Leipziger Allerlei bzgl. Paris

Re: Fürbitte für Paris

Beitragvon a cappella » 16.11.2015, 22:22

"Der NRW"

Lass mich raten, der "neoliberale Wolpertinger"?
Oder der "nichtsnutzige Wotan"?
Oder der "norddeutsche Wummerwandler"?

Übrigens, ich bin so was von nicht NRW, das kannst Du Dir gar nicht vorstellen.

Und jetzt bitte Fürbitte für Paris!
a cappella
 

Re: Fürbitte für Paris

Beitragvon 1800 » 16.11.2015, 22:40

A cappella, die Mitglieder der NAK haben es gerne, zu lügen. Die Sünden werden ja jeden Gottesdienst vergeben. Leider falsch!
Diese Veranstaltung in Paris, ist mal wieder, wie so oft von der USA geplant. Mir tun die Menschen leid, die sterben mussten, um die USA wieder ins rechte Licht zu rücken. Der Retter der Menschheit.
9/11...
war auch nicht anders und der IS ist finanziert von der USA zusammen mit der Bundesregierung.
Wo gehen die deutschen Waffen denn hin?
Bist du so blind, oder tust du nur so?
Ich verstehe die Deutschen nicht.
Genauso, wie ich dich nicht verstehe.
Macht der NAK Glaube wirklich so blind, wie Er mich jahrelang blind gemacht hat?
Das ist alles nur noch krank und deine Einträge hier sind nicht besser.
Du bist Lehrer (in NRW) und bist nicht in der Lage, trotz Studium noch klar zu denken?
Pfui

Übrigens, ich bin so was von nicht NRW, das kannst Du Dir gar nicht vorstellen.

Damit bestätigst du deine Identität. Soll ich jetzt "Lügner" sagen, oder ist das dir unangenehm?
Wo war der Aufschrei von dir und deinen Mitstreitern, wie Gabi und Co. als der Flieger mit 224 Toten der Russischen Maschine abgeschossen wurde? Wo ist der Hilfeschrei um die vielen Menschen, die jeden Tag an Hunger sterben von euch?
Nichts ist zu hören oder zu lesen.
Ich könnte kotzen, wenn ich euch lese!
A cappella, ich bin ein angenehmer Mensch, aber wenn du deine Kommis streust, dich mir nicht unbekannt sind, kann ich zum Tier werden.
Du schämst dich hier nicht, diesen Thread zu versauen mit deinen Kommis. Und ich muss mir dann von dieser ach so tollen toleranten Gabi vorwerfen lassen, dass ich den Thread versaue, weil sie nicht in der Lage ist, den Verursacher ausfindig zumachen.
Ihr beide seid ein Team, dass habe ich kapiert.
Und euer ach so toller Betreiber spielt die Partie mit, bis ich ausflippe. Aber der hat die Rechnung ohne den Wirt gemacht.
Ihr seid beide nicht in der Lage, wirkliche Trauer zu empfinden für die Toten von Paris. Sieht man ja an eueren Einwürfen mir gegenüber. Kopflos und ohne Verstand.
So RZ, handle, du bist doch derjenige, der für Recht zu sorgen hat in diesem Pseudorechtsstaat.
1800
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Re: Fürbitte für Paris

Beitragvon a cappella » 17.11.2015, 13:54

1800,
Deine kranken Auffassungen kannst Du gerne haben.
Dass Du nichts von mir hältst, ist völlig in Ordnung. Ich halte ja auch nichts von Dir.
Aber, ob Du mir das nun glaubst oder nicht, ich lebe und arbeite nicht in NRW, auch wenn Du das noch so oft wiederholst.
Dadurch wird es nicht richtiger, genau wie der ganze andere Mist, den Du schreibst. Auch dieser wird durch Wiederholungen nicht richtiger.
Und dass Du nicht einmal nachvollziehen kannst, wer den ersten Beitrag in diesem Thread off-topic geschrieben hat, zeigt, dass Du wirklich krank bist.

FG, a c.
a cappella
 

Re: Fürbitte für Paris

Beitragvon 1800 » 17.11.2015, 14:26

Ist das alles, was du zu sagen hast?
Keine Argumente mehr, außer, ich sei krank?
Tust mir genauso leid, wie die vielen Toten, auf die du nicht im Ansatz eingehst.
Schämen muss man sich für dich und deine Einstellung.
1800
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Re: Fürbitte für Paris

Beitragvon Heidewolf » 18.11.2015, 14:00

Scheinbar geht es jetzt in der sogenannten 'Lügenpresse' um die Deutungshohheit.
Spannende Geschichte aus dem stürmischen Norden.

http://meedia.de/2015/11/17/fall-matuss ... redakteur/
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Re: Fürbitte für Paris

Beitragvon johnnelsonjun » 18.11.2015, 15:49

Heidewolf hat geschrieben:Scheinbar geht es jetzt in der sogenannten 'Lügenpresse' um die Deutungshohheit.
Spannende Geschichte aus dem stürmischen Norden.

http://meedia.de/2015/11/17/fall-matuss ... redakteur/



Heidewolf et al:

ist das ein Fürbitteanliegen? Offensichtlich wohl nicht! Dann poste das doch bitte in einem anderen Thread. Danke.
Ich habe diesen Thread nicht eröffnet, damit hier der ganz Quatsch aus anderen Threads breitgetreten werden kann, sondern damit die,
die hier Gebete/Gedanken/Anliegen zu Threadthema teilen möchten das tun können.
Aber selbst Gebet für die Opfer von Paris muss noch mit diesem ganzen Politik-Müll verunstaltet werden!

FG,
JNj.
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Re: Fürbitte für Paris

Beitragvon 1800 » 18.11.2015, 17:09

@ johnnelsonjun,

Warum hast du dann wegen dieser Sache keinen Thread aufgemacht?
http://www.n-tv.de/panorama/Russland-ru ... 57911.html
Ach so, und ja nur Russen.
1800
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Re: Fürbitte für Paris

Beitragvon orig.gabi » 18.11.2015, 19:23

Fürbitten

für alle Opfer des Hasses, des Terrors und der Verblendung.


Buß- und Bettag 2015
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe ist,
der bleibt in Gott und Gott in ihm.
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Re: Fürbitte für Paris

Beitragvon Peter B aus E » 18.11.2015, 21:32

@1800,
Ich war entsetzt .
Über das, was in Paris geschah . Ich sah gerade nebenbei Tagesschau 24 - und hielt es Anfänglich für einen Beitrag
für den Beginn einer Wiederholung .

Meine Lebensgefährtin schlief bei geschätzten 60 Toten ein .
Sie erwachte wieder bei geschätzten 120 Toten .

Mich packte durchgängig das Entsetzen - Du kannst Dir sicher sein -
Jeder hier hat ein angemessenes Mitgefühl .

Mancher kann es nicht zeigen ,
mancher hat auch einfach zu viel Respekt - weil er meint
er könne es nicht ( der Situation angemessen ) ausdrücken .
----

Weiterhin bin ich entsetzt - über Deine NAK - Aussagen .
Ich fühle mich frei in dieser Kirche , ich gehe wann ich will - oder mache besseres ( wenn ich das so vermeine ) .

Es ist wichtig , dass Du differenzierst :
Früher - und Heute in der NAK .
Unterscheide bitte zwischen" Lüge" und " vermeintlicher Wahrheit " .

Früher - haben wir , die in der NAK sind - und auch die , welche es mal waren ( also auch Du ! )
etwas anders " vermeint "
also eine andere Ansicht gehabt
als HEUTE .

Das darf unter keinem Umstand als " Lüge " bezeichnet werden , es muss immer als persönlicher Standpunkt respektiert werden .
Damals - wie Heute
ergibt sich ein Standpunkt , sehr individuell .

Allerdings muss respektiert werden -
dass Du damals anders dachtest als heut .

Die individuelle Entwicklung und Gedankengänge von a.c. - kennst Du nicht .

Die Vehemenz , mit der Du zeitweise vorgehst ,
lässt mich folgendes fazitieren :

Du warst früher ein " eifriges Gotteskind " .
Und bist heute das " eifrige Gegenteil " .

Täusche ich mich ?
Wenn Du antworten möchtest ,bitte in einem anderen" Fred " .
---
Zum Thema zurück : Ich wusste von den anderen Vorfällen nichts . Bzw. kamen diese nur als Zahlen bei mir an .
In Paris - war ich quasi von Anfang an ...
mit dabei .

Ob das nun in Ordnung ist , sei dahin gestellt .
Aber , es geht mir viel näher .

Dafür - und dafür , dass ich auf meinem FB - Profil
die französische Fahne als Respekts - Bekundung vor mein Gesicht "gehängt" habe
wurde ich schon ausreichend belöffelt .
Von linken und rechten Spinnern .

Dazu sage ich nichts , ich lasse aber mal
Oliver Kalkofe für mich sprechen :

"Was wirklich traurig ist:
dass nach furchtbaren Ereignissen wie denen in Paris
Menschen zB auf Facebook nicht ihre Anteilnahme auf ihre persönliche Art bekunden können,
ohne dafür zahlreiche Kommentare zu erhalten, dass...
- man ja damit nur zum Mitläufer wird
- man mal lieber genau so bei anderen furchtbaren Ereignissen genau so hätte reagieren sollen
- man mit dem gewählten Bild/Symbol/Text nur seine Naivität und Dummheit beweist
- man generell einfach keine Ahnung hat
- man lieber mal auf den jeweiligen Schreiber hören sollte, der nämlich ganz genau weiß, warum das alles so ist und wie man dagegen vorgehen müsste
- man damit als dreckiger Linker doch nur wieder gegen die armen Pegida-etc-Besorgtbürger Stimmung machen will, die es doch nur als einzige gut meinen für unser Volk
- man eh nur ein doofes Arschloch ist
- man sich als Promi eh nur damit wichtig machen will und deshalb doch einfach die blöde Fresse halten sollte
- man sich als dämlicher Promi doch besser auch anderswo mal viel öfter einschalten sollte als nur gerade jetzt
- man - egal was man gerade wie auch immer tut oder sagt - auf jeden Fall sowieso alles falsch macht, weil man es nämlich ganz anders hätte machen müssen
usw
usw
usw
Was ich nicht verstehe:
sollte nicht jeder bei einem traurigen Ereignis einfach seine Anteilnahme zeigen dürfen, egal auf welche Art, ohne dafür beschimpft zu werden?
Und selbst wenn irgendjemand gerade die gewählte Form nicht als die perfekte Art der Gefühlsbekundung empfindet:
kann man sich in diesem Fall einfach mal still darüber ärgern?
Gebührt den Opfern nicht zumindest der Respekt gezollt,
dass die Hinterbliebenen sich nicht mit Fremden und Passanten lautstark während der Beisetzung über die Ausstattung der Beerdigung streiten müssen?
Woher kommt so viel Wut und Hass,
selbst bei einem Ereignis wie diesem nicht seine Gefühle einfach auf seine persönliche Art zu bekunden,
ohne anderen ihre streitig zu machen oder sich über diese zu beschweren?
Wer hier oder an anderer ähnlicher Stelle pöbelt, mich oder andere beschimpft oder beleidigt, Hetzparolen verbreitet oder die ultimative Wahrheit verkündet -
der hat leider gar nichts verstanden.
Und wird auch - bei aller Liebe zur freien Meinungsäußerung -
gelöscht und gesperrt.
Ich bin einfach nur traurig und fassungslos,
dass selbst wenige Worte der Anteilnahme zu einem unverständlichen Gewaltakt
derart viel verbale Gewalt hervorrufen können,
von Menschen die sich selbst als zivilisiert und intelligent bezeichnen.
Was schlummert da an unterdrücktem Hass und blinder Wut vor all den vielen Tastaturen?
Scheinbar kommt es gar nicht auf den Grund an:
wenn sich die Möglichkeit für einen kleinen Streit gibt,
wird einfach gern zugegriffen.
Prügeln für den Frieden - Hauptsache umsonst.
Die Wut muss ja irgendwie raus und stilles Nachdenken macht Kopfweh.
Wahrscheinlich sind wir Menschen einfach so.
Und das macht mir Angst. " Zitat Ende

freundliche Grüsse
aus E .
Mit Toleranz definiert man die Feigheit,jemand mal ordentlich die Meinung zu geigen ( Rainer Sarkasmus )
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Re: Fürbitte für Paris

Beitragvon Heidewolf » 19.11.2015, 08:30

Irgendwas sträubt sich in mir.

Als ich neulich mit meinem Sohn durch Hannover ging, das Theater am Aegi erstrahlte in der Französischen Nationalfarbe, da kamen wir so drauf zu sprechen.

Wer hier in Europa denkt denn an die Bombenopfer im Libanon, im Irak, in Mumbai und an den anderen vielen Stellen des Terrorismus. An die Flugzeugopfer auf dem Sinai. An Nigeria.

Wo werden da Kerzen angezündet?

Steckt nicht noch in unserer Gesellschaft der alte Rassenhass drin? Oder das Denken in Kategorien, Menschen erster und zweiter Klasse?

Sind wir da nicht alle manipuliert?

Ist es nicht gerade Aufgabe der Kirchen, an einem Umdenken zu arbeiten?

Und natürlich unsere persönliche Aufgabe?
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Re: Fürbitte für Paris

Beitragvon orig.gabi » 19.11.2015, 09:08

Heidewolf,

ich kann dir da nur aus meiner Sicht antworten.Selbstverständlich sind alle Menschenleben gleichwertig. Natürlich ist jedes arabische, afrikanische, israelische,
asiatische, europäische Opfer von Terror, Krieg, Hunger, Elend gleichermaßen beklagenswert. Aber, ich zumindest kann nicht um jedes Opfer auf der Welt
gleichermaßen trauern. Versuchte ich es, würde oder wäre ich längst verrückt. Und leider lassen, zumindest mich, alle diese Horrornachrichten die tagtäglich
auf uns im 24 -Stunden -Takt Jahr um Jahr auf uns einprasseln, demgegenüber gleichgültiger werden, emotional abgestumpfter. Betroffenheit verspüre ich noch oft,
aber sehr ausgeprägt nur noch, wenn die Opfer von Anschlägen oder anderer Katastrophen ein Gesicht erhalten (was sich verständlicherweise genau deswegen Spendensammler und Hilfsorganisationen zu Nutze machen und entsprechend einzelne Menschen und Schicksale herausstellen) oder eben in einer räumlichen Nähe
sind, einem Bereich, den ich aus eigener Anschauung kenne. Im Kleinen ist es ja nicht anders. Lese ich in der Zeitung über ansteigende Einbruchsdelikte in meiner
Stadt, so löst das diese und jene Rückschlüsse und Emotionen aus, die im Laufe weniger Tage wieder verblassen. Es sind anonyme Delikte. Ist jemand aus meinem
direkten Umfeld betroffen, so fällt meine Reaktion völlig anders aus. Die Betroffenheit geht sehr viel tiefer, weckt ganz andere Sorgen oder gar Ängste, aber auch
Solidarität und Hilfsbereitschaft.

Heidewolf, vielleicht geht es dir anders. Vielleicht schaffst du es, die ganze Welt gleichermaßen gerecht zu lieben und zu umarmen, zu bedenken und zu betrauern.
Ich schaffe es nicht, nicht einmal mit Hilfe meines Glaubens. Da vermischen sich viel zu viele Emotionen und gleichzeitig pragmatisch - persönliche Ansichten.

So viel - oder so wenig - nur ganz kurz.Ich muss weg.

Liebe Grüße in einen hoffentlich unbeschwerten Tag

Gabi
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe ist,
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Re: Fürbitte für Paris

Beitragvon Heidewolf » 19.11.2015, 09:38

Liebe gabi, es ist ja eigentlich kein aktuelles Thema. Aber es ist doch irgendwie der Dauerbrenner des christlichen Lebens.

Aber, du sprachst ja eben das Problem an.

ANGST

Wir alle haben diverse Anlässe, für diesen Zustand: Angst
Und dazu kommen auch die Ängste durch Depressionen.

Da die Kirchen sich dem Mainstream weitgehend angeschlossen haben, versuche ich für mich und dann für meine Umgebung, eine Predigt aus dem Evangelium zu finden, die uns die Angst nimmt.
Ich denke, dann kehrt auch Friede ein.

Am Samstag geh ich dann zum Fussballspiel. Ich lass mir keine Angst machen.
Allerdings ist mir das Lachen inzwischen auch etwas vergangen. Aber da vertraue ich auf die Jesuworte, keine Angst zu haben.
Kann man ja sogar rational begründen. Durch den Straßenverkehr kommen viel mehr Menschen um als durch Terrorismus.
Und in den USA sogar ca 30.000 Menschen jährlich durch Schusswaffen.

Trotzdem denke ich, ist es lohnenswert, ähnlich wie bei der Montagsbewegung, still und mit Kerzen jede Woche für den Frieden und gegen Gewalt zu demonstrieren.
Zum Beispiel.
Ich wünsch dir noch einen friedevollen Tag aus dem stürmischen Norden.
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Re: Fürbitte für Paris

Beitragvon orig.gabi » 19.11.2015, 16:51

Heidewolf hat geschrieben:Liebe gabi, es ist ja eigentlich kein aktuelles Thema. Aber es ist doch irgendwie der Dauerbrenner des christlichen Lebens.

Aber, du sprachst ja eben das Problem an.

ANGST

Wir alle haben diverse Anlässe, für diesen Zustand: Angst
Und dazu kommen auch die Ängste durch Depressionen.

Da die Kirchen sich dem Mainstream weitgehend angeschlossen haben, versuche ich für mich und dann für meine Umgebung, eine Predigt aus dem Evangelium zu finden, die uns die Angst nimmt.
Ich denke, dann kehrt auch Friede ein.

Am Samstag geh ich dann zum Fussballspiel. Ich lass mir keine Angst machen.
Allerdings ist mir das Lachen inzwischen auch etwas vergangen. Aber da vertraue ich auf die Jesuworte, keine Angst zu haben.
Kann man ja sogar rational begründen. Durch den Straßenverkehr kommen viel mehr Menschen um als durch Terrorismus.
Und in den USA sogar ca 30.000 Menschen jährlich durch Schusswaffen.

Trotzdem denke ich, ist es lohnenswert, ähnlich wie bei der Montagsbewegung, still und mit Kerzen jede Woche für den Frieden und gegen Gewalt zu demonstrieren.
Zum Beispiel.
Ich wünsch dir noch einen friedevollen Tag aus dem stürmischen Norden.



Lieber Heidewolf,

das Problem, das ich heute Morgen ansprach, war eben nicht die Angst, sondern das (oder mein) Unvermögen auf alle Abscheulichkeiten, den Tod, den Terror,
das Leid in dieser Welt gleichermaßen zu reagieren.Was weit weg ist, fremd, unbekannt, berührt - mich zumindest - teilweise weniger als das naheliegende,
nachvollziehbare. Manches kann ich auch nicht fassen. Ich verstehe z.B. nicht, wie man(n) in weiten Teilen der Welt mit Mädchen und Frauen umgeht.
Z.B.warum selbst Mütter es gut und richtig finden, ihre Töchter beschneiden zu lassen. Wie sie sie mit gerade 13, 14 Jahren an irgendwelche Ehemänner verschachern
könnern. Wie sie ihre noch sehr kleinen Mädchen an fremde Familien als Haussklavin, Kinderbraut oder in Kinderbordelle (Indien, Nepal) verkaufen können.
Warum sie es richtig finden mögen, schwangere ledige junge Mädchen mit dem Tode zu bestrafen und dabei oft genug die eigenen Söhne zu Scharfrichtern werden
lassen. Zum Beispiel. Unbegreiflich.
Ich kann das nicht nachvollziehen. Wenn ich beginne darüber nachzudenken, ergreift mich das blanke Grauen. Aber dennoch darf ich diese Frauen, Mütter, nicht
verdammen, dämonisieren. Sie werden ihre Gründe haben, durch kulturelle Prägung und Sozialisation bedingt. Ich kann sogar ein gewisses Verständnis entwickeln,
wenn ich die Hintergründe kenne und durchleuchte. Was mir nicht gelingt ist es, diese Unterschiede menschlichen Verhaltens zu leugnen und zu kaschieren, schön
zu reden.
Diese weltfremden Sprüche wie :"Alle Mütter lieben ihre Kinder ... jede Mutter empfindet dasselbe ... keine Mutter würde ..." und die damit oft einhergehenden
Appelle, wie man gefälligst jegliche unverständliche Kulturhandlung beschwichtigen und verdrehen soll, bis sie einem ins eigenen Raster passt und damit der
eigenen Logik genehm wird, wird mir unverständlich bleiben. Und daher betrachte ich vieles inzwischen lieber mit einem gewissen Abstand. Lasse es nicht freiwillig
allzunah an mich heran.
Für mich ein probates Mittel gegen Angst.Ich gehöre nicht zu den sonderlich ängstlichen Zeitgenossen. Mir ist bewusst, auch mein Leben ist endlich.
Ich weiß nicht wie und wann es enden wird.
Das Annehmen dieser Erkenntnis lieber Heidewolf, bedeutet für mich eine ungeheuere Beruhigung. Stärkt meinen Glauben an Gottes Gnade und Gerechtigkeit.
Es kann uns alle jederzeit treffen und betreffen, völlig unabhängig von Status und Alter. Jenseits von Ängsten oder Schwarzmalereien.Ein klarer Blick auf ganz
nachvollziehbare Risiken ohne Selbstüberschätzung reicht.
Und genau diese Einsicht stärkt das Bedürfnis, die Welt und ihre Grenzen und Möglichkeiten möglichst realistisch zu betrachten. Zu fordern. Abzulehnen.
Verantwortung zu tragen.Genauer hinzuschauen, weder mit einer rosaroten noch mit einer rabenschwarzen Brille auf der Nase ...

Genieß` dein Fußballspiel. Gott wird bei dir sein. Überall auf deinen Wegen.
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe ist,
der bleibt in Gott und Gott in ihm.
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Re: Fürbitte für Paris

Beitragvon eric » 19.11.2015, 16:58

Ich gestehe, das mich die Geschenisse in Paris seltsam unberührt lassen. Das irrietiert und beunruhigt mich in gewisser Weise. Alle sind so betroffen oder tun zumindestens so. Ich nehme es es als eine weitere Nachricht aus dem täglichen Irrsinn aus der Welt hin.

Bitte nicht falsch verstehen, mir tun die Menschen, die dort zu Schaden gekommen sind leid, gleichso deren Angehörige.

Allerdings kann man nicht beeinflussen, wann man berührt wird. Herr 1800 hält alle die, die um die Terroropfer von Paris trauern für Heuchler, weil sie nicht genauso um die Opfer des Flugzeugabsturzes über dem Sinai trauern. Das ist gelinde gesagt Schwachsinn (logisch - nicht medizinisch). Denn wo hört man auf? Ist er genauso betroffen über Opfer z.B.im Irak oder in Nigeria?

http://de.statista.com/statistik/daten/ ... -laendern/

In 2014 sind im Irak z.B. 9.929 (!!) Menschen bei Terroranschlägen ums Leben gekommen. Es ist mir nicht aufgefallen, das darüber besondere Betroffenheit herrschte. Im Gegenteil, man nennt die Menschen, die davor fliehen Invasoren, Scheinasylanten und Wirtschaftsschmarozer. Ich möchte aus diesem Zusammenhang KEINE Rückschlüsse auf andere Diskussionen ziehen weil dieses Thema einfach zu komplex ist, ich konstatiere nur bei jemanden, der Heuchelei vorwirft eine kaltherzige Abgebrühtheit.

Die Boko Haram war mit Abstand die effektivste Terrororganisation in 2014:

http://de.statista.com/statistik/daten/ ... isationen/

Ich bete immer noch für die entführten Mädchen in Nigeria. Ist schon lange aus den Schlagzeilen verschwunden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Massenent ... innen_2014
Und die ach so betroffenen Twitterhashtags haben wenig bewirkt. Die Mädchen sind immer noch versklavt, zwangsverheiratet oder schon tot.

Mich berührt diese alte Geschichte noch immer viel mehr als dies derzeit Paris tut und ich muss immer wieder an sie und deren Eltern denken. Ich weiß auch nicht warum. Vielleicht, weil ich eine Tochter in diesem Alter habe und überlege, wie ich mich als Vater fühlen würde. Und ob ich Trost im Glauben finden würde. Und vergeben könnte. Und überlege, ob der Tod nicht manchmal barmherziger sein kann.

Was mich allerdings ernsthaft wütend macht ist die verlogene "Betroffenheit", die die Nachrichten innerhalb von Stunden für ihre eigene Agenda nutzen ohne auch nur genaue Kenntnisse zu haben. Herr Söder, Herr Matussek sind in der Öffentlichkeit ein Beispiel für dieses erbärmliche Verhalten (Herr Matussek war wenigstens so ehrlich und hat ein Smilie gesetzt, die anderen verbergen ihr Triumphgefühl hinter "Besorgnis" ), hier in diesem Forum hat es keine zwei Stunden gedauert, bis das dieses abgrundtief zynische Verhalten zu beobachten war.
Diese Leute unterscheiden sich in meinen Augen nicht vom Triumphgeheul der IS-Sympatisanten.

Und von solchen Leuten lasse ich mir nicht vorschreiben, ob und wie ich zu trauern habe.

http://www.spiegel.de/kultur/gesellscha ... 63607.html

eric
"Die Idee der freien Entfaltung der Persönlichkeit scheint ausgezeichnet, solange man nicht auf Individuen stößt, deren Persönlichkeit sich frei entfaltet hat."

Nicolás Gómez Dávila
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