Wo ist der Geist nun heiliger, in Blankenese, oder....

Beitragvon vigilius peregrinus » 07.09.2007, 18:46

Bedenkentraeger hat geschrieben:
vigilius peregrinus hat geschrieben:[...]

:?: :?: :?: Ich kann Ihnen, mit Verlaub, momentan nicht folgen. Ich weiß ja gar nicht, wovon Sie überhaupt reden! Pardon, Monsieur!

[...]


Ist nur viel Lärm um Nichts. ;)


schön! Dann hauen Sie nur recht weiter auf die Pauke, um vom nichtenden Nichts nicht verschlungen zu werden! :wink:

Ich ziehe indessen weiter und wünsche Ihnen
ein stille Nacht
Ihr
vigilius peregrinus
Vor allem: in necessariis keinen Schritt nachgeben, in dubiis sich nichts anmerken lassen, in omnibus die Pfeife nicht ausgehen lassen. Karl Barth an Eduard Thurneysen, 22.Januar 1922
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Beitragvon Bedenkentraeger » 07.09.2007, 18:50

vigilius peregrinus hat geschrieben:[...]

schön! Dann hauen Sie nur recht weiter auf die Pauke, um vom nichtenden Nichts nicht verschlungen zu werden! :wink:

[...]


Das Nichts ist mir sehr willkommen, lieber Freund. Denn das Nichts ist, so Heidegger, ursprüglicher als das Nicht und die Verneinung.

Einen munteren Abend!
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Beitragvon Cemper » 07.09.2007, 20:01

vigilius peregrinus hat geschrieben:
Cemper hat geschrieben:Ja - es ist Shakespeare. Sein Werk hat Lenz unter dem Titel „Amor vincit omnia“ im 18. Jahrhundert übersetzt. Eschenburg hat als Titel „Müh ist umsonst“ gewählt (in der ersten vollständigen deutschen Shakespeare-Ausgabe). „Liebes Leid und Lust“ ist der Titel von Baudissin in der Schlegel-Tieck-Ausgabe. In neueren Übersetzungen von Rothe ist der Titel „Liebe leidet mit Lust“ - und "Verlorene Liebesmühe“ ist der Titel der Übersetzung von Fried (Erich). Frank Günther lässt das "e" weg: "Verlorene Liebesmüh".

Sie sehen - ich bin Experte. :mrgreen: :wink:

vigilius - was halten Sie von "der Liebe"? Vergebliche Mühe? Wenn ja - warum?

Ihr HC


Wußte ichs doch! Der göttliche Cemper!!

Und weil Sie ohnehin alles wissen, dürfen Sie mir gleich noch definieren, was "Liebe" ist bzw., wenn Sie genau zu lesen gewillt sind, in diesem Falle die "Liebe zur Kirche", näherhin der NAK. Ich harre Ihrer unendlichen Weisheit in Demut und Geduld. Denn Sie wissen, daß ich gar nichts weiß.

Ihr
Sokrates


@ Sokrates -

wie wäre das:

Liebe, die du mich zum Bilde

Liebe, die du mich zum Bilde deiner Gottheit hast gemacht, Liebe, die du mich so milde nach dem Fall hast wiederbracht: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich.

Liebe, die du mich erkoren, eh ich noch geschaffen war, Liebe, die du Mensch geboren / und mir gleich wardst ganz und gar: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich.

Liebe, die für mich gelitten / und gestorben in der Zeit, Liebe, die mir hat erstritten / ewge Lust und Seligkeit: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich.

Liebe, die du Kraft und Leben. Licht und Wahrheit, Geist und Wort, Liebe, die sich ganz ergeben / mir zum Heil und Seelenhort: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich.

Liebe, die mich hat gebunden / an ihr Joch mit Leib und Sinn, Liebe, die mich überwunden / und mein Herz hat ganz dahin: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich.

Liebe, die mich ewig liebet / und für meine Seele bitt, Liebe, die das Lösgeld gibet / und mich kräftiglich vertritt: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich.

Liebe, die mich wird erwecken / aus dem Grab der Sterblichkeit, Liebe, die mich wird umstecken / mit dem Laub der Herrlichkeit: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich.

Johann Scheffler 1657, Strophe 4: Frankfurt am Main 1695#

Ihr
Cemper
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Beitragvon Bedenkentraeger » 07.09.2007, 20:24

@ "Cemper"

... und dazu dann noch das :arrow: Deus Caritas est. ;)
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Beitragvon Cemper » 07.09.2007, 21:35

@ "Bedenkenträger"

Und: Liebe ist das einzige echte Abenteuer - ein Trick der Natur, um die Art zu erhalten. Oder: Sie ist das Licht des Lebens; in der Ehe kommt die Stromrechnung. Oder: Egoismus zu zweit. Oder: ... ein Zustand, wo man die Dinge nicht so sieht, wie sie sind. Oder: Gott.

Ich bitte gehorsamst um Entschuldigung/Nachsicht.
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Beitragvon Bedenkentraeger » 08.09.2007, 09:52

@ "Cemper"

Und: Aber wie Gott selbst unbegreiflich ist, also nicht unter unsere Begriffe fällt, so ist auch Gottes Liebe eine Wirklichkeit, die alles Begreifen übersteigt.

