Gottesdienst am 17./18.10.2007

Gottesdienst am 17./18.10.2007

Beitragvon DH » 01.08.2007, 21:59

Überschrift in den Leitgedanken: ... durch die enge Pforte

Luk. 13, aus 23.24:
Es sprach aber einer zu ihm: Herr, meinst du, dass nur wenige selig werden? Er aber sprach zu ihnen: Ringt darum, dass ihr durch die enge Pforte hineingeht.


Die Predigtvorbereitung geschieht nach Art des Brainstorming; d.h. jeder kann hier konstruktive Gedanken und Anregungen für die Predigt hinterlassen.

Eine Diskussion der einzelnen Ideen und Beiträge erfolgt unter REFLEXION.
Nur wer in der NAK ist, kann zu ihrer Veränderung beitragen.
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Beitragvon philippus » 16.10.2007, 15:13

Luk. 13, aus 23.24:
Es sprach aber einer zu ihm: Herr, meinst du, dass nur wenige selig werden? Er aber sprach zu ihnen: Ringt darum, dass ihr durch die enge Pforte hineingeht.


Aus der ‚Lutherbibel erklärt’ zu Lukas 13,23.24:

23 Auf die Frage, ob es wenige (viele oder alle) sind, die gerettet werden, antwortet Jesus im Grund mit einer Gegenfrage: Ob ihr selig werdet, das ist die Frage. 24 Ringt darum, dass ihr hineingeht: Matth.7,13; Phil.7,12. Die enge Pforte ist Jesus.


Es sprach aber jemand zu ihm: Herr, sind es wenige, die gerettet werden? Er aber sprach zu ihnen: Ringt danach, durch die enge Pforte einzugehen; denn viele, sage ich euch, werden hineinzugehen suchen und werden es nicht können.
(Lk.13,23.24 in der Elberfelder Studienbibel)


Wer wird gerettet?

Jesus beschreibt die aktuelle Lage: Es ist, als stünde eine Tür offen, durch die Gottes Familie sein Haus betreten kann. Die Tür ist schmal, um alle Habgierigen, Stolzen und Scheinheiligen auszusperren; eines Tages wird Gott sie ganz verschließen. Jesus sagt frei heraus, dass die Juden nicht von ihrer automatischen Rettung. Sie müssen umkehren. Einige nichtjüdische Gläubige werden vor ihnen zum Festmahl des Messias gehen.
(Zu Lk.13,22-30 in ‚Das Grosse Buch zur Bibel’, A.Knowles)


Unterwegs fragte ihn jemand: „Herr, sind es wirklich nur wenige, die gerettet werden?“ Jesus antwortete: „Kämpft mit ganzem Ernst darum, dass ihr durch die enge Tür hineinkommt! Denn ich sage euch: Viele werden es versuchen, es wird ihnen nicht gelingen.“
(Lukas 13,23.24 in der Brunsbibel)

Kommentar von Bruns zu Lk.13,22-30: Es gibt ein „Zu spät“

Jesus gibt auf eine vielleicht nur aus Neugier an ihn gerichtete Frage eine weit in die Zukunft reichende Antwort: Es wird die große Gerichtszeit kommen, in der das unbußfertige Israel von der Königsherrschaft ausgeschlossen wird, während viele aus der „Welt der Nationen“ hineinkommen. Dann wird alle Berufung auf die Zugehörigkeit zum „auserwählten Volk“ nichts nützen. Es wird ein unerwarteter Wechsel eintreten: Israel war zuerst gerufen, hat aber nicht gehört, sondern weiter „Unrecht getan“, d.h. abgelehnt und den Messias zurückgewiesen. Zu den Heiden kam die Botschaft zuletzt, aber viele von ihnen werden als Erste hineinkommen. Darum mahnt Jesus: Kämpft gleichsam bis zum letzten darum, dass ihr mit heiliger Entschiedenheit den Durchgang durch die enge Tür geradezu erstürmt. (vgl. Lk.16,16)!


Einmal fragte ihn jemand: „Herr, werden nur wenige gerettet?“ Jesus antwortete: „Die Tür zu Gottes neuer Welt ist eng; kämpft darum, dass ihr Einlass findet! Denn viele, sage ich euch, werden sich am Ende darum bemühen, aber es nicht mehr schaffen.“
(Lk.13,23.24 in der Gute Nachricht Bibel)

Vers 22 erinnert an die Grundsituation, die seit 9.51 gegeben ist (Weg nach Jerusalem). Zugleich markiert der Vers den Beginn eines neuen Abschnitts, in dem auch eine andere Thematik in den Vordergrund treten wird. Es geht um die Chancen der Rettung im Gericht und des Zugangs der ewigen Vollendung im Reich Gottes, für die wiederholt das Bild vom himmlischen Festmahl herangezogen wird (vgl. V.25-30; 14,1-24; der Abschnitt mit dieser Thematik reicht bis 17,10). Das Thema legt sich nahe nach den Worten in V.3.5.6-9 einerseits und der positiven Aussage vom universalen Wachstum des Gottesreiches in V.18-21 andererseits. – Die theoretische und allgemeine Frage von V.23 erhält mit V.24 eine praktische, den Frager direkt betreffende und zu entschlossenem Handeln drängende Antwort (vgl. 10,29-37). Sie deckt sich mit Mt.7,13.14. Zu Ringt darum (wörtl. „Kämpft“) vgl. 1.Kor.9,25; 1.Tim.6,12; Hebr.12,1.
(Erklärung zu Lk.13,22.23.24 in der Stuttgarter Erklärungsbibel)


Es sagte aber jemand zu ihm: Herr, sind es nur wenige, die gerettet Werdenden? Er aber sagte zu ihnen: Kämpft (darum), hineinzugehen durch die enge Tür, weil viele, sage ich euch, suchen werden, hineinzugehen und nicht stark sein werden (=können werden).
(Lk.13,23.24 in der Interlinearübersetzung nach Dietzfelbinger)


Von der engen Pforte und der verschlossenen Tür
(vgl. Mt.7,13ff; 22f; 8,11f)

Die Erwähnung Jerusalems, wo Jesus später gekreuzigt wurde, erinnert unvermittelt an den Gesamtkontext des Evangeliums. Je näher Jesus dieser Stadt kam, desto größer wurden die Hoffnungen seiner Nachfolger. Von daher erklärt sich auch die Frage, ob viele Menschen selig werden, d.h. in Gottes himmlisches Reich eingehen. Die orthodoxe Antwort auf diese Frage lautete, dass alle Juden – ausgenommen natürlich besonders schlimme Sünder und Ketzer – aufgenommen werden würden. Jesus verweigerte aber die Antwort auf diese spekulative Frage und führt zum eigentlichen Kern der Sache hin: Es ist weit wichtiger, Gewissheit der eigenen Errettung zu haben, als die Anzahl der Erretteten zu kennen. Das Reich gleicht einem Haus mit einer engen Tür, durch die nicht alle hindurch kommen, weil sie sich in falscher Weise bemühen (vgl. Joh.10,9). Außerdem gibt es auch eine verschlossenen Tür (vgl.Mt.25,10), wenn das Fest (V.29b) begonnen hat, und dann wird es für Eintrittswillige zu spät sein. Wer sich Jesu Botschaft nicht aufgeschlossen hat und ihn bekennt, dem wird die Berufung auf eine Bekanntschaft mit ihm nichts nützen. Damit greift Jesus wiederum das selbstbewusste Erwählungsverständnis seiner Zeitgenossen an und unterscheidet sozusagen eingeistliches (vgl. Gal.3,7.29) und ein fleischliches (vgl. Röm.9,6ff) Israel. Etliche Juden werden ausgeschlossen werden, und an ihrer Stelle wird man neben den Heiligen des AT Nichtjuden aus der ganzen Welt antreffen. Wer selbstsicher meint, zu den Ersten zu gehören, wird sich schnell unter den Letzten wieder finden. Damit wird die Notwendigkeit der Buße (Kap.12 u. 13) abermals nachdrücklich unterstrichen.
(Zu Lk.13,22-30 im Kommentar zur Bibel von Guthrie)


Einmal fragte ihn einer: „Herr, sind es wenige, die gerettet werden?“ Er antwortete: „Viele oder wenige! Kämpft ihr selbst darum, durch die enge Türe zu kommen. Denn viele, das sage ich euch, werden am Ende eintreten wollen, und es wird ihnen nicht gelingen.“
(Lk.13,23.24 im ‚Neuen Testament, übertragen von J.Zink’)


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Nachfolgend eine kleine Auswahl an Bibelstellen; besondere Worte Jesu wie auch Ermahnungen zum Wachstum aus Gnade durch Gottsuche und Unterwürfigkeit ihm gegenüber, die einen Sinnzusammenhang aufweisen mit Lk.13,23.24:
aus der ‚Themenkonkordanz zur Bibel’, basierend auf der Übersetzung Schlachter ’51


Wenn du aber daselbst den HERRN, deinen Gott, suchen wirst, so wirst du ihn finden, ja wenn du ihn von ganzem Herzen und von ganzer Seele suchen wirst.
(5.Mo.4,29)


Fraget nach dem HERRN und nach seiner Macht, suchet sein Angesicht allezeit.
(1.Chr.16,11; vgl. 22,19)


Der HERR ist nahe all denen, die ihn anrufen, allen, die ihn in Wahrheit anrufen; er tut, was die Gottesfürchtigen begehren und hört ihr Schreien und hilft ihnen.
(Ps.145,18.19; vgl. 25,4.5.20; 27,4.8.13.14; 42,2.3; 63,2-9; 84,2-5; 105,4; 130,5.6; 143,6)


Der HERR ist gütig gegen die, welche auf ihn hoffen, gegen die Seele, die nach ihm fragt. Gut ist’s, schweigend zu warten auf das Heil des HERRN.
(Kla.3.25; vgl. Jer.29,13)


Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen
(Mk.10,15)


Denn wahrlich, ich sage euch, bis dass Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Jota noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist. Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und die Leute also lehrt, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich, wer sie aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich. Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, so werdet ihr gar nicht in das Himmelreich eingehen!
(Mt.5,18.19.20)


Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes, so wird euch solches alles hinzugelegt werden.
(Mt.6,33)


Ich sage euch aber: Viele werden kommen von Morgen und Abend und werden mit Abraham, Isaak und Jakob zu Tische sitzen im Himmelreich, aber die Kinder des Reiches werden in die äußerste Finsternis hinausgeworfen werden; dort wird Heulen und Zähneknirschen sein
(Mt.8,11)


Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernet von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen; denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.
(Mt.11,28.29.30)


und sprach: Wahrlich, ich sage euch, wenn ihr nicht umkehret und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht in das Himmelreichkommen
(Mt.18,3)


Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wahrlich, ich sage euch, ein Reicher hat schwer, in das Himmelreich einzugehen. Und wiederum sage ich euch, ein Kamel kann leichter durch ein Nadelöhr eingehen, als ein Reicher in das Reich Gottes
(Mt.19,23.24)


Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volke gegeben, das dessen Früchte bringt.
Mt.21,43


Siehe, euer Haus wird euch selbst überlassen. Ich sage euch, ihr werdet mich nicht mehr sehen, bis ihr sagen werdet: Gelobt sei der da kommt im Namen des Herrn.
(Lk.13,35)


Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und wir bezeugen, was wir gesehen haben; und doch nehmt ihr unser Zeugnis nicht an.
(Joh.3,11)


Jesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ihr suchet mich nicht darum, weil ihr Zeichen gesehen, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid.
(Joh.6,26)


Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer an mich glaubt, hat ewiges Leben
(Joh.6,47)


Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, kraft der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges Gott wohlgefälliges Opfer: Das sei euer vernünftiger Gottesdienst. Und passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern verändert euer Wesendurch die Erneuerung eures Sinnes, um prüfen zu können, was der Wille Gottes sei, der gute und wohlgefällige und vollkommene.
(Röm.12,1.2; vgl. 2.Kor,5,14.15; Phil.2,12.13)


nahet euch zu Gott, so naht er sich zu euch! Reinigt die Hände ihr Sünder, und machet eure Herzen keusch, die ihr geteilten Herzens seid.
(Jak.4,8 )
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Beitragvon ChristSein » 17.10.2007, 16:39

Es sprach aber einer zu ihm: Herr, meinst du, dass nur wenige selig werden? Er aber sprach zu ihnen: Ringt darum, dass ihr durch die enge Pforte hineingeht.
Luk. 13, aus 23.24:


Ihr Lieben Alle,

Jesus hat nicht unterschieden wer in fragte.
Und die Antwort geht auch weit über das hinaus was im allgemeinen kirchendogmatische Kirchenleiter heute so antworten würden.

Herr meinst du, dass es nur wenige sind die selig werden?

Er beantwortete es weder mit ja noch mit nein, er spielte den Ball flach zurück.
Es liegt ganz einfach an dir, was du mit meinem Angebot machst.

Interessant ist weiter, dass er die Frage des Einzelnen mit seine Antwort an alle richtete.
Es sprach aber einer zu ihm,
Er aber sprach zu ihnen.

Nur wer ist die Pforte, darüber liess er nichts offen.
Er Jesus Christus ist die enge Pforte. Enger oder weiter braucht man sie nicht zu machen.
Ringen müssen wir darum, ringen um die Wahrheit, ringen im Unrecht leiden.
Ringen in Krankheiten, ringen in der Armut aber auch im Reichtum. Ringen im Kleinen und im Großen.

Ringen auch wir mit ihm im Gebet, wie es ein Jakob mit Gott tat, das will der Herr.

Es gilt so zu sein wie Jesus Christus war. Er rang mit Gott im Garten Gethsemane, dass es ihm wie Blutstropfen von der Stirne rann.

Durch die enge Pforte zu seiner Lebenszeit ging z.B. die Sünderin, ein Zachäus und ein Leidensgenosse am Kreuz ein.
Der heidnische Hauptmann hatte einen Glauben, den er damals in ganz Israel nicht gefunden hatte.
Diese dienen uns auch heute in der Konsequenz als Massstab.

Ein vernichtendes Urteil traf die damalige Geistlichkeit, ihr kommt nicht hinein und welche die hinein wollen die lasst ihr durch eure Gebote und durch eure Arbeit nicht hinein.

Lasst uns danach ringen, dass wir eingehen dürfen durch die enge Pforte in Jesus Christus, er weist niemand ab. Er will die hineingehen, segnen und Abendmahl mit ihnen halten, ringe darum. Es lohnt sich und es liegt allein in deiner Hand.
Den Ehrlichen und Aufrichtigen wird es der Herr gelingen lassen.

Liebe Grüsse
ChristSein
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