Gottesdienst am 22.7.2007

Gottesdienst am 22.7.2007

Beitragvon DH » 24.05.2007, 22:25

Überschrift in den Leitgedanken: Unterscheiden

Hebr. 5, 14:
Feste Speise aber ist für die Vollkommenen(*), die durch den Gebrauch geübte Sinne haben und Gutes und Böses unterscheiden können.

(*) Das hier verwendete griechische Wort bezeichnet zunächst eine volljährige Person. Im religiösen Sinn hat es die Bedeutung „vollendet“, „vollkommen“.:


Die Predigtvorbereitung geschieht nach Art des Brainstorming; d.h. jeder kann hier konstruktive Gedanken und Anregungen für die Predigt hinterlassen.

Eine Diskussion der einzelnen Ideen und Beiträge erfolgt unter REFLEXION.
Nur wer in der NAK ist, kann zu ihrer Veränderung beitragen.
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Beitragvon philippus » 21.07.2007, 12:26

Feste Speise aber ist für die Vollkommenen, die durch den Gebrauch geübte Sinne haben und Gutes und Böses unterscheiden können.
Hebr.5,14


Herausforderung, im Glauben zu wachsen
(Hebr,5,11-6,20)

Christen können so leicht im geistlichen „Säuglingsalter“ stecken bleiben. Der Schreiber stellt fest, dass seine Leser langsam im Lernen – mehr noch: unwillig sind. Er fordert sie auf, zur Reife heranzuwachsen, und er macht sich Sorgen, dass sie mutwillig ablehnen könnten, was Christus für sie getan hat. Aber wohin können sie sich dann noch wenden? Sie würden Distelfeldern gleichen, die nur noch zum Abfackeln taugen.
Doch die Leser sind noch nicht so weit. Sie sollen erkennen, dass Gotte sie nicht aufgegeben hat. Er ist fest entschlossen, sie durch ihr Leiden zu begleiten. Gott wird sie nie enttäuschen, das ist der sichere Anker ihrer Hoffnung.
(aus ‚Das grosse Buch zur Bibel’ ; A.Knowles)


Für geistlich Reife ist feste Speise da. Sie haben in langer Gewöhnung Übung darin bekommen, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden
(Hebr.5,14; Bruns-Bibel)

Der Schreiber zögert einen Augenblick, weil er die Sorge nicht so schnell loswerden kann, dass er seine Leser überfordere. Er muss leider feststellen, dass viele nur immer vom ABC des Glaubens hören wollen und nicht fähig sind, sich tiefer in die Glaubenswahrheiten einführen zu lassen. Dabei allerdings werden wir Heutigen sehr beschämt wenn wir von diesen Grundlehren hören. Das also hatten die meisten schon erfasst: Es gilt, sich bewusst von allen toten Werken abzuwenden; es gilt, im Vertrauen auf den lebendigen Gott zu leben; es geht um eine klare Lehre von der Taufe. Damit war die Handauflegung verbunden, es wurde über die Auferstehung der Toten und das letzte Gericht gesprochen. Ob alle Gläubigen unserer Tage bereits volle Klarheit haben?
(Kommentar von Bruns)


Die feste Nahrung ist den erwachsenen und vollkommenen Menschen vorbehalten, welche durch ihre Sinnesorgane in der Unterscheidung zwischen gut und böse geübt sind.
(Hebr.5,14 ind der ‚Bibel in gerechter Sprache’ )


