10./11.3.2010 Preis der Gnade Gottes

10./11.3.2010 Preis der Gnade Gottes

Beitragvon alexander rombach » 27.02.2010, 21:07

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, zu einem unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das aufbewahrt wird im Himmel für euch.

1. Petrus 1, 3.4
____________
Die Predigtvorbereitung geschieht nach Art des Brainstorming; d.h. jeder kann hier konstruktive Gedanken und Anregungen für die Predigt hinterlassen. Eine Diskussion der einzelnen Ideen und Beiträge erfolgt unter Reflexion Predigtvbt
alexander rombach
 
Beiträge: 586
Registriert: 29.05.2006, 15:07

Re: 10./11.3.2010 Preis der Gnade Gottes

Beitragvon fg » 08.03.2010, 17:15

Ein neues Leben und eine begründete Hoffnung

3 Gepriesen sei Gott, der Vater2 unseres Herrn Jesus Christus! In seinem großen Erbarmen hat er uns durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten ein neues Leben geschenkt. Wir sind von neuem geboren und haben jetzt eine sichere Hoffnung3, 4 die Aussicht auf ein unvergängliches und makelloses Erbe, das nie seinen Wert verlieren wird. Gott hält es im Himmel für euch bereit
5 und wird euch, die ihr glaubt, durch seine Macht bewahren, bis das Ende der Zeit gekommen ist und der Tag der Rettung anbricht. Dann wird das Heil in seinem ganzen Umfang sichtbar werden.4
6 Ihr habt also allen Grund, euch zu freuen und zu jubeln, auch wenn ihr jetzt5 ´nach Gottes Plan` für eine kurze Zeit Prüfungen verschiedenster Art durchmachen müsst und manches Schwere erleidet. 7 Denn diese Prüfungen geben euch Gelegenheit, euch in eurem Glauben zu bewähren. Genauso, wie das vergängliche Gold im Feuer des Schmelzofens gereinigt wird6, muss auch euer Glaube, der ja unvergleichlich viel wertvoller ist, auf seine Echtheit geprüft werden. Und wenn dann Jesus Christus ´in seiner Herrlichkeit` erscheint, wird ´eure Standhaftigkeit` euch7 Lob, Ruhm und Ehre8 einbringen. 8 Bisher habt ihr Jesus nicht mit eigenen Augen gesehen, und trotzdem liebt ihr ihn; ihr vertraut ihm9, auch wenn ihr ihn vorläufig noch nicht sehen könnt. Daher erfüllt euch ´schon jetzt` eine überwältigende, jubelnde Freude, eine Freude, die die künftige Herrlichkeit widerspiegelt; 9 denn ´ihr wisst, dass` ihr10 das Ziel eures Glaubens erreichen werdet – eure endgültige Rettung11. 10 Dieser Rettung galt schon das Suchen und Forschen der Propheten, denn in ihren Voraussagen ging es um eben diese Gnade, die ihr inzwischen erfahren habt12. 11 Der Geist von Christus, der durch die Propheten sprach,13 kündigte sowohl die Leiden an, die auf Christus warteten, als auch die darauf folgende Herrlichkeit14, und sie versuchten herauszufinden, auf welche Zeit15 und auf was für Ereignisse16 er damit hinwies. 12 Es wurde ihnen gezeigt, dass diese Voraussagen nicht für ihre eigene Zeit bestimmt waren, sondern dass sie damit euch dienten. Und genau das ist nun eingetroffen! Ihr habt das Evangelium gehört; es wurde euch von denen verkündet, die dafür mit dem Heiligen Geist ausgerüstet waren17, den Gott vom Himmel gesandt hat. ´Diese Botschaft ist so einzigartig, dass` sogar die Engel den tiefen Wunsch haben, mehr darüber zu erfahren18.
(NGÜ – Neue Genfer Übersetzung)

2 Od Gepriesen sei der Gott und Vater.
3 Od hat er uns ein neues Leben geschenkt. Wir sind von neuem geboren und haben jetzt durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten eine sichere Hoffnung.
W hat er uns wiedergezeugt/wiedergeboren zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.

4 W bewahren für die Rettung, die bereit ist, in der letzten Zeit offenbart zu werden.
5 Od Dann werdet ihr euch freuen und jubeln, während ihr jetzt.
6 W durch Feuer geprüft wird.
7 Od ihm (Jesus Christus bzw. Gott).
8 Od Herrlichkeit.
9 Od ihr glaubt an ihn.
10 Od 8 … noch nicht sehen könnt. Dann aber wird euch eine überwältigende, jubelnde Freude erfüllen, eine Freude, die seine Herrlichkeit widerspiegelt
(W eine von Herrlichkeit erfüllte Freude)
– 9 dann, wenn ihr.
11 W die Rettung der Seelen.
12 Od die ihr einmal bekommen solltet.
W ging es um die Gnade für euch.
13 Od Der Geist von Christus in ihnen.
14 Das griechische Wort steht in der Mehrzahl (»von Herrlichkeit erfüllte Ereignisse«).
15 Aü auf welche Person.
16 W auf welche oder was für eine Zeit.
17 W 12 Ihnen wurde offenbart, dass sie nicht sich selbst, sondern euch dienten mit dem, was nun euch verkündet wurde durch die, die euch das Evangelium verkündet haben durch den Heiligen Geist.
18 W den tiefen Wunsch haben, einen genauen Einblick zu gewinnen.

