Gottesdienst am 14.10.2007

Gottesdienst am 14.10.2007

Beitragvon DH » 01.08.2007, 21:59

Überschrift in den Leitgedanken: Kraft vom Herrn

Jes. 40, 31:
Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.


Die Predigtvorbereitung geschieht nach Art des Brainstorming; d.h. jeder kann hier konstruktive Gedanken und Anregungen für die Predigt hinterlassen.

Eine Diskussion der einzelnen Ideen und Beiträge erfolgt unter REFLEXION.
Nur wer in der NAK ist, kann zu ihrer Veränderung beitragen.
DH
 
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Beitragvon ChristSein » 13.10.2007, 08:19

Aus dem Propheten Jesaja und den Versen aus dem Kapitel 40:
27 Warum sagst du, Jakob, und sprichst du, Israel: Mein Weg ist verborgen vor dem HERRN, und meinem Gott entgeht mein Recht?
28 Hast du es nicht erkannt, oder hast du es nicht gehört? Ein ewiger Gott ist der HERR, der Schöpfer der Enden der Erde. Er ermüdet nicht und ermattet nicht, unergründlich ist seine Einsicht.
29 Er gibt dem Müden Kraft und dem Ohnmächtigen mehrt er die Stärke.
30 Jünglinge ermüden und ermatten, und junge Männer straucheln [und] stürzen.

40,31 Aber die auf den HERRN hoffen, gewinnen neue Kraft: sie heben die Schwingen empor wie die Adler, sie laufen und ermatten nicht, sie gehen und ermüden nicht.

Aus Elberfelder Jubiläumsbibel revidierte Fassung 1985/1991


Ihr Lieben Alle,

ich denke es ist wichtig die Verse im Zusammenhang zu lesen.
Wer ist der Jakob und die Rebekka oder Rahel unserer Tage?
Das bist DU.

Vielleicht ein kleines Detail dazu am Rande. Die Bibel berichtet wie mir bekannt nur einmal von einem Kuß von einem Mann zu einer Frau. Zwischen Jakob und Rahel: Mose29,11 Und Jakob küßte Rahel und erhob seine Stimme und weinte.
Das nur ganz kurz und nebenbei.

Meinst nicht gerade du manchmal dein Weg bleibt verborgen und Gott entgeht dein Recht?
Mitnichten. Gott sieht dich und hört dich. Hast du es nicht immer gehört und erkannt, daß er ein ewiger Gott ist, der HERR, der Schöpfer Himmels und der Enden der Erden, wo du vielleicht meinst gerade am Ende zu sein?
Er welcher selbst dem Wurme im Staube gedenkt, hört und sieht dich.

Gott ermattet nicht er ist nicht konfus, er trägt nicht auf allen Achseln Wasser. Er lässt es DIR dem und der Aufrichtigen gelingen. Denn unergründlich ist seine Einsicht in Dich und alles was dich umtreibt.
Und Jesus sein Sohn ist auch nicht ein Freund dogmatisierender Kirchenleiter, sondern aller Menschen und besonders der Schwachen und Kranken.
Das hat er gerade den Pharisäern immer wieder deutlichst gezeigt. Aber sie können es nicht lassen.

Gott ist da, er gibt der und dem Müden Kraft und welche oft meinen ohnmächtig gegen die Fürsten und Gewalten in allen Gruppierungen zu sein.
Er gibt Euch ein grandioses Wort, das seit 3000 Jahren gilt:

Aber die auf den HERRN hoffen, gewinnen neue Kraft: sie heben die Schwingen empor wie die Adler, sie laufen und ermatten nicht, sie gehen und ermüden nicht.

Glaubst du das?

Ihr schöpft nicht nur Kraft, ihr erhaltet sie als Geschenk Gottes, wenn ihr ehrlich darum kämpft.
Die Dreieinigkeit liebt dich, schenke ihr dein uneingeschränktes Vertrauen, sie bittet um deine Standhaftigkeit, sie und nur sie wird es dir in alle Ewigkeit lohnen.
Unter den Schwingen ist göttliche Gnade, auf den Schwingen ist göttliche Kraft!