Der Verfasser des Hebräerbriefes ist besorgt über den inneren Stand der Gemeinde. Statt zu wachsen sind sie wie Babies geblieben, die nur Milch vertragen und nur nach Milch Verlangen haben: Anfangserkenntnisse, das tiefere Verständnis für Jesus und den Gehorsam fehlen. Statt schon für andere Lehrer zu sein, sind sie Lehrlinge geblieben und haben kein Unterscheidungsvermögen zwischen heilsamer und schädlicher Lehre oder was gut und böse ist (1.Kor.3,1-3; 1.Petr.2,2; Eph.4,14). Ziel des Glaubens ist das Vollkommensein (Mt.5,49; 1.Kor.2,6). Dabei dürfen wir noicht nur den Tadel heraushören, sondern auch den Hinweis auf die bessere Nahrung, die für alle da ist und uns helfen will, im Glauben und der Erkenntnis zu wachsen.
(zu Hebr.5,11-14 in der ‚Lutherbibel erklärt’ )

Der Verfasser möchte den tieferen Sinn von Jesu Hohepriestertum darstellen; aber er findet seine Leser dazu nicht vorbereitet. Es fehlt nicht an der Intelligenz, aber am Willen, sie zu gebrauchen und daraus Konsequenzen zu ziehen. Das mit Harthörig = Schwerhörig wiedergegebene Wort bezeichnet die Trägheit, speziell Denkfaulheit; V.14 fordert demgegenüber geistliches Unterscheidungsvermögen (vgl. 6,11.12). Die Leser sind schon so lange Christen, dass sie längst fähig sein müssten, Anfänger im Glauben zu unterrichten, sind aber selber noch ABC-Schüler. Was mit den Anfangsgründen gemeint ist, wird in 6,1.2 ausgeführt. Wort der Gerechtigkeit (V.13) bedeutet im Zusammenhang „richtige Rede“, wie sie von Erwachsenen gebraucht wird, die Recht und Unrecht unterscheiden können. V.14: „Vollkommenheit“ bezeichnet demnach hier die reife Urteilsfähigkeit.
(zu Hebr.5,11-14 in der ‚Stuttgarter Erklärungsbibel’ )
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Beitragvon philippus » 21.07.2007, 12:30

Offenbar sind einige der Themen, die immer wieder für Zündstoff und lebhafte Diskussionen - besonders hier im Forum - sorgen, schon länger bekannt.

Allerseits gute Andacht und gesegnete Gottesdienste.
LG Frank
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Beitragvon ChristSein » 21.07.2007, 18:53

Feste Speise aber ist für die Vollkommenen, die durch den Gebrauch geübte Sinne haben und Gutes und Böses unterscheiden können.
Hebr.5, 14



Ihre Lieben Alle,

ein wichtiges und heikles Thema, gerade in unserer Zeit. Das Wort trifft und gibt mehr her, als es auf den ersten Augenblick scheint.

Feste Speise ist Wahrheit und Jesus sagte wer aus der Wahrheit ist der höret meine Stimme.
Pilatus fragte vor der Kreuzigung Jesu, als ihn seine Häscher zu ihm brachten - was ist Wahrheit?
Wer kann feste Speise ertragen, also die Wahrheit ertragen.
In allen Sparten, Gruppen und auch leider Kirchen gibt es Halbwahrheiten. Wem schaden Sie? Der sie ausspricht oder wer sie hört? Ich denke beiden.

Jesus sagte mal zu der Geistlichkeit seiner Tage, ihr kommt nicht in das Reich Gottes und die hinein wollen, die lasst ihr nicht hinein.
Warum, weil sie Halbwahrheiten verkündet haben.

Wer A sagt muss auch B sagen können.

Christen die getauft sind kennen und erleben den Heiligen Geist und haben durch dessen Gebrauch geübte Sinne, was von Gott ist und was nicht.

Halbwahrheiten sind wenn man z.B. Bibelworte aus dem Zusammenhang reisst und sie auf die vermeintlich geistige Ebene nimmt. Man interpretiert hinein erklärt hinweg aber liest nicht heraus.
Man fundiert nicht, man fabuliert von Abraham über Daniel und David usw..
Wenn Jesus solches gewollt hätte, hätte er es auch gesagt.

