Wer weiß eigentlich von Blankenese?

Beitragvon tergram » 13.06.2007, 08:40

Das Dumme ist nur, dass die Glaubens-Züge keine Schilder haben... ausser dem einen, auf dem nur "Glauben" steht.

Wir alle wissen nicht, wo und wie unsere Züge ankommen, das ist richtig. In Blankenese ist aber etwas anderes passiert:

Die NAK sagt, dass nur der NAK-Zug in München ankommen wird. 3 Diakone aus Blankenese haben gesagt, dass nach ihrer Meinung auch der Zug auf dem Nebengleis in München ankommen wird. Das war der Grund für ihre Amtsenthebung.

Vielleicht wird an diesem simplen und gewiss hinkenden Beispiel die ganze Tragik und Absonderlichkeit der Blankenese-Vorgänge deutlicher.
Benutzeravatar
tergram
 
Beiträge: 9124
Registriert: 12.12.2004, 18:21

Beitragvon trinity » 13.06.2007, 11:10

Michael hat geschrieben:Mein Vorsteher hat auch seine Sicht der Dinge noch einmal sehr interessant dargestellt.
Er sagt, wenn ich auf dem Bahnhof bin und nach München möchte, gehe ich zu dem Gleis, von dem ich weiß, dass der Zug nach München fährt. Wenn mir jetzt ein anderer sagt, dass auf zwei anderen Gleisen auch Züge stehen, die nach München fahren, dann finde ich das gut, weil alle, die nach München wollen, dort auch hinkommen können, es ist genug Kapazität für alle da. Aber ich nehme trotzdem den Zug, den ich kenne und von dem ich weiß, dass er mich nach München bringt. Ich freu mich darauf, auch die anderen Fahrgäste dann in München wieder zu treffen.
So seine Schilderung seiner Sicht der Dinge.

Hallo Michael,

zwei Seelen schlagen, ACH, in meiner Brust ... zum einen ist das ein positives Zeichen, das Mut macht. Respekt und Anerkennung!

Zum anderen ist das doch wieder dieses schizoide NAK-Szenario: öffentliche Lehrmeinung (die gilt und verifizierbar ist, oder?) versus Privatmeinung. Und das geht IMO überhaupt nicht. Denn da draussen laufen Menschen herum, für die klare Ansagen überlebenswichtig (bezogen auf Ihre durch die Kirche angelegte Spiritualität) sind. Im Sinne von Christus "Eure Rede sei Ja Ja ...". Und diese gilt es zuallererst zu schützen (im Sinne Christi) mit einer klaren Haltung, auch in den privaten Kommunikationen.

Ist die Lehre jetzt freihändig handzuhaben? Ist die Lehre gar eine auslegbare? Kann es eine Meinung zu solch einer sehr strikten Lehraussage geben? Ist es gar wesentlich, in welcher Gegend NAK-Christ wohnt (IMO darf das nicht angehen!)?

Versteh mich bitte richtig: ich möchte Dir/Euch nichts wegnehmen. Aber ich frage mich, ob Dein Vorsteher von mir eine Einladung nach Zürich zum CHAP annehmen würde, wo er diese seine Meinung (?) so sagen würde?

Und was wäre, wenn ...

fragt
Herr T (der froh ist, auf dem Nebengleis in München anzukommen!)
trinity
 

Beitragvon Michael » 13.06.2007, 11:28

Hallo Trinity,

ja, es scheint so, als wäre der Wohnort interessant.
Ja, es scheint so, als wäre Schizophrenie erkennbar.
Ja, ich denke auch, dass das für einige schwer einzuordnen ist.
Aber, so meine Erfahrung nicht nur in der NAK, sondern auch in vielen anderen Dingen, wenn etwas in Bewegung, wenn etwas in Frage gestellt wird, wenn zwei unterschiedliche Meinungen aufeinander treffen, sind solche Konflikte unvermeidbar. Aber die Frage ist, wie gehe ich damit um. Hamburg hat einen Weg aufgezeigt, bei uns wird offensichtlich ein anderer Weg aufgezeigt, wie man diesen Konflikt bewältigt.
Und machen wir uns nichts vor: vieles, was als Lehre und Anweisung in der BAV beschlossen wird, wird in den einzelnen Gebietskirchen unterschiedlich gehandhabt. Ein Beispiel ist dafür auch die Frage, wie gehe ich mit Lehrkräften um, die in Konkubinat leben? Bei uns dürfen die weiter machen, woanders eben nicht. Und so auch in der Frage nach Exklusivität und anderem. Das ist so, und das kann man nicht ändern. Wo das hinführt, kann ich auch nicht sagen. Ein anderes Beispiel. wir hatten in einem JugendGD einmal den Ablauf geändert. Hinterher hieß es, die Liturgie darf nicht verändert werden. " Wochen später sagt der StAP. in einem Interview, wir müssen die Liturgie überdenken.
Ja, es ist vieles im Wandel.
Ja, mein Vorsteher würde auch in Zürich seine Meinung vertreten. Ich übrigens auch. Er hängt seine Fahne nicht in den Wind.

LG
Michael
Wäre Kirche doch nur so wie Fußball, offen fighten, gemeinsam feiern
Michael
 
Beiträge: 79
Registriert: 10.05.2007, 12:15
Wohnort: Bei Braunschweig

Beitragvon Ruhrgebiet » 13.06.2007, 11:32

„Empfangt, was ihr seid: Leib Christi, damit ihr werdet, was ihr empfangt: Leib Christi.“ (Augustinus)
Benutzeravatar
Ruhrgebiet
 
Beiträge: 3218
Registriert: 19.03.2005, 15:53
Wohnort: ...tief im Westen

Beitragvon trinity » 13.06.2007, 11:33

Michael hat geschrieben:Ja, mein Vorsteher würde auch in Zürich seine Meinung vertreten. Ich übrigens auch. Er hängt seine Fahne nicht in den Wind.

Dafür habe ich grossen Respekt!
Herr T
trinity
 

Vorherige

Zurück zu TopThema: Blankenese



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast