Gottesdienst am 26./27.7.2007

Gottesdienst am 26./27.7.2007

Beitragvon DH » 24.05.2007, 22:26

Überschrift in den Leitgedanken: Unsere Sicherheit

Jes. 12, aus 2:
Siehe, Gott ist mein Heil, ich bin sicher und fürchte mich nicht.


Die Predigtvorbereitung geschieht nach Art des Brainstorming; d.h. jeder kann hier konstruktive Gedanken und Anregungen für die Predigt hinterlassen.

Eine Diskussion der einzelnen Ideen und Beiträge erfolgt unter REFLEXION.
Nur wer in der NAK ist, kann zu ihrer Veränderung beitragen.
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Beitragvon amadeus » 23.07.2007, 19:50

Es gibt da diese Geschichte von dem Schiff, das in tosenden Sturm geriet und von den Wellen hin- und hergeworfen wurde. Alle Passagiere an Bord waren sehr besorgt oder in Angst. Nur ein kleiner Junge nicht. Der schaute dem Toben der Elemente interessiert und in aller Seelenruhe zu. Man fragte ihn, ob der den keine Angst habe. Er gab zur Antwort: warum denn Angst? Mein Vater ist der Kapitän! So lange er das Schiff führt, brauche ich mir keine Gedanken machen.

Solch ein kindliches Vertrauen ist doch immer wieder Vorbild für uns in allen Lebenslagen. Solange unser Himmlischer Vater alles im Griff hat, einschließlich unserer Hand, sorgt er dafür, dass alles uns zum Besten dient.

NGB 171 Gott ist getreu
Zuletzt geändert von amadeus am 23.07.2007, 20:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Bert » 23.07.2007, 19:56

amadeus,

darf ich Deinen letzten Satz etwas anders fassen? Etwa so:

Unser himmlischer Vater hat alles im Griff, und das wird so bleiben - für uns zum Besten.


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Beitragvon philippus » 24.07.2007, 12:00

Siehe, Gott ist mein Heil, ich bin sicher und fürchte mich nicht.
(aus Jesaja 12,2)


Ein Loblied auf Gottes Rettung
Gottes Volk wird einen zweiten Exodus erleben. Denn Gott wird sie retten und sie von überall her wieder zurück in ihr Land bringen (11,11). Diese Hoffnung lässt Jesaja in die gegenwärtige Krise hineinscheinen (12,1). Er vertraut auf Gott und findet darin Trost, dass Gott das Volk beschützen wird (12,2). Die Bewohner Jerusalems ruft Jesaja auf, Gott schon jetzt für das zu loben, was er in der Zukunft tun wird (12,3-6).
(aus ‚ Das grosse Buch zur Bibel’ )


Gott ist mein Helfer, ich bin voll Vertrauen und habe keine Angst.
(aus Jesaja 12,2; GuteNachricht Bibel)

Das Lied der Erlösten
(Jes.12,1-6)
Nachdem schon zuvor die Anklänge an den Auszug nicht zu überhören waren (11,16), liest sich in manchen Passagen dieses Lied wie ein Echo des Liedes in 2.Mo.15; vgl. z.B. V2 mit 2.Mo.15,2a.
Der Zorn, der über Israel lagerte (9,12.17) ist endlich abgewehrt. Das feiert das Ende der Entfremdung (V.1), der Furcht (V.2) und des Mangels (V.3). Es ist charakteristisch für Jesaja, dass das stille Vertrauen (V.2) gleich zu Anfang anklingt, und dass Gottes Trost auf die Gefangenschaft folgt. Aber die eigentliche Mitte des Psalms ist Gott selbst: Gott in seinem Verhältnis zu der lobsingenden Gemeinde (V.1.2), Gott, der sich durch seine Taten zu erkennen gegeben hat und dessen Name Jahwe ist. Das ist der persönliche Gottesname, der in 2.Mo.3,14.15 ausgelegt wurde. Er wird hier besonders betont, indem er mit seiner Kurzform wiederholt wird. Dies ist ungewöhnlich. Aber auch der von Jesaja mit Vorliebe gebrauchte Name Der Heilige Israels (V.6) findet sich. Vor allem aber ist Gott mit seiner Macht gegenwärtig in der Mitte seiner Gemeinde.
(aus ‚ Kommentar zur Bibel’ ; Guthrie)


Fürwahr, Gott ist mein Heil. Ich bin zuversichtlich und fürchte mich nicht, denn der Herr ist meine Stärke und mein Lied. Er ward mir zum Heil
(Jes.12,2; Brunsbibel)

Jesaja kann zum Schluss nur danken, denn der Herr half (V.1) und will weiter helfen. Seine Quellen sind unversiegbar. Zugleich aber wird aus alledem der Auftrag erwachsen, das Heil Gottes zu verkündigen und ihn anzubeten. Mitten in den Gerichten waltet der große, heilige Gott und führt alles zu seinem Ziel.
(Bruns’ Kommentar zu Jes.12,1-6)