Liebe Grüsse
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Beitragvon Friedensstifter » 13.10.2007, 14:43

Überschrift in den Leitgedanken: Kraft vom Herrn

Jes. 40, 31:
Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.

Jesaja 40, 26 bis 31

Zur Stärkung ihres schwachen Glaubens heisst der Prophet seine Volksgenossen zum gestirnten nachthimmel emporblicken. Wenn sie da sehen, wie der Herr Zebaoth kein einziges Sternlein übersieht, und wie seinem Machtruf das ganze unermessliche Sternenheer "bis zum letzten Mann" Gehorsam leistet, muss da nicht die Verzagtheit schwinden, die wähnt, Gott wisse oder kümmere sich nicht um das Elend seines Volkes? Die menschliche Naturkraft - selbst in ihrer Blütezeit - erlahmt freilich bald; aber Vertrauen und Hoffen auf den Herrn schafft Mut und Kraft, nicht nur im Adlerflug des Glaubens sich über die Tiefen der Erde emporzuschwingen, sondern auch, was noch mehr heissen will, um in unermüdeter Treue eines geduldigen Wandels die Schwierigkeiten des Erdenweges zu überwinden.

(Jubiläums-Taschenbibel der Württembergischen Bibelanstalt Stuttgart, Ausgabe 1964)
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Beitragvon alexander rombach » 13.10.2007, 15:26

Nun ist dieses Wort schon Tausende von Jahren alt und immer noch lebt diese Hoffnung und diese Kraft und kann heute noch erlebt werden.
Das Wort ist Tausende von Jahren alt, der Gläubige muss es „nur“ 80, 90 Jahre lebendig erhalten...

Immer noch ist da die Hoffnung, dass da einer ist, der hört, sieht und versteht, hilft, eingreift und schlussendlich den Menschen an einen Platz führt, der angemessen ist, alles recht macht und ein Leben gibt in Freiheit, Freude und Sinn...

Und zu was laufen und rennen und wandeln die und fahren auf?
Zu einem Leben, das anderen hilft, das Unrecht trägt, geduldig leidet und sich einsetzt für Gerechtigkeit, Verständigung, Frieden...

Ich denke an die vielen Kämpfer für soziale Gerechtigkeit. An die aufopfernden Helfer in sozialen Diensten. An die, die sich durch die Hilfsbedürftigkeit des Nächsten bewegen lassen.
An die, die im Menschen die unsterbliche Seele sehen...

Ein „Auffahren“ hat G. Tersteegen beschrieben:
L 103 NGB 3. Strophe

„Mache mich einfältig, innig abgeschieden, sanft und still in deinem Frieden!
Mach mich reines Herzens, dass ich deine Klarheit schauen mag in Geist und Wahrheit!
Lass mein Herz überwärts wie ein Adler schweben und in dir nur leben!“
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Beitragvon maranatha » 13.10.2007, 16:46

Jesaja 40,12-31

Der stärkende Gott

Wer ist dieser Gott, der Israel in der Not des Exils in Babylon tröstet? Er ist unvergleichlich, seine Macht ist unermesslich. Gegenüber seiner Macht erscheint der Mensch klein, so klein wie eine Heuschrecke. Als König thront Gott über der Erde. Seine Herrschaft erstreckt sich über die ganze Schöpfung, die er unanfänglich geschaffen hat, aber auch die Herren dieser Welt, die keinen dauerhaften Bestand haben. Dieser Gott ist nicht ein aus vergänglicher Materie geschaffenes Götterbild, sondern der lebendige und lebenschaffende Gott, vor dem nichts verborgen bleibt, der auch in der Aussichtslosigkeit Hilfe und Orientierung bietet. »Gott wird nicht müde matt«, er ist nicht am Ende.

