Gottesdienst am 12./13.12.2007

Gottesdienst am 12./13.12.2007

Beitragvon DH » 28.11.2007, 14:02

Eph. 3, 14-17:
Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater, der der rechte Vater ist über alles, was da Kinder heißt im Himmel und auf Erden, dass er euch Kraft gebe nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, stark zu werden durch seinen Geist an dem inwendigen Menschen, dass Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne und ihr in der Liebe eingewurzelt und gegründet seid.


Die Predigtvorbereitung geschieht nach Art des Brainstorming; d.h. jeder kann hier konstruktive Gedanken und Anregungen für die Predigt hinterlassen.

Eine Diskussion der einzelnen Ideen und Beiträge erfolgt unter REFLEXION.
Nur wer in der NAK ist, kann zu ihrer Veränderung beitragen.
DH
 
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Beitragvon philippus » 09.12.2007, 19:28

Deshalb beuge ich meine Knie vor der schöpferischen Kraft, die jedes Volk im Himmel und auf Erden benannt hat. Gott möge euch entsprechend dem Reichtum seiner Ehre geben, dass ihr mit Kraft durch Gottes Geist im Innern gestärkt werdet, dass Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne, in Liebe verwurzelt und begründet,
Eph. 3, 14-17 ind der Bibel in gerechter Sprache


Paulus betet für die Epheser

Paulus betet dafür, dass seine Leser in ihrem Glauben gestärkt werden und Jesus in ihren Herzen Wohnung nimmt. Dass sie die ganze Weite der Liebe Gottes erkennen mögen – die auch den jämmerlichsten Sünder erreicht und die grimmigsten Feinde versöhnt. Paulus fleht darum, dass sie mit Gott selbst erfüllt sein mögen – um vollkommen zu werden, so wie Gott vollkommen ist.
All das kann Gott tun. Sein Werk in uns ist nicht auf die Dinge beschränkt, für die wir bitten und die wir uns vorstellen können. Er wirkt in uns, um unser Wachstum im Glauben zu fördern und Veränderung zu schenken. Er will uns und seiner weltweiten Gemeinde eine Herrlichkeit geben, die nie verblassen oder aufhören wird.
Paulus beendet sein Gebet mit einem wunderschönen Lob der Macht Gottes. Gottes Pläne sind nicht durch unsere halbherzigen Gebete oder unsere beschränkte Vorstellungskraft begrenzt. Gott wirkt in unserem Leben mit derselben Macht, mit der er Jesus vom Tode auferweckt hat. Paulus zweifelt nicht daran, dass die Gemeinde durch Gottes gewaltige Macht in den kommenden Generationen weiter wachsen und blühen wird.
zu Epheser 3,14-21 in Das Grosse Buch zur Bibel von A.Knowles


Im griechischen Text von V.14.15 steht ein Wortspiel, das im Deutschen schwer wiederzugeben ist: „… vor dem Vater, von dem jede Vaterschaft (= Sippe, Geschlecht) im himmlischen Bereich und auf Erden benannt wird“. Die Fürbitte richtet sich an den, der alle menschlichen Geschlechter und auch alle Arten von überirdischen Mächten und Gewalten geschaffen und durch ihre Benennung zu seinem Dienst berufen hat. Der inwendige Mensch (V.16) ist das Innerste des Menschen, das Zentrum seiner Person, sein „Herz“, das sein Wollen und Fühlen bestimmt und offen ist für Gottes Einwirken durch seinen Geist (vgl. Rö.7,22; 2.Kor.4,16).
Kommentar aus der Stuttgarter Erklärungsbibel zu Epheser 4,14-17

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Darum beuge ich meine Knie vor dem Vater, in dem alle Vaterschaft in den Himmeln und auf Erden ihren Ursprung hat. Meine Bitte ist, er möge euch durch seinen Geist nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit innerlich so stark werden lassen, dass Christus durch den Glauben in euren Herzen Wohnung nehmen kann und ihr in der Liebe einen festen Lebensgrund habt.
Epheser 3,14-17 in der Bruns-Bibel

Nur mit Ehrfurcht kann man auf einzelne wichtige Züge dieses Gebets hinweisen: Paulus betet kniend. Er spricht mit dem Vater Jesu Christi, er denkt an alle Geschlechter und Völker. Er betet nicht um äußere Gaben und Güter, vielmehr um den Blick auf den Reichtum Gottes und seine unbegreifliche Liebe. Er betet so, dass er dabei wie von selbst in die Anbetung hineinkommt: Gott hat noch viel mehr, als wir ahnen.
Kommentar von Bruns zu Eph.3,14-21

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14.15 Die Worte, mit denen diese Verse beginnen, schließen an V.1 an, den sie abrunden. Das Vatersein Gottes ist Urbild jeden Familienlebens, as eigentliche Wesen der Vaterschaft Gottes geht aus diesem Zusammenhang jedoch nicht klar hervor. Die jüd. Literatur spricht von zwei Aspekten der Vaterschaft Gottes: die „obere Familie“, d.h. die Engelwelt (so könnt man was da Kinder heißt im Himmel erklären) und „unsere Familie“, d.h. Israel. Auf diesem Hintergrund ist wohl „auf Erden“ zu verstehen. Paulus nimmt hier also eine stolze jüdische Selbstbezeichnung auf, interpretiert sie jedoch neu im Licht von V.2,18. In der Gemeinschaft der Kirche gehören sowohl Juden als auch Heiden zu Gottes Familie.
16.17 Diese Bitte hat einen doppelten Inhalt: a. die Bitte um die Kraft des Geistes, die Paulus zur Stärkung des inneren Lebens der Christen, besonders in Anfechtungen, erbittet (vgl. Phil.1,19; Kol.1,11; 2.Kor.4,16); b. die Bitte, dass Christus ins Herz der Gläubigen einziehen möge. Die beiden Verben – stark zu werden und wohnen – stehen parallel, es besteht also kein großer Unterschied zwischen dem Wirken des Geistes im Inneren des Menschen und dem Wohnen Christi im Herzen. Dass Christus in seinem Herzen wohnen will, bedeutet für den Christen die Zusicherung innerer Kraft (Phil.4.13). Das Gebet des Apostels spricht von Konsequenzen, die Paulus mit Bildern beschreibt, die auch in Eph.2.21 und Kol.2.7 vorkommen. Eingewurzelt ist ein Begriff aus dem Gartenbau, der die sichere Verankerung der Pflanzen im Boden beschreibt; gegründet ist entlehnt aus der Sprache der Architektur und bezeichnet die feste Grundlage, auf der ein Bauwerk errichtet wird. Die Liebe ist beides: guter Boden und fester Grund.
aus dem Kommentar zu Bibel von Guthrie/Motyer

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Der ganze Satz in der Interlinearübersetzung nach Dietzfelbinger:

Deswegen beuge ich meine Knie vor dem Vater, nach dem jede Vaterschaft in (den) Himmeln und auf Erden genannt wird, dass er gebe euch nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, mit kraft gestärkt zu werden durch seinen Geist am inneren Menschen, (dass) wohne Christus durch den Glauben in euren Herzen, in (der) Liebe (ihr) festgewurzelt und gegründet, damit ihr imstande seid, zu begreifen mit allen Heiligen, was (ist) die Breite und Länge und Höhe Tiefe, und zu erkennen die die Erkenntnis überragende Liebe Christi, damit ihr erfüllt werdet hin zu der ganzen Fülle Gottes.
Epheser 3,14-19

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Darum knie ich vor Gott nieder und bete zu ihm. Er ist der Vater, der alle Wesen in der himmlischen und in der irdischen Welt beim Namen gerufen hat und am Leben erhält. Ich bitte ihn, dass er euch aus dem Reichtum seiner Herrlichkeit beschenkt und euch durch seinen Geist innerlich stark macht. Ich bitte ihn, dass Christus durch den Glauben in euch lebt und ihr fest in seiner Liebe wurzelt und auf sie gegründet seid.
Epheser 3,14-17 in der GuteNachrichtBibel
philippus
 
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Beitragvon philippus » 10.12.2007, 18:02

Nachtrag:

Darum also beuge ich meine Knie vor dem Vater, von dem jeder seinen Namen hat und seine Würde, der sich im Himmel oder auf der Erde einen Vater nennt. Ich bitte für euch, dass ihr stark werdet am inneren Menschen, dass sein heiliger Geist euch Klarheit gebe. Er kann es tun. Sein Reichtum erschöpft sich nicht. Ich bitte für euch, dass Christus in euren Herzen wohne und dass euer Glaube durch ihn stark und frei und die Liebe der Wurzelboden werde für euer ganzes Leben, so dass ihr fähig werden möchtet, mit allen Gliedern der Kirche zusammen zu begreifen, wie unübersehbar weit das Geheimnis Gottes ist, wie unersteiglich hoch,wie unergründlich tief und fähig, die Liebe Christi, die zu hoch und zu unbegreiflich ist auchfür den stärksten Menschengeist, zu erfassen.
Epheser 3,14-19 in der Version von J.Zink
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