Mitteilung an die Geschwister in Norddeutschland

Beitragvon August Prolle » 16.05.2007, 13:06

Mitteilung der Kirchenleitung Norddeutschland

Viele Geschwister fragen nach weiteren Informationen zur Situation in der Gemeinde Hamburg-Blankenese. Diesem Bedürfnis möchte die Kirchenleitung mit dieser Mitteilung gerne nachkommen.

Um eine Atmosphäre des Friedens zu wahren und ein neuapostolisches Gemeindeleben zu gewährleisten, wurde veranlasst, zwei schmiedeeiserne Kreuze aus der Sakristei und einem Nebenraum abzuhängen. Zudem wurden drei subalterne Amtsträger entfernt, für die keine Notwendigkeitsbescheinigung beigebracht werden konnte.

Zu dem sog. Hilferuf an Bez.-Ap. Klingler nehmen wir wie folgt Stellung: Es sind mit dem betreffenden Amtsträger bislang viele intensive Gespräche geführt worden. Seine öffentliche Aussage
    „Geschwister, es lebt in mir die Überzeugung und das brennt wie eine Flamme, dass das Evangelium eine großartige Zukunft hat und in der heutigen Zeit mehr denn je gebraucht wird, mehr denn je. Welche Zukunft unsere Kirche und welche Zukunft unsere Gemeinde hat, (…), das hängt vom Gestaltungswillen oder von der Freude am Gestalten und vom Verantworten eines jeden einzelnen ab.“
ist mit der Stellungnahme der Neuapostolischen Kirche zur Exklusivität und Heilsnotwendigkeit des Apostelamtes unvereinbar. Eine Zukunft des Evangeliums ist ohne die göttliche Gesandtschaft im Gnaden- und Apostelamt nicht denkbar.

Über die unterschiedlichen Standpunkte wurde offen gesprochen. Zu unserem Bedauern konnte keine Übereinstimmung in Hauptaussagen der Lehre der Neuapostolischen Kirche erzielt werden. Dieses hatte die bedauerliche Konsequenz, dass der betreffende Amtsträger von dem Hilferuf der Gemeinde Blankenese entbunden wurde.

Es sei an dieser Stelle noch einmal betont, dass die Gespräche mit dem betreffenden Amtsträger in gegenseitiger Wertschätzung erfolgten. Er hat sich mir gegenüber entschieden von der Darstellung im Internet distanziert, er habe den offenen Brief selbst geschrieben, um sein Anliegen in die Öffentlichkeit zu tragen.

Außerdem hat sich Bruder Klingler zwischenzeitlich bei mir für folgende Aussagen zur Situation in der Gemeinde Hamburg-Blankenese entschuldigt:
    „…und ich weiß, dass etliche (…) sich zurückgezogen haben, weil das, was sie vielleicht an Anregungen brachten, nicht verstanden wurde. Sie wurden auch abgespeist mit manchen unguten Sätzen, ohne dass ihnen auch offen und klar und deutlich genannt wurde, warum man den einen und anderen Vorschlag nicht annehmen möchte. Es fehlte an Offenheit und es fehlte an Ehrlichkeit.

    …Auch ein Gedanke, der vielleicht mal wie ein Querdenker aufgefasst wird, ist nötig und ist wichtig und ich möchte dazu ermuntern.

    …Geschwister, ich kann es aber auf der anderen Seite aber auch verstehen, wenn der eine und andere sagt: Ist das denn nun noch meine Kirche?“

Zum Schluss noch eine Richtigstellung:
Dieses Schreiben ist in enger Anlehnung an die Mitteilung vom 15.05.2007 frei erfunden. Die Zitate von Bez.-Ap. Klingler sind echt, sie stammen aus einem Übertragungs-Gottesdienst vom 02.10.2005 in Hannover-Mitte.

Für die leidende Kirche Norddeutschland
Apostel … (Name ist Redaktion bekannt)
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August Prolle
 
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Beitragvon trinity » 16.05.2007, 13:16

Hi Chris,

chris hat geschrieben:Jede Kirche, jedes Unternehmen oder jeder Verein wird erst dann zu kritisierbarem Verhalten Stellungnehmen, wenn er mit entsprechender Kritik rechnet oder die bereits erhellt.

