Gottesdienst am 31.12.2007

Gottesdienst am 31.12.2007

Beitragvon DH » 28.11.2007, 14:07

ApG 11, 23:
Als dieser dort hingekommen war und die Gnade Gottes sah, wurde er froh und ermahnte sie alle, mit festem Herzen an dem Herrn zu bleiben;


Die Predigtvorbereitung geschieht nach Art des Brainstorming; d.h. jeder kann hier konstruktive Gedanken und Anregungen für die Predigt hinterlassen.

Eine Diskussion der einzelnen Ideen und Beiträge erfolgt unter REFLEXION.
Nur wer in der NAK ist, kann zu ihrer Veränderung beitragen.
DH
 
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Beitragvon philippus » 23.12.2007, 16:02

Als dieser dort hingekommen war und die Gnade Gottes sah, wurde er froh und ermahnte sie alle, mit festem Herzen an dem Herrn zu bleiben.
(Apg.11,23)


Die Gemeinde in Antiochia

Lukas berichtet nun von der Ausbreitung in den Norden und in den Westen. Die Christen, die durch die Verfolgung nach dem Tod des Stephanus verstreut wurden, kommen nach Phönizien (heute Libanon), Zypern und Antiochia in Syrien (11,19-30). Sie als an Christus glaubende Judenbringen anderen Juden das Evangelium. Doch in Antiochia beginnen Christen aus Zypern und Kyrene (Nordafrika), das Evangelium den griechischen Einwohnern weiterzugeben.
Die Gemeinde in Jerusalem schickt Barnabas zu diesen Christen in Antiochia. Mit seinem gütigen, Mut machenden Wesen hilft er zu einem weiteren Anwachsen der christlichen Gemeinde. Barnabas merkt, dass man diesen Bekehrten biblisches Wissen vermitteln muss, und er kennt genau die richtige Person dafür. Er geht nach Tarsus und wirbt – Saulus!
Zum ersten mal treffen wir hier christliche Propheten in der jungen Gemeinde an. Sie reden von Gott – und handeln manchmal gemäß ihrer Botschaft …
Ein Prophet namens Agabussagt eine Hungersnot im ganzen römischen Reich voraus. Jahrhundertelang haben die Römer allzu intensiven Ackerbau betrieben; nun entstehen allmählich Trockengebiete. Nordafrika war einst der fruchtbare „Brotkorb“, wo das Getreide für die römische Welt angebaut wurde. Heute ist dieses Gebiet als die Wüste Sahara bekannt.
Die Christen von Antiochia erfahren, dass ihre Glaubensbrüder in Jerusalem sehr arm sind. Sie schicken Barnabas und Saulus mit Geld dorthin, um ihre Not zu lindern.
(aus ‚Das grosse Buch zur Bibel’ von A.Knowles)


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Fraget nach dem Herrn und seiner Macht. Suchet sein Angesicht allezeit.
(1.Chr.16,22)

Aber der Gerechte hält fest an seinem Weg, und wer reine Hände hat, dessen Kraft nimmt zu.
(Hi.17,9)

So kehre denn zu deinem Gott zurück, halte fest an Liebe und Recht und hoffe stets auf deinen Gott.
(Hos.12,7)

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert: was anders als Recht tun, Liebe übern und demütig wandeln mit deinem Gott?
(Mi.6,8 )

(Vorstehende Bibelstellen werden in der Themenkonkordanz zur Bibel unter der Überschrift „Ermahnungen zum Ausharren“ genannt – wie übrigens auch das heutige Textwort)


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Apg.11,23 in der GNB:

Als er hinkam und sah, was Gott dort gewirkt hatte, freute er sich. Er machte allen Mut und bestärkte sie in ihrem Vorsatz, dem Herrn treu zu bleiben.


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Die Urgemeinde, von den Aposteln geleitet (vgl.V.1) ist um die Einheit der Kirche bemüht (vgl.schon 8,14). Barnabas hat offenbar die Gabe, mit neuen Situationen fertig zu werden und besitzt dabei das volle Vertrauen der Apostel und der Urgemeinde. Zu seiner Person vgl. 4,36.37 … Er hat ähnliches geistliches Format wie Stephanus (vgl.V.24 mit 6,5).
aus der ‚Stuttgarter Erklärungsbibel’ zu Apg.11,22-24


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Die erste heidenchristliche Gemeinde

