Gottesdienst am 31.12.2006

Archiv der Anregungen für Amtsträger und Dirigent/-innen entlang der vorgegebenen Leitmotive für den Gottesdienst

Gottesdienst am 31.12.2006

Beitragvon DH » 15.11.2006, 18:16

Überschrift in den Leitgedanken: Zum Jahresabschluss 2006

Psalm 37, 18:
Der Herr kennt die Tage der Frommen, und ihr Gut wird ewiglich bleiben.


Die Predigtvorbereitung geschieht nach Art des Brainstorming; d.h. jeder kann hier konstruktive Gedanken und Anregungen für die Predigt hinterlassen.

Eine Diskussion der einzelnen Ideen erfolgt unter REFLEXION.
Nur wer in der NAK ist, kann zu ihrer Veränderung beitragen.
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Beitragvon egil » 22.12.2006, 17:33

Psalm 37,18: Der Gottlosen Scheinglück

Jahwe kennt der Redlichen Tage(a),
Und ihr Besitz wird ewig bestehn.

(a) Er leitet in liebender Fürsorge das Schicksal derer, die ihm von ganzem Herzen dienen wollen.

Ludwig Albrecht (1988): Das Neue Testament und Die Psalmen. Übersetzt und kurz erläutert. Giessen, Basel: Brunnen Verlag. 14. Aufl., S. 762

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Psalm 37

Du wirst ein Beispiel sein
Zuflucht bei Gott
Komm, reg dich nicht auf über das,
was der Mensch dem Menschen täglich zufügt.
Wegen der Übeltäter
brauchst du dich nicht auf die Palme bringen zu lassen.
Überleg in Ruhe, was zu tun ist:
Sie verwelken wie Gras und wie Unkraut verdorren sie!«
unterstütze die Guten,
so wirst du den Bösen etwas entgegenzusetzen haben.
Stell dich den Problemen und weich ihnen nicht aus.
Beschränke die Frage auf die Antwort.
Verändere die Welt mit Fröhlichkeit.
Durchbreche die Zwänge nicht mit neuen Gesetzen.
Verändere mit Freiheit und Frieden,
dann wirst du auch selber leben können.
Vertrau auf Gott!
Er wird dich Gedenken denken lassen zum Wohl der Menschen.
Er wird dir Wege zeigen, die du gehen kannst.
Dann wirst du ein Beispiel sein
für gerechtes Handeln und weitsichtiges Denken.
Ein Licht wirst du sein den Umherirrenden.

Uwe Seidel/Diethard Zils

(aus: Lübking, Hans-Martin/Törner, Günter (Hrsg.) (2002): Beim Wort genommen. Ein Andachtsbuch. Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus, S. 35)

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Psalm 37,1-20: Gottes Wege

Es gibt viele Anfechtungen für den Frommen. Zu keinen Zeiten hat es ihn gleichgültig gelassen, dass es dem Gottlosen so gut geht. Scheinbar lässt es sich ohne Gott ganz gut leben. Aber, so sagt der Psalm, lass dich nicht davon beeinflussen. Vor Gott haben sie keinen Bestand. Darum geht es: Vor und mit Gott bestehen zu können im Alltagsleben. Die Anfechtung kann nur überwunden werden durch Gottvertrauen. Dann kann ich die Aufgabe an dem Ort, an den ich gestellt bin, treu erfüllen.

Seine Wege Gott anempfehlen – das ist eine Zusammenfassung der christlichen Existenz. Gott lässt mich Wege gehen, auf denen ich leben kann. Er geleitet uns in dieser Zeit auf seine Weise bis in die Ewigkeit. Dabei ist es oft nicht leicht, still zu bleiben und auf ihn zu warten. Nur – es ist kein Warten in das Ungewisse hin: Gott wird zu mir kommen in Wort und Sakrament, wird Wege ebnen, Schritte lenken, Leben tragen. Mein Weg mit und zu Gott in den Alltäglichkeiten des Lebens ist möglich durch Gottes Wege, auf denen er zu mir kommt. Entscheidend ist, in betender Haltung mein ganzes Leben Gott anzuvertrauen. Gott lässt betende Menschen nicht vergeblich beten. – Ich muss nicht alles allein machen! Da ist Gott – Heiland und Bruder, der zu meinem Wohle wirkt und es auch bewirken will. Er hat mein Wohl und Heil im Blick und Herz, auch wenn ich es nicht gleich merken sollte oder es mir anders vorgestellt habe.