Wie bitte? Das nennt man Vogel-Strauss-Politik, oder? Erinnert mich an unsere Katze, die sich gerne einmal hinter einer Streichholzschachtel versteckt mit geschlossenen Augen ... du verstehst?

chris hat geschrieben:Eine Stellungnahme, die um Objektivität und Sachlichkeit bemüht ist, Internet-Kritik aufgreift und darauf eingeht, die eigene Position darstellt, ist in meinen Augen für die Kirche schon ein Fortschritt. Früher hätte es das nicht gegeben.

Früher hat es aber auch kein Internet und keine Globalisierung gegeben! Da war hinter der Kirchenhecke Schluss mit dem Informationsfluss! Eine funktionierende Kontrolle gab es nicht! Da war in jeder Gemeinde, in jedem Bezirk ein "L'etat c'est moi" möglich! Von dieser Möglichkeit wurde auch Gebrauch gemacht. Das ist heute anders!

Und in welchem Passus geht die KL auf Internetkritik ein? Gut, wenn Du Distanzierung als Kommunikation anerkennst, dann ja! Ansonsten ist es fast schon ignorant! Weisst Du, für mich ist es ein Unterschied, ob man mit jemandem oder über jemanden spricht (oder schreibt)!

chris hat geschrieben:Ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein großer für die Menschheit....wurde bei der Mondlandung gesagt.

Das sollte man aber nicht bei dieser Bauchlandung der Kirche sagen!

chris hat geschrieben:Weiß nicht, ob Du Kinder hast. Der erste Schritt ist oft klein, meist fallen sie gleich wieder hin. Aber Eltern freuen sich ungemein.

Um in deinem Beispiel zu bleiben: wer sind hier die Eltern, wer die Kinder? Was ist, wenn die Eltern hinfallen? Vielleicht ist das ja aber auch ein Bäumchen-wechsel-dich-Spiel. Bei Bedarf bitte die Rollen wechseln ...

Die Hilflosigkeit der KL zeigt sich doch in dem Satz: "Ein Initiator der ‚Gedenksteinaktion’ hat sich in der Zwischenzeit bei mir für sein Mitwirken an dieser Aktion entschuldigt." Und da bekomme dann auch ich ein Mitgefühl mit der KL.

Weisst Du, was ich mir wünsche? Dass da einer einmal den 'A.... in der Hose' hat (bei uns in Bayern ist das Umgangssprache!) und das, was ist, wahrnimmt. Und eventuell die eigene Hose auch mal runterlässt!

Gruss
T
trinity
 

Beitragvon Mark » 16.05.2007, 13:57

chris hat geschrieben:Hallo Mark,

Deine Formulierung klang für mich eher negativ oder so, als ob Du es nicht positiv siehst.

Über den INHALT kann man sicher geteilter Meinung sein.

Aber der VERSUCH, eine objektive Stellungnahme zu geben, die ist für mich auf jeden Fall positiv.

Der Sinnspruch über das Haar meint - und er war jetzt nich so sehr oder nur auf Dich bezogen - sorry! - dass sich dann die Leute eben beschweren: Ich hab ein Haar in der Suppe!

Aber - ok. Es ist meine Meinung, dass man es auf jeden Fall positiv zu bewerten hätte.
Wieso Du nicht?

Zugzwang? Letztlich ist der immer mehr oder weniger gegeben, wenn jemand eine Stellungnahme abgibt. Teilweise auch vorbeugend. Das wäre für mich kein Argument.

Gibts noch was?

Liebe Grüße
Christian


Lieber Christan ... ich versuche gerade diese Suppe geschmacksneutral zu löffeln ... soweit das jedem einzelnem bei seinem persönlichen Geschmack möglich ist ...so ein Haar in der Suppe oder eine Mücke oder Fliege drin ...ok ...

aber dann gibt es auch so ganz schön haarige Suppen ...oder scharfe oder geschärfte Suppen ... mit Glasnudeln drin ... und da muß man an der Suppe schon mal schlucken ...
nennt man je nach Saison auch schon mal Pfingstsuppe
...
gibts noch was?
nein ... ich denke an dieser Suppe habe ich derzeit genug zu löffeln ...

