Grüße nach Hamburg

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Beitragvon Anne » 16.04.2007, 17:34

Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit.
(1. Kor. 12, aus Vers 26)

Auch wenn wir die Situation

- von außen
- und nur mit Teilkenntnissen

nicht vollumfassend beurteilen können, ist das Mitempfinden eine Tatsache ...

Bild

... die sich nicht leugnen lässt.

Hier und an anderen Stellen wurde schon viel geschrieben, es wurden auch ganz persönliche Gedanken und Wünsche geäußert. Damit sie alle Betroffenen gezielter erreichen können, kam uns der Gedanke, diese besonderen Grüße einzurichten.

Mit Gedanken und Gebeten immer wieder in Hamburg -

Anne und Kaplan
Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich. Luk. 18,27

Jahreslosung 2009
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Beitragvon fireangel » 16.04.2007, 17:44

Wenn auch Stürme mächtig tosen,
Obdach ich in Jesu find`,
fühle sicher und geborgen
mich als Gottes liebes Kind

Ref.:

Er bedeckt mich, er bedeckt mich,
dass kein Sturm je stört und schreckt mich.
Er bedeckt mich, er bedeckt mich
mit dem Schatten seiner Hand.

Beuget mich die Last der Trübsal,
blicke ich getrost auf ihn;
soll doch Trübsal mich hier prüfen
und mich näher zu ihm ziehn.

Ref.:

Wenn Versuchung rings mich locket
und der Feind mir listig dräut,
schafft mein Jesus in Gefahren
mir doch grössre Kraft und Freud.

Ref.:

Darum, ob die Stürme tosen,
Wellen brausen, wütend gehn,
soll doch meine Seel` nicht zagen,
will getrost auf Jesum sehn.

Ref.:
fireangel
 

Beitragvon Alice Will » 16.04.2007, 19:13

An alle, die Sorgen haben, mögen sie berechtigt oder unberechtigt sein: Epheser 4, 26 (glaube ich):

Laßt über eurem Zorn nicht die Sonne nicht untergehen und gebt nicht Raum dem Teufel

Vg, Alice
Alice Will
 

Beitragvon Zwischenruf » 17.04.2007, 06:47

Es mag sein, dass alles fällt,
dass die Burgen dieser Welt
um dich her in Trümmer brechen.
Halte du den Glauben fest,
dass dich Gott nicht fallen lässt:
Er hält sein Versprechen.


Rudolf Alexander Schröder
Auch und gerade in dem , was uns aufgrund unserer tiefsten Glaubensüberzeugung voneinander unterscheidet, müssen wir uns gegenseitig respektieren und lieben. (Papst Benedikt XVI.)
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Beitragvon Aurora » 17.04.2007, 08:24

Guten Morgen,

Anne hat es trefflich formuliert und die Bilder sind wunderschön.
Für das Geschehen in Blankenese fehlen mir die Worte, es ist unfassbar.
Einen lieben Gruß an die Gemeinde in Blankenese

sendet Aurora
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Beitragvon autor » 17.04.2007, 08:29

Hallo,

ich grüße diejenigen, die im Glauben bis dahin ausgehalten haben, als dass die Neuapostolische Kirche die unvermeidliche Reaktion der Amtsenthebung zeigen musste. Ich fühlte mich zu einem solchen Zeichen nicht in der Lage; einerseits aus dem Bedürfnis heraus diesen aus meiner Sicht komischen Glauben (was die entsprechenden Reibungspunkte betrifft) den Leuten einfach zuzugestehen, andererseits aus meiner persönlichen Nichtachtung der Kirchenhierarchie, der ich nicht das letzte Wort überlassen wollte. Lange habe ich im Spannungsfeld Gemeinde-Evangelium-NAKI-Lehre-Mitarbeit-Kirche balanciert, aber nicht bis zum Schluss. Ich habe gesagt: „Da ich dies und jenes nicht glaube kann ich kein Amtsträger sein.“ Sie haben es eingesehen. Das war es dann. Manchmal frage ich mich, ob es nicht besser gewesen wäre weiter zu fragen, meinen Standpunkt zu verteidigen, sich auseinander zu setzten, bis die logische Konsequenz – die Amtsenthebung folgt. Vielleicht war es nur Faulheit. Meine Mitarbeitsmöglichkeit in der Gemeinde ist nun eingeschränkt. Die Schuld daran neige ich der „Amtskirche“ zuzuweisen. So wichtig ist die Kirche also doch. Man kann sie nicht ohne weiteres ignorieren.

Grüße also an die „Hamburger“, die offen mit der Kirche ihre Sache aushandelten.

Grüße auch an die „versteckten Hamburger“ überall,

a.
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Beitragvon tergram » 17.04.2007, 08:41

Wenn ich nicht durch Zeugnisse der Schrift und klare Vernunftgründe überzeugt werde - denn weder dem Papst noch den Konzilien (noch dem StAp / Hinzufügung von mir) allein glaube ich, da es feststeht, daß sie öfter geirrt und sich selbst widersprochen haben - so bin ich durch die Stellen der heiligen Schrift, die ich angeführt habe, überwunden in meinem Gewissen und gefangen in dem Worte Gottes.

