Gottesdienst am 9.9.2007

Gottesdienst am 9.9.2007

Beitragvon DH » 01.08.2007, 21:52

Überschrift in den Leitgedanken: Geheimnisse des Himmelreiches

Matth. 13, aus 11:
Er [Jesus] antwortete und sprach zu ihnen: Euch ist's gegeben, die Geheimnisse des Himmelreichs zu verstehen.


Die Predigtvorbereitung geschieht nach Art des Brainstorming; d.h. jeder kann hier konstruktive Gedanken und Anregungen für die Predigt hinterlassen.

Eine Diskussion der einzelnen Ideen und Beiträge erfolgt unter REFLEXION.
Nur wer in der NAK ist, kann zu ihrer Veränderung beitragen.
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Beitragvon Julian » 05.09.2007, 11:33

:shock: Das Geheimnis des Segens: Wer im Glauben opfert, erlebt den Segen des Höchsten, das äußert sich nicht zwangsläufig in materiellen dingen. Trotzdem bin ich überzeugt: wer von ganzen Herzen opfert, der fühlt und erlebt den göttlichen Segen in irgendeiner Weise. Und der Herr segnet gern!.... Zitat Ende :idea:

Also doch erst ofern und dann wird gesegnet, oder was nun. Oder doch erst Segen erhalten, damit ich opfern kann. Überschrift somit passend >> Geheimnis des Himmelreiches :roll:
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Beitragvon Sonnenstrahl » 05.09.2007, 15:56

Das aus einem Bibelvers ausgeschnittene Textwort ist nur im Zusammenhang mit den Versen zuvor und danach zu verstehen. Andernfalls kann man es beliebig und willkürlich deuten.

1. Jesus redet in Gleichnissen, damit alle Leute das Himmelreich verstehen (wörtlich: Königreich der Himmel (Mehrzahl).

2. In Vers 11 sagt Jesus (in der Übersetzung nach Albrecht): "Weil euch die Fähigkeit [von Gott] verliehen ist, in die Geheimnisse des Königreich der Himmel einzudringen [und zwar ohne Gleichnisse], jenen (den anderen Leuten) aber nicht.

3. Interessant auch Vers 12: "Wer viel hat, der soll noch mehr empfangen, dass er die Fülle habe. Doch wer nur wenig hat, dem soll sogar das wenige genommen werden.

Bei Vers 12 handelt es sich um eine sprcihwörtliche Redeweise. Der Sinn: Die Jünger, die schon viel Erkenntnis empfangen haben, dringen immer tiefer in die Geheimnisse des Gottesreiches ein. Das Volk, dagegen würde seine geringe Erkenntnis der göttlichen Wahrheit ganz verlieren, wenn Jesus seiner schwachen Fassungskraft nicht durch Gleichnisreden zu Hilfe käme. Siehe auch Vers 13.
Die ältesten und kürzesten Wörter - "Ja" und "Nein" - erfordern auch das stärkste Nachdenken (Pythagoras, griech. Philosoph und Mathematiker, 27.11.580 - 31.12.500 v. Chr.)
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Beitragvon Sonnenstrahl » 05.09.2007, 16:05

Zu Julian's Beitrag:

Alle biblischen Hinweise zum Thema "Segen und Opfer" gehen von der Reihenfolge "erst Opfer, dann Segen" aus.

Lies, wie Gott den Jakob segnet, als dieser von seinem späteren Schwiegervater nach Strich und Faden betrogen wird, und Gott ihn trotz Labans Willkür segnet. Interessant sind in diesem Zusammenhang die Textstellen, nach denen sich Jakob mit genetisch bedingten Minderheiten der Herden (als Lohn) zufrieden gibt und Gott in die Natur (Vererbung) eingreift (1. Mose 30, 33-43)

Der Segen Gottes ist ein Geheimnis des Himmelreichs.
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Beitragvon amadeus » 08.09.2007, 16:48

Dem Textwort unmittelbar vorauf geht das so genannte Gleichnis vom Sämann und vom vierfachen Ackerfeld, das der Herr aber mit keinem Wort mit irgendeiner höheren Bedeutungsebene in Beziehung setzt, etwa wie sonst nach dem Muster: Das Himmelreich ist gleich... Er schließt die Schilderung der Aussaat lediglich ab mit dem Hinweis: Wer Ohren hat, der höre!

Obwohl seine Jünger wahrscheinlich auch ein bisschen hilflos waren in dem Versuch, in dieser Schilderung aus dem Alltagleben einen höheren Sinn zu sehen, sagt er ihnen doch glatt, dass es ihnen gegeben sei, die Geheimnisse des Himmelreichs zu verstehen. Um sie nicht in Verlegenheit zu bringen, gibt er im Anschluss noch eine ausführliche Deutung des Gleichnisses.

So lag der Unterschied zwischen den Jüngern und den anderen Zuhörern allenfalls darin, dass sie die Geheimnisse des Himmelreichs verstehen wollten, und ihn um Aufklärung baten, wenn sie etwas nicht verstanden hatten.

Beim Herrn Jesus selbst dürfen wir sicher annehmen, dass er die Geheimnisse des Himmelreichs verstehen wollte. Und dass er dieses Gleichnis vom Sämann und vom vierfachen Ackerfeld nur erzählen konnte, weil ihm einmal ein Licht aufging, als er einen Sämann bei der Arbeit beobachtete. Gewissermaßen hatte ihm der Sämann eine Predigt gehalten. Der Herr Jesus war offen für solche Eingebungen, die es ihm erlaubten, dem Volk ein klares und einfaches Evangelium zu verkünden.

Merken wir nicht manchmal auch, wie Gott mit uns im Alltag redet, wie uns bei der einen oder anderen Beobachtung oder bei einem Erlebnis ein Licht aufgeht? Sich uns das Verständnis für den Willen Gottes in einem bestimmten Punkt erschließt? Das setzt aber eine gewisse Offenheit eben für die Geheimnisse des Himmelreiches voraus.

Erschließt sich uns nicht das Geheimnis der göttlichen Erwählung am besten, wenn wir sehen, wie zwei Menschen in Liebe zueinander entbrennen? Wenn sie füreinander auf einmal wichtiger werden als alles andere auf der Welt? Und alle anderen schütteln den Kopf: Was finden die beiden nur an einander?

Und so bietet uns das Leben viele Gleichnisse für Gottes Walten, und seien es nur Himmel und Erde: So viel höher, als der Himmel über der Erde ist, sind meine Gedanken höher als eure Gedanken, spricht der Herr. Selbst ein solcher Vergleich - ein solches Gleichnis -, das dem Menschen seine Grenzen aufzeigt, vermag noch Klarheit, Kraft und Trost zu vermitteln, wenn wir für solche Gedanken offen sind.

Letztlich wollen wir miterleben, dass das Geheimnis Gottes vollendet wird in den Tagen, wenn der siebente Engel seine Stimme erheben und seine Posaune blasen wird:

NGB 250 Eine Botschaft voll Erbarmen
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Beitragvon ChristSein » 09.09.2007, 05:47

Er, Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Euch ist's gegeben, die Geheimnisse des Himmelreichs zu verstehen.
Matth. 13, aus 11

Ihr Lieben Alle,

momentan läuft bei gk u.a. das Thema: "Welche Bibel ist die Beste"!
Nur was würde es nützen zu wissen, welche die beste Bibel ist, wenn wir sie nicht lesen und danach tun?
Kaum ein Buch birgt soviele Geheimnisse, wie das Buch der Bücher.
Es ist und bleibt Gottes Wort.

Ich bekenne freimütig ich bin ein Freund der Bibel.
Sie ist und war meine Freundin in allen Stunden meines Lebens, vieles liegt in ihr verborgen.
Sie ist uns allen gegeben, dass wir die Geheimnisse in ihr ergründen können. Sie gibt uns Trost, in ihr liegt Kraft, und sie vermittelt Freude.
Das sind wunderbare Geheimnisse, welche die erfahren dürfen die sorgfältig mit ihr umgehen - und ihr vertrauen.

Er, Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Euch ist's gegeben, die Geheimnisse des Himmelreichs zu verstehen.
Vielen Generationen war das Lesen des Wortes Gottes nicht möglich. Sie mussten ganz einfach glauben was gepredigt wurde. Euch, Dir und mir ist's gegeben, die Geheimnisse Gottes zu wissen und zu ergründen und zu verstehen.
Nur was machen wir damit?

Es liegt an uns, in unserer Hand, darin zu graben die Geheimnisse liegen meist nicht oben. Wir dürfen, nein wir müssen nach ihnen suchen und ehrlich darum ringen.
Und du, Daniel, halte die Worte geheim und versiegle das Buch bis zur Zeit des Endes! Viele werden [suchend] umherstreifen, und die Erkenntnis wird sich mehren.
Daniel, 12,4

In unserer begrenzten Welt ist die Bibel wie ein Fenster,
durch das wir in die Ewigkeit hinein schauen dürfen.


Viel Freude und segensreiche Augenblicke dabei.

Euer
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