Ein Danklied nach Art de Psalmen schließt die erste größere Sammlung von Aussprüchen Jesajas ab. Der Verfasser des Liedes, nach Meinung vieler Ausleger ein Späterer als Jesaja, spricht vom Zorn Gottes als einem notwendigen Durchgang zu seinem tröstenden, d.h. die Lage verändernden, Heil schaffenden Eingreifen. In V.3 wird auf eine Ritus am Laubhüttenfest angespielt, bei dem Wasser aus der Gihonquelle vor der östlichen Stadtmauer geschöpft und in einer Prozession zum Tempel gebracht wurde. Hier dient dieser Vorgang als Bild für Gott selbst als Quelle des Lebens (Ps.36,10, Jer.2,13; Jo.7,37.38 ). Dieser Gott, der seinen Namen bekannt gemacht hat (2.Mo.3,14), hat durch sein Heilshandeln diesem Namen alle Ehre gemacht (sich herrlich bewiesen). Das soll sein Volk (Tochter Zion) in aller Welt verkünden (anrufen in V.4 meint eigentlich „ausrufen“ im Sinne des folgenden Satzes).
(zu Jes.12,1-6 in der ‚Stuttgarter Erklärungsbibel’ )


Nachstehend einige der genannten Bibelstellen:


Mose sprach zu Gott: Siehe, wenn ich zu den Israeliten komme und spreche zu ihnen: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt und sie zu mir sagen werden: Wie ist sein Name? was soll ich ihnen sagen?
Gott sprach zu Mose: Ich werde sein, der ich sein werde. Und sprach: So sollst du zu den Israeliten sagen: „Ich werde sein,“ der hat mich zu euch gesandt.
Und Gott sprach weiter zu Mose: So sollst du zu den Israeliten sagen: Der Herr, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name auf ewig, mit dem man mich anrufen soll von Geschlecht zu Geschlecht.

(2.Mo.3,13.14.15)


Denn bei Dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht.
(Ps.36,10)


Denn mein Volk tut eine zweifache Sünde: Mich, die lebendige Quelle, verlassen sie und machen sich Zisternen, die doch rissig sind und kein Wasser geben.
(Jer.2,13)


Aber am letzten Tag des Festes, der der höchste war, trat Jesus auf und rief: „Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.“
(Jo.7,37.38 )
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Beitragvon ChristSein » 25.07.2007, 16:17

Siehe, Gott ist mein Heil, ich bin sicher und fürchte mich nicht.
Lutherübersetzung 1984
aus Jesaja 12,2

Ja Gott ist meine Rettung; ihm will ich vertrauen und niemals verzagen.
Einheitübersetzung
aus Jesaja 12,2


Ihr Lieben Alle,

ja Gott ist meine Rettung, mein Heil. Wer denn sonst?
Wenn man Jesaja so reden hört denkt man, ja der hatte es leicht. Wir welche seine Geschichte vielleicht etwas besser kennen, denken so nicht. Glaubenskämpfe und Entäuschungen prägten sein Leben.

Kaum einer vor und nach ihm machte aber solche präzise Aussagen auf Jesus wie er.
Der grosse Prophet wurde ca. 760 Jahre vermutlich in einem fürstlichen Hause vor dem geboren auf den er hinweisen durfte, den kommenden Messias.

Jesus liess sich einmal, als er in der Synagoge lehrte eine Schriftrolle geben.

Wir lesen in Lukas 4:
16 Und er kam nach Nazareth, wo er aufgewachsen war, und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbat in die Synagoge und stand auf und wollte lesen.
17 Da wurde ihm das Buch des Propheten Jesaja gereicht. Und als er das Buch auftat, fand er die Stelle, wo geschrieben steht (Jesaja 61,1-2):
18 «Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, zu verkündigen das Evangelium den Armen; er hat mich gesandt, zu predigen den Gefangenen, daß sie frei sein sollen, und den Blinden, daß sie sehen sollen, und den Zerschlagenen, daß sie frei und ledig sein sollen,
19 zu verkündigen das Gnadenjahr des Herrn.»
20 Und als er das Buch zutat, gab er's dem Diener und setzte sich. Und aller Augen in der Synagoge sahen auf ihn.
21 Und er fing an, zu ihnen zu reden: Heute ist dieses Wort der Schrift erfüllt vor euren Ohren.


Genau das Wort vom Jesaja brauchte hier Jesus:
Siehe, Gott ist mein Heil, ich bin sicher und fürchte mich nicht, denn danach gab es heftige Tumulte.

Was ging nun aber in Jesaja vor, als er auf das messianische Reich hinwies? Wir wissen es nicht genau, aber er riet des öfteren dazu, kontrollieren wir die ganz genau, die Heil verkündigen und Rettung anbieten.
Brachten sie in der Vergangenheit Heil und Rettung?

Genau das prüfte Jesaja und so blieb hier nur einer übrig und das war Gott.
Geht es uns nicht ähnlich, vollmundige Heilsverkünder was haben sie den Menschen gebracht? Glaubenskämpfe und oftmals Enttäuschungen.

Er brachte dem König Hiskia die traurige Nachricht, dass er sterben sollte und Gott legte ihm auf Grund seiner Gebete noch 15 Jahre dazu
Gott hat nicht seinen Willen geändert, obwohl er dies Wunder tat.
Manche wollen solche Ereignisse mit Botschaften vergleichen, die sich nicht erfüllten. Nur geht das nicht.
Jesaja wusste wer Gott ist und er bleibt wer er ist, er wandelt sich nicht.

Ihr Lieben Alle das gilt es festzuhalten.

Verzagen wir nicht, Jesus Christus ist durch und von Gott, unser aller Retter geworden.
Schenken wir ihm unser Vetrauen, er ist kein Mensch, Gott kann nicht lügen. Lasst uns nicht verzagen, auch wenn wir vielleicht von Menschen und seinem "Bodenpersonal" manches Mal alleine gelassen und entäuscht werden.


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