Gottesdienst am 7./8.11.2007

Gottesdienst am 7./8.11.2007

Beitragvon DH » 12.09.2007, 22:53

Überschrift in den Leitgedanken: Entscheidung für Christus!

Joh. 6, 68:
Da antwortete ihm Simon Petrus: Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.


Die Predigtvorbereitung geschieht nach Art des Brainstorming; d.h. jeder kann hier konstruktive Gedanken und Anregungen für die Predigt hinterlassen.

Eine Diskussion der einzelnen Ideen und Beiträge erfolgt unter REFLEXION.
Nur wer in der NAK ist, kann zu ihrer Veränderung beitragen.
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Beitragvon maranatha » 06.11.2007, 21:55

Johannes 6,99-71

In der Entscheidung gestellt

»Wollt auch ihr weggehen?« Der so genannte »Galiläische Frühling« in der Wirksamkeit Jesu geht zu Ende. Von nun an läuft alles der letzten Entscheidung in Jerusalem entgegen. Jesus scheut sich nicht, die Jünger mit der Frage nach dem Entweder-Oder zu konfrontieren. Man hätte diese Frage – »Wollt ihr glauben oder nicht, wollt ihr mit mir gehen oder nicht?« – ja auch im Halbdunkel, im Unklaren lassen können. Doch davon ist keine Rede! Die Frage, die zur Entscheidung zwingt, führt zum Neinsagen und Unglauben, für die anderen aber, die sich für ihn entschieden haben, ist die Frage eine große Chance. Denn Entscheidungen führen das Leben in eine größere Tiefe und verleihen ihm Gewicht. Jede neue Entscheidung für Jesus Christus lässt den Glauben tiefer und stärker werden. Deshalb müssen solche Entscheidungen sein, denn sie dienen dem inneren persönlichen Wachstum. Freilich, es ist uns fast zur Normalität geworden, uns um solche Entscheidungen herumzudrücken. Diese billige Haltung des Alles-auf-sich-beruhen-Lassens, die es weder mehr zu einem klaren »Ja«, noch zu einem »Nein« bringt, sondern nur noch ein gequetschtes »Jein« oder verdrießliches »Ja, aber« kennt, ist weit verbreitet. Aber das Leben lässt solche Entscheidungsverweigerung nicht zu. Es stellt uns immer wieder in Situationen, wo wir ganz deutlich die Frage spüren: »Wollt auch ihr weggehen?« Und dann muss ich entscheiden! Geben wir uns keiner Täuschung hin – nur der wird in Zukunft Christi bleiben, der dieses Glaubens-Ja immer wieder zu sagen bereit ist und es in seiner Lebenshaltung verwirklicht. Wir dürfen dieses »Ja« voll Vertrauen wagen und in der beglückenden Gewissheit, dass dieses »Ja« voll vertrauen wagen und in der beglückenden Gewissheit, dass derjenige, der zu Jesus Christus hält, auch von ihm gehalten wird. Ja, diese Hoffnung darf uns auch dort noch erfüllen, wo das »Ja« zu Gott und seinem Willen schwierig wird und einem Absturz in Bodenlose zu gleichen scheint. Denn auch da noch fällt der, der zu Gottes unbegreiflichem Willen »Ja« sagt, nicht in Leere, sondern in Gottes liebende Hände.
MARTIN SCHNIRTSHAUSER

Lehre uns, Herr, deinen Willen zu tun. Du lehrst uns in Freiheit zu leben. Dein Wort, Herr, zeigt uns den Weg.

(aus: Mit der Bibel durch das Jahr – 2006 – Ökumenische Bibelauslegungen von Ulrich Fischer, Maria Jespen, Walter Klaiber, Axel Noak Paul-Werner Scheele u. Joachim Wanke – Kreuz Verlag u. Verlag Katholisches Bibelwerk – S.209 – für den 28.Juli)
Gott des Aufbruchs, sei mit mir unterwegs zu mir selbst, zu den Menschen, zu dir.
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Beitragvon ChristSein » 07.11.2007, 17:42

Da antwortete ihm Simon Petrus: Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.
Joh. 6, 68

Ihr Lieben Alle,

Jesus befand sich hier in seiner bisher grössten Vertrauenskrise, viele seine Jünger verstanden in nicht mehr und liefen einfach weg und ärgerten sich.
Es ging doch um seinen Auftrag den ihm sein Vater aufgetragen hatte den er zu erfüllen bereit war.
Und das war etwas was ihn nicht ruhen liess und nun gingen viele fort und entzogen ihm letztlich ihr Vertrauen, das er jetzt so dringend brauchte.

Nun musste eine Entscheidung fallen, Jesus stellte den noch verbleibenden 12 Kernjüngern die Vertrauensfrage, er ging jetzt aufs Ganze.
Wollt ihr auch gehen? Nein sie blieben bei ihm und Petrus sprach für sie. - W i r -
Hier gebraucht Johannes nun beide Namen des Fischers Kephas, so wie in später Paulus nannte.
Johannes bezeugte dies - Simon und Petrus. Seinen bürgerlichen Namen Simon der Fischer und den Namen den ihm Jesus gab, Petrus der Fels. Der Glauben war nicht an der Oberfläche geblieben er ging hinein in das natürliche und geistige Leben, so wie der Herr es will. Und Petrus erkannte, es ging um alles, es ging um das ewige Leben.

Jesus hatte zuvor deutlich von dem gesprochen was ihn erwartet und auch denen eventuell bevorstand die ihm nachfolgten.
Das war Jesus wichtig, seinen Leib essen, das heisst sein Wesen, sein Denken sein Tun, in sich aufnehmen, sein Blut trinken, auch vergiessen um seinetwillen wenn es sein muss.

Solche Menschen und keine Funktionsträger brauchte Jesus, daher die Frage.

Viele gläubige Menschen haben in den 2000 Jahren Christentum sein Blut getrunken und sein Fleisch gegessen. Sie starben wenn es sein mußte für ihn.
Sie biederten sich nicht an um schändlichen Gewinnes willen...
Das meinte der Herr. Keine Sonntagsreden halten, sondern dorthin zu gehen wo er auch hinging.
Wo stieg Jesus ab, wo wohnte er, wo kehrte er ein, für was und w i e lebte er?

Und da gibt es leider gerade bei den Wortverkündigern unserer Tage gravierende Unterschiede und Abstriche zu Jesus Christus.
Sie halten viel von sich, lassen sich grüssen und sitzen an den Tischen obenan. Stellen sich und ihre für sie wichtige Leistung permanent in den Mittelpunkt.

Jesus stellt daher an Dich und mich heute die ernste Frage, willst du wie viele innerlich von mir gehen? Und da meinte er keine Kirche, oder Organisation sondern sich selbst.
Nehmen wir unser Kreuz auf uns und folgen ihm nach, wo das Lamm Jesus Christus hinging, dann dürfen wir eines Tages bei ihm sein wo er jetzt ist.
Beim Vater, dort ist das ewige Leben.

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