Liebe Grüße
Mark
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Beitragvon Dieter Mann » 16.05.2007, 16:41

Bild


Parkplatz Verwaltung NAK Norddeutschland: Vision 2010.
Ich muss sehr viel Blech schreiben, damit irgendwann ein kleiner Satz wie eine Fanfare klingen kann ...
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Beitragvon Sinus » 16.05.2007, 16:43

es fehlt noch was..... auf dem Bild ....
Sinus
 

Beitragvon Jesse » 16.05.2007, 16:46

Stimmt! Ich vermisse da auch etwas.
Jesse
 

Beitragvon orig.gabi » 16.05.2007, 16:49

Ich vermisse den Realitätsbezug. :wink:

Wer die NAK kennt, weiß, soviel "totes Kapital" würde man nie und nimmer dort ansammeln, nicht solange es Schrotthändler oder andere zahlungskräftige Interessenten gäbe ... :mrgreen:
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe ist,
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Beitragvon Jesse » 16.05.2007, 17:40

Das ist aber Kunst! entrüstetguck
Jesse
 

Beitragvon orig.gabi » 16.05.2007, 17:45

Ja, zumindest gewinnbringende. :mrgreen:
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Beitragvon Sinus » 16.05.2007, 18:03

Ich vermisse den Realitätsbezug



das nicht, doch da fehlt was in der Sammlung...
Sinus
 

Beitragvon chris » 16.05.2007, 19:16

Hallo Mark,

irgendwie beantwortet Dein Beitrag meine Frage nicht, weichst aus - nagut, musst ja nicht.

Hallo Trinity,

Vogel-Strauß-Politik ist für mich etwas anderes. Eine Stellungnahme abgeben zähle ich nicht dazu. Es ist normales menschliches Verhalten, dass man eine Stellungnahme nur a) unter Zugzwang in irgend einer Form abgibt oder um sich b) darzustellen.
Vogel-Strauß, der arme - macht es ja nicht mal, würde ich dazu nicht sagen.

Klar, es gab früher kein Internet. Und, es ist trotzdem ein Fortschritt.

Die Kirchenleitung geht mit der ganzen Stellungnahme auf die Internetkritik an (Kreuz entfernt, Kreuz keine Wertigkeit, Stein entfernt etc.). Es wird von Seiten der Kirche erklärt.

Eine Stellungnahme ist etwas einseitiges. Das liegt in der Natur der Sache. Man nimmt Stellung! Sagt das Wort. Die Kirche hat mit den betroffenen von Blankenese gesprochen. Und, dass sie mit jedem Verfasser eines Beitrages hier spricht - wer will das erwarten? Und wer würde das überhaupt wirklich wollen und wäre bereit dazu? Insoweit ist der Einwurf, ob man mit oder über jemanden spricht für mich hier nicht richtig am Platz.


Du bleibst nicht bei meinem Beispiel. Wer die Eltern sind etc. ist ein anderes Thema. Ich wollte nur sagen: Man kann sich auch über kleine Schritte freuen, wenn man will und nicht den Kopf schüttelt, bis man keine Haare mehr hat. :wink:

Wieso zeigt "Ein...." die Hilflosigkeit. Ich denke, es ist auch wichtig, für die Kirche, dass gezeigt wird, dass nicht alle dies immer noch gut finden. Und dass genau "EIN" genannt wird, zeugt eher von Stärke. Man gibt es zu, dass es nur EINER war.

Ich erwarte nicht, dass sich jeder, wie ich mich, freut, dass die Kirche einen guten Schritt getan hat. Ich erwarte nicht, dass sich jeder mit dem Inhalt größtenteils einverstanden erklärt - wie ich es kann. Aber ich erwarte, dass man Schritte auch anerkennt und nicht alles klein redet.

Motivation kennt ein Zauberwort: Positive Verstärkung. Das motiviert, das ändert die Leute.

Wenn man immer nur auf die Fehler rumhackt - und auch Bemühen nur durch negative Kritik "belohnt", dann erstickt man jeder Veränderung. Wir dürfen hier sicher kritisch sein. Aber wir sollten es auch! Kritik stellt auch gute Dinge als solche heraus.


Liebe Grüße
Christian
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Beitragvon August Prolle » 16.05.2007, 21:33

Mitteilung der Kirchenleitung Norddeutschland

Für den eiligen Leser hier noch einmal eine inhaltliche Zusammenfassung:


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Beitragvon maranatha » 16.05.2007, 21:37

:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Gott des Aufbruchs, sei mit mir unterwegs zu mir selbst, zu den Menschen, zu dir.
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