Daher kann und will ich nichts widerrufen, weil wider das Gewissen etwas zu tun weder sicher noch heilsam ist. Hier stehe ich. Ich kann nicht anders. Gott helfe mir, Amen.
Dr. Martin Luther

Mit geschwisterlichen Grüßen an alle aufrechten Christen, die Gott mehr gehorchen, als den Menschen - auch, aber nicht nur in Hamburg-Blankenese.
t.
Zuletzt geändert von tergram am 17.04.2007, 10:35, insgesamt 2-mal geändert.
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GEHORSAM - ABER WEM ...?

Beitragvon maximin » 17.04.2007, 08:50

:) Liebe betroffene Brüder in Hamburg,
einer wie ich, der der Neuapostolischen Kirche von 1947 bis 2004 zugehörte und dort auch Verantwortung getragen hat, der hat eine sehr konkrete Vorstellung davon, wie Ihr Euch nach alledem jetzt befindet. Mir hat an einer bestimmten Wegkreuzung meines Lebens ein Bekenntnis weitergeholfen: „Petrus aber und Johannes antworteten und sprachen zu ihnen: Urteilt selbst, ob es vor Gott recht ist, dass wir euch mehr gehorchen als Gott.“(Apg. 4,19). Vielleicht hilft Euch das auch weiter..
http://www.philipp-von-hessen.de/bilder ... bel150.jpg - sola skriptura
Liebe Gruße vom Micha aus Berlin :wink:
Zuletzt geändert von maximin am 17.04.2007, 08:52, insgesamt 1-mal geändert.
Der kleine Glaube hat denselben starken Heiland wie der große Glaube...
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Beitragvon 42 » 17.04.2007, 08:51

Einen herzlichen Dank an Anne und Kaplan fuer diese Rubrik. Es faellt mir schwer, Worte zu finden - deswegen schliesse ich mich einfach dem Zitat der beiden an:

"Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit".

Geschwisterliche Gruesse!
MherzlG, 42
(Nein, mein Name ist nicht "NoAvatar")

HABE EHRFURCHT VOR DEM ALTEN UND MUT DAS NEUE FRISCH ZU WAGEN
BLEIB TREU DER EIGENEN NATUR UND TREU DEN MENSCHEN DIE DU LIEBST.
(Grossherzog Ernst Ludwig, Darmstadt)
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Beitragvon Nachdenker » 17.04.2007, 17:29

Ihr lieben Diakone aus Hamburg,

und natürlich auch die, die ihren Amtsauftrag vor kurzem aus gleichem oder ähnlichem Grund abgelegt haben.

Es war sicher keine einfache Entscheidung diesen Weg zu gehen. Es berührt mich zutiefst, wie man mit Euch umgegangen ist. Nach allem, was ich darüber gelesen habe, ist dies nach meiner Ansicht einer Kirche Christi nicht würdig. Ich denke, die handelnden Personen haben in ihrem falschen Eifer gar nicht darüber nachgedacht, was das für Konsequenzen für die gesamte Kirche und ihre Geschwister hat. Die Gräben zwischen den verschiedenen „Lagern“ werden sich immer tiefer ziehen, möglicherweise bis zu einem „Flächenbrand“?

Das Festhalten an Dogmen, den manchmal haarsträubenden Erklärungsversuchen und der sich immer neu windenden Kirchenleitung mit den mangelnden Auslegungsversuchen der heiligen Schrift, führt die NAK wohl in die größte Krise, die diese Kirche (nach Stap Bischoff) jemals erlebt hat. Das schlimme dabei ist, dass man der Kirchenleitung noch nicht einmal Unkenntnis bescheinigen kann. Mittlerweile haben sich schon so viele auch in der Theologie bewanderte hohe Amtsträger in der Kirchenleitung angesammelt, denen man eine hohe Bildungsstufe gewiss nicht absprechen kann und die sich bar jeder Vernunft und Erkenntnis das Ziel und den Weg zurecht legen.

Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass sich das Blatt in dieser Hinsicht doch noch wendet. Allerdings wird diese Hoffnung langsam zu einem Hoffnungsschimmer. Wenn doch endlich ein entscheidender Ruck durch unsere Kirchenleitung gänge......
.....und zwar bevor es ganz und gar zu spät ist.

Mich hat man bis jetzt noch nicht vor solch eine Gewissensprüfung oder sagen wir besser einer „Versagensprüfung“ (im Sinne des Versagens der Kirchenleitung) gestellt. Doch eins ist auch mir klar: Verbiegen lasse ich mich nicht. Ich bin meinem Gott und seinem Sohn Jesus Christus verpflichtet – keinem Menschen, gleich welchen Amtsauftrag er auch besitzt. Ich hoffe, dass ich noch einige Zeit meinen Gottesauftrag ausführen und den mir anvertrauten Geschwistern zur Hilfe sein kann.