W: Wörtlich;
Od: Oder;
Aü: Andere übersetzen;
AL: andere Lesart


Querverweis zu 1Petr 1,3: Kolosser 1, 3 - 6
3 Jedes Mal, wenn wir für euch beten, danken wir Gott, dem Vater unseres Herrn Jesus Christus, für euch. 4 Denn wir haben gehört, wie lebendig euer Glaube an Jesus Christus ist und was für eine Liebe ihr allen entgegenbringt, die zu Gottes heiligem Volk gehören. 5 Angespornt werdet ihr dabei von der Hoffnung auf das, was Gott im Himmel für euch bereithält. Davon habt ihr ja von Anfang an gehört – seit damals, als die Botschaft der Wahrheit, das Evangelium, 6 zu euch gekommen ist. Und genauso, wie diese Botschaft überall in der Welt Früchte trägt und sich immer weiter ausbreitet, genauso tut sie das auch bei euch seit dem Tag, an dem euch Gottes Gnade zum ersten Mal verkündet wurde und ihr erkannt habt, was diese Botschaft bedeutet. (NGÜ)

Querverweis zu 1Petr 1,4: Kolosser 1, 12 - 14
12 Freut euch und dankt ihm13, dem Vater, dass er euch das Recht gegeben hat, an dem Erbe teilzuhaben, das er in seinem Licht für sein heiliges Volk bereithält. 13 Denn er hat uns aus der Gewalt der Finsternis befreit und hat uns in das Reich versetzt, in dem sein geliebter Sohn regiert. 14 Durch ihn, Jesus Christus, sind wir erlöst; durch ihn sind uns unsere Sünden vergeben. (NGÜ)

Querverweis zu 1Petr 1,5: Johannes 10, 27 - 29
27 Meine Schafe hören auf meine Stimme. Ich kenne sie, und sie folgen mir, 28 und ich gebe ihnen das ewige Leben. Sie werden niemals verloren gehen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. 29 Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alles; niemand kann sie aus der Hand des Vaters reißen. (NGÜ)


meine persönlichen Gedanken zum Bibelwort und für den Gottesdienst

Der Vers, der das Bibelwort in sich und auf Gottes Rettung und Heil hin sinnvoll abschließt, fehlt – der 5. Vers:

„und wird euch, die ihr glaubt, durch seine Macht bewahren, bis das Ende der Zeit gekommen ist und der Tag der Rettung anbricht. Dann wird das Heil in seinem ganzen Umfang sichtbar werden.“ (NGÜ) bzw.

„die ihr aus Gottes Macht durch den Glauben bewahrt werdet zur Seligkeit, die bereit ist, dass sie offenbar werde zu der letzten Zeit.“ (Luther 1984).

Die Verse 3-5 zusammenhängend (Luther 1984 – NGÜ siehe oben):
„Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das aufbewahrt wird im Himmel für euch, die ihr aus Gottes Macht durch den Glauben bewahrt werdet zur Seligkeit, die bereit ist, dass sie offenbar werde zu der letzten Zeit.“

Dieser 5. Vers enthält die entscheidende Voraussetzung menschlicherseits, zum Erhalt der Barmherzigkeit, des Erbarmens, des unvergänglichen, unbefleckten, unverwelklichen, makellosen, nie an Wert verlierenden Erbes und für eine begründete Hoffnung: den Glauben – den Glauben des Einzelnen. Allein der Glaube und sonst nichts (!) zählt als Antwort des Menschen auf die Auferstehung Christi, auf die kommende Rettung und Seligkeit, auf das kommende Heil. Jeder Mensch, der glaubt – an Gott, an Christi Auferstehung – wird durch Gottes Macht bewahrt. So einfach und schön ist das – so ermutigend und aufbauend.

Das Erbe, die Seligkeit, das Heil sind jetzt schon da, nur noch nicht im vollen Umfang offenbar geworden. Geht ja auch nicht – Vollkommenheit gibt es nur bei Gott und nicht bei den Menschen.