K. Rahner
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UNSCHÄRFERELATION...

Beitragvon maximin » 08.09.2007, 12:24

:) Mein lieber Bedenkenträger,
nachdem im GKF der Pulverdampf allmählich abzuziehen scheint, möchte ich Dich und verbliebene andere Besonne mit nachfolgenden Überlegungen grüßen:

Der einzelne Mensch bleibt letztlich immer nur ein winziges Teilchen im riesengroßen und deshalb verwirrenden Weltengetriebe. Zwangsläufig bleiben daher unsere Betrachtungen sowie die Ergebnisse derselben stets vorläufig und unscharf. Frau Anne weiß das... :wink:

In seiner berühmten Arbeit zur „Unschärferelation“, die Heisenberg 1927 veröffentlichte, gelangte Heisenberg nach Überlegungen, die an der Schule in der Regel nicht nachvollzogen werden können, zu folgender Feststellung:

Ort und Impuls eines Teilchen können prinzipiell nicht gleichzeitig beliebig genau bestimmt werden. Mit anderen Worten: Eine gleichzeitige Bestimmung von Ort und Impuls eines Teilchens ist nur möglich, wenn für beide Größen eine Unschärfe in Kauf genommen wird. Dabei gilt stets die Ungleichung : (siehe Quelle bei: http://leifi.physik.uni-muenchen.de/web ... haerfe.htm
Mit besten Wochenendgrüßen
Maximin :D
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Beitragvon Bedenkentraeger » 08.09.2007, 13:18

Mein lieber alter Freund "maximin",

ich danke Dir für Deinen lieben Gruß hier und den wunderschönen Hinweis auf Heisenberg.

Hast Du etwa gerade in "Einführung in das Christentum. Vorlesungen über das Apostolische Glaubensbekenntnis" gelesen, das Kapitel über den dreieinigen Gott? :wink:

Die besten Wochenendgrüße, die Du mir hier übermittelt hast, gebe ich im selben Maß an Dich zurück!

Bis zum nächsten Mal. :D
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Beitragvon mini-edi » 08.09.2007, 13:20

Also ließe sich jetzt folgende Grundsatzfrage unterschwellig vermuten: Wie soll man denn nun die Masochisten enttarnen (und aufklären), die ehrlichen Herzens und voller Überzeugung Jesu gebot ausführen?
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UNKRAUT UND WEIZEN...

Beitragvon maximin » 08.09.2007, 13:38

:) Grüß Dich mini-edi, vielleicht ist dieser Weg der bessere:

24 Er legte ihnen ein anderes Gleichnis vor und sprach: Das Himmelreich ist gleich einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte. 25 Da aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut zwischen den Weizen und ging davon. 26 Da nun das Kraut wuchs und Frucht brachte, da fand sich auch das Unkraut. 27 Da traten die Knechte zu dem Hausvater und sprachen: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut? 28 Er sprach zu ihnen: Das hat der Feind getan. Da sagten die Knechte: Willst du das wir hingehen und es ausjäten? 29 Er sprach: Nein! auf daß ihr nicht zugleich den Weizen mit ausraufet, so ihr das Unkraut ausjätet. 30 Lasset beides miteinander wachsen bis zur Ernte; und um der Ernte Zeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuvor das Unkraut und bindet es in Bündlein, daß man es verbrenne; aber den Weizen sammelt mir in meine Scheuer. (Matthäus 13, 24- 30/Luther 1912 - s.a. Kap 3,12; 15,13; Offb 14,15)

Liebe Grüße vom Maximin :wink:
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Beitragvon mini-edi » 09.09.2007, 11:23

Und womit können wir nun den deswegen an Seelenschmerzen leidenden Geschwistern helfen und wahre Nächstenliebe praktizieren?
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EIN BEISPIEL...

Beitragvon maximin » 09.09.2007, 11:48

:) Mein lieber Mini-edi,
so lange kennst Du den Heiland schon und fragst mich das? Was die Seelsorgearbeit angeht, darf ich Dich auf den folgenden Ausspruch des Herrn Jesus aufmerksam machen:

„Ihr nennt mich Meister und Herr und sagt es mit Recht, denn ich bin's auch. Wenn nun ich, euer Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt auch ihr euch untereinander die Füße waschen. Ein Beispiel habe ich euch gegeben, damit ihr tut, wie ich euch getan habe.“ (Johannes 13,13-15 /Luther 1984)

Es lohnt schon, das ganze 13te Kapitel zu verinnerichen... :wink:
Lieben Gruß vom Maxminin :wink:
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Re: EIN BEISPIEL...

Beitragvon trinity » 09.09.2007, 11:57

Und wer eine positve Affirmation dazu braucht:


"Wenn aber der Menschensohn kommen wird in seiner Herrlichkeit, und alle Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem Thron seiner Herrlichkeit, und alle Völker werden vor ihm versammelt werden. Und der wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirt die Schafe von den Böcken scheidet, und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Böcke zur Linken. Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt! Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen, und ihr habt mich aufgenommen. Ich bin nackt gewesen, und ihr habt mich gekleidet. Ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besucht. Ich bin im Gefängnis gewesen, und ihr seid zu mir gekommen. Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dir zu essen gegeben, oder durstig und haben dir zu trinken gegeben? Wann haben wir dich als Fremden gesehen und haben dich aufgenommen, oder nackt und haben dich gekleidet? Wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen? Und der König wird antworten und zu ihnen sagen:

Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern,
das habt ihr mir getan.



(aus Matthäus 25, Luther 1984)
trinity
 

Beitragvon orig.gabi » 09.09.2007, 12:06

Das ist für mich eine der Schlüsselstellen des Evangeliums - und, für mich - der eigentliche Sinn eines christlichen Glaubens.

Danke für dieses Zitat.
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe ist,
der bleibt in Gott und Gott in ihm.
1.Johannes, 4,16
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