Die anderen Apostel taten gut dran, die Handlungsweise des Petrus zu billigen, da zur selben Zeit in Antiochia, im Norden Syriens, weitreichende Entwicklungen ihren Lauf nahmenzu denen einige hellenistische Juden nach der Vertreibung aus Jerusalem den Anstoß gegeben hatten. Die Atmosphäre in Antiochia war ganz anders als die in Jerusalem. In jener geschäftigen, nördlichen Hauptstadt, einer Handelsmetropole, wo Europäer und Asiaten sich begegneten, wo die griechische Zivilisation in die syrische Wüste vordrang, wurden Unterschiede mit der Zeit abgeschliffen, und religiöse Differenzen, die in Judäa Probleme verursachten, waren hier unbedeutend. Einige Hellenisten, denen es nicht genug war, in den Synagogen der hellenistischen Juden zu predigen, hatten das Evangelium auch den Heiden verkündigt; viele von diesen nahmen den neuen Glauben an. So kam es, dass die zweite christliche Gemeinde einen großen Anteil ursprünglich heidnischer Mitglieder hatte. Hier in Antiochia erhielten sie auch ihren Namen: „Christen“.
Als die Nachricht dieser neuen Entwicklung Jerusalem erreichte, wollten die Apostel gerne Genaueres darüber erfahren; und sie fanden genau den richtigen Mann für diese Aufgabe: Barnabas, den „Sohn des Trostes“ (4,36). Er reiste nach Antiochia und, anstatt empört zu sein über die Vermischung von Juden und Heiden, freute er sich über diesen erstaunlichen Beweis der Gnade Gottes, lies sich dort nieder und tat alles, was er konnte, um beim Aufbau der neuen gemeinde zu helfen. Als die Arbeit ihm über den Kopf wuchs, suchte er nach einem geeigneten Helfer und erinnerte sich an Saulus, der in der Zwischenzeit einige Jahre in Tarsus und den umliegenden Gebieten verbracht hatte. Er holte Saulus und machte ihn zu seinem Mitarbeiter; so arbeiteten beide weiter an dem großen Werk, dass Gott in Antiochia begonnen hatte.
aus dem ‚Kommentar zur Bibel’ von Gutrie/Motyer


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Und des Herrn Hand war mit ihnen, und eine große Zahl wurde gläubig und bekehrte sich zum Herrn. Die Nachricht davon kam der Gemeinde in Jerusalem zu Ohren. Da sandten sie Barnabas nach Antiochia. Der kam, sah die Gnade Gottes, freute sich und ermahnte nun alle, mit ganzem Herzen dem Herrn treu zu bleiben.
(Apg.11,21-23 in der ‚Brunsbibel’)


Eine so offensichtliche Neubelebung der Gemeinde konnte nicht verborgen blieben. Nach einiger Zeit hörte auch die Urgemeinde von diesem Wunder Gottes. Sofort fühlte sie sich für die Arbeit in Antiochia verantwortlich. Überraschend, dass sie nicht Petrus, Johannes oder Jakobus hinsendet, sondern Barnabas, aber er wird mehr als „Sohn des Trostes“, als Seelsorger, hervorgetreten sein (4,36). Er kam nicht als Visitator, sondern als Bruder. Er sah sich alles an und konnte sich freuen. Dann aber ermahnte er auch, dass es nur ja kein Strohfeuer sein möchte, darum die Bitte: „Bleibt!“ Dass es nicht Menschenwerk werden möchte, darum die Bitte: „Bleibt beim Herrn!“ Dass es sich nicht als Kopfsache erweisen möchte, darum die Bitte: „Bleibt mit festem Entschluss eures Herzens dabei!“
(Kommentar von Bruns zu Apg.11,22.23)


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Prüfet euch selbst, ob ihr im Glauben seid; stellt euch selbst auf die Probe! Oder erkennet ihr euch selbst nicht, dass Jesus Christus in euch ist? Es müsste denn sein, dass ihr nicht echt wäret.
(2.Kor.13,5)


Du aber Gottesmensch, fliehe solches, jage aber nach Gerechtigkeit, Gottseligkeit, Glauben, Liebe, Geduld, Sanftmut. Kämpfe den guten Kampf des Glaubens, ergreife das ewige Leben, zu welchem du berufen bist und worüber du das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen abgelegt hast.
(1.Tim6,11)


Epheserbrief 4,1 - 6
„Bemüht euch, die Einheit des Geistes zu wahren durch den Frieden, der euch zusammenhält.“




Gesegnete Andacht zum Jahresende
philippus
 
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