" nicht als "falls" verstehen.

Dass die Antwort aus Zürich nicht über den "Rahmen" der Erklärung hinaus geht, wundert mich kaum. Es ist der selbe Wortlaut.

LG
Christian
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Beitragvon Jesu Juva » 17.12.2007, 13:30

Moin!

Danke, gecko, für's Einstellen des Mailwechsels. :-)


Ich halte die Aussage des Sekretariats des Stammapostels für eindeutig:

"Diese [gemeinsame Erklärung von NAK und VAG] könnte dann eine offizielle Entschuldigung seitens der NAK enthalten, wenn Dinge geschehen sind, die nicht in Ordnung waren."

(Hervorhebungen von mir.)

Da sehe ich nicht viel Spielraum für weitere Deutungen. Eine Entschuldigung ist möglich, sie ist aber ganz bestimmt noch nicht erfolgt, und sie ist an eine Bedingung gebunden.

Aus Sicht der VAG sind Dinge geschehen, die nicht in Ordnung waren. Die Sicht der NAK hat Apostel Drave am 04.12.2007 vorgestellt. Und das war mehr eine Apologetik als ein Schuldbekenntnis.

Gruß, L.
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Beitragvon dialog » 17.12.2007, 15:29

Hallo Chris,

genau das mein ich mit NAK-Brille.

Auch dort noch argumentieren, sehen und lesen wollen, wo es nichts mehr zu deuteln gibt.

Und genau damit kalkuliert die NAK-Führung.

Setz die Brille ab und mach bitte die Augen auf.

Liebe Grüsse
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Beitragvon johnnelsonjun » 17.12.2007, 16:11

Jesu Juva hat geschrieben:Moin!

Danke, gecko, für's Einstellen des Mailwechsels. :-)


Ich halte die Aussage des Sekretariats des Stammapostels für eindeutig:

"Diese [gemeinsame Erklärung von NAK und VAG] könnte dann eine offizielle Entschuldigung seitens der NAK enthalten, wenn Dinge geschehen sind, die nicht in Ordnung waren."

(Hervorhebungen von mir.)

Da sehe ich nicht viel Spielraum für weitere Deutungen. Eine Entschuldigung ist möglich, sie ist aber ganz bestimmt noch nicht erfolgt, und sie ist an eine Bedingung gebunden.

Aus Sicht der VAG sind Dinge geschehen, die nicht in Ordnung waren. Die Sicht der NAK hat Apostel Drave am 04.12.2007 vorgestellt. Und das war mehr eine Apologetik als ein Schuldbekenntnis.

Gruß, L.



Lieber Lars,

ich stimme Dir zu, möchte aber bei der Gelegenheit auf auf einen mir wichtigen Umstand hinweisen:

Bei allem Verständnis für die VAG und das Geschehene bzw. das von den Geschwistern, die später die VAG bildeten, Erlebte - sie sind nicht die einzigen Geschädigten. Es gibt auch viele Menschen, die mit der VAG überhaupt nie etwas zu tun hatten oder haben und die - weil das Geschehen z.B. in ihre Teenagerzeit fiel - aufgrund der Botschaft in ihrer Vertrauensfähigkeit geschädigt wurden. Menschen, die heute gerne an das Evangelium glauben würden, aber Angst haben, wieder "hinters Licht" geführt zu werden. Menschen, die auf der einen Seite eine große Sehnsucht nach Gemeinschaft/Kirche etc. haben, christlichen Werten zustimmen, auf der anderen Seite jedoch keinerlei Möglichkeit sehen, noch einmal hier Vertrauen in eine Gemeinschaft oder in Geistliche (egal welcher Konfession)zu investieren. Gerade für diese Menschen würde eine Entschuldigung echte Seelsorge bedeuten.

Darum: Wenn Herr Leber ein echter Seelsorger wäre, hätte diesen Schritt schon längst getan oder würde ihn schleunigst tun. So aber ist und bleibt er nur ein Apologet in eigener Sache.

Wenn Glaube - i.S. von Vertrauen - die Grundvoraussetzung zur Annahme bei Gott ist - und das lehrt uns das NT -, dann ist jeder, der von sich behauptet Christ zu sein, aber das Vertrauen eines anderen in Gott untergräbt oder zerstört ein skandalon (Matth. 18, 7). So lange es keine wirklich Entschuldigung bei allen, die durch die Botschaft bzw. das darauf folgende Verhalten der KL geschädigt wurden, gibt, bleibt dieser Zustand bestehen.

Beste Grüße,
JNj. :wink:
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Beitragvon titus » 29.11.2008, 18:25

Bald ist Jahrestag von Uster II.
Für den Inhalt und Ton des Drave-Vortrags haben sich weder STAP Leber noch AP Drave entschuldigt.

Die einzige NAK-Konzession ist die Veröffentlichung der Gegendarstellung der Zeitzeugen, ohne dass man aber offiziell auch nur ein Jota vom Drave-Vortrag abgerückt ist.

Oder habe ich etwas verpasst?
Was Christum nicht lehret, das ist nicht apostolisch, wenn's gleich Petrus oder Paulus lehret ... (Martin Luther)
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Beitragvon egil » 30.11.2008, 13:15

Naja - nach Innen kann man das Textwort zum kommenden Sonntag (Hebräer 10,24.25) natürlich auslegen wie man will.

Und alles was ich zu diesem Umstand noch äußern könnte, hab ich schon so oft geschrieben, dass ich's müde bin ...
Christ ist erstanden von den Martern allen. Des solln wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein. Kyrieleis.
Wär er nicht erstanden, so wär die Welt vergangen; seit dass er erstanden ist, so freut sich alles was da ist. Kyrieleis.
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