Aber das, was hier und jetzt schon sichtbar ist, sollte in vollen Zügen erlebt, mit Hingabe ausgekostet werden:
- das Miteinander mit den Nächsten (Kol 1,3),
- die Liebe zum Nächsten (Kol 1,4),
- die Zugehörigkeit zum heiligen Volk der Glaubenden, d.h. aller Christen (Kol1,4),
- Ansporn aus dem Evangelium Christi mit all seinen Hinweisen auf die Errettung und das Heil (Kol 1,5),
- Annahme der Gnade Gottes (Kol 1,6),
- Freude über die Teilhabe am Erbe Christi und über die Befreiung zum Leben im Reich Christi (Kol 1,12.13),
- schon jetzt im von Christus regierten Reich leben, durch das Hineinwachsen in Christi Wesen (Kol 1,13),
- Annahme der schon vorhandenen Erlösung und Vergebung unserer Sünden durch Jesus Christus (Kol 1,14)
- gerne auf Jesus Christus hören und gerne ihm allein folgen (Joh 10,27),
- das geschenkte ewige Leben annehmen (Joh 10,28),
- durch einfaches glauben, niemals verloren gehen und von niemand aus Christi Hand gerissen werden (Joh 10,28)
- durch einfaches glauben, sich nicht aus der Hand Gottes reißen lassen (Joh 10,29).
Der Paulus zugeschriebene Brief und Johannes drücken die Verse 3 – 5 des Petrus mit anderen Worten ausführlicher aus.

Für dieses hier und jetzt schon beginnende Leben in Christi Wesen, lobe, preise und danke ich Gott. Auch wenn dies neue Leben im Reich Christi (Kol 1,13) noch unvollkommen ist und meine Schwächen mir immer wieder „einen Strich durch die Rechnung machen“, so ermöglichen mir die Freude, die unendliche Gnade und Liebe und der Aufbruch, die darin stecken, das Loben und Preisen Gottes. Das motiviert und führt mich dahin, das ich keine Durchhalteparolen mehr brauche, sondern durch Christus immer wieder neue Kraft und Freude und auch Frieden bekomme. Das ist Grund zum Loben und Preisen – nicht zum Trotz der schlechten Welt und des beschwerlichen Lebens, sondern weil es durch und in der Liebe Gottes gar nicht anders geht.

Belastungen, Vergänglichkeit, Verfall, Sterben, Leiden, Lasten, Niedergeschlagenheit, fehlende Gesundheit, Unstimmigkeiten und Familie und Finanzen erleben alle Menschen – nur nicht alle zu gleichen Zeit, was einen dann grundlos neidisch auf die blicken lässt, die gerade mal durchatmen können. Das ist das normale Leben als Mensch – ein Leben ohne (irgendein) Leid könnte kein Mensch verkraften. Shit happens! – mit und ohne Gott.

Ich glaube, das menschliche Leben ist dazu da, sich auf das Leben bei Gott vorzubereiten. Also sollte alles, was dafür nützlich ist Vorrang haben: Gott anbeten, loben, preisen, danken, sich freuen – Gott um Liebe, um Heiligen Geist, um das Wesen Christi, um göttliche Erkenntnis und Weisheit bitten – im Gebet ruhig werden, nichts mehr wollen und dann vielleicht in Gottes sanftem Säuseln ein Hinweis Gottes erahnen, erfühlen. Danach erhalten irdische Belastungen die niedrige Priorität, die ihnen zustehen.

Ich wünsche uns allen einen aufbauenden Lob-Preis-Gottesdienst
fg
liebe - und dann tue, was du willst: tanze, als sähe dir niemand zu - liebe, als seiest du nie verletzt worden - singe, als höre dir niemand zu - lebe, als sei der Himmel auf Erden
fg
 
Beiträge: 259
Registriert: 22.11.2008, 23:20

Re: 10./11.3.2010 Preis der Gnade Gottes

Beitragvon egil » 09.03.2010, 18:44

gelöscht.
Zuletzt geändert von egil am 11.03.2010, 21:39, insgesamt 1-mal geändert.
Christ ist erstanden von den Martern allen. Des solln wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein. Kyrieleis.
Wär er nicht erstanden, so wär die Welt vergangen; seit dass er erstanden ist, so freut sich alles was da ist. Kyrieleis.
Benutzeravatar
egil
 
Beiträge: 2988
Registriert: 01.02.2005, 18:54

Re: 10./11.3.2010 Preis der Gnade Gottes

Beitragvon alexander rombach » 10.03.2010, 16:50

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, zu einem unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das aufbewahrt wird im Himmel für euch.
1. Petrus 1, 3.4

„Lebendige“ Hoffnung: Eine Hoffnung in meinem Leben, die mich verändert und mein Leben bereichert.
Eine Hoffnung, die mich daran erinnert, dass es kein „letztes Mal“ gibt. Meine Handlungen reichen in die Zukunft; was ich tue hat Zukunft.

Das ist eine Hoffnung: „unbefleckt“ – nichts was man ändern wollte, nichts zu verbessern, nichts wofür man sich schämen müsste, nichts was falsch gelaufen wäre…. wirklich: Je ne regrette rien!

„Unverwelklich“: Ja, schauen wir uns an… was wird aus uns. Aus unseren Kräften, Freuden, Beziehungen, unserem Mut, Enthusiasmus, unserer Neugierde, Lust, Unbekümmertheit…. Alles sehr verwelklich. Unvorstellbar: alles bliebe in ganzer Fülle, Kraft und im ganzen „Quell des Lebens“
alexander rombach
 
Beiträge: 586
Registriert: 29.05.2006, 15:07


Zurück zu Predigtvorbereitung 2008/2009/2010



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron