Wo ist der Geist nun heiliger, in Blankenese, oder....

Beitragvon vigilius peregrinus » 10.09.2007, 13:17

trinity hat geschrieben:
vigilius peregrinus hat geschrieben:Gibt's einen Sünder, der das kann???? Ich glaube eher, der Berger ist halt mal wieder übers Ziel hinausgeschossen. Der phantasiert zu viel.


Was bedeutet in Ihrem Alltag, geehrter v.p., denn Einssein ... mit sich - aber auch mit dem Nächsten?

Meint es nicht, dass ich in den Gedanken und Taten des Nächsten auch meine Gedanken und Taten sehe und somit mit ihnen eins bin? Wie aber behandle und bewerte ich diese Dinge im Aussen? Und wie die Dinge im Innen?

Und: Nein, es wird wahrscheinlich niemanden geben, der das kann, aber viele, die ganz bewusst und mit viel göttlicher Energie auf diesem Weg sind! Darum gehts wohl ... sie wissen schon: "der Weg ist (auch im Christentum) das Ziel". Und diesen Weg hat wohl Berger gemeint und ist somit nicht über den Weg hinausgeschossen!
:wink:

Freundlichen Gruss
Herr T

ps. Ja, man kann Gott in sich abbilden ... "ein Bild, das mir gleich sei."


Nein, das sehe ich nicht so. Man kann Gott gar nciht abilden und das Bild, das "uns gleich sei" ist Gottes eigene Rede, die außerhalb meiner Reichweite liegt. Ich sitze nicht auf seinem Stuhl und will da auch gar nicht hin, sorry!

Ich finde Bergers Aussagen einfach überdreht. Wir können nie "eins sein", weder mit uns, noch mit dem Nächsten. Der Graben ist viel zu radikal dazu. "Einssein" ist mE ein eschatologischer Terminus, zumindest in seinem tiefsten Sinn. Annäherungen mag es geben - sola gratia. Und gerade deshalb formuliert Berger für mich zu emphatisch, er schüttet den Graben einfach zu. Deshalb ist er auch Kahtolik und ich theologisch Protestant.

Übrignes rede ich immer vom Alltag des Christen. Der ist sein eigentlicher Gottesdienst. Und ich finde auch nciht, daß der Weg der Kreuzesnachfolge da Ziel meines Lebens sei. Das ist doch dann eher das Sein bei Gott. Aber vielleicht sehen Sie das ja alles anders. Das sei Ihnen unbenommen.

Vigilius
Vor allem: in necessariis keinen Schritt nachgeben, in dubiis sich nichts anmerken lassen, in omnibus die Pfeife nicht ausgehen lassen. Karl Barth an Eduard Thurneysen, 22.Januar 1922
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Beitragvon Bedenkentraeger » 14.09.2007, 18:02

vigilius peregrinus hat geschrieben:
Bedenkentraeger hat geschrieben:Wenn man mit sich eins ist und nicht zweifelt, mit anderen eins ist, indem man ihnen vergibt, und mit Gott eins ist im Glauben, dann ist Gott als der Schöpfer gegenwärtig. Eine dynamische Präsenz Gottes. Gott ist da, indem er abgebildet und im wahrsten Sinne des Wortes verwirklicht wird durch Einssein."


Gibt's einen Sünder, der das kann???? Ich glaube eher, der Berger ist halt mal wieder übers Ziel hinausgeschossen. Der phantasiert zu viel. Aber wem's gefällt ..... Außerdem: Kann man Gott abbilden??????

Vigilius

[...]


Lieber, von mir hoch geschätzter Frater "vigilius peregrinus",

ich habe eine bislang sehr arbeitsreiche Woche hinter mir und sie ist noch nicht ganz zu Ende. Morgen habe ich nämlich auch noch das eine und andere zu erledigen.

Dennoch ganz kurz zu Ihrem Einwand hier vom 10.09.2007.

Ich denke, Sie wissen ganz genau, was Herr Prof. Berger hiermit ausdrücken will. Sie sind doch vom Fach. Ihnen muß ich es doch somit nicht noch weiter erläutern, oder?

Und Ihre Frage nach einem Abbilden Gottes verstehe ich auch nicht so richtig. Es geht hier schon mit in die Richtung der Gottesebenbildlichkeit, ein Thema, was Sie sicherlich schon im Studiom hinreichend behandelt haben werden, und es geht auch um liturgische Elemente, wo ja Gott auch "abgebildet" wird.

Wo bestehen hier jetzt noch Unklarheiten für Sie?

Ich denke, Sie haben hier nur ein Problem mit diesen speziellen (bergerschen) Ansätzen. Dann sollten Sie dies aber bitte auch ganz klar zum Ausdruck bringen. :wink:

Einen guten Abend!
Bedenkentraeger
 
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Beitragvon mini-edi » 20.09.2007, 07:57

Ja da war sie wieder, diese feine unscheinbare Stimme eines Christen am vergangenen Jugendtag, die nur fragte:

„Was ist dir Heilig?“

. . . : Mir ist heilig was im Dreieinigen Namen durch einen „Hirten, der Jesu Schafe weidet“ begonnen und was nicht Propagandazwecken und Vernebelungsversuchen unchristlicher Entscheidungen dient ! ! !
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Beitragvon mini-edi » 23.09.2007, 21:45

Was für ein Textwort heute !!! ( 1. Johannes 3.K. V.18 )
„Meine Kinder, laßt uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit.“

Aber leider haben wohl einige AT mit dem Werkzeug, mit dem man es auch schafft sich im Gefühl der Macht und Anerkennung zu baden, die ihnen zugewandten Seite des zweischneidigen Schwertes stumpf gemacht...
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Beitragvon manfredok » 24.09.2007, 19:26

Olaf Wieland berichtet von Blankenese, geschrieben auf QUO-VADIS.

http://quo-vadis-nak.foren-city.de/

Zitat

Blankenese lebt noch!

Hallo Wolle,

ich freue mich über Deine lobenden Worte. Hab herzlichen Dank. Ich habe Deine Beiträge gelesen und staune über Deinen Optimismus, den Du trotz der geschilderten schwierigen Lebensumstände aussstrahlst über Deine Bemühungen, aus der Kraft des Evangeliums zu helfen und zu trösten.

Ich wünschte mir diese Grundeinstellung auch von der Hamburger Kirchenleitung gegenüber der Gemeinde Blankenese. Mein Vorschlag wäre, diese Gemeinde - welche für positive Schlagzeilen in der geistig oft engen neuapostolischen Glaubenswelt sorgte – auf der offiziellen Homepage der NAK-Nord lobend in einem speziellen Artikel zu erwähnen und damit zu motivieren. Vielleicht in der Adventszeit ?
Stattdessen aber versucht man, alle Begebenheiten im Zusammenhang mit der Gemeinde Blankenese „ins Meer der Vergessenheit zu versenken“ oder diese subtil mit einem Makel zu versehen. Das haben sie nicht verdient und kommt einer Missachtung gleich.

Dass sich dadurch eine gewisse Depression in der Gemeinde ausbreitet, nimmt man in Kauf. Der Kirchenleitung ist gut bekannt, dass der Gottesdienstbesuch in Blankenese starken Schwankungen unterliegt, die synchron mit dem Altardienst verlaufen. Um ein gut funktionierendes Gemeindeleben zu suggerieren, brachte der Apostel Rüdiger Krause seine Zuhörerschaft am 26. 08. 2007 schon einmal selbst mit. Ergebnis dieses organisierten Aufmarsches waren dann 54 Gemeindefremde auf der einen und 24 eigene Geschwister auf der anderen Seite der Kirche. Am Altar und in der ersten Reihe nahm wie gewohnt die Prätorianergarde des heilsnotwendigen Apostelamtes in Gestalt von Bezirksämtern und Vorstehern Platz.
In der schlichten und schmucken Blankeneser Kirche wirkte diese Präsentation auf mich immer bei meinen Besuchen unfreiwillig komisch.

Eine ähnliche Vorgehensweise wurde mir vom Hamburger Jugentag berichtet. Auf die Frage eines jugendlichen Mitarbeiters auf dem Jugendtag an einen Ältesten, warum denn ungewöhnlich viele ältere Geschwister als Teilnehmer auffallen, sagte dieser:

„Das hat der Apostel so organisiert.“

Nach dem Gottesdienst in Blankenese mit dem Apostel Rüdiger Krause gab es ein von einem Catering-Team vorbereitetes Bistro, an dem fast nur die Gemeindefremden teilnahmen.

Ungeachtet aller generalstabsmäßigen Organisation und Präsentation durch die Kirchenleitung und jenseits aller ihrer Bestrebungen zur Aufrechterhaltung eines künstlichen Gemeindelebens bleibt festzustellen:

Der alte Kern der Gemeinde besteht weiter und lässt sich nicht apostelzentriert domestizieren, auch nicht unter Ausnutzung der vom Apostel ausgelösten und verursachten Traurigkeit und Depression. Die wechselseitige Annahme der Gemeindemitglieder ohne Vorbedingungen ( Röm. 15, 7 ) ist und bleibt das Prinzip und die Voraussetzung für den Gemeindeaufbau der dortigen Geschwister. Liebe ist die Gnadengabe, das Charisma vor allen anderen ( 1. Kor. 12, 31-13, 13 ).
Auf einem wwB-Treffen am 08. September 2007 wurde diese Einstellung mehr als deutlich ( dazu später mehr ). Ein Gemeindemitglied äußerte mir gegenüber, manche wissen nicht, wie es weitergehen soll. Weil man sein ganzes Leben lang sich mit seiner Gemeinde identifizierte, lässt sich keine Alternative zu Blankenese finden. Aber die Gemeinde in Damaskus wusste damals auch nicht, wie es weitergehen sollte, als Saulus auf den Weg zu Ihnen war.

Einen angenehmen Sonntag wünscht Euch

Olaf

Zuletzt bearbeitet von Olaf Wieland am 24 Sep 2007 3:27, insgesamt einmal bearbeitet

Zitatende
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Beitragvon Sinus » 24.09.2007, 19:43

Sinus
 

[...]

Beitragvon mini-edi » 04.10.2007, 11:10

Hätte ich doch bloß nicht die Zeitung „Unsere Familie“ aufgeschlagen und noch mal nachlesen wollen, was in den mitdienenden Aposteln im Pfingstgottesdienst unwissenderweise zum Thema Blankenese erweckt wurde. -
Mir ist ja schon seit längerem bekannt, daß nicht nur die Beiträge für diese in den USA erscheindende Zeitung in Frankfurt übersetzt werden, sondern daß unser Glaube für die USA verändert wird!
Aber, das diese Textstellen: [...] in den Gottesdienstberichten des Stammapostels auch aktive Zensur bedeuten, das ist [...] und [...] !!!
Entschuldigt bitte, das musste mal gesagt werden!!!
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Beitragvon Rudi_64 » 04.10.2007, 12:49

hallo mini-edi,

bin wochenlang desinformiert :oops: ,
aus Zeitgründen nur alle paar Tage hier mal kurz da,
um zu sehen, ob noch alle da sind :wink:

...aber!!

Zitat:

Mir ist ja schon seit längerem bekannt, daß nicht nur die Beiträge für diese in den USA erscheindende Zeitung in Frankfurt übersetzt werden, sondern daß unser Glaube für die USA verändert wird!
Aber, das diese Textstellen: [...] in den Gottesdienstberichten des Stammapostels auch aktive Zensur bedeuten, das ist [...] und [...] !!!


das interessiert mich.

Könntest du mir bitte sagen, wo ich was dazu finde?

Gruß
Rudi
Zuletzt geändert von Rudi_64 am 04.10.2007, 13:22, insgesamt 1-mal geändert.
Wenn auf der Erde die Liebe herrschte, wären alle Gesetze entbehrlich.
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Beitragvon Jesse » 04.10.2007, 13:09

Ja bitte, das interessiert mich auch.
Jesse
 

Beitragvon Rudi_64 » 04.10.2007, 13:28

Engelchen hat geschrieben:Ja bitte, das interessiert mich auch.


Liest du (auch :oops: ) nicht die Familie?

Wenn nein, warum - wenn ja, warum nicht?

:wink:
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Beitragvon Jesse » 04.10.2007, 16:04

Rudi_64 hat geschrieben:
Engelchen hat geschrieben:Ja bitte, das interessiert mich auch.


Liest du (auch :oops: ) nicht die Familie?

Wenn nein, warum - wenn ja, warum nicht?

:wink:


Die UF lese ich, wenn ich sie mir unter die Finger kommt. Es gibt aber auch schwarze Löcher in denen die ein oder andere UF verschwindet. :lol: Die ein oder andere Ausgabe habe ich schon als Einlage für Meerschweinchenkäfige unter Bergen von Einstreu entdeckt. :oops:
Jesse
 

Re: [...]

Beitragvon GG001 » 04.10.2007, 23:22

mini-edi hat geschrieben:Hätte ich doch bloß nicht die Zeitung „Unsere Familie“ aufgeschlagen und noch mal nachlesen wollen, was in den mitdienenden Aposteln im Pfingstgottesdienst unwissenderweise zum Thema Blankenese erweckt wurde. -
Mir ist ja schon seit längerem bekannt, daß nicht nur die Beiträge für diese in den USA erscheindende Zeitung in Frankfurt übersetzt werden, sondern daß unser Glaube für die USA verändert wird!
Aber, das diese Textstellen: [...] in den Gottesdienstberichten des Stammapostels auch aktive Zensur bedeuten, das ist [...] und [...] !!!
Entschuldigt bitte, das musste mal gesagt werden!!!


Das ist nicht neu, noch nicht einmal in der deutschen UF. Bzgl. der US-Ausgabe siehe Editing the Holy Spirit
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Beitragvon mini-edi » 05.10.2007, 00:08

Diese Einheitsbreigestaltung von Glaubenserlebnissen für die „Familie“ ist mir Beweis genug, so daß ich mich seit Damals nicht weiter um den zuverlässigen Hinweis mit den USA gekümmert habe. Also bekommen sie Drüben eben nicht Milupa, sondern einen anderen Brei, der denen besser schmeckt. Das währe ja vielleicht Forumsmäßig auch mal ein Thema wert.
Mein Interesse gilt hier hauptsächlich den Predigten, die für Blankenese von Bedeutung sind, aber nicht in Blankenese gepredigt wurden.
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