Wir kennen Kirchenspaltungen die interpretiert haben um ihre Lehre zu erklären, aber nicht auf den Grund zu gehen und fundiert zu reden.
Viele flüchten sich in die Vergangenheit und noch öfter in die Zukunft, ganz einfach, weil sie für die Gegenwart keine Rezepte haben. Und gerade das brauchen die Gläubigen. Keine Angst ihr Kirchenfürsten die Gläubigen haben geübte Sinne und können sehr wohl entscheiden was Gut und Böse ist.

Darum wollen wir eine Predigt vom reinen Evangelium ohne Wenn und Aber und unverfälscht.

Wir kennen in der neueren Reichsgottesgeschichte viele Vorbilder die nicht über Daniel gepredigt haben, sondern so wie er sich verhalten hat es auch taten. Das ist der feine Unterschied und das zählt.
Nicht anbiedern um schändlichen Gewinnes willen sondern wie Martin Luther es tat, hier stehe ich, ich kann nicht anders Gott helfe mir Amen.

Leuchten wir aber erst in unser Leben hinein, bevor wir anderen predigen. Wie kann jemand einer Gemeinde oder eines Bezirkes vorstehen wenn er es selbst oder in der eigenen Familie in der Liebe nicht kann?

Das ist alles starke Speise und kann nur der predigen, der es selbst ertragen kann. Und Jesus konnte es. So wie wir ihn zum Vorbild haben so wandeln wir ihm nach. Ohne Wenn und Aber.

Wirket solche Speise in der Liebe und in der Kraft, Klarheit und Freude des Heiligen Geistes, die Gläubigen warten!

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Beitragvon amadeus » 21.07.2007, 19:28

Mit fester Speise meint der Schreiber des Hebräerbriefes offenbar das, was er über Melchisedek sagen wollte. Jedenfalls unterbricht er dieses Thema im Zusammenhang mit unserem Textwort, um es später wieder aufzugreifen. Das war offenbar ein Thema für Fortgeschrittene.

Wenn ein Mensch Gutes und Böses unterscheidet, dann geschieht dies auch mit dem Ziel, sich dem Guten zu öffnen und das Böse von sich fernzuhalten. Für den jungen Daniel und seine Gefährten hieß das, die Speise vom Königshof zu meiden und die im Gesetz erlaubte Speise zu genießen. Es hieß für ihn auch, nicht den Götzen zu dienen, sondern das Fenster offen zu halten nach Jerusalem und Gott anzubeten.

Zur Zeit der ersten Christen galt es, das Evangelium von Irrlehren unterscheiden zu können. Auch heute ist die Geisterunterscheidung eine wichtige Gabe. Es ist gut, wenn wir unserer Seele nur Gedanken zuführen, die uns innerlich erheben, näher zu Gott hinführen. Gedanken, die uns niederdrücken und von Gott trennen wollen, dürfen wir getrost von uns weisen.

Man kann auf einer Weide beobachten, dass die Tiere nicht alles fressen, was dort wächst. Sie wissen sehr wohl, was ihnen bekömmlich ist und was nicht. So sollten auch wir nicht wahllos alles in uns aufnehmen, was wir an unserem Lebensweg vorfinden.

NGB 130 Zu des Heilands Füßen
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Beitragvon ChristSein » 21.07.2007, 20:35

Volxbibel:

14 Schwarzbrot ist eher was für Erwachsene, die im Leben genug Erfahrungen gesammelt haben, um zwischen Gut und Schlecht zu unterscheiden.
Hebräer 5,14

Ein kleine Geschichte dazu, die zur Sache spricht.
Während des Sonnenkönigs Ludwig XIV. herrschte in Frankreich Hungersnot.
Das Volk rebellierte und schrie nach Brot.
Die kleine Tochter hörte es und fragte, warum haben die Menschen Hunger und schreien nach Brot? Sie könnten doch auch Kuchen essen......

Die Gläubigen wollen keinen Kuchen, sie wollen Brot!!!

Liebe Grüsse
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