Ich wünsche Euch alles Gute in Eurem Auftrag (den Ihr nicht verloren oder abgegeben habt) im Sinn Gottes und Jesu Christi. Den Segen dazu habt Ihr von Gott (über den entsprechenden AT) erhalten. Wie wird an anderer Stelle so treffend gesagt: „Was Gott zusammengefügt hat, kann der Mensch nicht scheiden....“

Steht den Rat- und Trostsuchenden Seelen weiterhin nach Euren persönlichen Möglichkeiten zur Seite. So Mancher mag an Euch aufschauen!

Einen ganz lieben Gruß
Nachdenker
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Beitragvon vigilius peregrinus » 17.04.2007, 18:13

Lieber Nachdenker!

Danke für diesen schönen Beitrag, dem ich mich gerne anschließe.

Ein Christ ist ein freier Mensch, er geht durch alle Lager dieser Welt, nur seinem Herrn gehörig. (Ernst Käsemann) Mehr ist eigentlich auch nicht nötig.

Ebenfalls liebe Grüße nach Hamburg
Vigilius
Vor allem: in necessariis keinen Schritt nachgeben, in dubiis sich nichts anmerken lassen, in omnibus die Pfeife nicht ausgehen lassen. Karl Barth an Eduard Thurneysen, 22.Januar 1922
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Beitragvon egil » 17.04.2007, 18:23

Weil ich glaube, dass manchmal vielleicht doch Zweifel an der eigenen Linie kommen - ein Gruß aus Taizé.

O Lord, hear my prayer, O Lord, hear my prayer
When I call, answer me.
O Lord, hear my prayer, O Lord, hear my prayer,
Come and listen to me.


Mit tiefen, besten Wünschen - Euer Frater Egil
Christ ist erstanden von den Martern allen. Des solln wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein. Kyrieleis.
Wär er nicht erstanden, so wär die Welt vergangen; seit dass er erstanden ist, so freut sich alles was da ist. Kyrieleis.
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Beitragvon Schnauferli » 17.04.2007, 19:09

Hallo ihr Lieben aus Blankenese,

möchte euch erstmal hiermit mein Bedauern ausprechen.
Über die Entscheidung,die gefällt worden ist.
Das ist eine Sache,die mir persönlich sehr leid tut,und die ich auch nicht so ganz verstehen tue.
Weil für mich diese Vorkommnisse ein Bild von unserer Kirche zeigen,das ich so in meinen jungen Leben noch nicht erlebt habe.
Mich betrübt,wie man mit Menschen umgeht,die eine etwas andere Sicht der Dinge haben.Über die Art-und Weise wie
alles abgelaufen ist.
Nicht das man reagiert,sondern wie...
Da ist man drauf und dran zu sagen"Das ist nicht meine Kirche"

Weil ihr den Mut hattet,zu euerer Überzeugung zu stehen,habt ihr meinen vollsten Respekt.
Denn ich bin mir sicher,das ihr mit eurer Überzeugung nicht allein seid.
Weder im Kreis der Amtsträger und der Geschwister.
Nicht das jeder zu euerer Überzeugung stehen muss,
aber ein liebevolles Miteinander,auch bei gegensätzlichen Ansichten,sollte möglich sein.
Dann ist die Kirche,auch wieder meine Kirche.
Ich bin keine Zecke http://www.bvb.de/ ,und das ist auch gut so
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Beitragvon ChristSein » 17.04.2007, 19:27

Ihr lieben Schwestern und Brüder im Herrn in Blankenese,

wer kann wohl mit Euch mitleiden? Nur der und die welche ähnliches erlebt haben. Ich kenne Eure Geschichte nicht und möchte sie im Detail nicht kennen. Brauche ich auch nicht. Warum, weil ich die Regularien kenne, aus eigenem Erleben. Gott und nur er ist mein und Euer Zeuge.
Darum gehe ich auch nicht jetzt bei mir ins Detail.

Aber wer nie göttliches Brot mit Tränen aß, wer nie weinend nachts auf seinem Bette sass, der kennt das nicht.

Wer das nicht am eigenen Leibe erfahren hat, glaubt das nicht und hält vieles einfach nicht für wahr. Und darum Ihr Lieben, Ihr braucht kein Mitleid, wie es Jesus auch nicht brauchte. Aber er und ihr braucht unser Mitleiden und da stehe ich gerne mit vielen an Eurer Seite.
In seiner schwersten Stunde wollte Jesus dass die Seinen bei ihm sind.

Eines wünsche ich Euch, was ich bis heute noch nicht aus vollem Herzen sagen kann, Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun.

Aber habt Ihr für Gott und die Wahrheit gekämpfet, nimmer vergeht was Ihr IHM liebend getan!

Liebe Grüsse
ChristSein
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