Hirntod ist NICHT gleich tot!?


Re: Hirntod ist NICHT gleich tot!?

Beitragvon Reichling » 26.02.2016, 11:01

In Deutschland ist es zumindest so. Ich weiß nicht, wie es in anderen Ländern ist. Sollte jemand, bei dem der Hirntod festgestellt wird, als Organspender infrage kommen, muss der Hirntod von zwei Ärzten unabhängig voneinander diagnostiziert werden. Und diese Ärzte dürfen mit der Transplantation nicht das Geringste zu tun haben.

Als Spender kommen in der Regel Unfallopfer mit schwersten Kopfverletzungen infrage. Man prüft dabei nicht nur, ob das EEG noch Hirnströme zeigt, sondern auch, ob das Gehirn überhaupt noch mit Blut versorgt wird. Der Kreislauf würde in kurzer Zeit zusammenbrechen. Ein Überleben wäre also nicht möglich. Der Zusammenbruch des Kreislaufs wird durch Geräte aufgehalten. Der Verunglückte ist dann praktisch eine Leiche, deren Kreislauf und Versorgung wichtiger Organe nur noch durch Maschinen aufrecht erhalten wird.

Aber jetzt zur Frage, wann ist der Mensch tot? Früher wurde jemand mit Atemstillstand für tot gehalten. Die Erfahrung lehrte aber, dass dies nicht unbedingt der Fall ist. Dann machte man den Tod auf Stillstand des Kreislaufes fest. Bei rechtzeitiger Hilfe kann man diesen Stillstand durch manuelle Maßnahmen (Herz-Lungen-Wiederbelebung) kompensieren, die heute in jedem Erste-Hilfe-Kurs für Führerscheinbewerber gelehrt wird. Oft liegt Herzkammerflimmern vor, das einem Kreislaufstillstand gleichkommt. Diese kann mit der Defibrillation abgewandt werden. Inzwischen stehen entsprechende Geräte zur Verfügung, die von jedem Laien angewendet werden können.

Auch wenn das Herz still steht und der Hirntod nachgewiesen ist, der Mensch besteht aus rund 50 Billionen Zellen. Und nciht alle Zellen sterben sofort. Es gibt Körperzellen, die den Tod noch tagelang überdauern. Aber lebt der Mensch dann noch, wenn einige seiner Zellen noch am Leben sind?
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Re: Hirntod ist NICHT gleich tot!?

Beitragvon Peter B aus E » 28.02.2016, 21:14

@ Reichling,
lies Dir mal bitte die vorangeschriebenen Beiträge durch , da sind Deine Fragen schon beantwortet .
Es wird Dir dabei auffallen ,
dass es Einen im Forum gibt .

Welcher schon gelegentlich geöffnet und " Nachgeschaut " hat .
---

Für das Forum hier gilt :
Du erkennst es an den Beiträgen .
Ausnahme ist...

Man ist selbst Betroffener :(

Entspannte Grüsse
aus E .
von Peter B.
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Re: Hirntod ist NICHT gleich tot!?

Beitragvon 1800 » 28.02.2016, 22:01

Peter, er kommt halt hier rein, macht sich wichtig im Thema BRD und meint, er wisse Bescheid.
Leider weiß der gar nichts, sowohl als auch und die Beantwortung der Fragen, die an Ihn gestellt werden, ignoriert er gewissentlich.
Zugelassener Troll der Adminsistration? Ich bin davon überzeugt.
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Re: Hirntod ist NICHT gleich tot!?

Beitragvon a cappella » 28.02.2016, 22:22

Reichling macht auf alle hier mit Sicherheit einen sehr viel kompetenteren Eindruck als Du.
Was jetzt?
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Re: Hirntod ist NICHT gleich tot!?

Beitragvon Hanz » 29.02.2016, 21:36

Stellungnahme des Deutschen Ethikrates
"Hirntod und Entscheidung zur Organspende"
Nicht ganz leicht zu lesen, aber hochinteressant: Kapital 3 und 4
Todesverständnis, Todeskriterien, Feststellung des Todes
Auch die Kritiker des Hirntodkonzepts im Ethikrat kommen ausführlich zu Wort.
http://www.ethikrat.org/dateien/pdf/ste ... spende.pdf
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Re: Hirntod ist NICHT gleich tot!?

Beitragvon Sonia » 09.05.2016, 06:35

Super Artikel - hier ist das Rezept:
Alle schlauklingenden Wörter rund um Hirntod aufschreiben, kräftig verrühren, in artikelgeeignete Sätze füllen und fertig ist der Bioquark. Guten Appetit!
:?
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Re: Hirntod ist NICHT gleich tot!?

Beitragvon Holytux » 09.05.2016, 07:18

Genau!
Das nennt sich auch: FAKTEN FAKTEN FAKTEN !

:mrgreen:
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Re: Hirntod ist NICHT gleich tot!?

Beitragvon johnnelsonjun » 11.05.2016, 09:52

Sonia hat geschrieben:Super Artikel - hier ist das Rezept:
Alle schlauklingenden Wörter rund um Hirntod aufschreiben, kräftig verrühren, in artikelgeeignete Sätze füllen und fertig ist der Bioquark. Guten Appetit!
:?


Mit dem gleichnamigen Milchprodukt hat "Bioquark" nicht zu tun, der Name soll wohl eine Ähnlichkeit zu den bekannten physikalischenQuarks anklingen lassen.

Das die Berichterstattung des Focus bekanntermßen sehr komprimiert ist (es gab nur diesen einen deutschen, hingegen aber zahllose englischsprachige und da auch ausführlichere Artikel im Netz),macht mir weniger Sorgen als der Gedanke, dass - vorausgesetzt die Entwicklung einer entsprechenden medizinische Therapie wäre erfolgreich - diese in der Hand einer asuf Gewinn ausgerichteten Firma liegen würde.
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Re: Hirntod ist NICHT gleich tot!?

Beitragvon Sonia » 11.05.2016, 10:25

Womöglich gibt es da schon Wartelisten. Einfrieren und im Jahre XY wieder auftauen lassen und weiterleben ist ja offenbar auch ein Markt. 8)

Der Gedanke, dass sich eines Tages nur finanzkräftige Hirntote wiedererwecken lassen können, raubt mir ehrlich gesagt keinen Schlaf. Wenn es überhaupt dazu kommen wird, ist "nicht mehr tot" noch lange kein akzeptables Ergebnis für den Betroffenen, und wer sich den Versuch dann kaufen will und kann, bitte schön...
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Re: Hirntod ist NICHT gleich tot!?

Beitragvon 1800 » 11.05.2016, 23:08

Holytux hat geschrieben:Genau!
Das nennt sich auch: FAKTEN FAKTEN FAKTEN !

:mrgreen:

Tja Holytux,
die kannst du nicht liefern, egal ob hier, oder im Problem der BRiD.
Und nun?
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