Hoffe auf ihn. Es gibt keine endgültige Hoffnungslosigkeit vor Gott – nicht durch Krankheit und durch Alter, nicht durch Versagen und Schuld, nicht durch Misserfolg und Einsamkeit. Gott wird mich stützen. Ich kann mich bei ihm abstützen. Er wird es wohl machen. Warum soll der Mensch das tragisch nehmen, wofür Gott nur ein Lachen hat? Sollten wir es nicht immer wieder versuchen, in das Lachen Gottes einzufallen? Christen wurden nicht zuschanden in Zeiten der Not. Nicht, dass die Not spurlos an ihnen vorübergeht, aber das Einstimmen in das Lachen Gottes lässt sie nicht zerbrechen.

Henje Becker

Befiehl du deine Wege, und was dein Herze kränkt der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt. Der Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann.

(aus: Jepsen, Maria/Kasper, Walter/Klaiber, Walter/Lohse, Eduard/Scheele, Paul-Werner/Schober, Theodor/Sorg, Theo (Hrsg.) (1997): Mit der Bibel durch das Jahr 1998. Ökumenische Bibelauslegungen. o.O.: Kreuz Verlag, S. 242)
Christ ist erstanden von den Martern allen. Des solln wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein. Kyrieleis.
Wär er nicht erstanden, so wär die Welt vergangen; seit dass er erstanden ist, so freut sich alles was da ist. Kyrieleis.
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Beitragvon amadeus » 28.12.2006, 21:06

Die Frommen, das sind die, deren Lebensmittelpunkt der Herr ist. Die immerzu seine Nähe suchen und sich auch unter der Last der Sünde nicht scheuen zu ihm zu kommen, denn bei ihm viel Gnade, Heil, Versöhnung, Erlösung und Gerechtigkeit. Bei ihm holen wir uns die Schätze, die ewiglich bleiben. Und er hilft uns sie zu bewahren. Dazu erbitten wir seinen Beistand.

Er kennt die Seelen, die sich ihm so nahen, mit Namen, ja, er gibt uns sogar einen neuen Namen, den er den Siegern auf einen weißen Stein geschrieben hat, und den jeder nur selbst kennt. Ein wunderbares Bild dafür, dass der Ewige uns so kennt wie kein anderer. Das ist ein Trost für alle Aufrichtigen, auch wenn sie unter den Menschen verkannt werden sollten.

So lange wir leben, sind wir in Gefahr: wer da stehe, der sehe wohl zu, dass er nicht falle. Beim Herrn haben wir bisher immer festen Halt gehabt. Das ist uns immer wieder Grund zur Dankbarkeit, auch und gerade jetzt am Ende eines Jahres.

NGB 30 Bis hierher hat mich Gott gebracht
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Beitragvon Bert » 28.12.2006, 21:31

Wir sollten der Überzeugung sein, dass Gott nicht nur die Tage der 'Frommen' kennt, sondern auch die Tage der Menschen, die landläufig nicht als fromm bezeichnet werden.

Denn Gott liebt alle Menschen und will auch allen helfen. In diesem Sinne hat er auch alle im Auge und versucht auf seine Weise, jeden näher zu sich zu ziehen.

Ebenso ist Jesus für alle Menschen in den Tod gegangen und hat das Verdienst für sie erworben. Niemand sollte meinen, er habe eine Bevorzugung durch Jesus, weil er jetzt im Augenblick ihm nahe ist. Morgen schon kann der Nachbar, der so gar nicht danach ausschaut, als setze er auf Jesus, 'auf seinem Schosse sitzen'. Wer weiss das schon.

Vielleicht überholt er noch denjenigen, der da jetzt meint, er müsse sich zu den Frommen zählen!

So soll der Satz aus dem Psalm alle Menschen ansprechen, er soll Ansporn sein, Gottes und Jesu Nähe zu suchen.

Wir können dankbar sein, dass Gott und Jesus niemanden ausschliessen aus ihrer Gnade, Güte und Barmherzigkeit.

Das Gut der Frommen, auch das der künftig Frommen, wird ewiglich bleiben. Und sicher auch das Gute, was die Menschen getan haben, die kirchlicherseits nicht zu den Frommen gezählt sind.

Wie wunderbar!

Bert
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