Menschen kommen oft an ihr Ende, wir sehen manchmal kein Licht am Ende des Tunnels. In manschen Situationen unseres Lebens fragen wir genau wie die Israeliten, ob Gott uns verlassen hat, ob wir ihm gleichgültig sind. Der Prophet stellte die Gegenfrage: »Weißt du es nicht, hast du es nicht gehört, was es mit Gottes Tun auf sich hat?«

Die Antwort, die der Text auf diese Frage gibt, ist gegenläufig zu den Erfahrungen der Mutlosigkeit. Dieser Gott, der so groß und erhaben ist – er kennt den Weg seines Volkes und er weiß, dass es in einer Situation der Rechtlosigkeit lebt. Dieser Gott, dessen Taten vor Augen geführt werden, gibt den Müden, den Ausgebrannten den Strauchelnden, den Fallenden neue Kraft. Und diese Kraft wird mit einem eindrücklichen Vergleich aus der Tierwelt geschildert: Es ist eine Kraft, wie ein mächtiger Vogel, ein Adler oder Geier, hat, der majestätische und voller Pracht seine Bahnen zieht. Dieses gewaltige Bild macht Mut. Es prägt sich ein. Daran sollen wir uns erinnern. Denn mit solch einer Kraft ausgerüstet, ist der mühsame und lange Rückweg aus dem Exil in Babylon und auch aus Dürrezeiten in unserem Leben zu bewältigen.
PETER RIEDE

Gott, wir danken dir, dass du uns in unserer Schwachheit trägst, dass du uns immer wieder stärkst und unsere Dunkelheit hell machst. Gib uns auf den Durststrecken unseres Lebens neue Kraft, damit wir nicht verzweifeln, sondern Mut fassen und uns den Aufgaben stellen, die auf uns warten.

(aus: Mit der Bibel durch das Jahr – 2007 – Ökumenische Bibelauslegungen von Ulrich Fischer, Maria Jespen, Walter Klaiber, Axel Noak Paul-Werner Scheele u. Joachim Wanke – Kreuz Verlag u. Verlag Katholisches Bibelwerk – S.340 – für den 4.Dezember)
Gott des Aufbruchs, sei mit mir unterwegs zu mir selbst, zu den Menschen, zu dir.
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Beitragvon ChristSein » 14.10.2007, 05:52

Jes. 40, 31:
Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.
Lutherübersetzung 1984
Aber die auf den HERRN hoffen, gewinnen neue Kraft: sie heben die Schwingen empor wie die Adler, sie laufen und ermatten nicht, sie gehen und ermüden nicht.
Elberfelder 1986 revidierte Fassung


Liebe Prediger in dem Herrn,

lasst mich noch auf die Unterschiede der beiden obengenannten identischen Textworte eingehen. Wobei die Elberfelder sich im allgemeinen darauf beruft näher am griechischen Urtext zu sein.
Was hier auch deutlicher hervortritt.

Einmal der Begriff hoffen und harren, ich denke 2 nicht unwesentliche Unterschiede, wenn zum harren die Hoffnung dazu kommt wird vieles einfacher.

Dann Schwingen statt Flügel, ein Huhn hat Flügel, ein Adler im Prinzip auch, aber welch ein Unterschied.(Spannweite beim Adler bis 2,5m)
Ein Huhn hat seine Flügel zur Bewahrung der Küken und zum überwinden kleinerer Hindernisse.
Ein Adler könnte damit nichts anfangen und umgekehrt wäre es einem Huhn nur hinderlich.

Im weiteren wird in beiden Übersetzungen neben dem auffahren bzw. emporheben auch vom Laufen geschrieben.....

Viele Lebewesen haben Füße oder Beine welch ein Unterschied, welche der Schöpfer den Tieren zugedacht hat.
(Übrigens ich als Schwabe habe nur Füße und keine Beine und wenn ich laufe, so gehe ich!)

Heben wir unsere Schwingen, denn die Hoffnung bringt uns den Herrn. Lasst solches die GottesdienstteilnehmerInnen immer spüren.

Freudige und kraftvolle Predigten,
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